Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Abel, Heinrich Kaspar: Wohlerfahrner Leib-Medicus der Studenten. Leipzig, 1699.

Bild:
<< vorherige Seite

und derer Curen.
Kopff steiget. Zerbster Bier für sich
gelassen ist gut am Geschmack und an-
dern Tugenden/ wo es nur nicht ver-
fälschet würde mit denen schmiralien/ so
wäre es würdig auf Universitäten zu
haben und zu trincken. In diesem al-
len muß nun ein iedweder auf seinen
Magen/ Natur und Gewohnheit se-
hen/ und prüfen/ was ihme am be-
sten dienet/ (k) auch auf der Univer[si]-
tät da er sich aufhält/ Nachfrage hal-
ten/ was das gesündeste und seiner Na-
tur das beste seyn möge; denn hier ist
unmüglich alle Bier zu specificiren.
Die Prob muß iedweder an sich neh-
men.

Das III. Capitel.
Von kalt trincken.

EIn nöthiges Consilium ist es
auch/ daß man nicht gar zu kalt
trincke/ es mag seyn was es wol-
le/ denn es verursachet Schwind-

sucht
(k) Bordinus method. ad Galen. libr. de tu-
end. sanit. c.
9.
J 2

und derer Curen.
Kopff ſteiget. Zerbſter Bier fuͤr ſich
gelaſſen iſt gut am Geſchmack und an-
dern Tugenden/ wo es nur nicht ver-
faͤlſchet wuͤrde mit denen ſchmiralien/ ſo
waͤre es wuͤrdig auf Univerſitaͤten zu
haben und zu trincken. In dieſem al-
len muß nun ein iedweder auf ſeinen
Magen/ Natur und Gewohnheit ſe-
hen/ und pruͤfen/ was ihme am be-
ſten dienet/ (κ) auch auf der Univer[ſi]-
taͤt da er ſich aufhaͤlt/ Nachfrage hal-
ten/ was das geſuͤndeſte und ſeiner Na-
tur das beſte ſeyn moͤge; denn hier iſt
unmuͤglich alle Bier zu ſpecificiren.
Die Prob muß iedweder an ſich neh-
men.

Das III. Capitel.
Von kalt trincken.

EIn noͤthiges Conſilium iſt es
auch/ daß man nicht gar zu kalt
trincke/ es mag ſeyn was es wol-
le/ denn es verurſachet Schwind-

ſucht
(κ) Bordinus method. ad Galen. libr. de tu-
end. ſanit. c.
9.
J 2
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0221" n="195"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">und derer Curen.</hi></fw><lb/>
Kopff &#x017F;teiget. <hi rendition="#fr">Zerb&#x017F;ter</hi> Bier fu&#x0364;r &#x017F;ich<lb/>
gela&#x017F;&#x017F;en i&#x017F;t gut am Ge&#x017F;chmack und an-<lb/>
dern Tugenden/ wo es nur nicht ver-<lb/>
fa&#x0364;l&#x017F;chet wu&#x0364;rde mit denen &#x017F;chmiralien/ &#x017F;o<lb/>
wa&#x0364;re es wu&#x0364;rdig auf <hi rendition="#aq">Univer&#x017F;i</hi>ta&#x0364;ten zu<lb/>
haben und zu trincken. In die&#x017F;em al-<lb/>
len muß nun ein iedweder auf &#x017F;einen<lb/>
Magen/ Natur und Gewohnheit &#x017F;e-<lb/>
hen/ und pru&#x0364;fen/ was ihme am be-<lb/>
&#x017F;ten dienet/ <note place="foot" n="(&#x03BA;)"><hi rendition="#aq">Bordinus method. ad Galen. libr. de tu-<lb/>
end. &#x017F;anit. c.</hi> 9.</note> auch auf der <hi rendition="#aq">Univer<supplied>&#x017F;i</supplied>-</hi><lb/>
ta&#x0364;t da er &#x017F;ich aufha&#x0364;lt/ Nachfrage hal-<lb/>
ten/ was das ge&#x017F;u&#x0364;nde&#x017F;te und &#x017F;einer Na-<lb/>
tur das be&#x017F;te &#x017F;eyn mo&#x0364;ge; denn hier i&#x017F;t<lb/>
unmu&#x0364;glich alle Bier zu <hi rendition="#aq">&#x017F;pecifici</hi>ren.<lb/>
Die Prob muß iedweder an &#x017F;ich neh-<lb/>
men.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Das <hi rendition="#aq">III.</hi> Capitel.</hi><lb/> <hi rendition="#fr">Von kalt trincken.</hi> </head><lb/>
          <p><hi rendition="#in">E</hi>In no&#x0364;thiges <hi rendition="#aq">Con&#x017F;ilium</hi> i&#x017F;t es<lb/>
auch/ daß man nicht gar zu kalt<lb/>
trincke/ es mag &#x017F;eyn was es wol-<lb/>
le/ denn es verur&#x017F;achet Schwind-<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">J 2</fw><fw place="bottom" type="catch">&#x017F;ucht</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[195/0221] und derer Curen. Kopff ſteiget. Zerbſter Bier fuͤr ſich gelaſſen iſt gut am Geſchmack und an- dern Tugenden/ wo es nur nicht ver- faͤlſchet wuͤrde mit denen ſchmiralien/ ſo waͤre es wuͤrdig auf Univerſitaͤten zu haben und zu trincken. In dieſem al- len muß nun ein iedweder auf ſeinen Magen/ Natur und Gewohnheit ſe- hen/ und pruͤfen/ was ihme am be- ſten dienet/ (κ) auch auf der Univerſi- taͤt da er ſich aufhaͤlt/ Nachfrage hal- ten/ was das geſuͤndeſte und ſeiner Na- tur das beſte ſeyn moͤge; denn hier iſt unmuͤglich alle Bier zu ſpecificiren. Die Prob muß iedweder an ſich neh- men. Das III. Capitel. Von kalt trincken. EIn noͤthiges Conſilium iſt es auch/ daß man nicht gar zu kalt trincke/ es mag ſeyn was es wol- le/ denn es verurſachet Schwind- ſucht (κ) Bordinus method. ad Galen. libr. de tu- end. ſanit. c. 9. J 2

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/abel_leibmedicus_1699
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/abel_leibmedicus_1699/221
Zitationshilfe: Abel, Heinrich Kaspar: Wohlerfahrner Leib-Medicus der Studenten. Leipzig, 1699, S. 195. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/abel_leibmedicus_1699/221>, abgerufen am 26.04.2019.