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Heusler, Johann: Eine Leichpredigt. Liegnitz, 1593.

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dels personen gewesen: Sagte sie/
das were jhr höchster trost vnd freu-
de: Das der Herzog des Lebens vnd
der Ewigen herrligkeit/ in kürtzen
bein jhr einziehen/ vnd in seine freu-
de einfüren werde/ vnd darumb het-
te sie jtzt einen sonderlichen kummer/
Wie sie sich recht zu dieser Himlischen
freude schicken/ vnd auff diesen jhren
Grossen gast vnd Herren vorberei-
ten solle: Ach welch eine arme elen-
de Creatur (sagte sie) bin ich doch/
Das ich so einen Grossen Werden
Gast vnd Herren in meinem hertzen
beherbrigen sol/ Wie wil ich jhn doch
bewirtten? etc.

Darauff ich zu jhr sagte/
Liebe Fraw gevatter/ Wisset jhr
nicht/ das dieser Werde Gast/ jh-
me inn vnsrem Hertzen/ Selbst

die
F ij

dels perſonen geweſen: Sagte ſie/
das were jhr hoͤchſter troſt vnd freu-
de: Das der Herzog des Lebens vnd
der Ewigen herrligkeit/ in kuͤrtzen
bein jhr einziehen/ vnd in ſeine freu-
de einfuͤren werde/ vnd darumb het-
te ſie jtzt einen ſonderlichen kummer/
Wie ſie ſich recht zu dieſer Himliſchen
freude ſchicken/ vnd auff dieſen jhren
Groſſen gaſt vnd Herren vorberei-
ten ſolle: Ach welch eine arme elen-
de Creatur (ſagte ſie) bin ich doch/
Das ich ſo einen Groſſen Werden
Gaſt vnd Herren in meinem hertzen
beherbrigen ſol/ Wie wil ich jhn doch
bewirtten? ꝛc.

Darauff ich zu jhr ſagte/
Liebe Fraw gevatter/ Wiſſet jhr
nicht/ das dieſer Werde Gaſt/ jh-
me inn vnſrem Hertzen/ Selbſt

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F ij
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Zitationshilfe: Heusler, Johann: Eine Leichpredigt. Liegnitz, 1593, S. [43]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/528095/43>, abgerufen am 26.05.2020.