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Bremscheid, Matthias von. Der christliche Mann in seinem Glauben und Leben. Mainz, 1901.

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Anstellung; wer seinem Gott nicht treu dient, dient
auch seinem Könige nicht treu."
Obgleich der betreffende
Jurist aus einer sehr angesehenen katholischen Familie
Amsterdams stammte, hat er unter dem Ministerium
Moddermann nie eine Anstellung erhalten.

Leider haben nicht immer alle Minister eine ähn-
liche Anschauung und ähnliche Grundsätze besessen und
leider erkennen noch zur Stunde viele Männer es nicht,
wie verderblich für die Männerwelt und alle gesell-
schaftlichen Verhältnisse es sein muß, wenn gerade die
Jünglinge und Männer sich dem Christenthum immer
mehr und mehr entfremden.

II.
Unser Glaube an Gott.

"Gott und genug!" sagt einer unserer sinnigen alten
Kernsprüche. "Weiß ich, wie Jemand zu Gott steht,
dann weiß ich Alles. Ich weiß, was er denkt, was er
will, ich weiß, was er werth ist, und das ist genug.
Wo Gott nicht haushält, da sichern tausend Riegel nicht.
Ist Gott im Schiff, dann führen es auch die Stürme
zum Hafen... Ob Bettler oder Fürst, ob Haus oder
Staat, ob Schule oder Heer, ob Kloster oder Gesellschaft,
für Alle und überall und immer gibt es nur eine
Bedingung des Gedeihens: Mit Gott den Anfang, mit

Anstellung; wer seinem Gott nicht treu dient, dient
auch seinem Könige nicht treu.“
Obgleich der betreffende
Jurist aus einer sehr angesehenen katholischen Familie
Amsterdams stammte, hat er unter dem Ministerium
Moddermann nie eine Anstellung erhalten.

Leider haben nicht immer alle Minister eine ähn-
liche Anschauung und ähnliche Grundsätze besessen und
leider erkennen noch zur Stunde viele Männer es nicht,
wie verderblich für die Männerwelt und alle gesell-
schaftlichen Verhältnisse es sein muß, wenn gerade die
Jünglinge und Männer sich dem Christenthum immer
mehr und mehr entfremden.

II.
Unser Glaube an Gott.

„Gott und genug!“ sagt einer unserer sinnigen alten
Kernsprüche. „Weiß ich, wie Jemand zu Gott steht,
dann weiß ich Alles. Ich weiß, was er denkt, was er
will, ich weiß, was er werth ist, und das ist genug.
Wo Gott nicht haushält, da sichern tausend Riegel nicht.
Ist Gott im Schiff, dann führen es auch die Stürme
zum Hafen... Ob Bettler oder Fürst, ob Haus oder
Staat, ob Schule oder Heer, ob Kloster oder Gesellschaft,
für Alle und überall und immer gibt es nur eine
Bedingung des Gedeihens: Mit Gott den Anfang, mit

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[28/0040] Anstellung; wer seinem Gott nicht treu dient, dient auch seinem Könige nicht treu.“ Obgleich der betreffende Jurist aus einer sehr angesehenen katholischen Familie Amsterdams stammte, hat er unter dem Ministerium Moddermann nie eine Anstellung erhalten. Leider haben nicht immer alle Minister eine ähn- liche Anschauung und ähnliche Grundsätze besessen und leider erkennen noch zur Stunde viele Männer es nicht, wie verderblich für die Männerwelt und alle gesell- schaftlichen Verhältnisse es sein muß, wenn gerade die Jünglinge und Männer sich dem Christenthum immer mehr und mehr entfremden. II. Unser Glaube an Gott. „Gott und genug!“ sagt einer unserer sinnigen alten Kernsprüche. „Weiß ich, wie Jemand zu Gott steht, dann weiß ich Alles. Ich weiß, was er denkt, was er will, ich weiß, was er werth ist, und das ist genug. Wo Gott nicht haushält, da sichern tausend Riegel nicht. Ist Gott im Schiff, dann führen es auch die Stürme zum Hafen... Ob Bettler oder Fürst, ob Haus oder Staat, ob Schule oder Heer, ob Kloster oder Gesellschaft, für Alle und überall und immer gibt es nur eine Bedingung des Gedeihens: Mit Gott den Anfang, mit

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Zitationshilfe: Bremscheid, Matthias von. Der christliche Mann in seinem Glauben und Leben. Mainz, 1901, S. 28. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bremscheid_mann_1901/40>, abgerufen am 27.05.2020.