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Baumstark, Eduard: Kameralistische Encyclopädie. Heidelberg u. a., 1835.

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181 Bogen einen Pauscht (Bausch). Dieser wird zur Entfer-
nung des noch übrigen Wassers gepreßt12), damit das Papier
gehörig fest werde. Nach der Vollendung des Pressen wird das
Papier auf dem Trockenboden13) getrocknet, und kann alsdann
als Lösch- und Druckpapier in Bücher und Rieße gefalzt werden.
Um aber Schreibpapier zu machen, läßt man die Bogen noch einige
Zeit nach dem Trocknen lose über einander liegen, und leimt
dieselben, d. h. man zieht sie durch einen Leim14), trocknet dieselben
und zieht sie noch einmal durch. Nach dem abermaligen Trocknen
bringt man das Papier bei frischer und feuchter Luft, z. B. des
Morgens, nochmals 24 Stunden unter die Presse, und theilt es
schon unter dieser in Bücher, Rieße und Ballen ein. Um aber
dem Papier den höchsten Grad von Glätte zu geben, wird dasselbe
außerdem noch einmal besonders gestampft und geglättet15).

1) Zur Literatur: Schauplatz der Künste und Handwerke. I. 295. III. 369.
Dictionnaire technologique. XV. 194. v. Keeß Darstellung. II. Thl. I. Bd. S. 572.
Supplem. I. 580. Weber Beiträge. I. 384. II. 257. III. 268. (Keferstein)
Unterricht eines Papiermachers an seine Söhne. Leipzig 1766. Demarest, die
Papiermacherkunst. Aus dem Französ. übersetzt von Seebas. Leipzig 1803. 4.
Leuchs, Darstellung der neuesten Verbesserung in der Verfertigung des Papieres.
Nürnberg 1821. Piette, Handbuch der Papierfabrikation. Aus dem Französ. bear-
beitet, von Hartmann. Quedlinburg 1833. Hermbstädt Technologie. II. §. 392.
Poppe Handbuch. I. 295. Krünitz Encyclopädie. Bd. 106 u. 107.
2) Grobe Lumpen geben grobes Papier. Wollene und leinene Lumpen sortirt
man schon dem Stoffe nach, -- dann auch nach den Farben, unter denen die blaue
vor allen herausgesucht wird. Man rechnet zu 1 Ries Postpapier 15 Pfund, zu
1 Ries Kanzleipapier 18 Pfd., zu 1 Ries Conceptpapier 20, und zu so viel Pack-
und Löschpapier 25 Pfd. Lumpen. Die feinsten Leinwandlumpen sind die besten,
und überhaupt die abgetragenen tauglicher zu Papier als die neuen; seidene und
wollene geben nur schlechtes Papier. Dingler polytechn. Journal. XLII. 265
(Hotson's verbesserte Methode, Klümpchen aus dem Zeuge zu schaffen, aus dem
das Papier bereitet wird). Piette Handbuch. S. 10.
3) Eine Lumpenwaschmaschine ist von Wehr beschrieben im Journal für
Fabriken, Manufakturen, Handel u. s. w. IX. (1795) S. 81. Zum Bleichen wen-
det man entweder die natürliche (Rasenbleiche) oder die künstliche, nämlich Chlor-
bleiche an. v. Keeß und Blumenbach Darstellung. I. 583. 587. Weber Bei-
träge. I. 394. Piette Handbuch. S. 14. 110.
4) Derselbe ist verschiedenartig construirt. Das Wesentliche des gemeinen
Lumpenschneiders aber ist, daß ein Messer horizontal, mit der Schneide aufwärts,
unbeweglich liegt, während ein anderes durch eine Kurbel scheerenartig auf dieses
bewegt wird, und die Hadern zerschneidet, welche aus einem schiefen Kasten durch
eine gekerbte Walze den Messern entgegen gezogen werden. Man s. Piette Handb.
S. 14. Karmarsch Mechanik. II. 296. Langsdorf Erläuterungen. I. 400.
Sprengel Künste und Handwerke. XII. 445.
5) Oft ist das Sieb so beim Schneider angebracht, daß die Hadern sogleich
auf dasselbe fallen. Besondere Siebmaschinen sind beschrieben bei Karmarsch II.
295. (die gemeine und die Langsdorf'sche Siebmaschine).
6) Dieses Maceriren hat den Zweck, die Hadern gleichmäßiger und zum Zer-
kleinern tauglicher zu machen. Statt desselben bearbeitet man sie zuweilen auch
länger im Geschirre. Hermbstädt empfiehlt anstatt des Faulens das Maceriren
durch verdünnte Schwefel- oder Salzsäure. Piette Handbuch. S. 15.

181 Bogen einen Pauſcht (Bauſch). Dieſer wird zur Entfer-
nung des noch übrigen Waſſers gepreßt12), damit das Papier
gehörig feſt werde. Nach der Vollendung des Preſſen wird das
Papier auf dem Trockenboden13) getrocknet, und kann alsdann
als Löſch- und Druckpapier in Bücher und Rieße gefalzt werden.
Um aber Schreibpapier zu machen, läßt man die Bogen noch einige
Zeit nach dem Trocknen loſe über einander liegen, und leimt
dieſelben, d. h. man zieht ſie durch einen Leim14), trocknet dieſelben
und zieht ſie noch einmal durch. Nach dem abermaligen Trocknen
bringt man das Papier bei friſcher und feuchter Luft, z. B. des
Morgens, nochmals 24 Stunden unter die Preſſe, und theilt es
ſchon unter dieſer in Bücher, Rieße und Ballen ein. Um aber
dem Papier den höchſten Grad von Glätte zu geben, wird daſſelbe
außerdem noch einmal beſonders geſtampft und geglättet15).

1) Zur Literatur: Schauplatz der Künſte und Handwerke. I. 295. III. 369.
Dictionnaire technologique. XV. 194. v. Keeß Darſtellung. II. Thl. I. Bd. S. 572.
Supplem. I. 580. Weber Beiträge. I. 384. II. 257. III. 268. (Keferſtein)
Unterricht eines Papiermachers an ſeine Söhne. Leipzig 1766. Demareſt, die
Papiermacherkunſt. Aus dem Franzöſ. überſetzt von Seebas. Leipzig 1803. 4.
Leuchs, Darſtellung der neueſten Verbeſſerung in der Verfertigung des Papieres.
Nürnberg 1821. Piette, Handbuch der Papierfabrikation. Aus dem Franzöſ. bear-
beitet, von Hartmann. Quedlinburg 1833. Hermbſtädt Technologie. II. §. 392.
Poppe Handbuch. I. 295. Krünitz Encyclopädie. Bd. 106 u. 107.
2) Grobe Lumpen geben grobes Papier. Wollene und leinene Lumpen ſortirt
man ſchon dem Stoffe nach, — dann auch nach den Farben, unter denen die blaue
vor allen herausgeſucht wird. Man rechnet zu 1 Ries Poſtpapier 15 Pfund, zu
1 Ries Kanzleipapier 18 Pfd., zu 1 Ries Conceptpapier 20, und zu ſo viel Pack-
und Löſchpapier 25 Pfd. Lumpen. Die feinſten Leinwandlumpen ſind die beſten,
und überhaupt die abgetragenen tauglicher zu Papier als die neuen; ſeidene und
wollene geben nur ſchlechtes Papier. Dingler polytechn. Journal. XLII. 265
(Hotſon's verbeſſerte Methode, Klümpchen aus dem Zeuge zu ſchaffen, aus dem
das Papier bereitet wird). Piette Handbuch. S. 10.
3) Eine Lumpenwaſchmaſchine iſt von Wehr beſchrieben im Journal für
Fabriken, Manufakturen, Handel u. ſ. w. IX. (1795) S. 81. Zum Bleichen wen-
det man entweder die natürliche (Raſenbleiche) oder die künſtliche, nämlich Chlor-
bleiche an. v. Keeß und Blumenbach Darſtellung. I. 583. 587. Weber Bei-
träge. I. 394. Piette Handbuch. S. 14. 110.
4) Derſelbe iſt verſchiedenartig conſtruirt. Das Weſentliche des gemeinen
Lumpenſchneiders aber iſt, daß ein Meſſer horizontal, mit der Schneide aufwärts,
unbeweglich liegt, während ein anderes durch eine Kurbel ſcheerenartig auf dieſes
bewegt wird, und die Hadern zerſchneidet, welche aus einem ſchiefen Kaſten durch
eine gekerbte Walze den Meſſern entgegen gezogen werden. Man ſ. Piette Handb.
S. 14. Karmarſch Mechanik. II. 296. Langsdorf Erläuterungen. I. 400.
Sprengel Künſte und Handwerke. XII. 445.
5) Oft iſt das Sieb ſo beim Schneider angebracht, daß die Hadern ſogleich
auf daſſelbe fallen. Beſondere Siebmaſchinen ſind beſchrieben bei Karmarſch II.
295. (die gemeine und die Langsdorf'ſche Siebmaſchine).
6) Dieſes Maceriren hat den Zweck, die Hadern gleichmäßiger und zum Zer-
kleinern tauglicher zu machen. Statt deſſelben bearbeitet man ſie zuweilen auch
länger im Geſchirre. Hermbſtädt empfiehlt anſtatt des Faulens das Maceriren
durch verdünnte Schwefel- oder Salzſäure. Piette Handbuch. S. 15.

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[431/0453] 181 Bogen einen Pauſcht (Bauſch). Dieſer wird zur Entfer- nung des noch übrigen Waſſers gepreßt12), damit das Papier gehörig feſt werde. Nach der Vollendung des Preſſen wird das Papier auf dem Trockenboden13) getrocknet, und kann alsdann als Löſch- und Druckpapier in Bücher und Rieße gefalzt werden. Um aber Schreibpapier zu machen, läßt man die Bogen noch einige Zeit nach dem Trocknen loſe über einander liegen, und leimt dieſelben, d. h. man zieht ſie durch einen Leim14), trocknet dieſelben und zieht ſie noch einmal durch. Nach dem abermaligen Trocknen bringt man das Papier bei friſcher und feuchter Luft, z. B. des Morgens, nochmals 24 Stunden unter die Preſſe, und theilt es ſchon unter dieſer in Bücher, Rieße und Ballen ein. Um aber dem Papier den höchſten Grad von Glätte zu geben, wird daſſelbe außerdem noch einmal beſonders geſtampft und geglättet15). ¹⁾ Zur Literatur: Schauplatz der Künſte und Handwerke. I. 295. III. 369. Dictionnaire technologique. XV. 194. v. Keeß Darſtellung. II. Thl. I. Bd. S. 572. Supplem. I. 580. Weber Beiträge. I. 384. II. 257. III. 268. (Keferſtein) Unterricht eines Papiermachers an ſeine Söhne. Leipzig 1766. Demareſt, die Papiermacherkunſt. Aus dem Franzöſ. überſetzt von Seebas. Leipzig 1803. 4. Leuchs, Darſtellung der neueſten Verbeſſerung in der Verfertigung des Papieres. Nürnberg 1821. Piette, Handbuch der Papierfabrikation. Aus dem Franzöſ. bear- beitet, von Hartmann. Quedlinburg 1833. Hermbſtädt Technologie. II. §. 392. Poppe Handbuch. I. 295. Krünitz Encyclopädie. Bd. 106 u. 107. ²⁾ Grobe Lumpen geben grobes Papier. Wollene und leinene Lumpen ſortirt man ſchon dem Stoffe nach, — dann auch nach den Farben, unter denen die blaue vor allen herausgeſucht wird. Man rechnet zu 1 Ries Poſtpapier 15 Pfund, zu 1 Ries Kanzleipapier 18 Pfd., zu 1 Ries Conceptpapier 20, und zu ſo viel Pack- und Löſchpapier 25 Pfd. Lumpen. Die feinſten Leinwandlumpen ſind die beſten, und überhaupt die abgetragenen tauglicher zu Papier als die neuen; ſeidene und wollene geben nur ſchlechtes Papier. Dingler polytechn. Journal. XLII. 265 (Hotſon's verbeſſerte Methode, Klümpchen aus dem Zeuge zu ſchaffen, aus dem das Papier bereitet wird). Piette Handbuch. S. 10. ³⁾ Eine Lumpenwaſchmaſchine iſt von Wehr beſchrieben im Journal für Fabriken, Manufakturen, Handel u. ſ. w. IX. (1795) S. 81. Zum Bleichen wen- det man entweder die natürliche (Raſenbleiche) oder die künſtliche, nämlich Chlor- bleiche an. v. Keeß und Blumenbach Darſtellung. I. 583. 587. Weber Bei- träge. I. 394. Piette Handbuch. S. 14. 110. ⁴⁾ Derſelbe iſt verſchiedenartig conſtruirt. Das Weſentliche des gemeinen Lumpenſchneiders aber iſt, daß ein Meſſer horizontal, mit der Schneide aufwärts, unbeweglich liegt, während ein anderes durch eine Kurbel ſcheerenartig auf dieſes bewegt wird, und die Hadern zerſchneidet, welche aus einem ſchiefen Kaſten durch eine gekerbte Walze den Meſſern entgegen gezogen werden. Man ſ. Piette Handb. S. 14. Karmarſch Mechanik. II. 296. Langsdorf Erläuterungen. I. 400. Sprengel Künſte und Handwerke. XII. 445. ⁵⁾ Oft iſt das Sieb ſo beim Schneider angebracht, daß die Hadern ſogleich auf daſſelbe fallen. Beſondere Siebmaſchinen ſind beſchrieben bei Karmarſch II. 295. (die gemeine und die Langsdorf'ſche Siebmaſchine). ⁶⁾ Dieſes Maceriren hat den Zweck, die Hadern gleichmäßiger und zum Zer- kleinern tauglicher zu machen. Statt deſſelben bearbeitet man ſie zuweilen auch länger im Geſchirre. Hermbſtädt empfiehlt anſtatt des Faulens das Maceriren durch verdünnte Schwefel- oder Salzſäure. Piette Handbuch. S. 15.

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Zitationshilfe: Baumstark, Eduard: Kameralistische Encyclopädie. Heidelberg u. a., 1835, S. 431. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/baumstark_encyclopaedie_1835/453>, abgerufen am 18.12.2018.