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Birken, Sigmund von: Heiliger Sonntags-Handel und Kirch-Wandel. Nürnberg, 1681.

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Todes-Gedancken.
Weitläufftigkeit Gefährlichkeit. Lasset uns
derowegen unser Haubt nicht ehe sanft le-
gen/ bis wir die Abend-Rechnung gehal-
ten/ und angehalten haben: daß sie GOtt
in Gnaden richtig erkennen/ und mit JEsu
Blut durchstreichen wolle.

* 3 *
Todes-Gedanken.

LAsset uns auch bedenken/ daß der
Tag unser Leben/ und der Abend das
Sterbenbilde. So gewiß der
Abend auf den Tag/ so gewiß folget der
Tod auf das Leben. Wie der Sonnen
Aufgang auf die Geburt/ so deutet der Un-
tergang auf den Tod. Wie sich nun ein
Taglöhner nach den Abend söhnet/ der ihm
Ruh und Lohn bringet: so hertzlich soll
uns nach dem Lebens-Ende verlangen/
welches die Unruh endet und den gnädigen
Kronen-Lohn verspricht. Dann seelig
sind die Toden/ die im HErrn sterben/ von
nun an/ und der Geist spricht/ daß sie ru-
hen von ihrer Arbeit.
(o) Und die Gerech-
ten empfahen ein herrliches Reich/ und
eine schöne Krone von der Hand des
HErrn.
(p)

8 Was
(o) Offenb. 14. v. 13.
(p) B. Weißh. 5. v. 17.

Todes-Gedancken.
Weitlaͤufftigkeit Gefaͤhrlichkeit. Laſſet uns
derowegen unſer Haubt nicht ehe ſanft le-
gen/ bis wir die Abend-Rechnung gehal-
ten/ und angehalten haben: daß ſie GOtt
in Gnaden richtig erkennen/ und mit JEſu
Blut durchſtreichen wolle.

* 3 *
Todes-Gedanken.

LAſſet uns auch bedenken/ daß der
Tag unſer Leben/ und der Abend das
Sterbenbilde. So gewiß der
Abend auf den Tag/ ſo gewiß folget der
Tod auf das Leben. Wie der Sonnen
Aufgang auf die Geburt/ ſo deutet der Un-
tergang auf den Tod. Wie ſich nun ein
Tagloͤhner nach den Abend ſoͤhnet/ der ihm
Ruh und Lohn bringet: ſo hertzlich ſoll
uns nach dem Lebens-Ende verlangen/
welches die Unruh endet und den gnaͤdigen
Kronen-Lohn verſpricht. Dann ſeelig
ſind die Toden/ die im HErꝛn ſterben/ von
nun an/ und der Geiſt ſpricht/ daß ſie ru-
hen von ihrer Arbeit.
(o) Und die Gerech-
ten empfahen ein herꝛliches Reich/ und
eine ſchoͤne Krone von der Hand des
HErꝛn.
(p)

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(o) Offenb. 14. v. 13.
(p) B. Weißh. 5. v. 17.
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[397/0425] Todes-Gedancken. Weitlaͤufftigkeit Gefaͤhrlichkeit. Laſſet uns derowegen unſer Haubt nicht ehe ſanft le- gen/ bis wir die Abend-Rechnung gehal- ten/ und angehalten haben: daß ſie GOtt in Gnaden richtig erkennen/ und mit JEſu Blut durchſtreichen wolle. * 3 * Todes-Gedanken. LAſſet uns auch bedenken/ daß der Tag unſer Leben/ und der Abend das Sterbenbilde. So gewiß der Abend auf den Tag/ ſo gewiß folget der Tod auf das Leben. Wie der Sonnen Aufgang auf die Geburt/ ſo deutet der Un- tergang auf den Tod. Wie ſich nun ein Tagloͤhner nach den Abend ſoͤhnet/ der ihm Ruh und Lohn bringet: ſo hertzlich ſoll uns nach dem Lebens-Ende verlangen/ welches die Unruh endet und den gnaͤdigen Kronen-Lohn verſpricht. Dann ſeelig ſind die Toden/ die im HErꝛn ſterben/ von nun an/ und der Geiſt ſpricht/ daß ſie ru- hen von ihrer Arbeit. (o) Und die Gerech- ten empfahen ein herꝛliches Reich/ und eine ſchoͤne Krone von der Hand des HErꝛn. (p) 8 Was (o) Offenb. 14. v. 13. (p) B. Weißh. 5. v. 17.

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Zitationshilfe: Birken, Sigmund von: Heiliger Sonntags-Handel und Kirch-Wandel. Nürnberg, 1681, S. 397. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/birken_sonntagswandel_1681/425>, abgerufen am 21.10.2019.