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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 10. Aufl. Göttingen, 1821.

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mehr oder weniger durchscheinend und auch un-
durchsichtig; sowohl von dichtem, als faserigem
und blätterigem Gefüge; theils derb, theils in
geschobenen vierseitigen Tafeln krystallirt. Ge-
wicht des faserigen aus Pensylvanien = 3714 L.
Gehalt desselben (nach Klaproth) = 58 Stron-
tianerde, 42 Schwefelsäure. Andre Fundorte
(zumahl der blätterigen Abart), der Süntel bey
Münder im Hannöverschen, Bristol in Som-
mersetshire und Mazzara in Sicilien; und der
derben erdigen bey Montmartre.



IX. Barytgeschlecht.

Die dieses Geschlecht charakterisirende
Schwererde (terra ponderosa, barytes)
ist zuerst von Bergmann für eine eigene
Grunderde erkannt worden, und hat den Na-
men von ihrem ansehnlichen specifischen Ge-
wichte = 4000. Sie wird, so wie die Kalk-
erde, nach dem Brennen caustisch; schmilzt in
hoher Temperatur für sich zu Glas; verbindet
sich mit der Schwefelsäure zu Schwerspath;
und wird aus ihren Auflösungen in der
Salpeter- und Salzsäure durch die Blut-
lauge gefällt.

Auch sie findet sich, wie die Strontianerde,
sowohl mit der Kohlen- als mit der Schwefel-
säure verbunden.

mehr oder weniger durchscheinend und auch un-
durchsichtig; sowohl von dichtem, als faserigem
und blätterigem Gefüge; theils derb, theils in
geschobenen vierseitigen Tafeln krystallirt. Ge-
wicht des faserigen aus Pensylvanien = 3714 L.
Gehalt desselben (nach Klaproth) = 58 Stron-
tianerde, 42 Schwefelsäure. Andre Fundorte
(zumahl der blätterigen Abart), der Süntel bey
Münder im Hannöverschen, Bristol in Som-
mersetshire und Mazzara in Sicilien; und der
derben erdigen bey Montmartre.



IX. Barytgeschlecht.

Die dieses Geschlecht charakterisirende
Schwererde (terra ponderosa, barytes)
ist zuerst von Bergmann für eine eigene
Grunderde erkannt worden, und hat den Na-
men von ihrem ansehnlichen specifischen Ge-
wichte = 4000. Sie wird, so wie die Kalk-
erde, nach dem Brennen caustisch; schmilzt in
hoher Temperatur für sich zu Glas; verbindet
sich mit der Schwefelsäure zu Schwerspath;
und wird aus ihren Auflösungen in der
Salpeter- und Salzsäure durch die Blut-
lauge gefällt.

Auch sie findet sich, wie die Strontianerde,
sowohl mit der Kohlen- als mit der Schwefel-
säure verbunden.

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[648/0670] mehr oder weniger durchscheinend und auch un- durchsichtig; sowohl von dichtem, als faserigem und blätterigem Gefüge; theils derb, theils in geschobenen vierseitigen Tafeln krystallirt. Ge- wicht des faserigen aus Pensylvanien = 3714 L. Gehalt desselben (nach Klaproth) = 58 Stron- tianerde, 42 Schwefelsäure. Andre Fundorte (zumahl der blätterigen Abart), der Süntel bey Münder im Hannöverschen, Bristol in Som- mersetshire und Mazzara in Sicilien; und der derben erdigen bey Montmartre. IX. Barytgeschlecht. Die dieses Geschlecht charakterisirende Schwererde (terra ponderosa, barytes) ist zuerst von Bergmann für eine eigene Grunderde erkannt worden, und hat den Na- men von ihrem ansehnlichen specifischen Ge- wichte = 4000. Sie wird, so wie die Kalk- erde, nach dem Brennen caustisch; schmilzt in hoher Temperatur für sich zu Glas; verbindet sich mit der Schwefelsäure zu Schwerspath; und wird aus ihren Auflösungen in der Salpeter- und Salzsäure durch die Blut- lauge gefällt. Auch sie findet sich, wie die Strontianerde, sowohl mit der Kohlen- als mit der Schwefel- säure verbunden.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. 10. Aufl. Göttingen, 1821, S. 648. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1821/670>, abgerufen am 16.07.2019.