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Brehm, Alfred Edmund: Illustrirtes Thierleben. Bd. 2. Hildburghausen, 1865.

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Wiederkäuer.
mehr oder minder quergestreift. Die erste Paarung mit dem so fremdartigen Thiere zeigte also noch
jetzt ihren Einfluß.

Es unterliegt nach diesen Versuchen, welche wir doch noch als sehr anfängliche bezeichnen
müssen, gar keinem Zweifel mehr, daß alle Einhufer sich fruchtbar unter einander vermischen können,
und daß die erzeugten Blendlinge wiederum der Fortpflanzung fähig sind. Diese Thatsache ist ein
großer Gewinn für die Wissenschaft; denn sie stößt den Lehrsatz von den Einpaarlern, welcher zwi-
schen den Naturforschern und den Bibelgläubigen soviel Streit hervorgerufen, vollständig über den
Haufen. Wer nach solchen Beweisen noch an die Unumstößlichkeit des beliebten Lehrsatzes glauben
will: "Nur reine Arten können sich fruchtbar unter einander vermischen und Junge
erzeugen, welche wiederum fruchtbar sind",
mag es thun; der Naturforscher wird sich mit
einer durch das Gegentheil widerlegten Ansicht nicht mehr befreunden können.



Zwölfte Ordnung.
Wiederkäuer (Ruminantia).

Bereits in den einleitenden Worten habe ich das wichtigste Merkmal der Wiederkäuer, ihren
Magen, beschrieben; hier genügt deshalb eine kurze Schilderung der äußeren Gestalt und des
inneren Leibesbaues zur Kennzeichnung dieser Thiere.

Die Wiederkäuer oder Zweihufer sind weit verschiedene und doch auch wieder innig
vereinigte Säuger von außerordentlich schwankender Größe; denn sie umfassen Gestalten vom Riesen-
haften an bis zu dem Kleinen herab. Sie sind gehörnt oder ungehörnt, schöngestaltig oder plump
gebaut, anmuthig oder häßlich: -- kurz, eine wechselvolle Reihe von Formen und Gestalten tritt
uns in ihnen vor das Auge. Jm allgemeinen kann man folgende Merkmale angeben: der Hals ist
lang und sehr beweglich, der Kopf an der Stirn ansehnlich verbreitert und oft durch Hörner und Ge-
weihe, durch große, lebhafte, nicht selten ungewöhnlich schöne Augen und durch wohlgestaltete, auf-
gerichtete Ohren geziert; die Lippen sind beweglich, oft nackt, und fast immer schnurren- oder
borstenlos; der Schwanz erreicht nur selten die Ferse, sondern verkürzt sich in den meisten Fällen;
die Beine zeichnen sich durch Verlängerung der Mittelhand und des Mittelfußes aus; die Füße sind
zweizehig und häufig mit Afterklauen versehen. Ein kurzes, dichtes, enganliegendes und weiches
Haarkleid, welches sich an Hals und Kinn und Knien, auf dem Rücken und an der Schwanzspitze
zuweilen mähnenartig verlängert, deckt den Körper. Niemals ist es borstig, oft aber überaus
fein, wollig und kraus. Die Färbung ist so manchfaltig, als sie überhaupt sein kann. Sehr über-
einstimmend ist der Bau der Zähne und des Gerippes. Sechs bis acht Schneidezähne in der unteren
Kinnlade, keiner oder nur selten zwei in der oberen, kein oder nur ein Eckzahn in jedem Kiefer und
drei bis sechs Backzähne in der oberen, oder vier bis sechs Backzähne in der unteren bilden das Ge-
biß. Die Schneidezähne sind meist schaufelförmig und scharfschneidig, die der oberen Kinnlade haben
immer eine eckzahnartige Gestalt. Die Eckzähne sind kegelförmig und ragen nur bei wenigen aus
dem Munde hervor. Die Backzähne bestehen aus zwei Paaren halbmondförmiger Pfeiler, auf deren
Oberfläche Schmelzfalten sich erheben. Der Schädel ist gestreckt und nach der Schnauzenspitze hin
verschmälert; die Augenhöhlen sind durch eine vom Stirnbein und dem Jochbein gemeinschaftlich ge-
bildete Knochenbrücke von den Schläfengruben geschieden; die innere Schädelhöhle ist von geringem

Wiederkäuer.
mehr oder minder quergeſtreift. Die erſte Paarung mit dem ſo fremdartigen Thiere zeigte alſo noch
jetzt ihren Einfluß.

Es unterliegt nach dieſen Verſuchen, welche wir doch noch als ſehr anfängliche bezeichnen
müſſen, gar keinem Zweifel mehr, daß alle Einhufer ſich fruchtbar unter einander vermiſchen können,
und daß die erzeugten Blendlinge wiederum der Fortpflanzung fähig ſind. Dieſe Thatſache iſt ein
großer Gewinn für die Wiſſenſchaft; denn ſie ſtößt den Lehrſatz von den Einpaarlern, welcher zwi-
ſchen den Naturforſchern und den Bibelgläubigen ſoviel Streit hervorgerufen, vollſtändig über den
Haufen. Wer nach ſolchen Beweiſen noch an die Unumſtößlichkeit des beliebten Lehrſatzes glauben
will: „Nur reine Arten können ſich fruchtbar unter einander vermiſchen und Junge
erzeugen, welche wiederum fruchtbar ſind‟,
mag es thun; der Naturforſcher wird ſich mit
einer durch das Gegentheil widerlegten Anſicht nicht mehr befreunden können.



Zwölfte Ordnung.
Wiederkäuer (Ruminantia).

Bereits in den einleitenden Worten habe ich das wichtigſte Merkmal der Wiederkäuer, ihren
Magen, beſchrieben; hier genügt deshalb eine kurze Schilderung der äußeren Geſtalt und des
inneren Leibesbaues zur Kennzeichnung dieſer Thiere.

Die Wiederkäuer oder Zweihufer ſind weit verſchiedene und doch auch wieder innig
vereinigte Säuger von außerordentlich ſchwankender Größe; denn ſie umfaſſen Geſtalten vom Rieſen-
haften an bis zu dem Kleinen herab. Sie ſind gehörnt oder ungehörnt, ſchöngeſtaltig oder plump
gebaut, anmuthig oder häßlich: — kurz, eine wechſelvolle Reihe von Formen und Geſtalten tritt
uns in ihnen vor das Auge. Jm allgemeinen kann man folgende Merkmale angeben: der Hals iſt
lang und ſehr beweglich, der Kopf an der Stirn anſehnlich verbreitert und oft durch Hörner und Ge-
weihe, durch große, lebhafte, nicht ſelten ungewöhnlich ſchöne Augen und durch wohlgeſtaltete, auf-
gerichtete Ohren geziert; die Lippen ſind beweglich, oft nackt, und faſt immer ſchnurren- oder
borſtenlos; der Schwanz erreicht nur ſelten die Ferſe, ſondern verkürzt ſich in den meiſten Fällen;
die Beine zeichnen ſich durch Verlängerung der Mittelhand und des Mittelfußes aus; die Füße ſind
zweizehig und häufig mit Afterklauen verſehen. Ein kurzes, dichtes, enganliegendes und weiches
Haarkleid, welches ſich an Hals und Kinn und Knien, auf dem Rücken und an der Schwanzſpitze
zuweilen mähnenartig verlängert, deckt den Körper. Niemals iſt es borſtig, oft aber überaus
fein, wollig und kraus. Die Färbung iſt ſo manchfaltig, als ſie überhaupt ſein kann. Sehr über-
einſtimmend iſt der Bau der Zähne und des Gerippes. Sechs bis acht Schneidezähne in der unteren
Kinnlade, keiner oder nur ſelten zwei in der oberen, kein oder nur ein Eckzahn in jedem Kiefer und
drei bis ſechs Backzähne in der oberen, oder vier bis ſechs Backzähne in der unteren bilden das Ge-
biß. Die Schneidezähne ſind meiſt ſchaufelförmig und ſcharfſchneidig, die der oberen Kinnlade haben
immer eine eckzahnartige Geſtalt. Die Eckzähne ſind kegelförmig und ragen nur bei wenigen aus
dem Munde hervor. Die Backzähne beſtehen aus zwei Paaren halbmondförmiger Pfeiler, auf deren
Oberfläche Schmelzfalten ſich erheben. Der Schädel iſt geſtreckt und nach der Schnauzenſpitze hin
verſchmälert; die Augenhöhlen ſind durch eine vom Stirnbein und dem Jochbein gemeinſchaftlich ge-
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[380/0404] Wiederkäuer. mehr oder minder quergeſtreift. Die erſte Paarung mit dem ſo fremdartigen Thiere zeigte alſo noch jetzt ihren Einfluß. Es unterliegt nach dieſen Verſuchen, welche wir doch noch als ſehr anfängliche bezeichnen müſſen, gar keinem Zweifel mehr, daß alle Einhufer ſich fruchtbar unter einander vermiſchen können, und daß die erzeugten Blendlinge wiederum der Fortpflanzung fähig ſind. Dieſe Thatſache iſt ein großer Gewinn für die Wiſſenſchaft; denn ſie ſtößt den Lehrſatz von den Einpaarlern, welcher zwi- ſchen den Naturforſchern und den Bibelgläubigen ſoviel Streit hervorgerufen, vollſtändig über den Haufen. Wer nach ſolchen Beweiſen noch an die Unumſtößlichkeit des beliebten Lehrſatzes glauben will: „Nur reine Arten können ſich fruchtbar unter einander vermiſchen und Junge erzeugen, welche wiederum fruchtbar ſind‟, mag es thun; der Naturforſcher wird ſich mit einer durch das Gegentheil widerlegten Anſicht nicht mehr befreunden können. Zwölfte Ordnung. Wiederkäuer (Ruminantia). Bereits in den einleitenden Worten habe ich das wichtigſte Merkmal der Wiederkäuer, ihren Magen, beſchrieben; hier genügt deshalb eine kurze Schilderung der äußeren Geſtalt und des inneren Leibesbaues zur Kennzeichnung dieſer Thiere. Die Wiederkäuer oder Zweihufer ſind weit verſchiedene und doch auch wieder innig vereinigte Säuger von außerordentlich ſchwankender Größe; denn ſie umfaſſen Geſtalten vom Rieſen- haften an bis zu dem Kleinen herab. Sie ſind gehörnt oder ungehörnt, ſchöngeſtaltig oder plump gebaut, anmuthig oder häßlich: — kurz, eine wechſelvolle Reihe von Formen und Geſtalten tritt uns in ihnen vor das Auge. Jm allgemeinen kann man folgende Merkmale angeben: der Hals iſt lang und ſehr beweglich, der Kopf an der Stirn anſehnlich verbreitert und oft durch Hörner und Ge- weihe, durch große, lebhafte, nicht ſelten ungewöhnlich ſchöne Augen und durch wohlgeſtaltete, auf- gerichtete Ohren geziert; die Lippen ſind beweglich, oft nackt, und faſt immer ſchnurren- oder borſtenlos; der Schwanz erreicht nur ſelten die Ferſe, ſondern verkürzt ſich in den meiſten Fällen; die Beine zeichnen ſich durch Verlängerung der Mittelhand und des Mittelfußes aus; die Füße ſind zweizehig und häufig mit Afterklauen verſehen. Ein kurzes, dichtes, enganliegendes und weiches Haarkleid, welches ſich an Hals und Kinn und Knien, auf dem Rücken und an der Schwanzſpitze zuweilen mähnenartig verlängert, deckt den Körper. Niemals iſt es borſtig, oft aber überaus fein, wollig und kraus. Die Färbung iſt ſo manchfaltig, als ſie überhaupt ſein kann. Sehr über- einſtimmend iſt der Bau der Zähne und des Gerippes. Sechs bis acht Schneidezähne in der unteren Kinnlade, keiner oder nur ſelten zwei in der oberen, kein oder nur ein Eckzahn in jedem Kiefer und drei bis ſechs Backzähne in der oberen, oder vier bis ſechs Backzähne in der unteren bilden das Ge- biß. Die Schneidezähne ſind meiſt ſchaufelförmig und ſcharfſchneidig, die der oberen Kinnlade haben immer eine eckzahnartige Geſtalt. Die Eckzähne ſind kegelförmig und ragen nur bei wenigen aus dem Munde hervor. Die Backzähne beſtehen aus zwei Paaren halbmondförmiger Pfeiler, auf deren Oberfläche Schmelzfalten ſich erheben. Der Schädel iſt geſtreckt und nach der Schnauzenſpitze hin verſchmälert; die Augenhöhlen ſind durch eine vom Stirnbein und dem Jochbein gemeinſchaftlich ge- bildete Knochenbrücke von den Schläfengruben geſchieden; die innere Schädelhöhle iſt von geringem

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Zitationshilfe: Brehm, Alfred Edmund: Illustrirtes Thierleben. Bd. 2. Hildburghausen, 1865, S. 380. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/brehm_thierleben02_1865/404>, abgerufen am 22.05.2019.