Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Kheil, Matthias: Patientia Hiobi, Die geduldige Jobbe. Liegnitz, 1614.

Bild:
<< vorherige Seite

entweder gar nichts gleuben/ oder auch son-
sten der warheit jrren vnd fehlen. Jrret euch
nicht/ GOtt lest sich nicht spotten/ Gal. 6.
Todten kan niemand auferwecken/ denn der
Lebendige Allmechtige GOtt/ Der tödtet
vnd machet lebendig/ er führet in die Helle
vnd wieder heraus/ 1. Sam. 2. Er allein ist
der HERR HERR/ der vom Tode er-
rettet/ Ps. 68. vnd kein ander/ neben oder mit
Jhm.

Die 2.
vmstände
wenn/ oder
die zeit.
Zum 2. stehet vnd benihmet auch
allhie Hiob, Tempus/ die Zeit/ wenn jhn sein
Goel vnd Erlöser werde Aufferwecken/ Ant-
Antwort.wort/ darnach oder hernach ist eben diß. Hiob
gleubet vnd redet so eben vnd gewis hiervon/
als wenn es heut oder morgen geschehen solte.
Er wird mich hernach aus der Erden auff-
Erklä-
rung.
wecken. Jn der Lateinischen Bibel hat es der
interpres vertirt, vnd also gegeben/ Hernach/
das ist/ in novissimo die, am Jüngsten Tage/
wie wir es auch zuweilen also reden vnd aus-
sprechen. Vnd Er wird mich am Jüngsten ta-
ge aufferwecken aus der Erden. Vnd diß ist
auch Hiobs eigentliche meinung/ vnd glaube
von gegenwertiger vmbstände/ nicht/ daß er/

oder

entweder gar nichts gleuben/ oder auch ſon-
ſten der warheit jrren vnd fehlen. Jrret euch
nicht/ GOtt leſt ſich nicht ſpotten/ Gal. 6.
Todten kan niemand auferwecken/ denn der
Lebendige Allmechtige GOtt/ Der toͤdtet
vnd machet lebendig/ er fuͤhret in die Helle
vnd wieder heraus/ 1. Sam. 2. Er allein iſt
der HERR HERR/ der vom Tode er-
rettet/ Pſ. 68. vnd kein ander/ neben oder mit
Jhm.

Die 2.
vmſtaͤnde
weñ/ oder
die zeit.
Zum 2. ſtehet vnd benihmet auch
allhie Hiob, Tempus/ die Zeit/ wenn jhn ſein
Goel vnd Erloͤſer werde Aufferwecken/ Ant-
Antwort.wort/ darnach oder hernach iſt eben diß. Hiob
gleubet vnd redet ſo eben vnd gewis hiervon/
als wenn es heut oder morgen geſchehen ſolte.
Er wird mich hernach aus der Erden auff-
Erklaͤ-
rung.
wecken. Jn der Lateiniſchen Bibel hat es der
interpres vertirt, vnd alſo gegeben/ Hernach/
das iſt/ in noviſſimo die, am Juͤngſten Tage/
wie wir es auch zuweilen alſo reden vnd aus-
ſprechen. Vnd Er wird mich am Juͤngſten ta-
ge aufferwecken aus der Erden. Vnd diß iſt
auch Hiobs eigentliche meinung/ vnd glaube
von gegenwertiger vmbſtaͤnde/ nicht/ daß er/

oder
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="fsSermon" n="1">
        <div type="fsMainPart" n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <p><pb facs="#f0036" n="[36]"/>
entweder gar nichts gleuben/ oder auch &#x017F;on-<lb/>
&#x017F;ten der warheit jrren vnd fehlen. Jrret euch<lb/>
nicht/ GOtt le&#x017F;t &#x017F;ich nicht &#x017F;potten/ <hi rendition="#aq">Gal.</hi> 6.<lb/>
Todten kan niemand auferwecken/ denn der<lb/>
Lebendige Allmechtige GOtt/ Der to&#x0364;dtet<lb/>
vnd machet lebendig/ er fu&#x0364;hret in die Helle<lb/>
vnd wieder heraus/ 1. <hi rendition="#aq">Sam.</hi> 2. Er allein i&#x017F;t<lb/>
der HERR <hi rendition="#g">HERR/</hi> der vom Tode er-<lb/>
rettet/ <hi rendition="#aq">P&#x017F;.</hi> 68. vnd kein ander/ neben oder mit<lb/>
Jhm.</p>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head/>
              <p><note place="left">Die 2.<lb/>
vm&#x017F;ta&#x0364;nde<lb/>
wen&#x0303;/ oder<lb/>
die zeit.</note><hi rendition="#fr">Zum 2. &#x017F;tehet vnd benihmet auch</hi><lb/>
allhie <hi rendition="#aq">Hiob, Tempus/</hi> die Zeit/ wenn jhn &#x017F;ein<lb/><hi rendition="#aq">Goel</hi> vnd Erlo&#x0364;&#x017F;er werde Aufferwecken/ Ant-<lb/><note place="left">Antwort.</note>wort/ darnach oder hernach i&#x017F;t eben diß. Hiob<lb/>
gleubet vnd redet &#x017F;o eben vnd gewis hiervon/<lb/>
als wenn es heut oder morgen ge&#x017F;chehen &#x017F;olte.<lb/>
Er wird mich hernach aus der Erden auff-<lb/><note place="left">Erkla&#x0364;-<lb/>
rung.</note>wecken. Jn der Lateini&#x017F;chen Bibel hat es der<lb/><hi rendition="#aq">interpres vertirt,</hi> vnd al&#x017F;o gegeben/ Hernach/<lb/>
das i&#x017F;t/ <hi rendition="#aq">in novi&#x017F;&#x017F;imo die,</hi> am Ju&#x0364;ng&#x017F;ten Tage/<lb/>
wie wir es auch zuweilen al&#x017F;o reden vnd aus-<lb/>
&#x017F;prechen. Vnd Er wird mich am Ju&#x0364;ng&#x017F;ten ta-<lb/>
ge aufferwecken aus der Erden. Vnd diß i&#x017F;t<lb/>
auch Hiobs eigentliche meinung/ vnd glaube<lb/>
von gegenwertiger vmb&#x017F;ta&#x0364;nde/ nicht/ daß er/<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">oder</fw><lb/></p>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[36]/0036] entweder gar nichts gleuben/ oder auch ſon- ſten der warheit jrren vnd fehlen. Jrret euch nicht/ GOtt leſt ſich nicht ſpotten/ Gal. 6. Todten kan niemand auferwecken/ denn der Lebendige Allmechtige GOtt/ Der toͤdtet vnd machet lebendig/ er fuͤhret in die Helle vnd wieder heraus/ 1. Sam. 2. Er allein iſt der HERR HERR/ der vom Tode er- rettet/ Pſ. 68. vnd kein ander/ neben oder mit Jhm. Zum 2. ſtehet vnd benihmet auch allhie Hiob, Tempus/ die Zeit/ wenn jhn ſein Goel vnd Erloͤſer werde Aufferwecken/ Ant- wort/ darnach oder hernach iſt eben diß. Hiob gleubet vnd redet ſo eben vnd gewis hiervon/ als wenn es heut oder morgen geſchehen ſolte. Er wird mich hernach aus der Erden auff- wecken. Jn der Lateiniſchen Bibel hat es der interpres vertirt, vnd alſo gegeben/ Hernach/ das iſt/ in noviſſimo die, am Juͤngſten Tage/ wie wir es auch zuweilen alſo reden vnd aus- ſprechen. Vnd Er wird mich am Juͤngſten ta- ge aufferwecken aus der Erden. Vnd diß iſt auch Hiobs eigentliche meinung/ vnd glaube von gegenwertiger vmbſtaͤnde/ nicht/ daß er/ oder Die 2. vmſtaͤnde weñ/ oder die zeit. Antwort. Erklaͤ- rung.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/510589
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/510589/36
Zitationshilfe: Kheil, Matthias: Patientia Hiobi, Die geduldige Jobbe. Liegnitz, 1614, S. [36]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/510589/36>, abgerufen am 26.05.2020.