Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Bengel, Johann Albrecht: Abriß der so genannten Brüdergemeine. Bd. 1. Stuttgart, 1751.

Bild:
<< vorherige Seite

Theil I. Cap. I. Satz 1.
es nicht vermeiden, zumal da die Schriften,
auf die man sich beziehen muß, hauptsächlich
von ihm herrühren. Wir wollen das Anse-
hen der Person beständig, aber die Beschei-
denheit niemalen aus den Augen gesetzet seyn
lassen.

Der 2 Satz.
Der Ordinarius selbs hat seinen
innern
Character beschrieben.
§ 5.

Bey der Vorrede der Büdingischen Samm-
lung
ist eine Nota, darin der Ordina-
rius
selbs gar wohl erinnert, daß das Inte-
rieur
bey denen Personen, die mit einiger
Religions-Materie
connectiren, die näch-
ste und gegründeste
Idee von ihren Unter-
nehmungen geben
könne; und damit die
Leute ein Licht in seine Absichten (indem die
Absichten bey allen Unternehmungen ver-
nünftiger Menschen das Meiste zu deren
Beurtheilung austragen,) bekommen
mö-
gen, hiezu die Einleitung ertheilet, vermit-
telst einer daselbs folgenden Erzehlung und
Bekenntniß, womit zu vergleichen ist, was
derselbe im Teutschen Socrate p. 212. in den
Notis zu meinen Anmerckungen, unten, * 14.
und in den Reflexionen p. 110. von sich mel-
det, was in den Beylagen zu den Reflexionen
p. 21 vorkommt, und was bey dem Hn. D.
Baumgarten im sechsten Theil der Bedenken

p. 701

Theil I. Cap. I. Satz 1.
es nicht vermeiden, zumal da die Schriften,
auf die man ſich beziehen muß, hauptſaͤchlich
von ihm herruͤhren. Wir wollen das Anſe-
hen der Perſon beſtaͤndig, aber die Beſchei-
denheit niemalen aus den Augen geſetzet ſeyn
laſſen.

Der 2 Satz.
Der Ordinarius ſelbs hat ſeinen
innern
Character beſchrieben.
§ 5.

Bey der Vorrede der Buͤdingiſchen Sam̃-
lung
iſt eine Nota, darin der Ordina-
rius
ſelbs gar wohl erinnert, daß das Inte-
rieur
bey denen Perſonen, die mit einiger
Religions-Materie
connectiren, die naͤch-
ſte und gegruͤndeſte
Idee von ihren Unter-
nehmungen geben
koͤnne; und damit die
Leute ein Licht in ſeine Abſichten (indem die
Abſichten bey allen Unternehmungen ver-
nuͤnftiger Menſchen das Meiſte zu deren
Beurtheilung austragen,) bekommen
moͤ-
gen, hiezu die Einleitung ertheilet, vermit-
telſt einer daſelbs folgenden Erzehlung und
Bekenntniß, womit zu vergleichen iſt, was
derſelbe im Teutſchen Socrate p. 212. in den
Notis zu meinen Anmerckungen, unten, * 14.
und in den Reflexionen p. 110. von ſich mel-
det, was in den Beylagen zu den Reflexionen
p. 21 vorkommt, und was bey dem Hn. D.
Baumgarten im ſechſten Theil der Bedenken

p. 701
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <div n="5">
                <p><pb facs="#f0024" n="4"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#fr">Theil</hi><hi rendition="#aq">I.</hi><hi rendition="#fr">Cap.</hi><hi rendition="#aq">I.</hi><hi rendition="#fr">Satz</hi> 1.</fw><lb/>
es nicht vermeiden, zumal da die Schriften,<lb/>
auf die man &#x017F;ich beziehen muß, haupt&#x017F;a&#x0364;chlich<lb/>
von ihm herru&#x0364;hren. Wir wollen das An&#x017F;e-<lb/>
hen der Per&#x017F;on be&#x017F;ta&#x0364;ndig, aber die Be&#x017F;chei-<lb/>
denheit niemalen aus den Augen ge&#x017F;etzet &#x017F;eyn<lb/>
la&#x017F;&#x017F;en.</p>
              </div>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head><hi rendition="#in">D</hi>er 2 <hi rendition="#in">S</hi>atz.<lb/><hi rendition="#fr">Der</hi><hi rendition="#aq">Ordinarius</hi><hi rendition="#fr">&#x017F;elbs hat &#x017F;einen<lb/>
innern</hi><hi rendition="#aq">Character</hi><hi rendition="#fr">be&#x017F;chrieben.</hi></head><lb/>
              <div n="5">
                <head>§ 5.</head><lb/>
                <p><hi rendition="#in">B</hi>ey der Vorrede der <hi rendition="#fr">Bu&#x0364;dingi&#x017F;chen Sam&#x0303;-<lb/>
lung</hi> i&#x017F;t eine <hi rendition="#aq">Nota,</hi> darin der <hi rendition="#aq">Ordina-<lb/>
rius</hi> &#x017F;elbs gar wohl erinnert, daß <hi rendition="#fr">das</hi> <hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">Inte-<lb/>
rieur</hi></hi> <hi rendition="#fr">bey denen Per&#x017F;onen, die mit einiger<lb/>
Religions-Materie</hi> <hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">connecti</hi></hi><hi rendition="#fr">ren, die na&#x0364;ch-<lb/>
&#x017F;te und gegru&#x0364;nde&#x017F;te</hi> <hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">Idee</hi></hi> <hi rendition="#fr">von ihren Unter-<lb/>
nehmungen geben</hi> ko&#x0364;nne; und damit die<lb/>
Leute <hi rendition="#fr">ein Licht in &#x017F;eine Ab&#x017F;ichten (indem die<lb/>
Ab&#x017F;ichten bey allen Unternehmungen ver-<lb/>
nu&#x0364;nftiger Men&#x017F;chen das Mei&#x017F;te zu deren<lb/>
Beurtheilung austragen,) bekommen</hi> mo&#x0364;-<lb/>
gen, hiezu die <hi rendition="#fr">Einleitung</hi> ertheilet, vermit-<lb/>
tel&#x017F;t einer da&#x017F;elbs folgenden Erzehlung und<lb/>
Bekenntniß, womit zu vergleichen i&#x017F;t, was<lb/>
der&#x017F;elbe im <hi rendition="#fr">Teut&#x017F;chen Socrate</hi> p. 212. in den<lb/><hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">Notis</hi></hi> zu meinen Anmerckungen, unten, * 14.<lb/>
und in den <hi rendition="#fr">Reflexionen</hi> p. 110. von &#x017F;ich mel-<lb/>
det, was in den <hi rendition="#fr">Beylagen</hi> zu den Reflexionen<lb/>
p. 21 vorkommt, und was bey dem Hn. D.<lb/>
Baumgarten im &#x017F;ech&#x017F;ten Theil der Bedenken<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">p. 701</fw><lb/></p>
              </div>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[4/0024] Theil I. Cap. I. Satz 1. es nicht vermeiden, zumal da die Schriften, auf die man ſich beziehen muß, hauptſaͤchlich von ihm herruͤhren. Wir wollen das Anſe- hen der Perſon beſtaͤndig, aber die Beſchei- denheit niemalen aus den Augen geſetzet ſeyn laſſen. Der 2 Satz. Der Ordinarius ſelbs hat ſeinen innern Character beſchrieben. § 5. Bey der Vorrede der Buͤdingiſchen Sam̃- lung iſt eine Nota, darin der Ordina- rius ſelbs gar wohl erinnert, daß das Inte- rieur bey denen Perſonen, die mit einiger Religions-Materie connectiren, die naͤch- ſte und gegruͤndeſte Idee von ihren Unter- nehmungen geben koͤnne; und damit die Leute ein Licht in ſeine Abſichten (indem die Abſichten bey allen Unternehmungen ver- nuͤnftiger Menſchen das Meiſte zu deren Beurtheilung austragen,) bekommen moͤ- gen, hiezu die Einleitung ertheilet, vermit- telſt einer daſelbs folgenden Erzehlung und Bekenntniß, womit zu vergleichen iſt, was derſelbe im Teutſchen Socrate p. 212. in den Notis zu meinen Anmerckungen, unten, * 14. und in den Reflexionen p. 110. von ſich mel- det, was in den Beylagen zu den Reflexionen p. 21 vorkommt, und was bey dem Hn. D. Baumgarten im ſechſten Theil der Bedenken p. 701

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/bengel_abriss01_1751
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/bengel_abriss01_1751/24
Zitationshilfe: Bengel, Johann Albrecht: Abriß der so genannten Brüdergemeine. Bd. 1. Stuttgart, 1751, S. 4. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bengel_abriss01_1751/24>, abgerufen am 20.02.2019.