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Thebesius, Adam: Sterbender Christen Seelen-Schatz. Breslau, 1631.

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Sterbender Christen
einem Feinde/ sondern mit einem liebrei-
chen HertzensFreunde zu reden. Jhr ha-
bet nicht einen Knechtlichen Geist empfan-
gen/ daß jhr euch abermal furchten mustet/
sondern jhr habet einen Kindtlichen Geist
empfangen/ durch welchen wir ruffen/ Ab-
Rom. 8.
v.
15.
ba/ lieber Vater/ schreibt Paulus Rom. 8.

Ahasverus reckete seinen guldenen Sce-
pter gegen Esther, als sie zu jhm hinein
Esth. 5.
v.
2.
gieng innwendig inn den Hoff/ Esther. 5. wo
Esth. 4.
v.
11.
Er das nicht gethan/ hette sie stracks Ge-
botes sterben mussen/ Esth. 4. Die Liebe
GOttes ist der guldene GnadenScepter/
den GOtt zu vns neiget/ daß wir fur seinen
Gnadenthron tretten mögen/ die wir sonst
fur seiner Majestat erschrecken musten. Die
Liebe Gottes macht vns wurdig zum Ge-
bet. Jst das Fundament vnd Grund vn-
sers Gebets vnd dessen erhörung. Wel-
cher ist vnter Euch/ so jhn sein Sohn vmbs
Brod bittet/ der jhm einen Stein biete?
Matth. 7.
v.
9.
sagt Christus Matth. 7. Solte denn das
trewe Vater Hertz Gottes seinen Kindern

etwas

Sterbender Chriſten
einem Feinde/ ſondern mit einem liebrei-
chen HertzensFreunde zu reden. Jhr ha-
bet nicht einen Knechtlichen Geiſt empfan-
gen/ daß jhr euch abermal fůrchten muſtet/
ſondern jhr habet einen Kindtlichen Geiſt
empfangen/ durch welchen wir ruffen/ Ab-
Rom. 8.
v.
15.
ba/ lieber Vater/ ſchreibt Paulus Rom. 8.

Ahaſverus reckete ſeinen gůldenen Sce-
pter gegen Eſther, als ſie zu jhm hinein
Eſth. 5.
v.
2.
gieng innwendig inn den Hoff/ Eſther. 5. wo
Eſth. 4.
v.
11.
Er das nicht gethan/ hette ſie ſtracks Ge-
botes ſterben můſſen/ Eſth. 4. Die Liebe
GOttes iſt der gůldene GnadenScepter/
den GOtt zu vns neiget/ daß wir fůr ſeinen
Gnadenthron tretten moͤgen/ die wir ſonſt
fůr ſeiner Majeſtat erſchrecken muſten. Die
Liebe Gottes macht vns wůrdig zum Ge-
bet. Jſt das Fundament vnd Grund vn-
ſers Gebets vnd deſſen erhoͤrung. Wel-
cher iſt vnter Euch/ ſo jhn ſein Sohn vmbs
Brod bittet/ der jhm einen Stein biete?
Matth. 7.
v.
9.
ſagt Chriſtus Matth. 7. Solte denn das
trewe Vater Hertz Gottes ſeinen Kindern

etwas
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[[38]/0038] Sterbender Chriſten einem Feinde/ ſondern mit einem liebrei- chen HertzensFreunde zu reden. Jhr ha- bet nicht einen Knechtlichen Geiſt empfan- gen/ daß jhr euch abermal fůrchten muſtet/ ſondern jhr habet einen Kindtlichen Geiſt empfangen/ durch welchen wir ruffen/ Ab- ba/ lieber Vater/ ſchreibt Paulus Rom. 8. Rom. 8. v. 15. Ahaſverus reckete ſeinen gůldenen Sce- pter gegen Eſther, als ſie zu jhm hinein gieng innwendig inn den Hoff/ Eſther. 5. wo Er das nicht gethan/ hette ſie ſtracks Ge- botes ſterben můſſen/ Eſth. 4. Die Liebe GOttes iſt der gůldene GnadenScepter/ den GOtt zu vns neiget/ daß wir fůr ſeinen Gnadenthron tretten moͤgen/ die wir ſonſt fůr ſeiner Majeſtat erſchrecken muſten. Die Liebe Gottes macht vns wůrdig zum Ge- bet. Jſt das Fundament vnd Grund vn- ſers Gebets vnd deſſen erhoͤrung. Wel- cher iſt vnter Euch/ ſo jhn ſein Sohn vmbs Brod bittet/ der jhm einen Stein biete? ſagt Chriſtus Matth. 7. Solte denn das trewe Vater Hertz Gottes ſeinen Kindern etwas Eſth. 5. v. 2. Eſth. 4. v. 11. Matth. 7. v. 9.

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Zitationshilfe: Thebesius, Adam: Sterbender Christen Seelen-Schatz. Breslau, 1631, S. [38]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/523586/38>, abgerufen am 20.03.2019.