Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Achenwall, Gottfried: Abriß der neuesten Staatswissenschaft der vornehmsten Europäischen Reiche und Republicken. Göttingen, 1749.

Bild:
<< vorherige Seite

Vereinigte Niederlande.
und des Rheins über Hamburg, Bremen, Frank-
furt und Leipzig durch das ganze übrige Teutsch-
land biß in Oesterreich und in die Schweitz, 3)
nach den Catholischen Niederlanden, 4) nach
den Groß-Britannischen Jnsuln, 5) nach Frank-
reich, Spanien und Portugal, 6) nach allen
Jtalienischen Höfen.

a) Man rechnet, daß jährlich 1000 biß 1200. Hol-
ländische Schiffe bloß in die Ostsee seegeln.
b) Von den besonderen Theilen des Holländischen
Handels in Europa handelt ausführlich HUET,
chap. V-XII.
und JANICON, tom. I. ch. 18-24.
§. 19.

Ausser Europa schiffen sie 1) nach der gan-
zen Levante, sonderlich nach Smyrna, 2) nach
den Africanischen Küsten von der Cote d'or an
biß in das Caffernland, 3) nach America, 4)
hauptsächlich aber durch ganz Ost-Jndien, wo
sie ausser ihrem mächtigen Eigenthum verschiede-
ne herrliche Comptoirs in Mocca, Gameron,
Jspahan, Suratta, in Bengala, Pegu, Si-
am, Japan, China, Tonqvin, Sumatra und
Borneo haben.

a) Was sie nach der Levante, oder nach dem Tür-
ckischen Reiche (Griechenland mit begriffen) hinfüh-
ren, und daraus zurück bringen.
b) Warum sie in der Levante mehr als andere Na-
tionen gewinnen, POULLET, Relations nouvelles du
Levant, tom. II. p.
27. & 29.
c)
O

Vereinigte Niederlande.
und des Rheins uͤber Hamburg, Bremen, Frank-
furt und Leipzig durch das ganze uͤbrige Teutſch-
land biß in Oeſterreich und in die Schweitz, 3)
nach den Catholiſchen Niederlanden, 4) nach
den Groß-Britanniſchen Jnſuln, 5) nach Frank-
reich, Spanien und Portugal, 6) nach allen
Jtalieniſchen Hoͤfen.

a) Man rechnet, daß jaͤhrlich 1000 biß 1200. Hol-
laͤndiſche Schiffe bloß in die Oſtſee ſeegeln.
b) Von den beſonderen Theilen des Hollaͤndiſchen
Handels in Europa handelt ausfuͤhrlich HUET,
chap. V-XII.
und JANIÇON, tom. I. ch. 18-24.
§. 19.

Auſſer Europa ſchiffen ſie 1) nach der gan-
zen Levante, ſonderlich nach Smyrna, 2) nach
den Africaniſchen Kuͤſten von der Côte d’or an
biß in das Caffernland, 3) nach America, 4)
hauptſaͤchlich aber durch ganz Oſt-Jndien, wo
ſie auſſer ihrem maͤchtigen Eigenthum verſchiede-
ne herrliche Comptoirs in Mocca, Gameron,
Jspahan, Suratta, in Bengala, Pegu, Si-
am, Japan, China, Tonqvin, Sumatra und
Borneo haben.

a) Was ſie nach der Levante, oder nach dem Tuͤr-
ckiſchen Reiche (Griechenland mit begriffen) hinfuͤh-
ren, und daraus zuruͤck bringen.
b) Warum ſie in der Levante mehr als andere Na-
tionen gewinnen, POULLET, Relations nouvelles du
Levant, tom. II. p.
27. & 29.
c)
O
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0223" n="209"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Vereinigte Niederlande.</hi></fw><lb/>
und des Rheins u&#x0364;ber Hamburg, Bremen, Frank-<lb/>
furt und Leipzig durch das ganze u&#x0364;brige Teut&#x017F;ch-<lb/>
land biß in Oe&#x017F;terreich und in die Schweitz, 3)<lb/>
nach den Catholi&#x017F;chen Niederlanden, 4) nach<lb/>
den Groß-Britanni&#x017F;chen Jn&#x017F;uln, 5) nach Frank-<lb/>
reich, Spanien und Portugal, 6) nach allen<lb/>
Jtalieni&#x017F;chen Ho&#x0364;fen.</p><lb/>
            <list>
              <item><hi rendition="#aq">a)</hi> Man rechnet, daß ja&#x0364;hrlich 1000 biß 1200. Hol-<lb/>
la&#x0364;ndi&#x017F;che Schiffe bloß in die O&#x017F;t&#x017F;ee &#x017F;eegeln.</item><lb/>
              <item><hi rendition="#aq">b)</hi> Von den be&#x017F;onderen Theilen des Holla&#x0364;ndi&#x017F;chen<lb/>
Handels in Europa handelt ausfu&#x0364;hrlich <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i"><hi rendition="#g">HUET,</hi></hi><lb/>
chap. V-XII.</hi> und <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i"><hi rendition="#g">JANIÇON,</hi></hi> tom. I. ch.</hi> 18-24.</item>
            </list>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 19.</head><lb/>
            <p><hi rendition="#fr">Au&#x017F;&#x017F;er Europa</hi> &#x017F;chiffen &#x017F;ie 1) nach der gan-<lb/>
zen Levante, &#x017F;onderlich nach Smyrna, 2) nach<lb/>
den Africani&#x017F;chen Ku&#x0364;&#x017F;ten von der <hi rendition="#aq">Côte d&#x2019;or</hi> an<lb/>
biß in das Caffernland, 3) nach America, 4)<lb/>
haupt&#x017F;a&#x0364;chlich aber durch ganz O&#x017F;t-Jndien, wo<lb/>
&#x017F;ie au&#x017F;&#x017F;er ihrem ma&#x0364;chtigen Eigenthum ver&#x017F;chiede-<lb/>
ne herrliche <hi rendition="#aq">Comptoirs</hi> in Mocca, Gameron,<lb/>
Jspahan, Suratta, in Bengala, Pegu, Si-<lb/>
am, Japan, China, Tonqvin, Sumatra und<lb/>
Borneo haben.</p><lb/>
            <list>
              <item><hi rendition="#aq">a)</hi> Was &#x017F;ie nach der <hi rendition="#fr">Levante,</hi> oder nach dem Tu&#x0364;r-<lb/>
cki&#x017F;chen Reiche (Griechenland mit begriffen) hinfu&#x0364;h-<lb/>
ren, und daraus zuru&#x0364;ck bringen.</item><lb/>
              <item><hi rendition="#aq">b)</hi> Warum &#x017F;ie in der Levante mehr als andere Na-<lb/>
tionen gewinnen, <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">POULLET,</hi> Relations nouvelles du<lb/>
Levant, tom. II. p.</hi> 27. &amp; 29.</item>
            </list><lb/>
            <fw place="bottom" type="sig">O</fw>
            <fw place="bottom" type="catch"> <hi rendition="#aq">c)</hi> </fw><lb/>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[209/0223] Vereinigte Niederlande. und des Rheins uͤber Hamburg, Bremen, Frank- furt und Leipzig durch das ganze uͤbrige Teutſch- land biß in Oeſterreich und in die Schweitz, 3) nach den Catholiſchen Niederlanden, 4) nach den Groß-Britanniſchen Jnſuln, 5) nach Frank- reich, Spanien und Portugal, 6) nach allen Jtalieniſchen Hoͤfen. a) Man rechnet, daß jaͤhrlich 1000 biß 1200. Hol- laͤndiſche Schiffe bloß in die Oſtſee ſeegeln. b) Von den beſonderen Theilen des Hollaͤndiſchen Handels in Europa handelt ausfuͤhrlich HUET, chap. V-XII. und JANIÇON, tom. I. ch. 18-24. §. 19. Auſſer Europa ſchiffen ſie 1) nach der gan- zen Levante, ſonderlich nach Smyrna, 2) nach den Africaniſchen Kuͤſten von der Côte d’or an biß in das Caffernland, 3) nach America, 4) hauptſaͤchlich aber durch ganz Oſt-Jndien, wo ſie auſſer ihrem maͤchtigen Eigenthum verſchiede- ne herrliche Comptoirs in Mocca, Gameron, Jspahan, Suratta, in Bengala, Pegu, Si- am, Japan, China, Tonqvin, Sumatra und Borneo haben. a) Was ſie nach der Levante, oder nach dem Tuͤr- ckiſchen Reiche (Griechenland mit begriffen) hinfuͤh- ren, und daraus zuruͤck bringen. b) Warum ſie in der Levante mehr als andere Na- tionen gewinnen, POULLET, Relations nouvelles du Levant, tom. II. p. 27. & 29. c) O

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/achenwall_staatswissenschaft_1749
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/achenwall_staatswissenschaft_1749/223
Zitationshilfe: Achenwall, Gottfried: Abriß der neuesten Staatswissenschaft der vornehmsten Europäischen Reiche und Republicken. Göttingen, 1749, S. 209. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/achenwall_staatswissenschaft_1749/223>, abgerufen am 19.06.2019.