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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 7. Aufl. Göttingen, 1803.

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Der Pentacrinit oder die Medusenpalme*)
besteht aus einem großen, vielarmigen, quasten-
förmigen Körper der auf einem gegliederten ein-
fachen Stängel ohne Aeste sitzt, welcher wenig-
stens über 8 Fuß lang ist. Dieses merkwürdige
Petrefact fand sich ehedem vorzüglich im bitumi-
nösen Mergelschiefer bey Boll im Wirtembergi-
schen (S. 613).

Die bekannten Astroiten sind fünfeckige Wirbel
vom gegliederten und dabey ästigen Stängel eines
ähnlichen, aber noch nicht ganz bekannten Pe-
trefacts.

III) Corallia.

Zumahl 1) Madreporiten in theils Gegen-
den als in wahren Corallenriefen der Vorwelt,
in unermeßlicher Menge und großer Mannigfal-
tigkeit. So z. B. im dichten Kalkstein und
Marmor (S. 610) auf dem Saleveberge bey
Genf, auf dem Harz bey Grund, bey Blanken-
burg etc. - In Sandstein im Petersberge bey
Mastricht. - In Kreide als so genannte Fun-
giten in Kent. - In Brauneisenstein auch als
Fungiten und Schraubensteine bey Rübeland am
Harz. Letztere auch im Catharinburgischen in
Sibirien. -

*) Eberh. Fr. Hiemeri caput medusae vtpote nouum
diluuii vniuersalis monumentum
. Stuttg. (1724) 4.
Das in dieser seltenen Schrift beschriebe Stück
ist jetzt in der Naturaliensammlung des Hrn.
Hofr. Ebel zu Bremen. Ein kleineres im mann-
heimer Cabinett ist in den act. acad. Palatinae
T. III. P. phys. in natürlicher Größe abgebildet. -
Die Platte voller Medusenpalmen, die in dem
walchischen großen Petrefactenwerke T. I. tab. II.
b. abgebildet ist, befindet sich nun durch die Güte
des Hrn. Hofr. Gmelin in meiner Sammlung.

Der Pentacrinit oder die Medusenpalme*)
besteht aus einem großen, vielarmigen, quasten-
förmigen Körper der auf einem gegliederten ein-
fachen Stängel ohne Aeste sitzt, welcher wenig-
stens über 8 Fuß lang ist. Dieses merkwürdige
Petrefact fand sich ehedem vorzüglich im bitumi-
nösen Mergelschiefer bey Boll im Wirtembergi-
schen (S. 613).

Die bekannten Astroiten sind fünfeckige Wirbel
vom gegliederten und dabey ästigen Stängel eines
ähnlichen, aber noch nicht ganz bekannten Pe-
trefacts.

III) Corallia.

Zumahl 1) Madreporiten in theils Gegen-
den als in wahren Corallenriefen der Vorwelt,
in unermeßlicher Menge und großer Mannigfal-
tigkeit. So z. B. im dichten Kalkstein und
Marmor (S. 610) auf dem Saleveberge bey
Genf, auf dem Harz bey Grund, bey Blanken-
burg ꝛc. – In Sandstein im Petersberge bey
Mastricht. – In Kreide als so genannte Fun-
giten in Kent. – In Brauneisenstein auch als
Fungiten und Schraubensteine bey Rübeland am
Harz. Letztere auch im Catharinburgischen in
Sibirien. –

*) Eberh. Fr. Hiemeri caput medusae vtpote nouum
diluuii vniuersalis monumentum
. Stuttg. (1724) 4.
Das in dieser seltenen Schrift beschriebe Stück
ist jetzt in der Naturaliensammlung des Hrn.
Hofr. Ebel zu Bremen. Ein kleineres im mann-
heimer Cabinett ist in den act. acad. Palatinae
T. III. P. phys. in natürlicher Größe abgebildet. –
Die Platte voller Medusenpalmen, die in dem
walchischen großen Petrefactenwerke T. I. tab. II.
b. abgebildet ist, befindet sich nun durch die Güte
des Hrn. Hofr. Gmelin in meiner Sammlung.
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[731/0751] Der Pentacrinit oder die Medusenpalme *) besteht aus einem großen, vielarmigen, quasten- förmigen Körper der auf einem gegliederten ein- fachen Stängel ohne Aeste sitzt, welcher wenig- stens über 8 Fuß lang ist. Dieses merkwürdige Petrefact fand sich ehedem vorzüglich im bitumi- nösen Mergelschiefer bey Boll im Wirtembergi- schen (S. 613). Die bekannten Astroiten sind fünfeckige Wirbel vom gegliederten und dabey ästigen Stängel eines ähnlichen, aber noch nicht ganz bekannten Pe- trefacts. III) Corallia. Zumahl 1) Madreporiten in theils Gegen- den als in wahren Corallenriefen der Vorwelt, in unermeßlicher Menge und großer Mannigfal- tigkeit. So z. B. im dichten Kalkstein und Marmor (S. 610) auf dem Saleveberge bey Genf, auf dem Harz bey Grund, bey Blanken- burg ꝛc. – In Sandstein im Petersberge bey Mastricht. – In Kreide als so genannte Fun- giten in Kent. – In Brauneisenstein auch als Fungiten und Schraubensteine bey Rübeland am Harz. Letztere auch im Catharinburgischen in Sibirien. – *) Eberh. Fr. Hiemeri caput medusae vtpote nouum diluuii vniuersalis monumentum. Stuttg. (1724) 4. Das in dieser seltenen Schrift beschriebe Stück ist jetzt in der Naturaliensammlung des Hrn. Hofr. Ebel zu Bremen. Ein kleineres im mann- heimer Cabinett ist in den act. acad. Palatinae T. III. P. phys. in natürlicher Größe abgebildet. – Die Platte voller Medusenpalmen, die in dem walchischen großen Petrefactenwerke T. I. tab. II. b. abgebildet ist, befindet sich nun durch die Güte des Hrn. Hofr. Gmelin in meiner Sammlung.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 7. Aufl. Göttingen, 1803, S. 731. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1803/751>, abgerufen am 03.04.2020.