Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Anonym: Führer zum Himmel. Gebet- und Belehrungsbuch für christliche Eheleute, hrsg. von einem Priester des Redemptoristenordens. Dülmen, 1921.

Bild:
<< vorherige Seite

in deiner Familie, an deinen Kindern
und für die menschliche Gesellschaft. Trittst
du aber deine Standespflichten mit
Füßen, dann gehst du außerhalb des Le-
bensweges, den Gott dir angewiesen: du
bist ein verrenktes Glied am Körper der
Menschheit; du stößest bald hier, bald dort
an; du machst dich und die Deinen un-
glücklich; du bereitest dir und andern
Kummer und Verdruß. Schande und Weh,
und am Ende deiner Tage stehst du vor
deinem Richter mit leeren Händen, und
die Klage wird sich von deinen Lippen
ringen: Ich habe umsonst gelebt!

Christlicher Mann! Christliche Frau!
Erfülle darum alle deine Pflichten recht
gewissenhaft. Lies von Zeit zu Zeit einen
kleinen Abschnitt der Belehrungen, lang-
sam, nachdenkend, betend, durchdrungen
von dem ernsten Worte des Heilandes:
"Was nützt es dem Menschen, wenn er die
ganze Welt gewinnt, aber Schaden leidet
an seiner Seele."
(Matth. 16, 26.)

Der Verfasser.

in deiner Familie, an deinen Kindern
und für die menschliche Gesellschaft. Trittst
du aber deine Standespflichten mit
Füßen, dann gehst du außerhalb des Le-
bensweges, den Gott dir angewiesen: du
bist ein verrenktes Glied am Körper der
Menschheit; du stößest bald hier, bald dort
an; du machst dich und die Deinen un-
glücklich; du bereitest dir und andern
Kummer und Verdruß. Schande und Weh,
und am Ende deiner Tage stehst du vor
deinem Richter mit leeren Händen, und
die Klage wird sich von deinen Lippen
ringen: Ich habe umsonst gelebt!

Christlicher Mann! Christliche Frau!
Erfülle darum alle deine Pflichten recht
gewissenhaft. Lies von Zeit zu Zeit einen
kleinen Abschnitt der Belehrungen, lang-
sam, nachdenkend, betend, durchdrungen
von dem ernsten Worte des Heilandes:
„Was nützt es dem Menschen, wenn er die
ganze Welt gewinnt, aber Schaden leidet
an seiner Seele.“
(Matth. 16, 26.)

Der Verfasser.
<TEI>
  <text>
    <front>
      <div type="preface">
        <p><pb facs="#f0005" xml:id="F9_001_1921_pb0004_0001" n="4"/>
in deiner Familie, an deinen Kindern<lb/>
und für die menschliche Gesellschaft. Trittst<lb/>
du aber deine Standespflichten mit<lb/>
Füßen, dann gehst du außerhalb des Le-<lb/>
bensweges, den Gott dir angewiesen: du<lb/>
bist ein verrenktes Glied am Körper der<lb/>
Menschheit; du stößest bald hier, bald dort<lb/>
an; du machst dich und die Deinen un-<lb/>
glücklich; du bereitest dir und andern<lb/>
Kummer und Verdruß. Schande und Weh,<lb/>
und am Ende deiner Tage stehst du vor<lb/>
deinem Richter mit leeren Händen, und<lb/>
die Klage wird sich von deinen Lippen<lb/>
ringen: Ich habe umsonst gelebt!</p>
        <p>Christlicher Mann! Christliche Frau!<lb/>
Erfülle darum alle deine Pflichten recht<lb/>
gewissenhaft. Lies von Zeit zu Zeit einen<lb/>
kleinen Abschnitt der Belehrungen, lang-<lb/>
sam, nachdenkend, betend, durchdrungen<lb/>
von dem ernsten Worte des Heilandes:<lb/><q>&#x201E;Was nützt es dem Menschen, wenn er die<lb/>
ganze Welt gewinnt, aber Schaden leidet<lb/>
an seiner Seele.&#x201C;</q> (Matth. 16, 26.)</p>
        <signed> <hi rendition="#b">Der Verfasser.</hi> </signed>
      </div>
    </front>
    <body>
      <div n="1">
</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[4/0005] in deiner Familie, an deinen Kindern und für die menschliche Gesellschaft. Trittst du aber deine Standespflichten mit Füßen, dann gehst du außerhalb des Le- bensweges, den Gott dir angewiesen: du bist ein verrenktes Glied am Körper der Menschheit; du stößest bald hier, bald dort an; du machst dich und die Deinen un- glücklich; du bereitest dir und andern Kummer und Verdruß. Schande und Weh, und am Ende deiner Tage stehst du vor deinem Richter mit leeren Händen, und die Klage wird sich von deinen Lippen ringen: Ich habe umsonst gelebt! Christlicher Mann! Christliche Frau! Erfülle darum alle deine Pflichten recht gewissenhaft. Lies von Zeit zu Zeit einen kleinen Abschnitt der Belehrungen, lang- sam, nachdenkend, betend, durchdrungen von dem ernsten Worte des Heilandes: „Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber Schaden leidet an seiner Seele.“ (Matth. 16, 26.) Der Verfasser.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Weitere Informationen:

Dieses Werk stammt vom Projekt Digitization Lifecycle am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.

Anmerkungen zur Transkription:

Bei der Zeichenerkennung wurde nach Vorgabe des DLC modernisiert.

In Absprache mit dem MPI wurden die folgenden Aspekte der Vorlage nicht erfasst:

  • Bogensignaturen und Kustoden
  • Kolumnentitel
  • Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterscheide zugunsten der Identifizierung von titleParts verzichtet.
  • Bei Textpassagen, die als Abschnittsüberschrift ausgeweisen werden können, wird auf die zusätzliche Auszeichnung des Layouts verzichtet.
  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.

Es wurden alle Anführungszeichen übernommen und die Zitate zusätzlich mit q ausgezeichnet.

Weiche und harte Zeilentrennungen werden identisch als 002D übernommen. Der Zeilenumbruch selbst über lb ausgezeichnet.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/anonym_fuehrer_1921
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/anonym_fuehrer_1921/5
Zitationshilfe: Anonym: Führer zum Himmel. Gebet- und Belehrungsbuch für christliche Eheleute, hrsg. von einem Priester des Redemptoristenordens. Dülmen, 1921, S. 4. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/anonym_fuehrer_1921/5>, abgerufen am 25.01.2020.