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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 5. Aufl. Göttingen, 1797.

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sich durch vier ausgespannte, mit bunten Schup-
pen befiederte Flügel, durch einen behaarten Kör-
per, und fast durchgehends durch einen spiral-
förmig gewundenen Rüssel, auszeichnet. Diese
Thiere entstehen sämtlich aus Eyern, aus wel-
chen sie als Raupen hervor brechen. In die-
sem Zustand haben sie Kinnladen, zwölf Augen
am Kopf, einen lang gestreckten cylindrischen
Körper von zwölf Abschnitten, mit neun Luft-
löchern auf jeder Seite, drey Paar hakenförmi-
gen Klauen an der Brust, und meist fünf Paar
runden fleischigen Füßen am Hinterleibe. Die
Raupe häutet sich verschiedentlich, wird dann
zur Puppe, die mehrentheils unbeweglich, doch
bey der Weidenraupe und einigen andern sehr
wenigen Gattungen sich von der Stelle zu be-
wegen im Stande ist. Hieraus kommt endlich
nach einer bestimmten Zeit der Schmetterling
zum Vorschein, der lange Fühlhörner, nur drey
Paar Füße, und statt jener zwölf kleinen Augen,
zwey große halbkuglichte und drey kleine (§. 126.)
hat. Alle die zahlreichen Gattungen lassen sich
doch füglich unter folgende drey Geschlechte
bringen.

43. Papilio. Tagvogel. (Engl. butter-
fly
.) Antennae apicem versus crassiores,
saepius clauato-capitatae. Alae erectae
sursumque conniuentes
.

Die Raupe ist mehrentheils wie mit Dornen
besetzt, und häutet sich gewöhnlich vier Mahl.

sich durch vier ausgespannte, mit bunten Schup-
pen befiederte Flügel, durch einen behaarten Kör-
per, und fast durchgehends durch einen spiral-
förmig gewundenen Rüssel, auszeichnet. Diese
Thiere entstehen sämtlich aus Eyern, aus wel-
chen sie als Raupen hervor brechen. In die-
sem Zustand haben sie Kinnladen, zwölf Augen
am Kopf, einen lang gestreckten cylindrischen
Körper von zwölf Abschnitten, mit neun Luft-
löchern auf jeder Seite, drey Paar hakenförmi-
gen Klauen an der Brust, und meist fünf Paar
runden fleischigen Füßen am Hinterleibe. Die
Raupe häutet sich verschiedentlich, wird dann
zur Puppe, die mehrentheils unbeweglich, doch
bey der Weidenraupe und einigen andern sehr
wenigen Gattungen sich von der Stelle zu be-
wegen im Stande ist. Hieraus kommt endlich
nach einer bestimmten Zeit der Schmetterling
zum Vorschein, der lange Fühlhörner, nur drey
Paar Füße, und statt jener zwölf kleinen Augen,
zwey große halbkuglichte und drey kleine (§. 126.)
hat. Alle die zahlreichen Gattungen lassen sich
doch füglich unter folgende drey Geschlechte
bringen.

43. Papilio. Tagvogel. (Engl. butter-
fly
.) Antennae apicem versus crassiores,
saepius clauato-capitatae. Alae erectae
sursumque conniuentes
.

Die Raupe ist mehrentheils wie mit Dornen
besetzt, und häutet sich gewöhnlich vier Mahl.

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[345/0367] sich durch vier ausgespannte, mit bunten Schup- pen befiederte Flügel, durch einen behaarten Kör- per, und fast durchgehends durch einen spiral- förmig gewundenen Rüssel, auszeichnet. Diese Thiere entstehen sämtlich aus Eyern, aus wel- chen sie als Raupen hervor brechen. In die- sem Zustand haben sie Kinnladen, zwölf Augen am Kopf, einen lang gestreckten cylindrischen Körper von zwölf Abschnitten, mit neun Luft- löchern auf jeder Seite, drey Paar hakenförmi- gen Klauen an der Brust, und meist fünf Paar runden fleischigen Füßen am Hinterleibe. Die Raupe häutet sich verschiedentlich, wird dann zur Puppe, die mehrentheils unbeweglich, doch bey der Weidenraupe und einigen andern sehr wenigen Gattungen sich von der Stelle zu be- wegen im Stande ist. Hieraus kommt endlich nach einer bestimmten Zeit der Schmetterling zum Vorschein, der lange Fühlhörner, nur drey Paar Füße, und statt jener zwölf kleinen Augen, zwey große halbkuglichte und drey kleine (§. 126.) hat. Alle die zahlreichen Gattungen lassen sich doch füglich unter folgende drey Geschlechte bringen. 43. Papilio. Tagvogel. (Engl. butter- fly.) Antennae apicem versus crassiores, saepius clauato-capitatae. Alae erectae sursumque conniuentes. Die Raupe ist mehrentheils wie mit Dornen besetzt, und häutet sich gewöhnlich vier Mahl.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 5. Aufl. Göttingen, 1797, S. 345. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1797/367>, abgerufen am 27.10.2020.