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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. Bd. 1. Göttingen, 1779.

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1 und 2). Die Finger und Zehen der Säug-
thiere sind in Rücksicht ihrer Bildung, Anzal
und Verbindung sehr verschieden. Gemeinig-
lich sind sie frey; bey einigen aber, die im Was-
ser und auf dem Lande zugleich leben, durch eine
Schwimmhaut (Taf. I. Fig. 3) verbunden. Bey
den Fledermäusen sind die an den Vorderfüßen
ungemein lang und dünne; und zwischen ihnen
ist eine Floränliche Haut ausgespannt (Taf. I.
Fig. 4), die zum Fliegen dient. Die Füße man-
cher Seethiere aus dieser Classe sind in einen
unförmlichen Klumpen verwachsen, und bey den
Wallfischen äneln sie gar den Floßfedern der Fi-
sche; doch daß die Hinterfüße horizontal, und
nicht wie der Fischschwanz vertical, liegen. Ei-
nige wenige Säugethiere (Solidungula) haben
Hufe; viele aber (Bisulca) gespaltene Klauen.
Die mehresten gehen blos auf den Spitzen der
Füße (Taf. I. Fig. 5); einige aber, wie der
Mensch, die Affen, Bären, Eichhörnchen u.
a. m. auf dem ganzen Fuß bis zur Ferse (Taf. I.
Fig. 6).

§. 44.

Der Mund und die Kinnladen der Säug-
thiere liegen horizontal; nur der Unterkiefer ist
bey ihnen beweglich. Die Ameisenbären, For-
mosanischen Teufelgen, und einige Wallfische aus-
genommen, sind die übrigen Thiere dieser Classe
mit Zähnen versehn, die man in Schneide-

1 und 2). Die Finger und Zehen der Säug-
thiere sind in Rücksicht ihrer Bildung, Anzal
und Verbindung sehr verschieden. Gemeinig-
lich sind sie frey; bey einigen aber, die im Was-
ser und auf dem Lande zugleich leben, durch eine
Schwimmhaut (Taf. I. Fig. 3) verbunden. Bey
den Fledermäusen sind die an den Vorderfüßen
ungemein lang und dünne; und zwischen ihnen
ist eine Floränliche Haut ausgespannt (Taf. I.
Fig. 4), die zum Fliegen dient. Die Füße man-
cher Seethiere aus dieser Classe sind in einen
unförmlichen Klumpen verwachsen, und bey den
Wallfischen äneln sie gar den Floßfedern der Fi-
sche; doch daß die Hinterfüße horizontal, und
nicht wie der Fischschwanz vertical, liegen. Ei-
nige wenige Säugethiere (Solidungula) haben
Hufe; viele aber (Bisulca) gespaltene Klauen.
Die mehresten gehen blos auf den Spitzen der
Füße (Taf. I. Fig. 5); einige aber, wie der
Mensch, die Affen, Bären, Eichhörnchen u.
a. m. auf dem ganzen Fuß bis zur Ferse (Taf. I.
Fig. 6).

§. 44.

Der Mund und die Kinnladen der Säug-
thiere liegen horizontal; nur der Unterkiefer ist
bey ihnen beweglich. Die Ameisenbären, For-
mosanischen Teufelgen, und einige Wallfische aus-
genommen, sind die übrigen Thiere dieser Classe
mit Zähnen versehn, die man in Schneide-

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[49/0071] 1 und 2). Die Finger und Zehen der Säug- thiere sind in Rücksicht ihrer Bildung, Anzal und Verbindung sehr verschieden. Gemeinig- lich sind sie frey; bey einigen aber, die im Was- ser und auf dem Lande zugleich leben, durch eine Schwimmhaut (Taf. I. Fig. 3) verbunden. Bey den Fledermäusen sind die an den Vorderfüßen ungemein lang und dünne; und zwischen ihnen ist eine Floränliche Haut ausgespannt (Taf. I. Fig. 4), die zum Fliegen dient. Die Füße man- cher Seethiere aus dieser Classe sind in einen unförmlichen Klumpen verwachsen, und bey den Wallfischen äneln sie gar den Floßfedern der Fi- sche; doch daß die Hinterfüße horizontal, und nicht wie der Fischschwanz vertical, liegen. Ei- nige wenige Säugethiere (Solidungula) haben Hufe; viele aber (Bisulca) gespaltene Klauen. Die mehresten gehen blos auf den Spitzen der Füße (Taf. I. Fig. 5); einige aber, wie der Mensch, die Affen, Bären, Eichhörnchen u. a. m. auf dem ganzen Fuß bis zur Ferse (Taf. I. Fig. 6). §. 44. Der Mund und die Kinnladen der Säug- thiere liegen horizontal; nur der Unterkiefer ist bey ihnen beweglich. Die Ameisenbären, For- mosanischen Teufelgen, und einige Wallfische aus- genommen, sind die übrigen Thiere dieser Classe mit Zähnen versehn, die man in Schneide-

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. Bd. 1. Göttingen, 1779, S. 49. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1779/71>, abgerufen am 21.07.2019.