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Arndt, Johann: Vom wahren Christenthumb. Bd. 2. Magdeburg, 1610.

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Vnsere Gerechtigkeit
Psal. 91.
Luc. 10.
durch wir auff Lewen vnd Ottern gehen/
vnd treten auff den jungen Lewen vnnd
Drachen.

Vnser ge-
rechtig-
keit ist auf
keine Cre-
atur ge-
gründet/
sondern
auff Gott.
5. Vnsere gerechtigkeit kan auff kei-
nen Engel gebawet werden. Dann es ist
kein Engel für vns gestorben/ viel weni-
ger auff einen Menschen. Dann wie bald
wancket ein Mensch mit seiner gerechtig-
keit/ wie bald fellet er dahin? So ligt dann
danieder im Koht alle seine gerechtigkeit/
vnd so er fellet/ wird seiner Gerechtigkeit
Eze. 18. 33.nicht mehr gedacht. Darumb muß vnsere
Gerechtigkeit/ einen andern festen/ be-
stendigen/ vnd ewigen Grund haben der
nicht hinfellet/ wann gleich Berge vnnd
Hügel hinfallen/ der da bleibet wann al-
les vergehet. Esa. 54. Es wird eine ewige
Gerechtigkeit gebracht werden. Dan. 9.
Durch die
höchste
bezalung/
muß auch
das höch-
ste gut er-
kaufft
seyn.
Mein Heyl bleibt ewiglich/ vnnd meine
gerechtigkeit wird nicht verzagen. Esa: 51.
Es muß fürwar das allerhöchste/ ewige/
vnendliche Gut seyn/ daß vns durch eine
ewige Person/ durch die höchste Person/
durch ein vnendliche höchste bezahlung
erworben ist.

6. Hat

Vnſere Gerechtigkeit
Pſal. 91.
Luc. 10.
durch wir auff Lewen vnd Ottern gehen/
vnd treten auff den jungen Lewen vnnd
Drachen.

Vnſer ge-
rechtig-
keit iſt auf
keine Cre-
atur ge-
gruͤndet/
ſondern
auff Gott.
5. Vnſere gerechtigkeit kan auff kei-
nen Engel gebawet werden. Dann es iſt
kein Engel fuͤr vns geſtorben/ viel weni-
ger auff einen Menſchen. Dann wie bald
wancket ein Menſch mit ſeiner gerechtig-
keit/ wie bald fellet er dahin? So ligt dann
danieder im Koht alle ſeine gerechtigkeit/
vnd ſo er fellet/ wird ſeiner Gerechtigkeit
Eze. 18. 33.nicht mehr gedacht. Darumb muß vnſere
Gerechtigkeit/ einen andern feſten/ be-
ſtendigen/ vnd ewigen Grund haben der
nicht hinfellet/ wann gleich Berge vnnd
Huͤgel hinfallen/ der da bleibet wann al-
les vergehet. Eſa. 54. Es wird eine ewige
Gerechtigkeit gebracht werden. Dan. 9.
Durch die
hoͤchſte
bezalung/
muß auch
das hoͤch-
ſte gut er-
kaufft
ſeyn.
Mein Heyl bleibt ewiglich/ vnnd meine
gerechtigkeit wird nicht verzagen. Eſa: 51.
Es muß fuͤrwar das allerhoͤchſte/ ewige/
vnendliche Gut ſeyn/ daß vns durch eine
ewige Perſon/ durch die hoͤchſte Perſon/
durch ein vnendliche hoͤchſte bezahlung
erworben iſt.

6. Hat
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[40/0064] Vnſere Gerechtigkeit durch wir auff Lewen vnd Ottern gehen/ vnd treten auff den jungen Lewen vnnd Drachen. Pſal. 91. Luc. 10. 5. Vnſere gerechtigkeit kan auff kei- nen Engel gebawet werden. Dann es iſt kein Engel fuͤr vns geſtorben/ viel weni- ger auff einen Menſchen. Dann wie bald wancket ein Menſch mit ſeiner gerechtig- keit/ wie bald fellet er dahin? So ligt dann danieder im Koht alle ſeine gerechtigkeit/ vnd ſo er fellet/ wird ſeiner Gerechtigkeit nicht mehr gedacht. Darumb muß vnſere Gerechtigkeit/ einen andern feſten/ be- ſtendigen/ vnd ewigen Grund haben der nicht hinfellet/ wann gleich Berge vnnd Huͤgel hinfallen/ der da bleibet wann al- les vergehet. Eſa. 54. Es wird eine ewige Gerechtigkeit gebracht werden. Dan. 9. Mein Heyl bleibt ewiglich/ vnnd meine gerechtigkeit wird nicht verzagen. Eſa: 51. Es muß fuͤrwar das allerhoͤchſte/ ewige/ vnendliche Gut ſeyn/ daß vns durch eine ewige Perſon/ durch die hoͤchſte Perſon/ durch ein vnendliche hoͤchſte bezahlung erworben iſt. Vnſer ge- rechtig- keit iſt auf keine Cre- atur ge- gruͤndet/ ſondern auff Gott. Eze. 18. 33. Durch die hoͤchſte bezalung/ muß auch das hoͤch- ſte gut er- kaufft ſeyn. 6. Hat

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Zitationshilfe: Arndt, Johann: Vom wahren Christenthumb. Bd. 2. Magdeburg, 1610, S. 40. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/arndt_christentum02_1610/64>, abgerufen am 24.09.2020.