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Stephanus, Vincentius: Jucundissimum justorum diversorium. Brieg, 1628.

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Der Gerechten Seelen sind in Gottes
hand/ vnd keine Qual rühret sie an.

Diß schöne Trostsprüchlein habt jhr zum offtern von ew-
rem seligen Eheschätzlein/ nicht ohne lust bey dessen gesund-
heit/ aber mit weh mut bey dessen schmertzlichen Kranckheit/
angehöret: Wolan/ höret jhme noch ein mal zu wie es eben
mit diesen gantz tröstlichen worten/ alß mit einem heylsamen
Kuelbändlein aus der Apotheck deß heiligen Geistes/ ewre
schmertzliche Hertzenswunden verbinde/ zum letzten auszuge
aus diesem Hause euch durch meine Person Valedicire/ auß
dem Labirynth der trauergedancken führe/ vnnd seinen an jtzo
gantz gewüntschten zustand euch beschreibe/ damit jhr hinfüro
getrost heraus brechen vnd sprechen könnet:

Vnsers Söhnleins Seelichen ist in Gottes
Hand/ vnd keine qual rühret dasselbe an.

Solchen Trost ewren bekümmerten hertzen desto tieffer
ein zupflantzen/ wollen wir itzo/ mit Göttlicher verleihunge/
aus anleitung angezogenen Sprüchleins/ gantz kürtzlich/ vnd
so viel gegenwertiger zustand leidet/ reden:

De jucundissimo justorum ex hac vita emi-
grantium diversorio.

Von der sehr anmuttigen vnd lieblichen Herber-
ge/ zu welcher die Gerechten durch ein seliges ein-
schlaffen gelangen.

Herre Jesu/ laß vnser vorhaben deinem heyligen
Nahmen zu Ehren/ den hochbetrübten zu Troste/ vnnd vns

allen
Der Gerechten Seelen ſind in Gottes
hand/ vnd keine Qual ruͤhret ſie an.

Diß ſchoͤne Troſtſpruͤchlein habt jhr zum offtern von ew-
rem ſeligen Eheſchaͤtzlein/ nicht ohne luſt bey deſſen geſund-
heit/ aber mit weh mut bey deſſen ſchmertzlichen Kranckheit/
angehoͤret: Wolan/ hoͤret jhme noch ein mal zu wie es eben
mit dieſen gantz troͤſtlichen worten/ alß mit einem heylſamen
Kuelbaͤndlein aus der Apotheck deß heiligen Geiſtes/ ewre
ſchmertzliche Hertzenswunden verbinde/ zum letzten auszuge
aus dieſem Hauſe euch durch meine Perſon Valedicire/ auß
dem Labirynth der trauergedancken fuͤhre/ vnnd ſeinen an jtzo
gantz gewuͤntſchten zuſtand euch beſchreibe/ damit jhr hinfuͤro
getroſt heraus brechen vnd ſprechen koͤnnet:

Vnſers Soͤhnleins Seelichen iſt in Gottes
Hand/ vnd keine qual ruͤhret daſſelbe an.

Solchen Troſt ewren bekuͤmmerten hertzen deſto tieffer
ein zupflantzen/ wollen wir itzo/ mit Goͤttlicher verleihunge/
aus anleitung angezogenen Spruͤchleins/ gantz kuͤrtzlich/ vnd
ſo viel gegenwertiger zuſtand leidet/ reden:

De jucundiſsimo juſtorum ex hac vita emi-
grantium diverſorio.

Von der ſehr anmuttigen vnd lieblichen Herber-
ge/ zu welcher die Gerechten durch ein ſeliges ein-
ſchlaffen gelangen.

Herre Jeſu/ laß vnſer vorhaben deinem heyligen
Nahmen zu Ehren/ den hochbetruͤbten zu Troſte/ vnnd vns

allen
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Zitationshilfe: Stephanus, Vincentius: Jucundissimum justorum diversorium. Brieg, 1628, S. [6]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/522423/6>, abgerufen am 08.04.2020.