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Blumenbach, Johann Friedrich: Anfangsgründe der Physiologie. (Übers. Joseph Eyerel). 2. Aufl. Wien, 1795.

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In der flachen Hand, und an den Fingergliedern
ist die Haut faltig, und unbehaart. Der Finger-
spitzen, sowohl an Händen, als Füßen sind inwen-
dig mit spiralförmigen, zierlichen Streifen gezeich-
net, a) auswendig aber mit Nägeln besetzt.

a) Greew in philosophical Transact. p. 159.

§. 230.

Diese schildförmigen Nägel a) sind nur Men-
schen, und einigen Gattungen der Säugthiere (die
gleichfalls Hände und ein sehr feines Gefühl haben)
in der Absicht verliehen worden, b) damit sie dem
Drucke des fühlenden Fingers gelinde widerstehen,
und so das Gefühl selbst befördern helfen.

Sie sind hornartig, und haben überhaupt mit
dem Oberhäutchen eine große Aehnlichkeit; denn
auch unter dem Nagel liegt der Malpighische
Schleim, der in dem Mohren schwarz ist, und
unter diesem Schleime befindet sich erst die eigent-
liche Haut, welche mit der Beinhaut der letzten
Fingerglieder verwachsen ist. Alle diese Bestand-
theile der Nägel bestehen aus länglichten mit Fur-
chen durchzogenen Fasern; an dem hintern Rande
(der an den Händen mit einem halbmondförmigen
Einschnitt bezeichnet ist), sitzt der Nagel in einer
Furche der umgestülpten Haut fest, wächst bestän-
dig vorwärts, und wird fast jedes halbes Jahr
ganz von neuem ersetzt.

a) Besonders die Affen, Papiones, und lemures,
und die meisten Krecophiten; alle ihre Finger-

In der flachen Hand, und an den Fingergliedern
ist die Haut faltig, und unbehaart. Der Finger-
spitzen, sowohl an Händen, als Füßen sind inwen-
dig mit spiralförmigen, zierlichen Streifen gezeich-
net, a) auswendig aber mit Nägeln besetzt.

a) Greew in philosophical Transact. p. 159.

§. 230.

Diese schildförmigen Nägel a) sind nur Men-
schen, und einigen Gattungen der Säugthiere (die
gleichfalls Hände und ein sehr feines Gefühl haben)
in der Absicht verliehen worden, b) damit sie dem
Drucke des fühlenden Fingers gelinde widerstehen,
und so das Gefühl selbst befördern helfen.

Sie sind hornartig, und haben überhaupt mit
dem Oberhäutchen eine große Aehnlichkeit; denn
auch unter dem Nagel liegt der Malpighische
Schleim, der in dem Mohren schwarz ist, und
unter diesem Schleime befindet sich erst die eigent-
liche Haut, welche mit der Beinhaut der letzten
Fingerglieder verwachsen ist. Alle diese Bestand-
theile der Nägel bestehen aus länglichten mit Fur-
chen durchzogenen Fasern; an dem hintern Rande
(der an den Händen mit einem halbmondförmigen
Einschnitt bezeichnet ist), sitzt der Nagel in einer
Furche der umgestülpten Haut fest, wächst bestän-
dig vorwärts, und wird fast jedes halbes Jahr
ganz von neuem ersetzt.

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[147/0163] In der flachen Hand, und an den Fingergliedern ist die Haut faltig, und unbehaart. Der Finger- spitzen, sowohl an Händen, als Füßen sind inwen- dig mit spiralförmigen, zierlichen Streifen gezeich- net, a) auswendig aber mit Nägeln besetzt. a) Greew in philosophical Transact. p. 159. §. 230. Diese schildförmigen Nägel a) sind nur Men- schen, und einigen Gattungen der Säugthiere (die gleichfalls Hände und ein sehr feines Gefühl haben) in der Absicht verliehen worden, b) damit sie dem Drucke des fühlenden Fingers gelinde widerstehen, und so das Gefühl selbst befördern helfen. Sie sind hornartig, und haben überhaupt mit dem Oberhäutchen eine große Aehnlichkeit; denn auch unter dem Nagel liegt der Malpighische Schleim, der in dem Mohren schwarz ist, und unter diesem Schleime befindet sich erst die eigent- liche Haut, welche mit der Beinhaut der letzten Fingerglieder verwachsen ist. Alle diese Bestand- theile der Nägel bestehen aus länglichten mit Fur- chen durchzogenen Fasern; an dem hintern Rande (der an den Händen mit einem halbmondförmigen Einschnitt bezeichnet ist), sitzt der Nagel in einer Furche der umgestülpten Haut fest, wächst bestän- dig vorwärts, und wird fast jedes halbes Jahr ganz von neuem ersetzt. a) Besonders die Affen, Papiones, und lemures, und die meisten Krecophiten; alle ihre Finger-

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Anfangsgründe der Physiologie. (Übers. Joseph Eyerel). 2. Aufl. Wien, 1795, S. 147. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_physiologie_1795/163>, abgerufen am 20.07.2019.