Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Birken, Sigmund von: Heiliger Sonntags-Handel und Kirch-Wandel. Nürnberg, 1681.

Bild:
<< vorherige Seite

von Gott zufallen.
Gott kommet/ und Gott an sich ziehet/ der
hat ja mit ihm alles. Habe deine Lust an
dem HErrn/ der wird dir geben was dein
Herz wünschet:
(q) also psalliret der Gott-
liebende David/ der ein Exempel von die-
ser Regel ist/ und aus einem Hirten ein
großer reicher König geworden. Sein
Segen/ machet reich ohne Mühe.
(r) Sei-
nen Freunden gibt er/ wan sie schlaffen.

(s) Nemlich wan sie auch nicht darnach
streben. Die den HErrn suchen/ haben kei-
nen Mangel an irgend einem Gut.
(t)
Mit diesem Spruch lehret David/ wie der
Reichtum zu finden sei/ nemlich/ wan man
den HErrn suchet. Und der ist gut zu fin-
den: dann er ist nahe. (u) weil er überall
zugegen ist.

4
Laß GOtt sorgen: er ver-
sorget.

SOrget nicht auf morgen/ was ihr
essen und trinken/ und was ihr an-
ziehen werdet: (x) ruffet JEsus
uns selber zu. Und seine Apostel: Alle
eure Sorge werffet auf den HErrn/ den

er
(q) Ps. 37. v. 4.
(r) Syr. 12. v. 21.
(s) Ps. 127. v. 3.
(t) Ps. 34. v. 10.
(u) Philip. 4. v. 6.
(x) Matth. 6. v. 25.

von Gott zufallen.
Gott kommet/ und Gott an ſich ziehet/ der
hat ja mit ihm alles. Habe deine Luſt an
dem HErꝛn/ der wird dir geben was dein
Herz wuͤnſchet:
(q) alſo pſalliret der Gott-
liebende David/ der ein Exempel von die-
ſer Regel iſt/ und aus einem Hirten ein
großer reicher Koͤnig geworden. Sein
Segen/ machet reich ohne Muͤhe.
(r) Sei-
nen Freunden gibt er/ wan ſie ſchlaffen.

(ſ) Nemlich wan ſie auch nicht darnach
ſtreben. Die den HErꝛn ſuchen/ haben kei-
nen Mangel an irgend einem Gut.
(t)
Mit dieſem Spruch lehret David/ wie der
Reichtum zu finden ſei/ nemlich/ wan man
den HErꝛn ſuchet. Und der iſt gut zu fin-
den: dañ er iſt nahe. (u) weil er uͤberall
zugegen iſt.

4
Laß GOtt ſorgen: er ver-
ſorget.

SOrget nicht auf morgen/ was ihr
eſſen und trinken/ und was ihr an-
ziehen werdet: (x) ruffet JEſus
uns ſelber zu. Und ſeine Apoſtel: Alle
eure Sorge werffet auf den HErꝛn/ den

er
(q) Pſ. 37. v. 4.
(r) Syr. 12. v. 21.
(ſ) Pſ. 127. v. 3.
(t) Pſ. 34. v. 10.
(u) Philip. 4. v. 6.
(x) Matth. 6. v. 25.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0281" n="253"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">von Gott zufallen.</hi></fw><lb/>
Gott kommet/ und Gott an &#x017F;ich ziehet/ der<lb/>
hat ja mit ihm alles. <hi rendition="#fr">Habe deine Lu&#x017F;t an<lb/>
dem HEr&#xA75B;n/ der wird dir geben was dein<lb/>
Herz wu&#x0364;n&#x017F;chet:</hi> <note place="foot" n="(q)">P&#x017F;. 37. v. 4.</note> al&#x017F;o p&#x017F;alliret der Gott-<lb/>
liebende David/ der ein Exempel von die-<lb/>
&#x017F;er Regel i&#x017F;t/ und aus einem Hirten ein<lb/>
großer reicher Ko&#x0364;nig geworden. <hi rendition="#fr">Sein<lb/>
Segen/ machet reich ohne Mu&#x0364;he.</hi> <note place="foot" n="(r)">Syr. 12. v. 21.</note> <hi rendition="#fr">Sei-<lb/>
nen Freunden gibt er/ wan &#x017F;ie &#x017F;chlaffen.</hi><lb/><note place="foot" n="(&#x017F;)">P&#x017F;. 127. v. 3.</note> Nemlich wan &#x017F;ie auch nicht darnach<lb/>
&#x017F;treben. <hi rendition="#fr">Die den HEr&#xA75B;n &#x017F;uchen/ haben kei-<lb/>
nen Mangel an irgend einem Gut.</hi> <note place="foot" n="(t)">P&#x017F;. 34. v. 10.</note><lb/>
Mit die&#x017F;em Spruch lehret David/ wie der<lb/>
Reichtum zu finden &#x017F;ei/ nemlich/ wan man<lb/>
den <hi rendition="#fr">HEr&#xA75B;n</hi> &#x017F;uchet. Und der i&#x017F;t gut zu fin-<lb/>
den: dan&#x0303; er i&#x017F;t <hi rendition="#fr">nahe.</hi> <note place="foot" n="(u)">Philip. 4. v. 6.</note> weil er u&#x0364;berall<lb/>
zugegen i&#x017F;t.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#fr">4<lb/>
Laß GOtt &#x017F;orgen: er ver-<lb/>
&#x017F;orget.</hi> </head><lb/>
            <p><hi rendition="#in">S</hi><hi rendition="#fr">Orget nicht auf morgen/</hi> was ihr<lb/>
e&#x017F;&#x017F;en und trinken/ und was ihr an-<lb/>
ziehen werdet: <note place="foot" n="(x)">Matth. 6. v. 25.</note> ruffet JE&#x017F;us<lb/>
uns &#x017F;elber zu. Und &#x017F;eine Apo&#x017F;tel: <hi rendition="#fr">Alle<lb/>
eure Sorge werffet auf den HEr&#xA75B;n/ den</hi><lb/>
<fw place="bottom" type="catch"><hi rendition="#fr">er</hi></fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[253/0281] von Gott zufallen. Gott kommet/ und Gott an ſich ziehet/ der hat ja mit ihm alles. Habe deine Luſt an dem HErꝛn/ der wird dir geben was dein Herz wuͤnſchet: (q) alſo pſalliret der Gott- liebende David/ der ein Exempel von die- ſer Regel iſt/ und aus einem Hirten ein großer reicher Koͤnig geworden. Sein Segen/ machet reich ohne Muͤhe. (r) Sei- nen Freunden gibt er/ wan ſie ſchlaffen. (ſ) Nemlich wan ſie auch nicht darnach ſtreben. Die den HErꝛn ſuchen/ haben kei- nen Mangel an irgend einem Gut. (t) Mit dieſem Spruch lehret David/ wie der Reichtum zu finden ſei/ nemlich/ wan man den HErꝛn ſuchet. Und der iſt gut zu fin- den: dañ er iſt nahe. (u) weil er uͤberall zugegen iſt. 4 Laß GOtt ſorgen: er ver- ſorget. SOrget nicht auf morgen/ was ihr eſſen und trinken/ und was ihr an- ziehen werdet: (x) ruffet JEſus uns ſelber zu. Und ſeine Apoſtel: Alle eure Sorge werffet auf den HErꝛn/ den er (q) Pſ. 37. v. 4. (r) Syr. 12. v. 21. (ſ) Pſ. 127. v. 3. (t) Pſ. 34. v. 10. (u) Philip. 4. v. 6. (x) Matth. 6. v. 25.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/birken_sonntagswandel_1681
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/birken_sonntagswandel_1681/281
Zitationshilfe: Birken, Sigmund von: Heiliger Sonntags-Handel und Kirch-Wandel. Nürnberg, 1681, S. 253. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/birken_sonntagswandel_1681/281>, abgerufen am 19.10.2019.