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Martens, Eduard von: Die preussische Expedition nach Ost-Asien. Nach amtlichen Quellen. Zoologischer Teil. Zweiter Band. Berlin, 1867.

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Cyclostomaceen. Omphalotropis.

Cyclostominae und Pomatiasinae Adams gen. II. p. 290, 298.

Licinea, Cyclostomea, Cistulea, Pomatiatea und Realiea Pfr. mon.
suppl. p. 98, 109, 130, 149, 153.

Zweite Reihe der Cyclostomaceen Martens Mal. Bl. 1864 p. 132.

Diese Unterfamilie umfasst die Pfeiffer'schen Gattungen Ja-
maicia, Licina, Choanopoma, Ctenopoma, Adamsiella, Lithidion,
Otopoma, Cyclostomus, Tudora, Leonia, Cistula und Chondropoma,
welche alle mir nahe mit einander verwandt scheinen. Sie sind die
einzigen Cyclostomaceen in Europa, Westasien und Afrika, die
vorherrschenden in Westindien und fehlen gänzlich in Ostasien und
den Inseln der Südsee.

Eine hauptsächlich im Gebiss abweichende Form bildet Po-
matias. Endlich liegt bis jetzt noch kein stichhaltiger Grund vor,
die Gattungen Realia und Omphalotropis aus dieser Unterfamilie
auszuschliessen, obwohl sie im Schalenhabitus sowohl als Vaterland
auffallend abweichen. Nur letztere findet sich in unserem Gebiet.

Omphalotropis Pfr.

Deckel länglich, dünn, hornig mit wenig Windungen.

Schale durchbohrt oder eng genabelt, fast immer mit einem
Kiel um den Nabel, eiförmig bis gethürmt, nach oben zugespitzt;
Mündung eiförmig, Mundsaum nicht zusammenhängend.

Pfr. Proc. z. s. 1851; mon. p. 306; Realia Gray guide p. 84;
Hydrocena (non Parreiss) Pfr. mon. Adams gen. II. p. 298 und Pfr.
mon. suppl. p. 155.

Als Typus der Gattung können die auch nach Weichtheilen
und Deckel bekannten Cyclostoma rubens und C. erosum von Quoy
und Gaimard dienen (vgl. Gray fig. moll. an. III. 311., 11. 12.).
Hiernach besitzt das Thier sehr lange, dünne Fühler, eine zwei-
lappige Schnauze und einen flachen, länglichen Deckel ohne Fortsatz.
Man darf also unmöglich die dalmatische Hydrocena Parreiss damit
vereinigen, da diese äusserst kurze, kaum merkliche Fühler und
einen Fortsatz am Deckel, ähnlich dem der Neritinen hat (Küster
Chemn. ed. nov. Gutt. Paludina 13., 32--35.). Realia wurde ur-
sprünglich von Gray 1840 für die neuseeländische R. Egea auf-
gestellt, dann 1850 Arten der Gattungen Hydrocena und Omphalotropis
damit vereinigt; 1851 (Zeitschr. f. Malakoz. S. 175) beschränkte Pfeiffer
den Namen wieder auf R. Egea und schuf für die Mehrzahl der
anderen den neuen Namen Omphalotropis, behielt es auch so in

Cyclostomaceen. Omphalotropis.

Cyclostominae und Pomatiasinae Adams gen. II. p. 290, 298.

Licinea, Cyclostomea, Cistulea, Pomatiatea und Realiea Pfr. mon.
suppl. p. 98, 109, 130, 149, 153.

Zweite Reihe der Cyclostomaceen Martens Mal. Bl. 1864 p. 132.

Diese Unterfamilie umfasst die Pfeiffer’schen Gattungen Ja-
maicia, Licina, Choanopoma, Ctenopoma, Adamsiella, Lithidion,
Otopoma, Cyclostomus, Tudora, Leonia, Cistula und Chondropoma,
welche alle mir nahe mit einander verwandt scheinen. Sie sind die
einzigen Cyclostomaceen in Europa, Westasien und Afrika, die
vorherrschenden in Westindien und fehlen gänzlich in Ostasien und
den Inseln der Südsee.

Eine hauptsächlich im Gebiss abweichende Form bildet Po-
matias. Endlich liegt bis jetzt noch kein stichhaltiger Grund vor,
die Gattungen Realia und Omphalotropis aus dieser Unterfamilie
auszuschliessen, obwohl sie im Schalenhabitus sowohl als Vaterland
auffallend abweichen. Nur letztere findet sich in unserem Gebiet.

Omphalotropis Pfr.

Deckel länglich, dünn, hornig mit wenig Windungen.

Schale durchbohrt oder eng genabelt, fast immer mit einem
Kiel um den Nabel, eiförmig bis gethürmt, nach oben zugespitzt;
Mündung eiförmig, Mundsaum nicht zusammenhängend.

Pfr. Proc. z. s. 1851; mon. p. 306; Realia Gray guide p. 84;
Hydrocena (non Parreiss) Pfr. mon. Adams gen. II. p. 298 und Pfr.
mon. suppl. p. 155.

Als Typus der Gattung können die auch nach Weichtheilen
und Deckel bekannten Cyclostoma rubens und C. erosum von Quoy
und Gaimard dienen (vgl. Gray fig. moll. an. III. 311., 11. 12.).
Hiernach besitzt das Thier sehr lange, dünne Fühler, eine zwei-
lappige Schnauze und einen flachen, länglichen Deckel ohne Fortsatz.
Man darf also unmöglich die dalmatische Hydrocena Parreiss damit
vereinigen, da diese äusserst kurze, kaum merkliche Fühler und
einen Fortsatz am Deckel, ähnlich dem der Neritinen hat (Küster
Chemn. ed. nov. Gutt. Paludina 13., 32—35.). Realia wurde ur-
sprünglich von Gray 1840 für die neuseeländische R. Egea auf-
gestellt, dann 1850 Arten der Gattungen Hydrocena und Omphalotropis
damit vereinigt; 1851 (Zeitschr. f. Malakoz. S. 175) beschränkte Pfeiffer
den Namen wieder auf R. Egea und schuf für die Mehrzahl der
anderen den neuen Namen Omphalotropis, behielt es auch so in

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[159/0179] Cyclostomaceen. Omphalotropis. Cyclostominae und Pomatiasinae Adams gen. II. p. 290, 298. Licinea, Cyclostomea, Cistulea, Pomatiatea und Realiea Pfr. mon. suppl. p. 98, 109, 130, 149, 153. Zweite Reihe der Cyclostomaceen Martens Mal. Bl. 1864 p. 132. Diese Unterfamilie umfasst die Pfeiffer’schen Gattungen Ja- maicia, Licina, Choanopoma, Ctenopoma, Adamsiella, Lithidion, Otopoma, Cyclostomus, Tudora, Leonia, Cistula und Chondropoma, welche alle mir nahe mit einander verwandt scheinen. Sie sind die einzigen Cyclostomaceen in Europa, Westasien und Afrika, die vorherrschenden in Westindien und fehlen gänzlich in Ostasien und den Inseln der Südsee. Eine hauptsächlich im Gebiss abweichende Form bildet Po- matias. Endlich liegt bis jetzt noch kein stichhaltiger Grund vor, die Gattungen Realia und Omphalotropis aus dieser Unterfamilie auszuschliessen, obwohl sie im Schalenhabitus sowohl als Vaterland auffallend abweichen. Nur letztere findet sich in unserem Gebiet. Omphalotropis Pfr. Deckel länglich, dünn, hornig mit wenig Windungen. Schale durchbohrt oder eng genabelt, fast immer mit einem Kiel um den Nabel, eiförmig bis gethürmt, nach oben zugespitzt; Mündung eiförmig, Mundsaum nicht zusammenhängend. Pfr. Proc. z. s. 1851; mon. p. 306; Realia Gray guide p. 84; Hydrocena (non Parreiss) Pfr. mon. Adams gen. II. p. 298 und Pfr. mon. suppl. p. 155. Als Typus der Gattung können die auch nach Weichtheilen und Deckel bekannten Cyclostoma rubens und C. erosum von Quoy und Gaimard dienen (vgl. Gray fig. moll. an. III. 311., 11. 12.). Hiernach besitzt das Thier sehr lange, dünne Fühler, eine zwei- lappige Schnauze und einen flachen, länglichen Deckel ohne Fortsatz. Man darf also unmöglich die dalmatische Hydrocena Parreiss damit vereinigen, da diese äusserst kurze, kaum merkliche Fühler und einen Fortsatz am Deckel, ähnlich dem der Neritinen hat (Küster Chemn. ed. nov. Gutt. Paludina 13., 32—35.). Realia wurde ur- sprünglich von Gray 1840 für die neuseeländische R. Egea auf- gestellt, dann 1850 Arten der Gattungen Hydrocena und Omphalotropis damit vereinigt; 1851 (Zeitschr. f. Malakoz. S. 175) beschränkte Pfeiffer den Namen wieder auf R. Egea und schuf für die Mehrzahl der anderen den neuen Namen Omphalotropis, behielt es auch so in

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Zitationshilfe: Martens, Eduard von: Die preussische Expedition nach Ost-Asien. Nach amtlichen Quellen. Zoologischer Teil. Zweiter Band. Berlin, 1867, S. 159. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/berg_ostasienzoologie02_1867/179>, abgerufen am 16.09.2019.