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Güssau, Carol Friedrich: Geistliche Schiff-Fahrt der gläubigen Kinder Gottes/ auß den worten S. Pauli. Oels, 1659.

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Adelicher Lebenslauff.
euch nochmahlen Kindlichen danck/ für alle
gutte Zucht; und weil sichs ansehen lässet/ alß
wolte euch der liebe Gott kein Kind überlas-
sen/ daß in eurem hohen Alter für euch sorgte/
so befehl ich euch dem lieben Gott hertzlich in
seine Väterliche vorsorge/ der sey euer Vorsor-
ger/ der sey euer Trost!

Sacra Anchora, ein gewisser Trost war auch
der Seeligen Frawen Uchtritzin;

4.

Der zweyfache Heyraths-
Ancker.
Denn da hat sie beydemahl mit ein-
rathen und willigung jhrer lieben Fraw Mut-
ter/ sich verlobet: Denn Sie wuste/ daß Gott
der Herr/ vermöge deß Vierdten Geboths
die Eltern in allen dingen wil geehret haben.

Col. 3, 20

Anno 1641 ward sie vermählet und ehlich
vertrauet/ dem wol Edelgebohrnen und Ge-
strengen Herren Caspar von Jeroßleben/ auf
Puschewitz. Welches geschehen zu Zdune in
Pohlen.

Jn solcher hatte Sie noch nicht zwey Jahr
gesessen/ (denn jhr Liebster welcher mit Wasser-
sucht behafftet gewesen Anno 1643 den 30 No.
an dieser Krankheit gestorben/ und diese Welt
gesegnet) da ward Sie in den hochbetrübten

Witt-

Adelicher Lebenslauff.
euch nochmahlen Kindlichen danck/ fuͤr alle
gutte Zucht; und weil ſichs anſehen laͤſſet/ alß
wolte euch der liebe Gott kein Kind uͤberlaſ-
ſen/ daß in eurem hohen Alter fuͤr euch ſorgte/
ſo befehl ich euch dem lieben Gott hertzlich in
ſeine Vaͤterliche vorſorge/ der ſey euer Vorſor-
ger/ der ſey euer Troſt!

Sacra Anchora, ein gewiſſeꝛ Troſt war auch
der Seeligen Frawen Uchtritzin;

4.

Der zweyfache Heyraths-
Ancker.
Denn da hat ſie beydemahl mit ein-
rathen und willigung jhrer lieben Fraw Mut-
ter/ ſich verlobet: Denn Sie wuſte/ daß Gott
der Herr/ vermoͤge deß Vierdten Geboths
die Eltern in allen dingen wil geehret haben.

Col. 3, 20

Anno 1641 ward ſie vermaͤhlet und ehlich
vertrauet/ dem wol Edelgebohrnen und Ge-
ſtrengen Herren Caſpar von Jeroßleben/ auf
Puſchewitz. Welches geſchehen zu Zdune in
Pohlen.

Jn ſolcher hatte Sie noch nicht zwey Jahr
geſeſſen/ (denn jhr Liebſter welcher mit Waſſeꝛ-
ſucht behafftet geweſen Anno 1643 den 30 No.
an dieſer Krankheit geſtorben/ und dieſe Welt
geſegnet) da ward Sie in den hochbetruͤbten

Witt-
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[0047] Adelicher Lebenslauff. euch nochmahlen Kindlichen danck/ fuͤr alle gutte Zucht; und weil ſichs anſehen laͤſſet/ alß wolte euch der liebe Gott kein Kind uͤberlaſ- ſen/ daß in eurem hohen Alter fuͤr euch ſorgte/ ſo befehl ich euch dem lieben Gott hertzlich in ſeine Vaͤterliche vorſorge/ der ſey euer Vorſor- ger/ der ſey euer Troſt! Sacra Anchora, ein gewiſſeꝛ Troſt war auch der Seeligen Frawen Uchtritzin; 4.Der zweyfache Heyraths- Ancker. Denn da hat ſie beydemahl mit ein- rathen und willigung jhrer lieben Fraw Mut- ter/ ſich verlobet: Denn Sie wuſte/ daß Gott der Herr/ vermoͤge deß Vierdten Geboths die Eltern in allen dingen wil geehret haben. Anno 1641 ward ſie vermaͤhlet und ehlich vertrauet/ dem wol Edelgebohrnen und Ge- ſtrengen Herren Caſpar von Jeroßleben/ auf Puſchewitz. Welches geſchehen zu Zdune in Pohlen. Jn ſolcher hatte Sie noch nicht zwey Jahr geſeſſen/ (denn jhr Liebſter welcher mit Waſſeꝛ- ſucht behafftet geweſen Anno 1643 den 30 No. an dieſer Krankheit geſtorben/ und dieſe Welt geſegnet) da ward Sie in den hochbetruͤbten Witt-

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Zitationshilfe: Güssau, Carol Friedrich: Geistliche Schiff-Fahrt der gläubigen Kinder Gottes/ auß den worten S. Pauli. Oels, 1659, S. . In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/354516/47>, abgerufen am 22.09.2018.