Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Thebesius, Adam: Sterbender Christen Seelen-Schatz. Breslau, 1631.

Bild:
<< vorherige Seite

Sterbender Christen
schnettelt/ schüttelt auch vnd schläget mit
Knutteln die gutten vnd fruchtbaren Bäu-
me/ er hawet sie aber nicht gar vmb/ die Vn-
fruchtbaren lesset Er wachsen wie sie wol-
len/ biß er sie endtlich vmbhäwet. Ein
Medicus giebet denen purgirende bittere
Artzneyen/ welche Er zn voriger Gesund-
heit zu bringen verhoffet. Jst ein böse Zei-
chen/ wenn er einem Patienten geben lesset
was er haben wil. Welchen GOtt vnge-
strafft lesset/ das ist die härteste Straff.
Nulla poena, quanta poena! Seit jhr ohne
Zuchtigung/ so seit jhr Bastart/ vnd nicht
Heb. 12.
v.
8.
Kinder Heb. 12. Das erkante jener Heilige
Mann/ vnd nennete vnser Creutz Amaras
sagittas ex dulci manu DEI,
Liebeschläge
Gottes/ von denen man wol sagen mag/
die Schläge deß Liebhabers meinen es
Prov. 27.
v.
6.
recht gut Prov. 27. Exod. 15. lesen wir/ daß
Exod. 15.
v.
7.
die Kinder Jsrael gen Marah kommen/ vnd
weiln Sie in Dreyen Tagen in der Wusten
kein Wasser gehabt/ vnd durstig worden/
deß Wassers aber in Marah nicht trincken

können/

Sterbender Chriſten
ſchnettelt/ ſchuͤttelt auch vnd ſchlaͤget mit
Knůtteln die gutten vnd fruchtbaren Baͤu-
me/ er hawet ſie aber nicht gar vmb/ die Vn-
fruchtbaren leſſet Er wachſen wie ſie wol-
len/ biß er ſie endtlich vmbhaͤwet. Ein
Medicus giebet denen purgirende bittere
Artzneyen/ welche Er zn voriger Geſund-
heit zu bringen verhoffet. Jſt ein boͤſe Zei-
chen/ wenn er einem Patienten geben leſſet
was er haben wil. Welchen GOtt vnge-
ſtrafft leſſet/ das iſt die haͤrteſte Straff.
Nulla pœna, quanta pœna! Seit jhr ohne
Zůchtigung/ ſo ſeit jhr Baſtart/ vnd nicht
Heb. 12.
v.
8.
Kinder Heb. 12. Das erkante jener Heilige
Mann/ vnd nennete vnſer Creutz Amaras
ſagittas ex dulci manu DEI,
Liebeſchlaͤge
Gottes/ von denen man wol ſagen mag/
die Schlaͤge deß Liebhabers meinen es
Prov. 27.
v.
6.
recht gut Prov. 27. Exod. 15. leſen wir/ daß
Exod. 15.
v.
7.
die Kinder Jſrael gen Marah kommen/ vnd
weiln Sie in Dreyen Tagen in der Wůſten
kein Waſſer gehabt/ vnd důrſtig worden/
deß Waſſers aber in Marah nicht trincken

koͤnnen/
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="fsSermon" n="1">
        <div type="fsMainPart" n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <p><pb facs="#f0042" n="[42]"/><fw type="header" place="top">Sterbender Chri&#x017F;ten</fw><lb/>
&#x017F;chnettelt/ &#x017F;chu&#x0364;ttelt auch vnd &#x017F;chla&#x0364;get mit<lb/>
Kn&#x016F;tteln die gutten vnd fruchtbaren Ba&#x0364;u-<lb/>
me/ er hawet &#x017F;ie aber nicht gar vmb/ die Vn-<lb/>
fruchtbaren le&#x017F;&#x017F;et Er wach&#x017F;en wie &#x017F;ie wol-<lb/>
len/ biß er &#x017F;ie endtlich vmbha&#x0364;wet. Ein<lb/><hi rendition="#aq">Medicus</hi> giebet denen purgirende bittere<lb/>
Artzneyen/ welche Er zn voriger Ge&#x017F;und-<lb/>
heit zu bringen verhoffet. J&#x017F;t ein bo&#x0364;&#x017F;e Zei-<lb/>
chen/ wenn er einem Patienten geben le&#x017F;&#x017F;et<lb/>
was er haben wil. Welchen GOtt vnge-<lb/>
&#x017F;trafft le&#x017F;&#x017F;et/ das i&#x017F;t die ha&#x0364;rte&#x017F;te Straff.<lb/><hi rendition="#aq">Nulla p&#x0153;na, quanta p&#x0153;na!</hi> Seit jhr ohne<lb/>
Z&#x016F;chtigung/ &#x017F;o &#x017F;eit jhr Ba&#x017F;tart/ vnd nicht<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">Heb. 12.<lb/>
v.</hi> 8.</note>Kinder <hi rendition="#aq">Heb.</hi> 12. Das erkante jener Heilige<lb/>
Mann/ vnd nennete vn&#x017F;er Creutz <hi rendition="#aq">Amaras<lb/>
&#x017F;agittas ex dulci manu <hi rendition="#g">DEI,</hi></hi> Liebe&#x017F;chla&#x0364;ge<lb/>
Gottes/ von denen man wol &#x017F;agen mag/<lb/>
die Schla&#x0364;ge deß Liebhabers meinen es<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">Prov. 27.<lb/>
v.</hi> 6.</note>recht gut <hi rendition="#aq">Prov. 27. Exod.</hi> 15. le&#x017F;en wir/ daß<lb/><note place="left"><hi rendition="#aq">Exod. 15.<lb/>
v.</hi> 7.</note>die Kinder J&#x017F;rael gen Marah kommen/ vnd<lb/>
weiln Sie in Dreyen Tagen in der W&#x016F;&#x017F;ten<lb/>
kein Wa&#x017F;&#x017F;er gehabt/ vnd d&#x016F;r&#x017F;tig worden/<lb/>
deß Wa&#x017F;&#x017F;ers aber in Marah nicht trincken<lb/>
<fw type="catch" place="bottom">ko&#x0364;nnen/</fw><lb/></p>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[42]/0042] Sterbender Chriſten ſchnettelt/ ſchuͤttelt auch vnd ſchlaͤget mit Knůtteln die gutten vnd fruchtbaren Baͤu- me/ er hawet ſie aber nicht gar vmb/ die Vn- fruchtbaren leſſet Er wachſen wie ſie wol- len/ biß er ſie endtlich vmbhaͤwet. Ein Medicus giebet denen purgirende bittere Artzneyen/ welche Er zn voriger Geſund- heit zu bringen verhoffet. Jſt ein boͤſe Zei- chen/ wenn er einem Patienten geben leſſet was er haben wil. Welchen GOtt vnge- ſtrafft leſſet/ das iſt die haͤrteſte Straff. Nulla pœna, quanta pœna! Seit jhr ohne Zůchtigung/ ſo ſeit jhr Baſtart/ vnd nicht Kinder Heb. 12. Das erkante jener Heilige Mann/ vnd nennete vnſer Creutz Amaras ſagittas ex dulci manu DEI, Liebeſchlaͤge Gottes/ von denen man wol ſagen mag/ die Schlaͤge deß Liebhabers meinen es recht gut Prov. 27. Exod. 15. leſen wir/ daß die Kinder Jſrael gen Marah kommen/ vnd weiln Sie in Dreyen Tagen in der Wůſten kein Waſſer gehabt/ vnd důrſtig worden/ deß Waſſers aber in Marah nicht trincken koͤnnen/ Heb. 12. v. 8. Prov. 27. v. 6. Exod. 15. v. 7.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/523586
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/523586/42
Zitationshilfe: Thebesius, Adam: Sterbender Christen Seelen-Schatz. Breslau, 1631, S. [42]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/523586/42>, abgerufen am 20.03.2019.