Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 3. Aufl. Göttingen, 1788.

Bild:
<< vorherige Seite

2000 mahl dicker und grösser wird als sie vor-
her war, ist schon oben erwähnt. Sie legt
dann binnen 24 Stunden auf 80000 Eyer.

63. mutilla. Alae nullae in plerisque. Cor-
pus pubescens. Thorax postice retusus. Acu-
leus reconditus punctorius
.

1. Occidentalis. M. coccinea, abdomine cin-
gulo nigro
.

VI. DIPTERA.

Die Insecten mit zwey Flügeln und ein paar
kleinen Knöpfgen oder so genannten Flügelkölb-
gen oder Balancirstangcn (halteres), die hinter
den Flügeln an der Brust sitzen, und meist noch
mit einer kleinen Schuppe bedeckt sind; deren
Nutzen aber noch unbestimmt ist, und derentwe-
gen einige Naturkündiger die ganze Ordnung
Halterata benannt haben. Die Larve ist meist
eine Made, die mehrentheils an faulichten un-
reinen Orten lebt: sie schrumpft nach einiger
Zeit zusammen, und verhärtet zu einer braunen
cylindrischen Puppe. Das vollkommene Insect
hat bey einigen Geschlechtern einen spitzigen har-
ten Saugestachel, bey andern einen weichen bieg-
samen Rüssel, bey noch andern gar keinen Mund
u. s. w. Einige dieser Thiere gebären lebendige
Junge.

2000 mahl dicker und grösser wird als sie vor-
her war, ist schon oben erwähnt. Sie legt
dann binnen 24 Stunden auf 80000 Eyer.

63. mutilla. Alae nullae in plerisque. Cor-
pus pubescens. Thorax postice retusus. Acu-
leus reconditus punctorius
.

1. Occidentalis. M. coccinea, abdomine cin-
gulo nigro
.

VI. DIPTERA.

Die Insecten mit zwey Flügeln und ein paar
kleinen Knöpfgen oder so genannten Flügelkölb-
gen oder Balancirstangcn (halteres), die hinter
den Flügeln an der Brust sitzen, und meist noch
mit einer kleinen Schuppe bedeckt sind; deren
Nutzen aber noch unbestimmt ist, und derentwe-
gen einige Naturkündiger die ganze Ordnung
Halterata benannt haben. Die Larve ist meist
eine Made, die mehrentheils an faulichten un-
reinen Orten lebt: sie schrumpft nach einiger
Zeit zusammen, und verhärtet zu einer braunen
cylindrischen Puppe. Das vollkommene Insect
hat bey einigen Geschlechtern einen spitzigen har-
ten Saugestachel, bey andern einen weichen bieg-
samen Rüssel, bey noch andern gar keinen Mund
u. s. w. Einige dieser Thiere gebären lebendige
Junge.

<TEI xml:lang="de-DE">
  <text xml:id="blume_hbnatur_000024">
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p rendition="#l1em"><pb facs="#f0445" xml:id="pb425_0001" n="425"/>
2000                             mahl dicker und grösser wird als sie vor-<lb/>
her war, ist                             schon oben erwähnt. Sie legt<lb/>
dann binnen 24 Stunden auf 80000                             Eyer.</p>
            <p rendition="#indent-1">63. <hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">mutilla</hi>. Alae nullae in plerisque. Cor-<lb/>
pus                             pubescens. Thorax postice retusus. Acu-<lb/>
leus                             reconditus punctorius</hi>.</p>
            <p rendition="#indent-2">1. <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Occidentalis</hi>. M. coccinea, abdomine cin-<lb/>
gulo                             nigro</hi>.</p>
          </div>
          <div n="3">
            <head rendition="#c">VI. <hi rendition="#g"><hi rendition="#aq">DIPTERA</hi></hi>.</head><lb/>
            <p>Die Insecten mit zwey Flügeln und ein paar<lb/>
kleinen Knöpfgen oder so                             genannten Flügelkölb-<lb/>
gen oder Balancirstangcn (<hi rendition="#aq">halteres</hi>), die hinter<lb/>
den Flügeln an der Brust                             sitzen, und meist noch<lb/>
mit einer kleinen Schuppe bedeckt sind;                             deren<lb/>
Nutzen aber noch unbestimmt ist, und derentwe-<lb type="inWord"/>
gen einige Naturkündiger die ganze Ordnung<lb/><hi rendition="#aq">Halterata</hi> benannt haben. Die Larve ist                             meist<lb/>
eine Made, die mehrentheils an faulichten un-<lb/>
reinen Orten lebt: sie schrumpft nach einiger<lb/>
Zeit zusammen, und                             verhärtet zu einer braunen<lb/>
cylindrischen Puppe. Das vollkommene                             Insect<lb/>
hat bey einigen Geschlechtern einen spitzigen har-<lb type="inWord"/>
ten Saugestachel, bey andern einen weichen bieg-<lb type="inWord"/>
samen Rüssel, bey noch andern gar keinen Mund<lb/>
u. s. w.                             Einige dieser Thiere gebären lebendige<lb/>
Junge.</p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[425/0445] 2000 mahl dicker und grösser wird als sie vor- her war, ist schon oben erwähnt. Sie legt dann binnen 24 Stunden auf 80000 Eyer. 63. mutilla. Alae nullae in plerisque. Cor- pus pubescens. Thorax postice retusus. Acu- leus reconditus punctorius. 1. Occidentalis. M. coccinea, abdomine cin- gulo nigro. VI. DIPTERA. Die Insecten mit zwey Flügeln und ein paar kleinen Knöpfgen oder so genannten Flügelkölb- gen oder Balancirstangcn (halteres), die hinter den Flügeln an der Brust sitzen, und meist noch mit einer kleinen Schuppe bedeckt sind; deren Nutzen aber noch unbestimmt ist, und derentwe- gen einige Naturkündiger die ganze Ordnung Halterata benannt haben. Die Larve ist meist eine Made, die mehrentheils an faulichten un- reinen Orten lebt: sie schrumpft nach einiger Zeit zusammen, und verhärtet zu einer braunen cylindrischen Puppe. Das vollkommene Insect hat bey einigen Geschlechtern einen spitzigen har- ten Saugestachel, bey andern einen weichen bieg- samen Rüssel, bey noch andern gar keinen Mund u. s. w. Einige dieser Thiere gebären lebendige Junge.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Editura GmbH & Co.KG, Berlin: Volltexterstellung und Basis-TEI-Auszeichung
Johann Friedrich Blumenbach – online: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-08-26T09:00:15Z)
Frank Wiegand: Konvertierung nach DTA-Basisformat (2013-08-26T09:00:15Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Nicht erfasst: Bogensignaturen und Kustoden, Kolumnentitel.
  • Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterschiede zugunsten der Identifizierung von <titlePart>s verzichtet.
  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.
  • Langes ſ: als s transkribiert.
  • Hochgestellte e über Vokalen: in moderner Schreibweise erfasst.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1788
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1788/445
Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 3. Aufl. Göttingen, 1788, S. 425. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1788/445>, abgerufen am 23.02.2019.