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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bal
(desgl.), 1898. - Die Königskrone
(desgl. zur 200 jähr. Feier der Errich-
tung der preuß. Monarchie), 1901. -
Die Leoniden (Festdichtung z. Jubi-
läum des Papstes), 1903. - Die Brücke
zum Ruhm (Hist. D.), 1903. - Sara-
brucca (Preisgekr. D.), 1903. - Beet-
hoven u. Schiller (G. zur Beethoven-
feier im Schiller-Jubiläumsjahre),
1905. - Dreißig Jahr' und mehr
Hohenzollern zur Ehr'! 1877-1907
(Vaterl. Ge.), 1907.

*Baltzer, Wilhelm Eduard,


pseud. Etlar Ling, * am 24. Oktbr.
1814 zu Hohenleine in der preußischen
Provinz Sachsen, wo sein Vater Pfar-
rer war, erhielt seine Vorbildung seit
1828 in Schulpforta und bezog 1834
die Universität Leipzig, wo er bis
1836 Philologie und Philosophie stu-
dierte, u. dann die Universität Halle,
wo er sich bis 1838 dem Studium d.
Theologie widmete. Nachdem er hier-
auf seinen alten Vater im Amte un-
terstützt hatte, auch einige Zeit Haus-
lehrer gewesen war, wurde er 1841
Diakonus und Hospitalprediger in
Delitzsch, wo er sechs Jahre tätig war.
Später wurde er fast gleichzeitig in
Halle und Nordhausen zum Prediger
gewählt; da er sich jedoch bei den
reformatorischen Bestrebungen der
"protestantischen Freunde" sehr stark
beteiligt hatte und wegen der Agende
mit dem Konsistorium in Streit ge-
raten war, wurde ihm beide Male
die Bestätigung versagt. Er legte
deshalb sein Amt in Delitzsch nieder
und gründete am 5. Januar 1847 zu
Nordhausen eine freie Gemeinde,
deren Sprecher er 35 Jahre war.
Fast ebenso lange gehörte er der
Stadtverordneten-Versammlung in
Nordhausen an und war viele Jahre
Vorsitzender derselben; auch war er
an der Gründung der "Nordhäuser
Zeitung" beteiligt. Jm Jahre 1848
wurde er Mitglied d. Vorparlaments
in Frankfurt und Mitglied der Ber-
liner Nationalversammlung, und als
[Spaltenumbruch]

Bam
sich 1859 die freireligiösen u. deutsch-
katholischen Gemeinden zu einem
"Bunde freireligiöser Gemeinden"
vereinigten, ward er zum Vorsitzenden
des Bundesvorstandes erwählt. Ende
1881 legte er aus Gesundheitsrück-
sichten sein Amt als Prediger nieder
und zog zu seinem Schwiegersohne
nach Durlach in Baden, wo er am 24.
Juni 1887 starb. Er war auch 1867
der Stifter des Vegetariervereins u.
leitete von 1868-85 die "Deutsche
Vegetarier-Zeitung".

S:

Aus dem
Evangelium (Wahrheit u. Dichtung),
1855. - Aus der Edda (Ge.), 1858. -
Aus meinem Leben (Ge.), 1886. - Lie-
der und Gesänge der freiprotestanti-
schen Gemeinde zu Nordhausen; hrsg.
4 Hefte 1847-50. - Liederbuch für
freireligiöse Gemeinden; hrsg. 1863.
- Palmenblätter (Ge. a. seinen Schrif-
ten zusammengestellt v. M. E. Schrö-
der), 1904. - Erinnerungen (Bilder
a. meinem Leben), 1907.

Baltzer, Friedrich,

älterer Bru-
der des vorigen, * 1801, war lange
Jahre protestantischer Prediger in
Zwochau (Provinz Sachsen), schloß
sich der Bewegung der "protestanti-
schen Freunde" an, wurde 1849 in
eine politische Untersuchung verwickelt
und verließ deshalb Deutschland. Er
hielt sich abwechselnd in der Schweiz,
in Jtalien und Belgien auf, kehrte
nach Erlaß der Amnestie nach Deutsch-
land zurück und lebte in Dresden.
Dort + er am 22. Jan. 1885.

S:

Aus
den Bergen (Lr.), Zürich o. J. - Trutz-
nachtigall (Lr. a. b. Heimat), 1881. -
Geharnischte Sonette gegen Papst u.
Papsttum, 1881.

*Baltzer, Jeannette,

geb. Wer-
ner,
wurde am 5. Febr. 1858 in Bad
Ems geboren und lebt, seit 1878 mit
dem Bauunternehmer und späteren
Dampfziegeleibesitzer Karl B. verhei-
ratet, in Weilburg a. d. Lahn.

S:


Harte Köpfe (Eine Gesch. a. d. Nas-
sauischen), 1904.- Heimatbilder, 1907.

*Bamberger, Georg,

geb. am

*


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Bal
(desgl.), 1898. – Die Königskrone
(desgl. zur 200 jähr. Feier der Errich-
tung der preuß. Monarchie), 1901. –
Die Leoniden (Feſtdichtung z. Jubi-
läum des Papſtes), 1903. – Die Brücke
zum Ruhm (Hiſt. D.), 1903. – Sara-
brucca (Preisgekr. D.), 1903. – Beet-
hoven u. Schiller (G. zur Beethoven-
feier im Schiller-Jubiläumsjahre),
1905. – Dreißig Jahr’ und mehr
Hohenzollern zur Ehr’! 1877–1907
(Vaterl. Ge.), 1907.

*Baltzer, Wilhelm Eduard,


pſeud. Etlar Ling, * am 24. Oktbr.
1814 zu Hohenleine in der preußiſchen
Provinz Sachſen, wo ſein Vater Pfar-
rer war, erhielt ſeine Vorbildung ſeit
1828 in Schulpforta und bezog 1834
die Univerſität Leipzig, wo er bis
1836 Philologie und Philoſophie ſtu-
dierte, u. dann die Univerſität Halle,
wo er ſich bis 1838 dem Studium d.
Theologie widmete. Nachdem er hier-
auf ſeinen alten Vater im Amte un-
terſtützt hatte, auch einige Zeit Haus-
lehrer geweſen war, wurde er 1841
Diakonus und Hoſpitalprediger in
Delitzſch, wo er ſechs Jahre tätig war.
Später wurde er faſt gleichzeitig in
Halle und Nordhauſen zum Prediger
gewählt; da er ſich jedoch bei den
reformatoriſchen Beſtrebungen der
„proteſtantiſchen Freunde“ ſehr ſtark
beteiligt hatte und wegen der Agende
mit dem Konſiſtorium in Streit ge-
raten war, wurde ihm beide Male
die Beſtätigung verſagt. Er legte
deshalb ſein Amt in Delitzſch nieder
und gründete am 5. Januar 1847 zu
Nordhauſen eine freie Gemeinde,
deren Sprecher er 35 Jahre war.
Faſt ebenſo lange gehörte er der
Stadtverordneten-Verſammlung in
Nordhauſen an und war viele Jahre
Vorſitzender derſelben; auch war er
an der Gründung der „Nordhäuſer
Zeitung“ beteiligt. Jm Jahre 1848
wurde er Mitglied d. Vorparlaments
in Frankfurt und Mitglied der Ber-
liner Nationalverſammlung, und als
[Spaltenumbruch]

Bam
ſich 1859 die freireligiöſen u. deutſch-
katholiſchen Gemeinden zu einem
„Bunde freireligiöſer Gemeinden“
vereinigten, ward er zum Vorſitzenden
des Bundesvorſtandes erwählt. Ende
1881 legte er aus Geſundheitsrück-
ſichten ſein Amt als Prediger nieder
und zog zu ſeinem Schwiegerſohne
nach Durlach in Baden, wo er am 24.
Juni 1887 ſtarb. Er war auch 1867
der Stifter des Vegetariervereins u.
leitete von 1868–85 die „Deutſche
Vegetarier-Zeitung“.

S:

Aus dem
Evangelium (Wahrheit u. Dichtung),
1855. – Aus der Edda (Ge.), 1858. –
Aus meinem Leben (Ge.), 1886. – Lie-
der und Geſänge der freiproteſtanti-
ſchen Gemeinde zu Nordhauſen; hrsg.
4 Hefte 1847–50. – Liederbuch für
freireligiöſe Gemeinden; hrsg. 1863.
– Palmenblätter (Ge. a. ſeinen Schrif-
ten zuſammengeſtellt v. M. E. Schrö-
der), 1904. – Erinnerungen (Bilder
a. meinem Leben), 1907.

Baltzer, Friedrich,

älterer Bru-
der des vorigen, * 1801, war lange
Jahre proteſtantiſcher Prediger in
Zwochau (Provinz Sachſen), ſchloß
ſich der Bewegung der „proteſtanti-
ſchen Freunde“ an, wurde 1849 in
eine politiſche Unterſuchung verwickelt
und verließ deshalb Deutſchland. Er
hielt ſich abwechſelnd in der Schweiz,
in Jtalien und Belgien auf, kehrte
nach Erlaß der Amneſtie nach Deutſch-
land zurück und lebte in Dresden.
Dort † er am 22. Jan. 1885.

S:

Aus
den Bergen (Lr.), Zürich o. J. – Trutz-
nachtigall (Lr. a. b. Heimat), 1881. –
Geharniſchte Sonette gegen Papſt u.
Papſttum, 1881.

*Baltzer, Jeannette,

geb. Wer-
ner,
wurde am 5. Febr. 1858 in Bad
Ems geboren und lebt, ſeit 1878 mit
dem Bauunternehmer und ſpäteren
Dampfziegeleibeſitzer Karl B. verhei-
ratet, in Weilburg a. d. Lahn.

S:


Harte Köpfe (Eine Geſch. a. d. Naſ-
ſauiſchen), 1904.– Heimatbilder, 1907.

*Bamberger, Georg,

geb. am

*
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[112/0116] Bal Bam (desgl.), 1898. – Die Königskrone (desgl. zur 200 jähr. Feier der Errich- tung der preuß. Monarchie), 1901. – Die Leoniden (Feſtdichtung z. Jubi- läum des Papſtes), 1903. – Die Brücke zum Ruhm (Hiſt. D.), 1903. – Sara- brucca (Preisgekr. D.), 1903. – Beet- hoven u. Schiller (G. zur Beethoven- feier im Schiller-Jubiläumsjahre), 1905. – Dreißig Jahr’ und mehr Hohenzollern zur Ehr’! 1877–1907 (Vaterl. Ge.), 1907. *Baltzer, Wilhelm Eduard, pſeud. Etlar Ling, * am 24. Oktbr. 1814 zu Hohenleine in der preußiſchen Provinz Sachſen, wo ſein Vater Pfar- rer war, erhielt ſeine Vorbildung ſeit 1828 in Schulpforta und bezog 1834 die Univerſität Leipzig, wo er bis 1836 Philologie und Philoſophie ſtu- dierte, u. dann die Univerſität Halle, wo er ſich bis 1838 dem Studium d. Theologie widmete. Nachdem er hier- auf ſeinen alten Vater im Amte un- terſtützt hatte, auch einige Zeit Haus- lehrer geweſen war, wurde er 1841 Diakonus und Hoſpitalprediger in Delitzſch, wo er ſechs Jahre tätig war. Später wurde er faſt gleichzeitig in Halle und Nordhauſen zum Prediger gewählt; da er ſich jedoch bei den reformatoriſchen Beſtrebungen der „proteſtantiſchen Freunde“ ſehr ſtark beteiligt hatte und wegen der Agende mit dem Konſiſtorium in Streit ge- raten war, wurde ihm beide Male die Beſtätigung verſagt. Er legte deshalb ſein Amt in Delitzſch nieder und gründete am 5. Januar 1847 zu Nordhauſen eine freie Gemeinde, deren Sprecher er 35 Jahre war. Faſt ebenſo lange gehörte er der Stadtverordneten-Verſammlung in Nordhauſen an und war viele Jahre Vorſitzender derſelben; auch war er an der Gründung der „Nordhäuſer Zeitung“ beteiligt. Jm Jahre 1848 wurde er Mitglied d. Vorparlaments in Frankfurt und Mitglied der Ber- liner Nationalverſammlung, und als ſich 1859 die freireligiöſen u. deutſch- katholiſchen Gemeinden zu einem „Bunde freireligiöſer Gemeinden“ vereinigten, ward er zum Vorſitzenden des Bundesvorſtandes erwählt. Ende 1881 legte er aus Geſundheitsrück- ſichten ſein Amt als Prediger nieder und zog zu ſeinem Schwiegerſohne nach Durlach in Baden, wo er am 24. Juni 1887 ſtarb. Er war auch 1867 der Stifter des Vegetariervereins u. leitete von 1868–85 die „Deutſche Vegetarier-Zeitung“. S: Aus dem Evangelium (Wahrheit u. Dichtung), 1855. – Aus der Edda (Ge.), 1858. – Aus meinem Leben (Ge.), 1886. – Lie- der und Geſänge der freiproteſtanti- ſchen Gemeinde zu Nordhauſen; hrsg. 4 Hefte 1847–50. – Liederbuch für freireligiöſe Gemeinden; hrsg. 1863. – Palmenblätter (Ge. a. ſeinen Schrif- ten zuſammengeſtellt v. M. E. Schrö- der), 1904. – Erinnerungen (Bilder a. meinem Leben), 1907. Baltzer, Friedrich, älterer Bru- der des vorigen, * 1801, war lange Jahre proteſtantiſcher Prediger in Zwochau (Provinz Sachſen), ſchloß ſich der Bewegung der „proteſtanti- ſchen Freunde“ an, wurde 1849 in eine politiſche Unterſuchung verwickelt und verließ deshalb Deutſchland. Er hielt ſich abwechſelnd in der Schweiz, in Jtalien und Belgien auf, kehrte nach Erlaß der Amneſtie nach Deutſch- land zurück und lebte in Dresden. Dort † er am 22. Jan. 1885. S: Aus den Bergen (Lr.), Zürich o. J. – Trutz- nachtigall (Lr. a. b. Heimat), 1881. – Geharniſchte Sonette gegen Papſt u. Papſttum, 1881. *Baltzer, Jeannette, geb. Wer- ner, wurde am 5. Febr. 1858 in Bad Ems geboren und lebt, ſeit 1878 mit dem Bauunternehmer und ſpäteren Dampfziegeleibeſitzer Karl B. verhei- ratet, in Weilburg a. d. Lahn. S: Harte Köpfe (Eine Geſch. a. d. Naſ- ſauiſchen), 1904.– Heimatbilder, 1907. *Bamberger, Georg, geb. am *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 112. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/116>, abgerufen am 23.03.2019.