Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 4. Aufl. Göttingen, 1791.

Bild:
<< vorherige Seite

Gewicht des farbenlosen Ostindischen Diamants in Ver-
hältniß zum Gewicht des Wassers = 3521: 1000.

Zu seinen so genannten physicalischen Eigenschaften
gehört, daß er vorzüglich stark idioelectrisch ist, und
auch stärker als andre Edelsteine die Lichtmaterie an-
zieht, und dann eine kurze Zeit im Finstern phospho-
rescirt.

Die schönsten Orientalischen Diamanten (- die kost-
barsten Körper in der Natur -) finden sich am Fuß
der Granitartigen Gauts - Gebirge von Hindostan, zu-
mahl in Golconda, theils auch abgerundet in Flüssen.
Die Brasilischen haben überhaupt weniger Feuer etc.*)

*) Abbildungen der größten Orientalischen Diamante
in der Welt s. bey Tavernier (der auch die be-
sten Nachrichten von den Ostindischen Diamant-
gruben gegeben hat); auch bey Papillon sur
la gravure en bois
T. II. pag 281. - Den so die
Russische Kaiserin 1772 gekauft s. im Gothaischen
Taschenkalender von 1771.Des größte Brasilische, den der König von
Portugal besitzt, ist im journal economique vom
Jul. 1751 abgebildet.Die verschiednen Arten des Schnitts dieser und
andrer Edelsteine s. bey Mariette tr. des pierres
gravees
T.
I. pag. 159.

Gewicht des farbenlosen Ostindischen Diamants in Ver-
hältniß zum Gewicht des Wassers = 3521: 1000.

Zu seinen so genannten physicalischen Eigenschaften
gehört, daß er vorzüglich stark idioelectrisch ist, und
auch stärker als andre Edelsteine die Lichtmaterie an-
zieht, und dann eine kurze Zeit im Finstern phospho-
rescirt.

Die schönsten Orientalischen Diamanten (– die kost-
barsten Körper in der Natur –) finden sich am Fuß
der Granitartigen Gauts – Gebirge von Hindostan, zu-
mahl in Golconda, theils auch abgerundet in Flüssen.
Die Brasilischen haben überhaupt weniger Feuer ꝛc.*)

*) Abbildungen der größten Orientalischen Diamante
in der Welt s. bey Tavernier (der auch die be-
sten Nachrichten von den Ostindischen Diamant-
gruben gegeben hat); auch bey Papillon sur
la gravure en bois
T. II. pag 281. – Den so die
Russische Kaiserin 1772 gekauft s. im Gothaischen
Taschenkalender von 1771.Des größte Brasilische, den der König von
Portugal besitzt, ist im journal économique vom
Jul. 1751 abgebildet.Die verschiednen Arten des Schnitts dieser und
andrer Edelsteine s. bey Mariette tr. des pierres
gravées
T.
I. pag. 159.
<TEI xml:lang="de-DE">
  <text xml:id="blume_hbnatur_000025">
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p rendition="#l1em"><pb facs="#f0555" xml:id="pb539_0001" n="539"/>
Gewicht des farbenlosen Ostindischen Diamants in Ver-<lb/>
hältniß zum Gewicht des Wassers = 3521: 1000.</p>
            <p rendition="#l1em">Zu seinen so genannten physicalischen Eigenschaften<lb/>
gehört, daß er vorzüglich stark idioelectrisch ist, und<lb/>
auch stärker als andre Edelsteine die Lichtmaterie an-<lb/>
zieht, und dann eine kurze Zeit im Finstern phospho-<lb/>
rescirt.</p>
            <p rendition="#l1em">Die schönsten Orientalischen Diamanten (&#x2013; die kost-<lb/>
barsten Körper in der Natur &#x2013;) finden sich am Fuß<lb/>
der Granitartigen <choice><sic>Gates</sic><corr source="#pbIX_0001" type="corrigenda">Gauts</corr></choice> &#x2013; Gebirge von Hindostan, zu-<lb/>
mahl in Golconda, theils auch abgerundet in Flüssen.<lb/>
Die Brasilischen haben überhaupt weniger Feuer &#xA75B;c.<note anchored="true" place="foot" n="*)"><p>Abbildungen der größten Orientalischen Diamante<lb/>
in der Welt s. bey Tavernier (der auch die be-<lb/>
sten Nachrichten von den Ostindischen Diamant-<lb/>
gruben gegeben hat); auch bey <hi rendition="#g"><hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">Papillon</hi></hi></hi> <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">sur<lb/>
la gravure en bois</hi></hi> T. II. <hi rendition="#aq">pag</hi> 281. &#x2013; Den so die<lb/>
Russische Kaiserin 1772 gekauft s. im Gothaischen<lb/>
Taschenkalender von 1771.</p><p>Des größte Brasilische, den der König von<lb/>
Portugal besitzt, ist im <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">journal économique</hi></hi> vom<lb/>
Jul. 1751 abgebildet.</p><p>Die verschiednen Arten des Schnitts dieser und<lb/>
andrer Edelsteine s. bey <hi rendition="#g"><hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">Mariette</hi></hi></hi> <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">tr. des pierres<lb/>
gravées</hi> T.</hi> I. <hi rendition="#aq">pag</hi>. 159.</p></note></p>
          </div>
          <div n="3">
</div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[539/0555] Gewicht des farbenlosen Ostindischen Diamants in Ver- hältniß zum Gewicht des Wassers = 3521: 1000. Zu seinen so genannten physicalischen Eigenschaften gehört, daß er vorzüglich stark idioelectrisch ist, und auch stärker als andre Edelsteine die Lichtmaterie an- zieht, und dann eine kurze Zeit im Finstern phospho- rescirt. Die schönsten Orientalischen Diamanten (– die kost- barsten Körper in der Natur –) finden sich am Fuß der Granitartigen Gauts – Gebirge von Hindostan, zu- mahl in Golconda, theils auch abgerundet in Flüssen. Die Brasilischen haben überhaupt weniger Feuer ꝛc. *) *) Abbildungen der größten Orientalischen Diamante in der Welt s. bey Tavernier (der auch die be- sten Nachrichten von den Ostindischen Diamant- gruben gegeben hat); auch bey Papillon sur la gravure en bois T. II. pag 281. – Den so die Russische Kaiserin 1772 gekauft s. im Gothaischen Taschenkalender von 1771. Des größte Brasilische, den der König von Portugal besitzt, ist im journal économique vom Jul. 1751 abgebildet. Die verschiednen Arten des Schnitts dieser und andrer Edelsteine s. bey Mariette tr. des pierres gravées T. I. pag. 159.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Editura GmbH & Co.KG, Berlin: Volltexterstellung und Basis-TEI-Auszeichung
Johann Friedrich Blumenbach – online: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-08-26T09:00:15Z)
Frank Wiegand: Konvertierung nach DTA-Basisformat (2013-08-26T09:00:15Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Nicht erfasst: Bogensignaturen und Kustoden, Kolumnentitel.
  • Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterschiede zugunsten der Identifizierung von <titlePart>s verzichtet.
  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.
  • Langes ſ: als s transkribiert.
  • Hochgestellte e über Vokalen: in moderner Schreibweise erfasst.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1791
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1791/555
Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 4. Aufl. Göttingen, 1791, S. 539. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1791/555>, abgerufen am 23.02.2019.