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Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807.

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d) überein.

§. 329.

Am obern Ende dieses Knochen ist zuför-
derst die große kuglichte Gelenkfläche desselben
und dann die beyden tubercula nebst der dazwi-
schen liegenden Rinne zu merken.

Die erstere beträgt im Umfange ohngefähr
den dritten Theil einer Kugel; und ist, wenn
man die Axe derselben durch ihren Mittelpunkt
zieht, mit selbiger schräg noch oben und innen
gerichtet, so daß wenn der Arm sich selbst über-
lassen ruhig herabhängt, nur der untere Theil
dieses Gelenkkopfs, von seiner eingebildeten
Axe an bis zum untern Rande desselben gegen
die flache Pfanne im Schulterblatt (§. 325)
zu liegen kommt.

Ueberhaupt ist die Kugelfläche der Ober-
armröhre fast viermahl so groß als jene Pfanne
mit welcher sie eingelenkt ist; wodurch sie über-
aus viel Spielraum gewinnet, und dadurch
zur allervollkommensten Arthrodie am ganzen
Gerippe wird (Th. I. S. 82.); - so wie
überhaupt diese Röhre und dieses ihr Gelenk
von der äußersten Wichtigkeit für den Men-
schen sind, da von demselben sein großes Vor-

d) hen sind, eine mehr oder weniger röhrenförmige
Gestalt, nur den Maulwurf angenommen, bey
welchem er eine ganz ungewöhnliche, und eher
einem kurzen dicken, in der Mitte schmahlen und
an den beyden Enden breit ausgeschweiften Schilde
ähnelnde Bildung hat.

d) überein.

§. 329.

Am obern Ende dieses Knochen ist zuför-
derst die große kuglichte Gelenkfläche desselben
und dann die beyden tubercula nebst der dazwi-
schen liegenden Rinne zu merken.

Die erstere beträgt im Umfange ohngefähr
den dritten Theil einer Kugel; und ist, wenn
man die Axe derselben durch ihren Mittelpunkt
zieht, mit selbiger schräg noch oben und innen
gerichtet, so daß wenn der Arm sich selbst über-
lassen ruhig herabhängt, nur der untere Theil
dieses Gelenkkopfs, von seiner eingebildeten
Axe an bis zum untern Rande desselben gegen
die flache Pfanne im Schulterblatt (§. 325)
zu liegen kommt.

Ueberhaupt ist die Kugelfläche der Ober-
armröhre fast viermahl so groß als jene Pfanne
mit welcher sie eingelenkt ist; wodurch sie über-
aus viel Spielraum gewinnet, und dadurch
zur allervollkommensten Arthrodie am ganzen
Gerippe wird (Th. I. S. 82.); – so wie
überhaupt diese Röhre und dieses ihr Gelenk
von der äußersten Wichtigkeit für den Men-
schen sind, da von demselben sein großes Vor-

d) hen sind, eine mehr oder weniger röhrenförmige
Gestalt, nur den Maulwurf angenommen, bey
welchem er eine ganz ungewöhnliche, und eher
einem kurzen dicken, in der Mitte schmahlen und
an den beyden Enden breit ausgeschweiften Schilde
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[390/0416] d) überein. §. 329. Am obern Ende dieses Knochen ist zuför- derst die große kuglichte Gelenkfläche desselben und dann die beyden tubercula nebst der dazwi- schen liegenden Rinne zu merken. Die erstere beträgt im Umfange ohngefähr den dritten Theil einer Kugel; und ist, wenn man die Axe derselben durch ihren Mittelpunkt zieht, mit selbiger schräg noch oben und innen gerichtet, so daß wenn der Arm sich selbst über- lassen ruhig herabhängt, nur der untere Theil dieses Gelenkkopfs, von seiner eingebildeten Axe an bis zum untern Rande desselben gegen die flache Pfanne im Schulterblatt (§. 325) zu liegen kommt. Ueberhaupt ist die Kugelfläche der Ober- armröhre fast viermahl so groß als jene Pfanne mit welcher sie eingelenkt ist; wodurch sie über- aus viel Spielraum gewinnet, und dadurch zur allervollkommensten Arthrodie am ganzen Gerippe wird (Th. I. S. 82.); – so wie überhaupt diese Röhre und dieses ihr Gelenk von der äußersten Wichtigkeit für den Men- schen sind, da von demselben sein großes Vor- d) hen sind, eine mehr oder weniger röhrenförmige Gestalt, nur den Maulwurf angenommen, bey welchem er eine ganz ungewöhnliche, und eher einem kurzen dicken, in der Mitte schmahlen und an den beyden Enden breit ausgeschweiften Schilde ähnelnde Bildung hat.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers. 2. Aufl. Göttingen, 1807, S. 390. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_knochen_1807/416>, abgerufen am 16.07.2019.