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Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807.

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f) bezeichnet.

§. 111.

Das eigentliche corpus des Oberkiefers ist
durch den sinus maxillaris [das sogenannte an-
trum highmorn
g)] ausgehöhlth), der an
den Wänden herum, zumahl nach dem pro-
cessus zygomaticus
(§. 107.) zu, durch ver-
schiedne kleine Scheidewände wie in Neben-
zellen abgetheilt wird, und an dessen obern
und vordern Seite der canalis infraorbitalis
hindurch laufti). - Am innern Rande der
Augenhöhlen, dicht unter den ossib. planis des
Siebbeins, finden sich zuweilen die cellulae

f) Ausführlich habe ich von diesen merkwürdigen
Knochen sowohl in der IIIten Ausg. des Buchs
de generis hum. variet. natiua p. 34 u. f. als im
Handb. der vergleich. Anat. S. 22 u. f. ge-
handelt. Vorzüglich aber s. die treffliche Mono-
graphie von Gotth. Fischer über die verschiedne
Form des Intermaxillarknochens in verschiednen
Thieren. Leipz. 1800. 8. m. Kupf.
g) Ohngeachtet die Höhlen des Oberkiefers schon von
den Osteologen des sechzehnten Jahrhunderts
genau beschrieben waren (s. z. B. fallopii observ.
anat
. p. 35. b.); so hat man sie doch nachher
nach Highmor'n genannt, weil dieser in seiner
disquis. anat. corporis hum. über die Fisteln und
andere Zufälle derselben einiges neues gesagt hatte.
h) Und doch sind Fälle bekannt, wo auch diese
Schleimhöhlen bey Erwachsnen gefehlt haben. mor-
gagni
aduersar. anatom. I. p. 38. und VI. p. 116.
i) Bey manchen großen Thieren mit langgestreckten
Oderkiefern, wie beym Pferd etc. bildet dieser ca-
nalis infraorbitalis
eine lange Röhre, die mit-
ten durch den sinus maxillaris Länge nach
hindurch läuft.

f) bezeichnet.

§. 111.

Das eigentliche corpus des Oberkiefers ist
durch den sinus maxillaris [das sogenannte an-
trum highmorn
g)] ausgehöhlth), der an
den Wänden herum, zumahl nach dem pro-
cessus zygomaticus
(§. 107.) zu, durch ver-
schiedne kleine Scheidewände wie in Neben-
zellen abgetheilt wird, und an dessen obern
und vordern Seite der canalis infraorbitalis
hindurch laufti). – Am innern Rande der
Augenhöhlen, dicht unter den ossib. planis des
Siebbeins, finden sich zuweilen die cellulae

f) Ausführlich habe ich von diesen merkwürdigen
Knochen sowohl in der IIIten Ausg. des Buchs
de generis hum. variet. natiua p. 34 u. f. als im
Handb. der vergleich. Anat. S. 22 u. f. ge-
handelt. Vorzüglich aber s. die treffliche Mono-
graphie von Gotth. Fischer über die verschiedne
Form des Intermaxillarknochens in verschiednen
Thieren. Leipz. 1800. 8. m. Kupf.
g) Ohngeachtet die Höhlen des Oberkiefers schon von
den Osteologen des sechzehnten Jahrhunderts
genau beschrieben waren (s. z. B. fallopii observ.
anat
. p. 35. b.); so hat man sie doch nachher
nach Highmor'n genannt, weil dieser in seiner
disquis. anat. corporis hum. über die Fisteln und
andere Zufälle derselben einiges neues gesagt hatte.
h) Und doch sind Fälle bekannt, wo auch diese
Schleimhöhlen bey Erwachsnen gefehlt haben. mor-
gagni
aduersar. anatom. I. p. 38. und VI. p. 116.
i) Bey manchen großen Thieren mit langgestreckten
Oderkiefern, wie beym Pferd ꝛc. bildet dieser ca-
nalis infraorbitalis
eine lange Röhre, die mit-
ten durch den sinus maxillaris Länge nach
hindurch läuft.
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[208/0234] f) bezeichnet. §. 111. Das eigentliche corpus des Oberkiefers ist durch den sinus maxillaris [das sogenannte an- trum highmorn g)] ausgehöhlt h), der an den Wänden herum, zumahl nach dem pro- cessus zygomaticus (§. 107.) zu, durch ver- schiedne kleine Scheidewände wie in Neben- zellen abgetheilt wird, und an dessen obern und vordern Seite der canalis infraorbitalis hindurch lauft i). – Am innern Rande der Augenhöhlen, dicht unter den ossib. planis des Siebbeins, finden sich zuweilen die cellulae f) Ausführlich habe ich von diesen merkwürdigen Knochen sowohl in der IIIten Ausg. des Buchs de generis hum. variet. natiua p. 34 u. f. als im Handb. der vergleich. Anat. S. 22 u. f. ge- handelt. Vorzüglich aber s. die treffliche Mono- graphie von Gotth. Fischer über die verschiedne Form des Intermaxillarknochens in verschiednen Thieren. Leipz. 1800. 8. m. Kupf. g) Ohngeachtet die Höhlen des Oberkiefers schon von den Osteologen des sechzehnten Jahrhunderts genau beschrieben waren (s. z. B. fallopii observ. anat. p. 35. b.); so hat man sie doch nachher nach Highmor'n genannt, weil dieser in seiner disquis. anat. corporis hum. über die Fisteln und andere Zufälle derselben einiges neues gesagt hatte. h) Und doch sind Fälle bekannt, wo auch diese Schleimhöhlen bey Erwachsnen gefehlt haben. mor- gagni aduersar. anatom. I. p. 38. und VI. p. 116. i) Bey manchen großen Thieren mit langgestreckten Oderkiefern, wie beym Pferd ꝛc. bildet dieser ca- nalis infraorbitalis eine lange Röhre, die mit- ten durch den sinus maxillaris Länge nach hindurch läuft.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807, S. 208. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_knochen_1807/234>, abgerufen am 19.07.2019.