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Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807.

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lich mit seinem obern Rande sehr vorwärts und
nach außen und ist hingegen mit dem untern
nach innen zurückgezogen. - So weit der ob-
gedachte Ring beym ungebohrnen Kinde ge-
schlossen war, so weit bleibt auch nachher zur
Anlage des Paukenfells eine sauber ausgefurchte
Rinne; die hingegen nach oben an der Stelle
wo jener Ring unterbrochen war, wenigstens
nicht so deutlich ist.

§. 53.

Nun B) zum mittlern Ohr, das die
Paukenhöhle nebst den drey kleinen Gehör-
knochen begreift.

Erst die Höhle selbst. - Sie hat im
Ganzen genommen fast die Gestalt und Lage
eines schräg umgekehrten Kessels, der nämlich
mit seinem Rand um das Paukenfell anschließt
und hingegen mit seinem freylich sehr höckrich-
ten Boden aufrecht und vielmehr etwas nach
oben gekehrt ist.

Wir nehmen die darin zu merkenden Theile
in der Ordnung wie sie fürs Gedächtniß am
faßlichsten zu seyn scheint.

Zuförderst die beyden sogenannten Fen-
ster. - Das Eyförmige und das rundliche.

Jenes, die fenestra oualis, liegt in einer
besondern kleinen Grube fast mitten im Boden
der Paukenhöhle, doch etwas mehr nach oben:

lich mit seinem obern Rande sehr vorwärts und
nach außen und ist hingegen mit dem untern
nach innen zurückgezogen. – So weit der ob-
gedachte Ring beym ungebohrnen Kinde ge-
schlossen war, so weit bleibt auch nachher zur
Anlage des Paukenfells eine sauber ausgefurchte
Rinne; die hingegen nach oben an der Stelle
wo jener Ring unterbrochen war, wenigstens
nicht so deutlich ist.

§. 53.

Nun B) zum mittlern Ohr, das die
Paukenhöhle nebst den drey kleinen Gehör-
knochen begreift.

Erst die Höhle selbst. – Sie hat im
Ganzen genommen fast die Gestalt und Lage
eines schräg umgekehrten Kessels, der nämlich
mit seinem Rand um das Paukenfell anschließt
und hingegen mit seinem freylich sehr höckrich-
ten Boden aufrecht und vielmehr etwas nach
oben gekehrt ist.

Wir nehmen die darin zu merkenden Theile
in der Ordnung wie sie fürs Gedächtniß am
faßlichsten zu seyn scheint.

Zuförderst die beyden sogenannten Fen-
ster. – Das Eyförmige und das rundliche.

Jenes, die fenestra oualis, liegt in einer
besondern kleinen Grube fast mitten im Boden
der Paukenhöhle, doch etwas mehr nach oben:

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[147/0173] lich mit seinem obern Rande sehr vorwärts und nach außen und ist hingegen mit dem untern nach innen zurückgezogen. – So weit der ob- gedachte Ring beym ungebohrnen Kinde ge- schlossen war, so weit bleibt auch nachher zur Anlage des Paukenfells eine sauber ausgefurchte Rinne; die hingegen nach oben an der Stelle wo jener Ring unterbrochen war, wenigstens nicht so deutlich ist. §. 53. Nun B) zum mittlern Ohr, das die Paukenhöhle nebst den drey kleinen Gehör- knochen begreift. Erst die Höhle selbst. – Sie hat im Ganzen genommen fast die Gestalt und Lage eines schräg umgekehrten Kessels, der nämlich mit seinem Rand um das Paukenfell anschließt und hingegen mit seinem freylich sehr höckrich- ten Boden aufrecht und vielmehr etwas nach oben gekehrt ist. Wir nehmen die darin zu merkenden Theile in der Ordnung wie sie fürs Gedächtniß am faßlichsten zu seyn scheint. Zuförderst die beyden sogenannten Fen- ster. – Das Eyförmige und das rundliche. Jenes, die fenestra oualis, liegt in einer besondern kleinen Grube fast mitten im Boden der Paukenhöhle, doch etwas mehr nach oben:

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807, S. 147. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_knochen_1807/173>, abgerufen am 16.07.2019.