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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bach
Schriftstellerin und als zweite Vor-
sitzende des "Bundes deutscher Schrift-
stellerinnen" entwickelte. Sie starb
nach längerem, schweren Leiden am
27. Mai 1905 im katholischen Kran-
kenhause in Berlin.

S:

Nationale
Gegensätze (R.), 1875. - Zerrissene
Fäden (R.), 1881. - Des Vaters
Schuld (R.), 1881. - Elfriede (R.),
1881. - Jm Hause des Senators (R.);
II, 1898. - Schwere Tage (N.), 1900.

Bach, Paul,

Pseud. für Rudolf
Baumbach;
s. d.!

Bach, Samuel,

Pseud. für Au-
gust Lauterbach;
s. d.!

*Bach-Gelpke, Marie Luise,


wurde am 26. Juni 1836 zu Bern als
die Tochter d. dortigen Universitäts-
professors Ernst Frdr. Gelpke (s. d.)
geb. Schon sehr frühe zeigte sie An-
lage u. Liebe zur Dichtkunst, doch die
Prosa des Lebens unterdrückte gar
bald diese Vorliebe. Jm Jn- u. Aus-
lande als Erzieherin und Lehrerin,
besonders für Sprachen und Musik,
tätig, verheiratete sie sich 1860, ohne
indes dem Lehrfache ganz untreu zu
werden. Nach dem Tode ihres Man-
nes (1871) kehrte sie aus dem preußi-
schen Hessen, wo sie ihren Wohnsitz
hatte, nach der Schweiz zurück und
gründete hier eine selbständige Schule.
Nach Versorgung ihrer Kinder über-
nahm sie eine Stelle als Übersetzerin
für eine amerikanische religiöse Zeit-
schrift u. benutzt seit 1883 ihre Muße-
stunden zu schriftstellerischen Arbeiten,
[d]ie indes fast sämtlich in Zeitschriften
[z]um Abdruck kamen. Sie lebte bis
[1]886 in Basel, seitdem in Bern.

S:


Julie Bondeli und Wieland (Dr.),
1884. 2. A. u. d. T.: Wieland und
Julie (Dr.), 1894. - Arsent (Dr.),
1894. - Novellen aus Künstlerkreisen
[u]nd harmlose Erzählungen a. d. Bun-
[d]esstadt, 1894. - Lady Kyme (Dr.),
[1]895. - Vorurteil, oder: Fortunas
[H]ilfe (Lsp. n. einer N. v. E. Köppel),
[1]900.

*Bacher, Eduard,

ursprünglich
[Spaltenumbruch]

Bach
Bachitsch geheißen, wurde am 7.
Juli 1879 in Pola geboren u. wuchs
hier unter der liebevollen Pflege sei-
ner Mutter heran, da der Vater früh
verstarb. Zwei Jahre nach dessen
Tode verheiratete sich die Mutter mit
dem Sparkassenbeamten Franz Ba-
cher, der dann später ihren Sohn
adoptierte, so daß dieser fortan den
Namen B. führte. Nachdem er in
Tulln a. d. Donau, wo der zweite
Vater ansässig war, die Volks- und
Bürgerschule besucht hatte, bestimmte
man ihn für das Lehrfach, worauf er
in das Landeslehrerseminar zu St.
Pölten eintrat. Aber schon nach einem
Jahre sattelte er um u. widmete sich
der kommerziellen Laufbahn. Nach
Absolvierung einer Wiener Handels-
schule trat er als Praktikant in ein
Bankhaus in Wien ein und verblieb
in demselben zehn Jahre. Dann ging
die Firma infolge schlechter Geschäfte
ein, u. B. verlor dadurch seine Stel-
lung. Nun wandte er sich der bis da-
hin nur in seinen Mußestunden be-
triebenen Schriftstellerei zu, die er
noch heute in Wien mit regem Eifer
pflegt.

S:

Frühlingsstürme (Ge.),
1904. - Sammlungen (Ge.), 1905. -
Die Geschichte seines Lebens (E.),
1905. - Aus dem Tagebuche zweier
Frauen (Sk.), 1905. - Feldblumen
(Ge.), 1906. - Die letzte Schrift (Rück-
blick in das Leben eines Vergessenen),
1906. - Abgebüßt. Der Spekulant
(2 Einakter), 1906. - Verbotene Liebe
(Dr. a. d. bürgerl. Leben), 1907. -
Ferdinand von Saar (Literar. Essay),
1907. - Bestimmung (En. und Nn.),
1908. - Zehn kleine Geschichten f. die
Jugend, 1908.

Bacher, Julius,

wurde am 8.
August 1810 zu Ragnit in Ostpreußen
geboren und studierte in Königsberg
Medizin, worauf er sich 1837 in Pobe-
then als praktischer Arzt niederließ.
Jm Jahre 1845 siedelte er nach Kö-
nigsberg über und gab seine Praxis
auf, um sich lediglich mit literarischen

* 7*


[Spaltenumbruch]

Bach
Schriftſtellerin und als zweite Vor-
ſitzende des „Bundes deutſcher Schrift-
ſtellerinnen“ entwickelte. Sie ſtarb
nach längerem, ſchweren Leiden am
27. Mai 1905 im katholiſchen Kran-
kenhauſe in Berlin.

S:

Nationale
Gegenſätze (R.), 1875. – Zerriſſene
Fäden (R.), 1881. – Des Vaters
Schuld (R.), 1881. – Elfriede (R.),
1881. – Jm Hauſe des Senators (R.);
II, 1898. – Schwere Tage (N.), 1900.

Bach, Paul,

Pſeud. für Rudolf
Baumbach;
ſ. d.!

Bach, Samuel,

Pſeud. für Au-
guſt Lauterbach;
ſ. d.!

*Bach-Gelpke, Marie Luiſe,


wurde am 26. Juni 1836 zu Bern als
die Tochter d. dortigen Univerſitäts-
profeſſors Ernſt Frdr. Gelpke (ſ. d.)
geb. Schon ſehr frühe zeigte ſie An-
lage u. Liebe zur Dichtkunſt, doch die
Proſa des Lebens unterdrückte gar
bald dieſe Vorliebe. Jm Jn- u. Aus-
lande als Erzieherin und Lehrerin,
beſonders für Sprachen und Muſik,
tätig, verheiratete ſie ſich 1860, ohne
indes dem Lehrfache ganz untreu zu
werden. Nach dem Tode ihres Man-
nes (1871) kehrte ſie aus dem preußi-
ſchen Heſſen, wo ſie ihren Wohnſitz
hatte, nach der Schweiz zurück und
gründete hier eine ſelbſtändige Schule.
Nach Verſorgung ihrer Kinder über-
nahm ſie eine Stelle als Überſetzerin
für eine amerikaniſche religiöſe Zeit-
ſchrift u. benutzt ſeit 1883 ihre Muße-
ſtunden zu ſchriftſtelleriſchen Arbeiten,
[d]ie indes faſt ſämtlich in Zeitſchriften
[z]um Abdruck kamen. Sie lebte bis
[1]886 in Baſel, ſeitdem in Bern.

S:


Julie Bondeli und Wieland (Dr.),
1884. 2. A. u. d. T.: Wieland und
Julie (Dr.), 1894. – Arſent (Dr.),
1894. – Novellen aus Künſtlerkreiſen
[u]nd harmloſe Erzählungen a. d. Bun-
[d]esſtadt, 1894. – Lady Kyme (Dr.),
[1]895. – Vorurteil, oder: Fortunas
[H]ilfe (Lſp. n. einer N. v. E. Köppel),
[1]900.

*Bacher, Eduard,

urſprünglich
[Spaltenumbruch]

Bach
Bachitſch geheißen, wurde am 7.
Juli 1879 in Pola geboren u. wuchs
hier unter der liebevollen Pflege ſei-
ner Mutter heran, da der Vater früh
verſtarb. Zwei Jahre nach deſſen
Tode verheiratete ſich die Mutter mit
dem Sparkaſſenbeamten Franz Ba-
cher, der dann ſpäter ihren Sohn
adoptierte, ſo daß dieſer fortan den
Namen B. führte. Nachdem er in
Tulln a. d. Donau, wo der zweite
Vater anſäſſig war, die Volks- und
Bürgerſchule beſucht hatte, beſtimmte
man ihn für das Lehrfach, worauf er
in das Landeslehrerſeminar zu St.
Pölten eintrat. Aber ſchon nach einem
Jahre ſattelte er um u. widmete ſich
der kommerziellen Laufbahn. Nach
Abſolvierung einer Wiener Handels-
ſchule trat er als Praktikant in ein
Bankhaus in Wien ein und verblieb
in demſelben zehn Jahre. Dann ging
die Firma infolge ſchlechter Geſchäfte
ein, u. B. verlor dadurch ſeine Stel-
lung. Nun wandte er ſich der bis da-
hin nur in ſeinen Mußeſtunden be-
triebenen Schriftſtellerei zu, die er
noch heute in Wien mit regem Eifer
pflegt.

S:

Frühlingsſtürme (Ge.),
1904. – Sammlungen (Ge.), 1905. –
Die Geſchichte ſeines Lebens (E.),
1905. – Aus dem Tagebuche zweier
Frauen (Sk.), 1905. – Feldblumen
(Ge.), 1906. – Die letzte Schrift (Rück-
blick in das Leben eines Vergeſſenen),
1906. – Abgebüßt. Der Spekulant
(2 Einakter), 1906. – Verbotene Liebe
(Dr. a. d. bürgerl. Leben), 1907. –
Ferdinand von Saar (Literar. Eſſay),
1907. – Beſtimmung (En. und Nn.),
1908. – Zehn kleine Geſchichten f. die
Jugend, 1908.

Bacher, Julius,

wurde am 8.
Auguſt 1810 zu Ragnit in Oſtpreußen
geboren und ſtudierte in Königsberg
Medizin, worauf er ſich 1837 in Pobe-
then als praktiſcher Arzt niederließ.
Jm Jahre 1845 ſiedelte er nach Kö-
nigsberg über und gab ſeine Praxis
auf, um ſich lediglich mit literariſchen

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 99. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/103>, abgerufen am 20.03.2019.