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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 6. Aufl. Göttingen, 1799.

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zufühlen; theils dicht, theils körnicht, theils schup-
picht, oder krummblättericht, oder dünnschiefericht;
weich. Mittel-Gewicht = 2089. Im starken
offenen Feuer verfliegt er großentheils, und hin-
terläßt bloß etwas Eisen- und Kiesel-Erde*).
Fundort zumahl in der größten Menge und Fein-
heit bey Keswick in Cumberland**). Unter an-
dern auch gleichsam als Anflug in zarten eisen-
schwarzen Blättchen auf manchen schlackigen
Laven vom Vesuv. Gebrauch des feinern, festen
vorzüglich zu Bleystiften (auch zur Spitze auf
die Stange der Gewitterableiter), das gemeinste
aber zu ipser Schmelztiegeln, Ofenschwärze etc.
Auch zum Einschmieren hölzerner Schrauben und
Räderwerks.



IV. Demantgeschlecht.

1. Demant. Adamas. (Fr. Diamant. Engl.
Diamond.)

*) Ich habe bey den Versuchen, die ich über die so
genannte thierische Electricität angestellt, gefunden,
daß der Graphit dieselbe eben so gut als Metalle
oder Holzkohle erregt, er mag nun zur Belegung
der entblößten Nerven, oder als Conductor ge-
braucht werden.
**) Doch besitze ich auch durch die Güte des Hrn.
Baron von Asch, als eine exotische Seltenheit,
ausnehmend feinen Graphit vom äußersten Ende
des nordostlichen Asiens, dem Tschukotskoinoß,
dessen sich die Tschuktschen und andere benach-
barte Polarmenschen, auch auf der gegenüberlie-
genden Küste des nordwestlichsten America, zur
Schminke und statt Farbe an ihren Geräthen und
Kleidungsstücken bedienen.

zufühlen; theils dicht, theils körnicht, theils schup-
picht, oder krummblättericht, oder dünnschiefericht;
weich. Mittel-Gewicht = 2089. Im starken
offenen Feuer verfliegt er großentheils, und hin-
terläßt bloß etwas Eisen- und Kiesel-Erde*).
Fundort zumahl in der größten Menge und Fein-
heit bey Keswick in Cumberland**). Unter an-
dern auch gleichsam als Anflug in zarten eisen-
schwarzen Blättchen auf manchen schlackigen
Laven vom Vesuv. Gebrauch des feinern, festen
vorzüglich zu Bleystiften (auch zur Spitze auf
die Stange der Gewitterableiter), das gemeinste
aber zu ipser Schmelztiegeln, Ofenschwärze ꝛc.
Auch zum Einschmieren hölzerner Schrauben und
Räderwerks.



IV. Demantgeschlecht.

1. Demant. Adamas. (Fr. Diamant. Engl.
Diamond.)

*) Ich habe bey den Versuchen, die ich über die so
genannte thierische Electricität angestellt, gefunden,
daß der Graphit dieselbe eben so gut als Metalle
oder Holzkohle erregt, er mag nun zur Belegung
der entblößten Nerven, oder als Conductor ge-
braucht werden.
**) Doch besitze ich auch durch die Güte des Hrn.
Baron von Asch, als eine exotische Seltenheit,
ausnehmend feinen Graphit vom äußersten Ende
des nordostlichen Asiens, dem Tschukotskoinoß,
dessen sich die Tschuktschen und andere benach-
barte Polarmenschen, auch auf der gegenüberlie-
genden Küste des nordwestlichsten America, zur
Schminke und statt Farbe an ihren Geräthen und
Kleidungsstücken bedienen.
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[632/0656] zufühlen; theils dicht, theils körnicht, theils schup- picht, oder krummblättericht, oder dünnschiefericht; weich. Mittel-Gewicht = 2089. Im starken offenen Feuer verfliegt er großentheils, und hin- terläßt bloß etwas Eisen- und Kiesel-Erde *). Fundort zumahl in der größten Menge und Fein- heit bey Keswick in Cumberland **). Unter an- dern auch gleichsam als Anflug in zarten eisen- schwarzen Blättchen auf manchen schlackigen Laven vom Vesuv. Gebrauch des feinern, festen vorzüglich zu Bleystiften (auch zur Spitze auf die Stange der Gewitterableiter), das gemeinste aber zu ipser Schmelztiegeln, Ofenschwärze ꝛc. Auch zum Einschmieren hölzerner Schrauben und Räderwerks. IV. Demantgeschlecht. 1. Demant. Adamas. (Fr. Diamant. Engl. Diamond.) *) Ich habe bey den Versuchen, die ich über die so genannte thierische Electricität angestellt, gefunden, daß der Graphit dieselbe eben so gut als Metalle oder Holzkohle erregt, er mag nun zur Belegung der entblößten Nerven, oder als Conductor ge- braucht werden. **) Doch besitze ich auch durch die Güte des Hrn. Baron von Asch, als eine exotische Seltenheit, ausnehmend feinen Graphit vom äußersten Ende des nordostlichen Asiens, dem Tschukotskoinoß, dessen sich die Tschuktschen und andere benach- barte Polarmenschen, auch auf der gegenüberlie- genden Küste des nordwestlichsten America, zur Schminke und statt Farbe an ihren Geräthen und Kleidungsstücken bedienen.

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Kommentar zur DTA-Ausgabe

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Weitere Informationen:

Dieses Werk stammt vom Projekt „Johann Friedrich Blumenbach – online“ der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Herstellung der Imagedateien des Quelldokuments durch die Utrecht University Library und die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena.

Anmerkungen zur Transkription:

Bei der Zeichenerkennung wurde nach dem von der Akademie gelieferten Dokument "Buchstabenmuster_Blumenbach.doc" modernisiert.

In Absprache mit der Akademie wurden die folgenden Aspekte der Vorlage nicht erfasst:

  • Bogensignaturen und Kustoden
  • Kolumnentitel
  • Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterscheide zugunsten der Identifizeriung von titleParts verzeichtet.
  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.

Es wurden alle Anführungszeichen übernommen und die Zitate zusätzlich mit q ausgezeichnet. Eine Ausnahme bilden Zitate, bei denen das Anführungszeichen zu Beginn jeder Zeile wiederholt wird. Hier wurden die Wiederholungen des öffenenden Zeichens nicht übernommen, sondern jeweils nur das öffnende und das schließende Zeichen. Das umschließende Element q wurde für diese Zitate über das Attribut type mit dem Wert preline gekennzeichnet.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 6. Aufl. Göttingen, 1799, S. 632. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1799/656>, abgerufen am 20.03.2019.