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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 8. Aufl. Göttingen, 1807.

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Klaproth) = 69,50 Strontianerde, 30 Kohlen-
säure, 0,50 Wasser. Halbhart. Fundort im
Bleygange des Granitgebirges bey Strontian
in Schottland, meist in Schwerspath einge-
wachsen.*)

B) Schwefelsaure Strontianart.
Strontiane sulfatee.

2. Cälestin, Schützit.

Nicht bloß, wie der erste Nähme andeutet,
blau, sondern auch weiß, gelblich, graulich etc.;
mehr oder weniger durchscheinend und auch un-
durchsichtig; sowohl von dichtem, als faserigem
und blätterigem Gefüge; theils derb, theils in
geschobenen vierseitigen Tafeln crystallirt. Ge-
wicht des faserigen aus Pennsylvanien = 3714 L.
Gehalt desselben nach Klaproth) = 58 Stron-
tianerde, 42 Schwefelsäure. Fundort außerdem
- zumal der blätterigen Abart - Bristol in
Sommersetshire und Mazzara in Sicilien, und
der derben erdigen bey Montmartre.

*) Der Strontianit, der oft mit dem Witherit ver-
wechselt worden, unterscheidet sich besonders auch
dadurch von demselben, daß er, nach den Ver-
suchen, die ich damit an warmblütigen Thieren
angestellt, von denselben ohne allen merklichen
Nachtheil genossen wird, da hingegen der Wi-
therit bekanntlich denselben ein tödtliches Gift
ist. - Ich habe diese Versuche im III. B. der
medicinischen Bibliothek S. 730 beschrieben. Auch
gibt nach der Bemerkung des Hrn. Dr. Ash, ein
mit der salpetersauren Auflösung der Strontianerde
getränktes Papier, wenn es getrocknet und ange-
zündet wird, eine schön purpurrothe Flamme,
da hingegen die vom Witherit unter gleichen Um-
ständen gelblichweiß brennt.

Klaproth) = 69,50 Strontianerde, 30 Kohlen-
säure, 0,50 Wasser. Halbhart. Fundort im
Bleygange des Granitgebirges bey Strontian
in Schottland, meist in Schwerspath einge-
wachsen.*)

B) Schwefelsaure Strontianart.
Strontiane sulfatée.

2. Cälestin, Schützit.

Nicht bloß, wie der erste Nähme andeutet,
blau, sondern auch weiß, gelblich, graulich ꝛc.;
mehr oder weniger durchscheinend und auch un-
durchsichtig; sowohl von dichtem, als faserigem
und blätterigem Gefüge; theils derb, theils in
geschobenen vierseitigen Tafeln crystallirt. Ge-
wicht des faserigen aus Pennsylvanien = 3714 L.
Gehalt desselben nach Klaproth) = 58 Stron-
tianerde, 42 Schwefelsäure. Fundort außerdem
– zumal der blätterigen Abart – Bristol in
Sommersetshire und Mazzara in Sicilien, und
der derben erdigen bey Montmartre.

*) Der Strontianit, der oft mit dem Witherit ver-
wechselt worden, unterscheidet sich besonders auch
dadurch von demselben, daß er, nach den Ver-
suchen, die ich damit an warmblütigen Thieren
angestellt, von denselben ohne allen merklichen
Nachtheil genossen wird, da hingegen der Wi-
therit bekanntlich denselben ein tödtliches Gift
ist. – Ich habe diese Versuche im III. B. der
medicinischen Bibliothek S. 730 beschrieben. Auch
gibt nach der Bemerkung des Hrn. Dr. Ash, ein
mit der salpetersauren Auflösung der Strontianerde
getränktes Papier, wenn es getrocknet und ange-
zündet wird, eine schön purpurrothe Flamme,
da hingegen die vom Witherit unter gleichen Um-
ständen gelblichweiß brennt.
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[628/0652] Klaproth) = 69,50 Strontianerde, 30 Kohlen- säure, 0,50 Wasser. Halbhart. Fundort im Bleygange des Granitgebirges bey Strontian in Schottland, meist in Schwerspath einge- wachsen. *) B) Schwefelsaure Strontianart. Strontiane sulfatée. 2. Cälestin, Schützit. Nicht bloß, wie der erste Nähme andeutet, blau, sondern auch weiß, gelblich, graulich ꝛc.; mehr oder weniger durchscheinend und auch un- durchsichtig; sowohl von dichtem, als faserigem und blätterigem Gefüge; theils derb, theils in geschobenen vierseitigen Tafeln crystallirt. Ge- wicht des faserigen aus Pennsylvanien = 3714 L. Gehalt desselben nach Klaproth) = 58 Stron- tianerde, 42 Schwefelsäure. Fundort außerdem – zumal der blätterigen Abart – Bristol in Sommersetshire und Mazzara in Sicilien, und der derben erdigen bey Montmartre. *) Der Strontianit, der oft mit dem Witherit ver- wechselt worden, unterscheidet sich besonders auch dadurch von demselben, daß er, nach den Ver- suchen, die ich damit an warmblütigen Thieren angestellt, von denselben ohne allen merklichen Nachtheil genossen wird, da hingegen der Wi- therit bekanntlich denselben ein tödtliches Gift ist. – Ich habe diese Versuche im III. B. der medicinischen Bibliothek S. 730 beschrieben. Auch gibt nach der Bemerkung des Hrn. Dr. Ash, ein mit der salpetersauren Auflösung der Strontianerde getränktes Papier, wenn es getrocknet und ange- zündet wird, eine schön purpurrothe Flamme, da hingegen die vom Witherit unter gleichen Um- ständen gelblichweiß brennt.

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  • Langes ſ: als s transkribiert.
  • Hochgestellte e über Vokalen: in moderner Schreibweise erfasst.



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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 8. Aufl. Göttingen, 1807, S. 628. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1807/652>, abgerufen am 21.07.2019.