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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen, 1805.

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Von den Geruchswerkzeugen.
schnabels; bey manchen, wie z. E. bey
den Papageytauchern (Alca arctica etc.)
an den Seitenrändern desselben mit ei-
ner so schmalen Ritze, dass sie leicht
übersehen werden können *).

§. 247.

Die Vögel haben kein eigentliches
Siebbein, sondern ihre Geruchsnerven
treten durch die Augenhöhlen in die
innere Nase und vertheilen sich in die
Schleimhaut, womit zumahl die zwey
bis drey Paar knöchernen **) oder knor-
peligen und membranösen ***) Muscheln
(bullae turbinatae oder tubulatae vesi-

cae
*) Das mag Büffon's irrige Behauptung
entschuldigen, als ob vielen Vögeln die
Nasenlöcher gänzlich mangelten, so dass
sie die Gerüche blos durch die Gaumen-
öffnung empfangen könnten u. s. w.
Hist. des oiseaux T. I. pag. 13.
**) Vorzüglich gross sind die schwammigen
knöchernen Muscheln beym Kranich.
***) So z. E. beym Pfefferfras (-- tab. V. b. --)
Z 2

Von den Geruchswerkzeugen.
schnabels; bey manchen, wie z. E. bey
den Papageytauchern (Alca arctica etc.)
an den Seitenrändern desselben mit ei-
ner so schmalen Ritze, daſs sie leicht
übersehen werden können *).

§. 247.

Die Vögel haben kein eigentliches
Siebbein, sondern ihre Geruchsnerven
treten durch die Augenhöhlen in die
innere Nase und vertheilen sich in die
Schleimhaut, womit zumahl die zwey
bis drey Paar knöchernen **) oder knor-
peligen und membranösen ***) Muscheln
(bullae turbinatae oder tubulatae vesi-

cae
*) Das mag Büffon's irrige Behauptung
entschuldigen, als ob vielen Vögeln die
Nasenlöcher gänzlich mangelten, so daſs
sie die Gerüche blos durch die Gaumen-
öffnung empfangen könnten u. s. w.
Hist. des oiseaux T. I. pag. 13.
**) Vorzüglich groſs sind die schwammigen
knöchernen Muscheln beym Kranich.
***) So z. E. beym Pfefferfras (— tab. V. b. —)
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[355/0377] Von den Geruchswerkzeugen. schnabels; bey manchen, wie z. E. bey den Papageytauchern (Alca arctica etc.) an den Seitenrändern desselben mit ei- ner so schmalen Ritze, daſs sie leicht übersehen werden können *). §. 247. Die Vögel haben kein eigentliches Siebbein, sondern ihre Geruchsnerven treten durch die Augenhöhlen in die innere Nase und vertheilen sich in die Schleimhaut, womit zumahl die zwey bis drey Paar knöchernen **) oder knor- peligen und membranösen ***) Muscheln (bullae turbinatae oder tubulatae vesi- cae *) Das mag Büffon's irrige Behauptung entschuldigen, als ob vielen Vögeln die Nasenlöcher gänzlich mangelten, so daſs sie die Gerüche blos durch die Gaumen- öffnung empfangen könnten u. s. w. Hist. des oiseaux T. I. pag. 13. **) Vorzüglich groſs sind die schwammigen knöchernen Muscheln beym Kranich. ***) So z. E. beym Pfefferfras (— tab. V. b. —) Z 2

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen, 1805, S. 355. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_anatomie_1805/377>, abgerufen am 20.02.2019.