Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Arndt, Johann: Vom wahren Christenthumb. Bd. 3. Magdeburg, 1610.

Bild:
<< vorherige Seite

Gott in jhr selbst suchen sol/
te er doch seine Helle vnd Pein in jhm
selbst.

Das V. Capittel.
Wie ein Mensch kan in GOtt gezo-
gen werden/ Item was Geistliche Armuth
sey vnd von dem Graden vnd Staf-
feln der Demuth.
Luc. 18. Wer sich selbst ernidri-
get der wird erhöhet werden.

VIel Menschen suchen viel
Mittel mit GOtt vereiniget
zu werden/ mit außwendigem
Lesen vnnd anderer andacht: Aber in
Warheit ist nehest dem waren Lebendi-Demuth
der Weg
zur erkent
niß Got-
tes.

gen Glauben welcher das Hertz reini-
get von der Creatur Liebe wie droben
gelehrt/ vnd im folgenden achten Ca-
pittel weiter erkläret wird/ kein besser
vnd leichter Weg darzu/ denn die wah-
re gründliche Demuth/ dieselbe aber
muß nicht stehen in Worten/ oder eus-
serlichen Schein/ sondern im grundeWas da
sey hertz-
liche De-
muth.

des Hertzens/ das der Mensch war-

hafftig
E

Gott in jhr ſelbſt ſuchen ſol/
te er doch ſeine Helle vnd Pein in jhm
ſelbſt.

Das V. Capittel.
Wie ein Menſch kan in GOtt gezo-
gen werden/ Item was Geiſtliche Armuth
ſey vnd von dem Graden vnd Staf-
feln der Demuth.
Luc. 18. Wer ſich ſelbſt ernidri-
get der wird erhoͤhet werden.

VIel Menſchen ſuchen viel
Mittel mit GOtt vereiniget
zu werden/ mit außwendigem
Leſen vnnd anderer andacht: Aber in
Warheit iſt neheſt dem waren Lebendi-Demuth
der Weg
zur erkent
niß Got-
tes.

gen Glauben welcher das Hertz reini-
get von der Creatur Liebe wie droben
gelehrt/ vnd im folgenden achten Ca-
pittel weiter erklaͤret wird/ kein beſſer
vnd leichter Weg darzu/ denn die wah-
re gruͤndliche Demuth/ dieſelbe aber
muß nicht ſtehen in Worten/ oder euſ-
ſerlichen Schein/ ſondern im grundeWas da
ſey hertz-
liche De-
muth.

des Hertzens/ das der Menſch war-

hafftig
E
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <p><pb facs="#f0067" n="43"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Gott in jhr &#x017F;elb&#x017F;t &#x017F;uchen &#x017F;ol/</hi></fw><lb/>
te er doch &#x017F;eine Helle vnd Pein in jhm<lb/>
&#x017F;elb&#x017F;t.</p>
      </div><lb/>
      <div n="1">
        <head><hi rendition="#b">Das <hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">V.</hi></hi> Capittel.</hi><lb/>
Wie ein Men&#x017F;ch kan in GOtt gezo-<lb/><hi rendition="#fr">gen werden/ Item was Gei&#x017F;tliche Armuth<lb/>
&#x017F;ey vnd von dem Graden vnd Staf-<lb/>
feln der Demuth.</hi></head><lb/>
        <cit>
          <quote> <hi rendition="#b">Luc. 18. Wer &#x017F;ich &#x017F;elb&#x017F;t ernidri-<lb/><hi rendition="#et">get der wird erho&#x0364;het werden.</hi></hi> </quote>
          <bibl/>
        </cit><lb/>
        <p><hi rendition="#in">V</hi>Iel Men&#x017F;chen &#x017F;uchen viel<lb/>
Mittel mit GOtt vereiniget<lb/>
zu werden/ mit außwendigem<lb/>
Le&#x017F;en vnnd anderer andacht: Aber in<lb/>
Warheit i&#x017F;t nehe&#x017F;t dem waren Lebendi-<note place="right">Demuth<lb/>
der Weg<lb/>
zur erkent<lb/>
niß Got-<lb/>
tes.</note><lb/>
gen Glauben welcher das Hertz reini-<lb/>
get von der Creatur Liebe wie droben<lb/>
gelehrt/ vnd im folgenden achten Ca-<lb/>
pittel weiter erkla&#x0364;ret wird/ kein be&#x017F;&#x017F;er<lb/>
vnd leichter Weg darzu/ denn die wah-<lb/>
re gru&#x0364;ndliche Demuth/ die&#x017F;elbe aber<lb/>
muß nicht &#x017F;tehen in Worten/ oder eu&#x017F;-<lb/>
&#x017F;erlichen Schein/ &#x017F;ondern im grunde<note place="right">Was da<lb/>
&#x017F;ey hertz-<lb/>
liche De-<lb/>
muth.</note><lb/>
des Hertzens/ das der Men&#x017F;ch war-<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">E</fw><fw place="bottom" type="catch">hafftig</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[43/0067] Gott in jhr ſelbſt ſuchen ſol/ te er doch ſeine Helle vnd Pein in jhm ſelbſt. Das V. Capittel. Wie ein Menſch kan in GOtt gezo- gen werden/ Item was Geiſtliche Armuth ſey vnd von dem Graden vnd Staf- feln der Demuth. Luc. 18. Wer ſich ſelbſt ernidri- get der wird erhoͤhet werden. VIel Menſchen ſuchen viel Mittel mit GOtt vereiniget zu werden/ mit außwendigem Leſen vnnd anderer andacht: Aber in Warheit iſt neheſt dem waren Lebendi- gen Glauben welcher das Hertz reini- get von der Creatur Liebe wie droben gelehrt/ vnd im folgenden achten Ca- pittel weiter erklaͤret wird/ kein beſſer vnd leichter Weg darzu/ denn die wah- re gruͤndliche Demuth/ dieſelbe aber muß nicht ſtehen in Worten/ oder euſ- ſerlichen Schein/ ſondern im grunde des Hertzens/ das der Menſch war- hafftig Demuth der Weg zur erkent niß Got- tes. Was da ſey hertz- liche De- muth. E

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/arndt_christentum03_1610
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/arndt_christentum03_1610/67
Zitationshilfe: Arndt, Johann: Vom wahren Christenthumb. Bd. 3. Magdeburg, 1610, S. 43. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/arndt_christentum03_1610/67>, abgerufen am 20.10.2019.