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Birken, Sigmund von: Heiliger Sonntags-Handel und Kirch-Wandel. Nürnberg, 1681.

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Weihnacht-
4 Das züchtig Hauß des Hertzens zart/ Gar bald
ein Tempel Gottes ward/ Die kein Mann rühret
noch erkant/ Von Gottes Wort man sie schwan-
ger fand.
5 Die edle Mutter hat geborn/ Den Gabriel ver-
hieß zuvorn/ Den St. Johannes mit springen zeigt;
Da er noch lag im Mutterleib.
6 Er lag im Heu mit Armut groß/ Die Krippen
hart ihn nicht verdroß/ Es war ein kleine Milch sein
Speiß/ Der nie kein Vögelein hungern ließ.
7 Des Himmels Chor sich freuen drob/ Und die
Engel singen GOtt Lob: Den armen Hirten wird
vermeld/ Der Hirt und Schöpffer aller Welt.
8 Lob/ Ehr und Dank sey dir gesagt/ Christ ge-
born von der reinen Magd/ Mit Vatter und dem
Heiligen Geist/ Von nun an biß in Ewigkeit/ Amen!
D. M. Luth.
II
DEr Tag der ist so freudenreich/ Aller Creatu-
re:/: Den Gottes Sohn vom Himmelreich/
Uber die Nature/ Von einer Jungfrau ist
geborn: Maria du bist auserkorn/ Daß du Mut-
ter werdest: Was geschah so wunderlich? Gottes
Sohn von Himmelreich/ Der ist Mensch geboren.
2 Ein Kindelein so löbelich/ Jst uns geboren heu-
te:/: Von einer Jungfrau säuberlich/ Zu Trost uns
armen Leuten. Wär uns das Kindlein nicht ge-
born/ So wärn wir allzumal verlorn: Das Heil ist
unser aller/ Ei du süsser JEsu Christ! Daß du
Mensch geboren bist/ Behüt uns für der Höllen.
3 Als die Sonn durchscheint das Glas/ Mit ih-
ren klaren Scheine:/: Und doch nicht versehret das/
So merket allgemeine: Zu gleicher Weiß gebo-
ren ward/ Von einer Jungfrau rein und zart/
GOt-
Weihnacht-
4 Das zuͤchtig Hauß des Hertzens zart/ Gar bald
ein Tempel Gottes ward/ Die kein Mann ruͤhret
noch erkant/ Von Gottes Wort man ſie ſchwan-
ger fand.
5 Die edle Mutter hat geborn/ Den Gabriel ver-
hieß zuvorn/ Den St. Johannes mit ſpringen zeigt;
Da er noch lag im Mutterleib.
6 Er lag im Heu mit Armut groß/ Die Krippen
hart ihn nicht verdroß/ Es war ein kleine Milch ſein
Speiß/ Der nie kein Voͤgelein hungern ließ.
7 Des Himmels Chor ſich freuen drob/ Und die
Engel ſingen GOtt Lob: Den armen Hirten wird
vermeld/ Der Hirt und Schoͤpffer aller Welt.
8 Lob/ Ehr und Dank ſey dir geſagt/ Chriſt ge-
born von der reinen Magd/ Mit Vatter und dem
Heiligen Geiſt/ Von nun an biß in Ewigkeit/ Amen!
D. M. Luth.
II
DEr Tag der iſt ſo freudenreich/ Aller Creatu-
re:/: Den Gottes Sohn vom Himmelreich/
Uber die Nature/ Von einer Jungfrau iſt
geborn: Maria du biſt auserkorn/ Daß du Mut-
ter werdeſt: Was geſchah ſo wunderlich? Gottes
Sohn von Himmelreich/ Der iſt Menſch geboren.
2 Ein Kindelein ſo loͤbelich/ Jſt uns geboren heu-
te:/: Von einer Jungfrau ſaͤuberlich/ Zu Troſt uns
armen Leuten. Waͤr uns das Kindlein nicht ge-
born/ So waͤrn wir allzumal verlorn: Das Heil iſt
unſer aller/ Ei du ſuͤſſer JEſu Chriſt! Daß du
Menſch geboren biſt/ Behuͤt uns fuͤr der Hoͤllen.
3 Als die Sonn durchſcheint das Glas/ Mit ih-
ren klaren Scheine:/: Und doch nicht verſehret das/
So merket allgemeine: Zu gleicher Weiß gebo-
ren ward/ Von einer Jungfrau rein und zart/
GOt-
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[18/0454] Weihnacht- 4 Das zuͤchtig Hauß des Hertzens zart/ Gar bald ein Tempel Gottes ward/ Die kein Mann ruͤhret noch erkant/ Von Gottes Wort man ſie ſchwan- ger fand. 5 Die edle Mutter hat geborn/ Den Gabriel ver- hieß zuvorn/ Den St. Johannes mit ſpringen zeigt; Da er noch lag im Mutterleib. 6 Er lag im Heu mit Armut groß/ Die Krippen hart ihn nicht verdroß/ Es war ein kleine Milch ſein Speiß/ Der nie kein Voͤgelein hungern ließ. 7 Des Himmels Chor ſich freuen drob/ Und die Engel ſingen GOtt Lob: Den armen Hirten wird vermeld/ Der Hirt und Schoͤpffer aller Welt. 8 Lob/ Ehr und Dank ſey dir geſagt/ Chriſt ge- born von der reinen Magd/ Mit Vatter und dem Heiligen Geiſt/ Von nun an biß in Ewigkeit/ Amen! D. M. Luth. II DEr Tag der iſt ſo freudenreich/ Aller Creatu- re:/: Den Gottes Sohn vom Himmelreich/ Uber die Nature/ Von einer Jungfrau iſt geborn: Maria du biſt auserkorn/ Daß du Mut- ter werdeſt: Was geſchah ſo wunderlich? Gottes Sohn von Himmelreich/ Der iſt Menſch geboren. 2 Ein Kindelein ſo loͤbelich/ Jſt uns geboren heu- te:/: Von einer Jungfrau ſaͤuberlich/ Zu Troſt uns armen Leuten. Waͤr uns das Kindlein nicht ge- born/ So waͤrn wir allzumal verlorn: Das Heil iſt unſer aller/ Ei du ſuͤſſer JEſu Chriſt! Daß du Menſch geboren biſt/ Behuͤt uns fuͤr der Hoͤllen. 3 Als die Sonn durchſcheint das Glas/ Mit ih- ren klaren Scheine:/: Und doch nicht verſehret das/ So merket allgemeine: Zu gleicher Weiß gebo- ren ward/ Von einer Jungfrau rein und zart/ GOt-

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Zitationshilfe: Birken, Sigmund von: Heiliger Sonntags-Handel und Kirch-Wandel. Nürnberg, 1681, S. 18. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/birken_sonntagswandel_1681/454>, abgerufen am 21.01.2020.