Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 8. Aufl. Göttingen, 1807.

Bild:
<< vorherige Seite

können binnen wenigen Wochen mächtige
Baumstämme gleichsam vernichten. Daß der
Hinterleib der befruchteten Königinn 2000 Mahl
dicker und größer wird als er vorher war ist
schon oben erwähnt. Sie kann dann binnen
24 Stunden auf 80000 Eyer legen.

63. Mvtilla. Alae nullae in pleris-
que. Corpus pubescens. Thorax po-
stice retusus. Aculeus reconditus
punctorius.

1. Occidentalis. (M. coccinea F.) M. coccinea,
abdomine cingulo nigro.

In Nordamerica.



VI. DIPTERA*). (Antliata Fabr.)

Die Insecten mit zwey Flügeln und ein
Paar kleinen Knöpfchen oder so genannten
Flügelkölbchen oder Balancirstangen (halte-
res
); die hinter den Flügeln an der Brust
sitzen, und meist noch mit einer kleinen Schuppe
bedeckt sind; deren Nutzen aber noch unbe-
stimmt ist, und derentwegen einige Natur-
kündiger die ganze Ordnung Halterata benannt
haben. Die Larve ist meist eine Made**)

*) J. C. Fabricii Systema Antliatorum. Brunsvi-
gae
. 1805. 8.
**) Der berüchtigte so genannte Heerwurm, eine
Art von Erdmast der wilden Sauen, besteht
aus einem bewundernswürdigen Zuge von

können binnen wenigen Wochen mächtige
Baumstämme gleichsam vernichten. Daß der
Hinterleib der befruchteten Königinn 2000 Mahl
dicker und größer wird als er vorher war ist
schon oben erwähnt. Sie kann dann binnen
24 Stunden auf 80000 Eyer legen.

63. Mvtilla. Alae nullae in pleris-
que. Corpus pubescens. Thorax po-
stice retusus. Aculeus reconditus
punctorius.

1. Occidentalis. (M. coccinea F.) M. coccinea,
abdomine cingulo nigro.

In Nordamerica.



VI. DIPTERA*). (Antliata Fabr.)

Die Insecten mit zwey Flügeln und ein
Paar kleinen Knöpfchen oder so genannten
Flügelkölbchen oder Balancirstangen (halte-
res
); die hinter den Flügeln an der Brust
sitzen, und meist noch mit einer kleinen Schuppe
bedeckt sind; deren Nutzen aber noch unbe-
stimmt ist, und derentwegen einige Natur-
kündiger die ganze Ordnung Halterata benannt
haben. Die Larve ist meist eine Made**)

*) J. C. Fabricii Systema Antliatorum. Brunsvi-
gae
. 1805. 8.
**) Der berüchtigte so genannte Heerwurm, eine
Art von Erdmast der wilden Sauen, besteht
aus einem bewundernswürdigen Zuge von
<TEI>
  <text xml:id="blume_hbnatur_000030">
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p rendition="#l1em"><pb facs="#f0417" xml:id="pb393_0001" n="393"/>
können binnen wenigen Wochen                             mächtige<lb/>
Baumstämme gleichsam vernichten. Daß der<lb/>
Hinterleib der                             befruchteten Königinn 2000 Mahl<lb/>
dicker und größer wird als er vorher                             war ist<lb/>
schon oben erwähnt. Sie kann dann binnen<lb/>
24 Stunden auf                             80000 Eyer legen.</p>
            <p rendition="#indent-1">63. <hi rendition="#g"><hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">Mvtilla</hi></hi></hi>. <hi rendition="#aq">Alae                             nullae in pleris-<lb/>
que. Corpus pubescens. Thorax po-<lb type="inWord"/>
stice retusus. Aculeus                             reconditus<lb/>
punctorius.</hi></p>
            <p rendition="#indent-2">1. <hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">Occidentalis</hi></hi>. (<hi rendition="#aq">M.</hi> <hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">coccinea</hi></hi> <hi rendition="#aq">F.) M.                             coccinea,<lb/>
abdomine cingulo nigro.</hi></p>
            <p rendition="#l1em">In Nordamerica.</p>
            <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
          </div>
          <div n="3">
            <head rendition="#c">VI. <hi rendition="#aq">DIPTERA<note anchored="true" place="foot" n="*)"><p><hi rendition="#aq">J. C. <hi rendition="#k">Fabricii</hi></hi><hi rendition="#i"><hi rendition="#aq">Systema                             Antliatorum</hi></hi>. <hi rendition="#aq">Brunsvi-<lb/>
gae</hi>. 1805. 8.</p></note></hi>. (<hi rendition="#aq">Antliata <hi rendition="#k">Fabr</hi>.</hi>)</head><lb/>
            <p>Die Insecten mit zwey Flügeln und ein<lb/>
Paar kleinen Knöpfchen oder so                             genannten<lb/>
Flügelkölbchen oder Balancirstangen (<hi rendition="#aq">halte-<lb/>
res</hi>); die hinter den Flügeln an der                             Brust<lb/>
sitzen, und meist noch mit einer kleinen Schuppe<lb/>
bedeckt                             sind; deren Nutzen aber noch unbe-<lb/>
stimmt ist, und                             derentwegen einige Natur-<lb/>
kündiger die ganze Ordnung <hi rendition="#aq">Halterata</hi> benannt<lb/>
haben. Die Larve ist meist                             eine Made<note anchored="true" place="foot" n="**)"><p>Der berüchtigte so                             genannte Heerwurm, eine<lb/>
Art von Erdmast der wilden Sauen,                             besteht<lb/>
aus einem bewundernswürdigen Zuge von
</p></note></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[393/0417] können binnen wenigen Wochen mächtige Baumstämme gleichsam vernichten. Daß der Hinterleib der befruchteten Königinn 2000 Mahl dicker und größer wird als er vorher war ist schon oben erwähnt. Sie kann dann binnen 24 Stunden auf 80000 Eyer legen. 63. Mvtilla. Alae nullae in pleris- que. Corpus pubescens. Thorax po- stice retusus. Aculeus reconditus punctorius. 1. Occidentalis. (M. coccinea F.) M. coccinea, abdomine cingulo nigro. In Nordamerica. VI. DIPTERA *). (Antliata Fabr.) Die Insecten mit zwey Flügeln und ein Paar kleinen Knöpfchen oder so genannten Flügelkölbchen oder Balancirstangen (halte- res); die hinter den Flügeln an der Brust sitzen, und meist noch mit einer kleinen Schuppe bedeckt sind; deren Nutzen aber noch unbe- stimmt ist, und derentwegen einige Natur- kündiger die ganze Ordnung Halterata benannt haben. Die Larve ist meist eine Made **) *) J. C. Fabricii Systema Antliatorum. Brunsvi- gae. 1805. 8. **) Der berüchtigte so genannte Heerwurm, eine Art von Erdmast der wilden Sauen, besteht aus einem bewundernswürdigen Zuge von

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Editura GmbH & Co.KG, Berlin: Volltexterstellung und Basis-TEI-Auszeichung
Johann Friedrich Blumenbach – online: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-08-26T09:00:15Z)
Frank Wiegand: Konvertierung nach DTA-Basisformat (2013-08-26T09:00:15Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Nicht erfasst: Bogensignaturen und Kustoden, Kolumnentitel.
  • Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterschiede zugunsten der Identifizierung von <titlePart>s verzichtet.
  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.
  • Langes ſ: als s transkribiert.
  • Hochgestellte e über Vokalen: in moderner Schreibweise erfasst.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1807
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1807/417
Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 8. Aufl. Göttingen, 1807, S. 393. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1807/417>, abgerufen am 03.04.2020.