Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Bach, Carl Philipp Emanuel: Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen. Bd. 2. Berlin, 1762.

Bild:
<< vorherige Seite

Neunzehntes Capitel.
Wenn man den Secundenaccord vom Grundtone nimmt, so hat
man diese Aufgabe in der Hand. Bey der Auflösung der None
und Quarte gehet zuweilen die Sexte in die Quinte mit herunter;
es sind alsdenn nur zwo Lagen zu gebrauchen, weil man in der
dritten Quinten machen würde. Die drey letzten Exempel sind
von dieser Art:
[Abbildung]

§. 6.

In der galanten Schreibart kann die Quarte zu-
weilen unvorbereitet, mit der None vorkommen (a); diese
unvorbereitete Quarte kann so gar übermäßig seyn (b).
Dieses geschiehet bey Vorschlägen, wobey man dreystimmig
verfährt. Das erste Exempel ist besser, als das letzte.

[Abbildung]
§. 7.

Folgende Exempel werden ebenfalls dreystimmig be-
gleitet. Bey dem zweyten Exempel (a) scheinet es, als ob weder
die None noch Quarte vorbereitet wären: bey (b) hingegen siehet

man

Neunzehntes Capitel.
Wenn man den Secundenaccord vom Grundtone nimmt, ſo hat
man dieſe Aufgabe in der Hand. Bey der Auflöſung der None
und Quarte gehet zuweilen die Sexte in die Quinte mit herunter;
es ſind alsdenn nur zwo Lagen zu gebrauchen, weil man in der
dritten Quinten machen würde. Die drey letzten Exempel ſind
von dieſer Art:
[Abbildung]

§. 6.

In der galanten Schreibart kann die Quarte zu-
weilen unvorbereitet, mit der None vorkommen (a); dieſe
unvorbereitete Quarte kann ſo gar übermäßig ſeyn (b).
Dieſes geſchiehet bey Vorſchlägen, wobey man dreyſtimmig
verfährt. Das erſte Exempel iſt beſſer, als das letzte.

[Abbildung]
§. 7.

Folgende Exempel werden ebenfalls dreyſtimmig be-
gleitet. Bey dem zweyten Exempel (a) ſcheinet es, als ob weder
die None noch Quarte vorbereitet wären: bey (b) hingegen ſiehet

man
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0174" n="164"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Neunzehntes Capitel.</hi></fw><lb/>
Wenn man den <hi rendition="#fr">Secundenaccord</hi> vom Grundtone nimmt, &#x017F;o hat<lb/>
man die&#x017F;e Aufgabe in der Hand. Bey der Auflö&#x017F;ung der None<lb/>
und Quarte gehet zuweilen die Sexte in die Quinte mit herunter;<lb/>
es &#x017F;ind alsdenn nur zwo Lagen zu gebrauchen, weil man in der<lb/>
dritten Quinten machen würde. Die drey letzten Exempel &#x017F;ind<lb/>
von die&#x017F;er Art:<lb/><figure/></p>
        </div>
        <div n="2">
          <head>§. 6.</head>
          <p>In der galanten Schreibart kann die <hi rendition="#fr">Quarte</hi> zu-<lb/>
weilen <hi rendition="#fr">unvorbereitet</hi>, mit der None vorkommen <hi rendition="#aq">(a)</hi>; die&#x017F;e<lb/><hi rendition="#fr">unvorbereitete Quarte</hi> kann &#x017F;o gar <hi rendition="#fr">übermäßig</hi> &#x017F;eyn <hi rendition="#aq">(b)</hi>.<lb/>
Die&#x017F;es ge&#x017F;chiehet bey <hi rendition="#fr">Vor&#x017F;chlägen</hi>, wobey man drey&#x017F;timmig<lb/>
verfährt. Das er&#x017F;te Exempel i&#x017F;t be&#x017F;&#x017F;er, als das letzte.</p><lb/>
          <figure/>
        </div>
        <div n="2">
          <head>§. 7.</head>
          <p>Folgende Exempel werden ebenfalls drey&#x017F;timmig be-<lb/>
gleitet. Bey dem zweyten Exempel <hi rendition="#aq">(a)</hi> &#x017F;cheinet es, als ob weder<lb/>
die None noch Quarte vorbereitet wären: bey <hi rendition="#aq">(b)</hi> hingegen &#x017F;iehet<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">man</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[164/0174] Neunzehntes Capitel. Wenn man den Secundenaccord vom Grundtone nimmt, ſo hat man dieſe Aufgabe in der Hand. Bey der Auflöſung der None und Quarte gehet zuweilen die Sexte in die Quinte mit herunter; es ſind alsdenn nur zwo Lagen zu gebrauchen, weil man in der dritten Quinten machen würde. Die drey letzten Exempel ſind von dieſer Art: [Abbildung] §. 6. In der galanten Schreibart kann die Quarte zu- weilen unvorbereitet, mit der None vorkommen (a); dieſe unvorbereitete Quarte kann ſo gar übermäßig ſeyn (b). Dieſes geſchiehet bey Vorſchlägen, wobey man dreyſtimmig verfährt. Das erſte Exempel iſt beſſer, als das letzte. [Abbildung] §. 7. Folgende Exempel werden ebenfalls dreyſtimmig be- gleitet. Bey dem zweyten Exempel (a) ſcheinet es, als ob weder die None noch Quarte vorbereitet wären: bey (b) hingegen ſiehet man

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bach_versuch02_1762
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bach_versuch02_1762/174
Zitationshilfe: Bach, Carl Philipp Emanuel: Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen. Bd. 2. Berlin, 1762, S. 164. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bach_versuch02_1762/174>, abgerufen am 12.12.2018.