Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Neomenius, Johann: Hominis Tabernaculum terrestre Aedificium Coeleste. Brieg, 1615.

Bild:
<< vorherige Seite

lucken wieder ersetzen kan. Es lebt auch noch der sich verspricht
ein Vater der Waisen/ vnnd Richter der WitwenPsal: 68: 6
zu sein/ der allezeit ein gnediges auge auff sie wendet/ vnd
verbeut ernstlich allem volck das sie ja niemand beleidigeExodi. 22. 22
23.

da es aber jemand thun würde/ so wolle GOtt selbst
solches rechnen/ vnd die beleidiger mit der scherffe
des Schwertes tödten/ das jhre Weiber zu Wit-
wen/ vnd jhre Kinder zu Weysen werden sollen.

Drumb beydes/ die frawe Wittib vnnd jhre Kinder sich vn-
serm Herren Gott in gedult vntergeben werden vnnd sagen/
Er hat alles wolgemacht/ der Herr hats gegeben/Marci 7. 37.
der HErr hats genommen/ der Nahme des Her-Ijob. 1. 21.
ren sey gelobet. Derselbige vnser Gott wolle vns zu rech-
ter zeit frölich vnd selig hernach helffen.

Damit aber des HErren Wort vns vorgehe/ alß die
leuchte vnserer füsse/ vnnd wie ein fruchtbarer regenPsal. 119. 106
auff vnsere hertzen falle/ vnd einen rechten geruch des le-Esa 55. 10
bens in vnns anrichte. Wollen wir alle zusammen setzen/2. Cor. 2. 16.
vnd mit einander hertzlich beten. Vnser Vater/ etc.

Textus 2. Cor. 5. v. 1. 2, 3.
WJr wissen aber/ so vnser irrdisch
Hauß dieser Hütten zerbrochen

wird/
B

lucken wieder erſetzen kan. Es lebt auch noch der ſich verſpricht
ein Vater der Waiſen/ vnnd Richter der WitwenPſal: 68: ꝟ 6
zu ſein/ der allezeit ein gnediges auge auff ſie wendet/ vnd
verbeut ernſtlich allem volck das ſie ja niemand beleidigeExodi. 22. ꝟ 22
23.

da es aber jemand thun wuͤrde/ ſo wolle GOtt ſelbſt
ſolches rechnen/ vnd die beleidiger mit der ſcherffe
des Schwertes toͤdten/ das jhre Weiber zu Wit-
wen/ vnd jhre Kinder zu Weyſen werden ſollen.

Drumb beydes/ die frawe Wittib vnnd jhre Kinder ſich vn-
ſerm Herren Gott in gedult vntergeben werden vnnd ſagen/
Er hat alles wolgemacht/ der Herr hats gegeben/Marci 7. ꝟ 37.
der HErr hats genommen/ der Nahme des Her-Ijob. 1. ꝟ 21.
ren ſey gelobet. Derſelbige vnſer Gott wolle vns zu rech-
ter zeit froͤlich vnd ſelig hernach helffen.

Damit aber des HErren Wort vns vorgehe/ alß die
leuchte vnſerer fuͤſſe/ vnnd wie ein fruchtbarer regenPſal. 119. ꝟ 106
auff vnſere hertzen falle/ vnd einen rechten geruch des le-Eſa 55. ꝟ 10
bens in vnns anrichte. Wollen wir alle zuſammen ſetzen/2. Cor. 2. ꝟ 16.
vnd mit einander hertzlich beten. Vnſer Vater/ ꝛc.

Textus 2. Cor. 5. v. 1. 2, 3.
WJr wiſſen aber/ ſo vnſer irrdiſch
Hauß dieſer Huͤtten zerbrochen

wird/
B
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="fsSermon" n="1">
        <div type="preface" n="2">
          <p><pb facs="#f0009" n="[9]"/>
lucken wieder er&#x017F;etzen kan. Es lebt auch noch der &#x017F;ich ver&#x017F;pricht<lb/><hi rendition="#fr">ein Vater der Wai&#x017F;en/ vnnd Richter der Witwen</hi><note place="right"><hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">P&#x017F;al: 68: &#xA75F;</hi> 6</hi></note><lb/>
zu &#x017F;ein/ der allezeit ein gnediges auge auff &#x017F;ie wendet/ vnd<lb/>
verbeut ern&#x017F;tlich allem volck <hi rendition="#fr">das &#x017F;ie ja niemand beleidige</hi><note place="right"><hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">Exodi. 22. &#xA75F;</hi> 22<lb/>
23.</hi></note><lb/>
da es aber jemand thun wu&#x0364;rde/ <hi rendition="#fr">&#x017F;o wolle GOtt &#x017F;elb&#x017F;t<lb/>
&#x017F;olches rechnen/ vnd die beleidiger mit der &#x017F;cherffe<lb/>
des Schwertes to&#x0364;dten/ das jhre Weiber zu Wit-<lb/>
wen/ vnd jhre Kinder zu Wey&#x017F;en werden &#x017F;ollen.</hi><lb/>
Drumb beydes/ die frawe Wittib vnnd jhre Kinder &#x017F;ich vn-<lb/>
&#x017F;erm Herren Gott in gedult vntergeben werden vnnd &#x017F;agen/<lb/><hi rendition="#fr">Er hat alles wolgemacht/ der Herr hats gegeben/</hi><note place="right"><hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">Marci 7. &#xA75F;</hi> 37.</hi></note><lb/><hi rendition="#fr">der HErr hats genommen/ der Nahme des Her-</hi><note place="right"><hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">Ijob. 1. &#xA75F;</hi> 21.</hi></note><lb/><hi rendition="#fr">ren &#x017F;ey gelobet.</hi> Der&#x017F;elbige vn&#x017F;er Gott wolle vns zu rech-<lb/>
ter zeit fro&#x0364;lich vnd &#x017F;elig hernach helffen.</p><lb/>
          <p>Damit aber des HErren Wort vns vorgehe/ alß die<lb/><hi rendition="#fr">leuchte vn&#x017F;erer fu&#x0364;&#x017F;&#x017F;e/</hi> vnnd wie ein <hi rendition="#fr">fruchtbarer regen</hi><note place="right"><hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">P&#x017F;al. 119. &#xA75F;</hi> 106</hi></note><lb/>
auff vn&#x017F;ere hertzen falle/ vnd einen rechten <hi rendition="#fr">geruch des le-</hi><note place="right"><hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">E&#x017F;a 55. &#xA75F;</hi> 10</hi></note><lb/><hi rendition="#fr">bens</hi> in vnns anrichte. Wollen wir alle zu&#x017F;ammen &#x017F;etzen/<note place="right"><hi rendition="#i">2. <hi rendition="#aq">Cor. 2. &#xA75F;</hi> 16.</hi></note><lb/>
vnd mit einander hertzlich beten. Vn&#x017F;er Vater/ &#xA75B;c.</p>
        </div><lb/>
        <div type="fsBibleVerse" n="2">
          <head> <hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">Textus 2. Cor. 5. v.</hi> 1. 2, 3.</hi> </head><lb/>
          <cit>
            <quote> <hi rendition="#fr"><hi rendition="#in">W</hi>Jr wi&#x017F;&#x017F;en aber/ &#x017F;o vn&#x017F;er irrdi&#x017F;ch<lb/>
Hauß die&#x017F;er Hu&#x0364;tten zerbrochen</hi><lb/>
              <fw place="bottom" type="sig"> <hi rendition="#fr">B</hi> </fw>
              <fw place="bottom" type="catch"> <hi rendition="#fr">wird/</hi> </fw><lb/>
            </quote>
          </cit>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[9]/0009] lucken wieder erſetzen kan. Es lebt auch noch der ſich verſpricht ein Vater der Waiſen/ vnnd Richter der Witwen zu ſein/ der allezeit ein gnediges auge auff ſie wendet/ vnd verbeut ernſtlich allem volck das ſie ja niemand beleidige da es aber jemand thun wuͤrde/ ſo wolle GOtt ſelbſt ſolches rechnen/ vnd die beleidiger mit der ſcherffe des Schwertes toͤdten/ das jhre Weiber zu Wit- wen/ vnd jhre Kinder zu Weyſen werden ſollen. Drumb beydes/ die frawe Wittib vnnd jhre Kinder ſich vn- ſerm Herren Gott in gedult vntergeben werden vnnd ſagen/ Er hat alles wolgemacht/ der Herr hats gegeben/ der HErr hats genommen/ der Nahme des Her- ren ſey gelobet. Derſelbige vnſer Gott wolle vns zu rech- ter zeit froͤlich vnd ſelig hernach helffen. Pſal: 68: ꝟ 6 Exodi. 22. ꝟ 22 23. Marci 7. ꝟ 37. Ijob. 1. ꝟ 21. Damit aber des HErren Wort vns vorgehe/ alß die leuchte vnſerer fuͤſſe/ vnnd wie ein fruchtbarer regen auff vnſere hertzen falle/ vnd einen rechten geruch des le- bens in vnns anrichte. Wollen wir alle zuſammen ſetzen/ vnd mit einander hertzlich beten. Vnſer Vater/ ꝛc. Pſal. 119. ꝟ 106 Eſa 55. ꝟ 10 2. Cor. 2. ꝟ 16. Textus 2. Cor. 5. v. 1. 2, 3. WJr wiſſen aber/ ſo vnſer irrdiſch Hauß dieſer Huͤtten zerbrochen wird/ B

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/524261
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/524261/9
Zitationshilfe: Neomenius, Johann: Hominis Tabernaculum terrestre Aedificium Coeleste. Brieg, 1615, S. [9]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/524261/9>, abgerufen am 30.05.2020.