Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Birken, Sigmund von: Heiliger Sonntags-Handel und Kirch-Wandel. Nürnberg, 1681.

Bild:
<< vorherige Seite

Geistlichkeit
schwären beschweret; Die Lahmen sprin-
gen/ wie ein Hirsch.
(x) Der Tod ist ver-
schlungen ewiglich/ und der HErr HErr
wird abwischen alle Threnen von allen An-
gesichten/ und wird aufheben die Schmach
seines Volks.
(y)

* 8 *
Unsere Leiber werden geist-
lich seyn.

UNsere Leiber/ welche natürlich auf
dem Gottes-Acker sind gesäet wor-
den/ stehen/ zu dem neuen Leben/
geistlich auf. Nicht durch Ablegung des
leiblichen Wesens/ sondern durch Empfa-
hung geistlicher Eigenschafften. Sie wer-
den zwar diese/ aber nicht solcherley Leiber
mehr seyn; oder/ wie es der Heyland aus-
redet: Sie werden gleich seyn/ wie die
Engel Gottes im Himmel.
(z) Wie nun
diese keiner Speise bedörfen/ sondern sich mit
dem Anschauen der Göttlichen Herrlichkeit
sättigen: Also wird die Auserwehlten we-
der hungern noch dürsten.
(a) Den Pro-
pheten Eliam stärcket dorten ein geröstet
Brod/ und eine Kanne mit Wasser/ die er

von
(x) Esai. 35. v. 6.
(y) Esai. 28. v. 8.
(z) Matth. 22. v. 30.
(a) Offenb. 7. v. 16.

Geiſtlichkeit
ſchwaͤren beſchweret; Die Lahmen ſprin-
gen/ wie ein Hirſch.
(x) Der Tod iſt ver-
ſchlungen ewiglich/ und der HErꝛ HErꝛ
wird abwiſchen alle Threnen von allen An-
geſichten/ und wird aufheben die Schmach
ſeines Volks.
(y)

* 8 *
Unſere Leiber werden geiſt-
lich ſeyn.

UNſere Leiber/ welche natuͤrlich auf
dem Gottes-Acker ſind geſaͤet wor-
den/ ſtehen/ zu dem neuen Leben/
geiſtlich auf. Nicht durch Ablegung des
leiblichen Weſens/ ſondern durch Empfa-
hung geiſtlicher Eigenſchafften. Sie wer-
den zwar dieſe/ aber nicht ſolcherley Leiber
mehr ſeyn; oder/ wie es der Heyland aus-
redet: Sie werden gleich ſeyn/ wie die
Engel Gottes im Himmel.
(z) Wie nun
dieſe keiner Speiſe bedoͤrfen/ ſondern ſich mit
dem Anſchauen der Goͤttlichen Herrlichkeit
ſaͤttigen: Alſo wird die Auserwehlten we-
der hungern noch duͤrſten.
(a) Den Pro-
pheten Eliam ſtaͤrcket dorten ein geroͤſtet
Brod/ und eine Kanne mit Waſſer/ die er

von
(x) Eſai. 35. v. 6.
(y) Eſai. 28. v. 8.
(z) Matth. 22. v. 30.
(a) Offenb. 7. v. 16.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0386" n="358"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Gei&#x017F;tlichkeit</hi></fw><lb/>
&#x017F;chwa&#x0364;ren be&#x017F;chweret; <hi rendition="#fr">Die Lahmen &#x017F;prin-<lb/>
gen/ wie ein Hir&#x017F;ch.</hi> <note place="foot" n="(x)">E&#x017F;ai. 35. v. 6.</note> <hi rendition="#fr">Der Tod i&#x017F;t ver-<lb/>
&#x017F;chlungen ewiglich/ und der HEr&#xA75B; HEr&#xA75B;<lb/>
wird abwi&#x017F;chen alle Threnen von allen An-<lb/>
ge&#x017F;ichten/ und wird aufheben die Schmach<lb/>
&#x017F;eines Volks.</hi> <note place="foot" n="(y)">E&#x017F;ai. 28. v. 8.</note></p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#b">* 8 *<lb/>
Un&#x017F;ere Leiber werden gei&#x017F;t-<lb/>
lich &#x017F;eyn.</hi> </head><lb/>
            <p><hi rendition="#in">U</hi>N&#x017F;ere Leiber/ welche natu&#x0364;rlich auf<lb/>
dem Gottes-Acker &#x017F;ind ge&#x017F;a&#x0364;et wor-<lb/>
den/ &#x017F;tehen/ zu dem neuen Leben/<lb/>
gei&#x017F;tlich auf. Nicht durch Ablegung des<lb/>
leiblichen We&#x017F;ens/ &#x017F;ondern durch Empfa-<lb/>
hung gei&#x017F;tlicher Eigen&#x017F;chafften. Sie wer-<lb/>
den zwar die&#x017F;e/ aber nicht &#x017F;olcherley Leiber<lb/>
mehr &#x017F;eyn; oder/ wie es der Heyland aus-<lb/>
redet: <hi rendition="#fr">Sie werden gleich &#x017F;eyn/ wie die<lb/>
Engel Gottes im Himmel.</hi> <note place="foot" n="(z)">Matth. 22. v. 30.</note> Wie nun<lb/>
die&#x017F;e keiner Spei&#x017F;e bedo&#x0364;rfen/ &#x017F;ondern &#x017F;ich mit<lb/>
dem An&#x017F;chauen der Go&#x0364;ttlichen Herrlichkeit<lb/>
&#x017F;a&#x0364;ttigen: <hi rendition="#fr">Al&#x017F;o wird die Auserwehlten we-<lb/>
der hungern noch du&#x0364;r&#x017F;ten.</hi> <note place="foot" n="(a)">Offenb. 7. v. 16.</note> Den Pro-<lb/>
pheten Eliam &#x017F;ta&#x0364;rcket dorten ein gero&#x0364;&#x017F;tet<lb/>
Brod/ und eine Kanne mit Wa&#x017F;&#x017F;er/ die er<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">von</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[358/0386] Geiſtlichkeit ſchwaͤren beſchweret; Die Lahmen ſprin- gen/ wie ein Hirſch. (x) Der Tod iſt ver- ſchlungen ewiglich/ und der HErꝛ HErꝛ wird abwiſchen alle Threnen von allen An- geſichten/ und wird aufheben die Schmach ſeines Volks. (y) * 8 * Unſere Leiber werden geiſt- lich ſeyn. UNſere Leiber/ welche natuͤrlich auf dem Gottes-Acker ſind geſaͤet wor- den/ ſtehen/ zu dem neuen Leben/ geiſtlich auf. Nicht durch Ablegung des leiblichen Weſens/ ſondern durch Empfa- hung geiſtlicher Eigenſchafften. Sie wer- den zwar dieſe/ aber nicht ſolcherley Leiber mehr ſeyn; oder/ wie es der Heyland aus- redet: Sie werden gleich ſeyn/ wie die Engel Gottes im Himmel. (z) Wie nun dieſe keiner Speiſe bedoͤrfen/ ſondern ſich mit dem Anſchauen der Goͤttlichen Herrlichkeit ſaͤttigen: Alſo wird die Auserwehlten we- der hungern noch duͤrſten. (a) Den Pro- pheten Eliam ſtaͤrcket dorten ein geroͤſtet Brod/ und eine Kanne mit Waſſer/ die er von (x) Eſai. 35. v. 6. (y) Eſai. 28. v. 8. (z) Matth. 22. v. 30. (a) Offenb. 7. v. 16.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/birken_sonntagswandel_1681
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/birken_sonntagswandel_1681/386
Zitationshilfe: Birken, Sigmund von: Heiliger Sonntags-Handel und Kirch-Wandel. Nürnberg, 1681, S. 358. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/birken_sonntagswandel_1681/386>, abgerufen am 16.10.2019.