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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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1863. - Alpenbilder (Schildergn. aus
Natur und Leben der Alpenwelt); II,
1863. 2. A. 1868. - Kritische Wan-
derungen in drei Kunstgebieten; II,
1865-66. (Jnhalt: Aus der deutschen
Bühnenwelt. - Dramatische Studien.
- Vom Literaturgeist unserer Tage.)
- Literarisches Bilderbuch (Populäre
Darstellung für alle Kreise); III, 1866.

*Band, Moriz,

geb. am 6. Oktbr.
1864 in Wien, absolvierte das Gym-
nasium daselbst und trat 1882 als
Sekretär in A. Hartlebens Verlag in
Wien ein, worin er bis 1888 verblieb
und sich literarisch zu betätigen be-
gann. Jn dieser Zeit schrieb er die
"Enzyklopädie des buchhändlerischen
Wissens" (1887) und den "Semme-
ring-Führer" (1888). Jm Jahre
1889 gab er, von nun ab freier Schrift-
steller, "Unsere Kunst in Wort und
Bild", 1890 das "Wiener Künstler-
Dekamerone" heraus und redigierte
eine Zeitlang das illustrierte Fami-
lienblatt "Die Residenz". Seit Grün-
dung von V. Chiavaccis illustrierten
"Wiener Bildern" war er leitender
Redakteur derselben, 1900 und 1901
Mitarbeiter am "Wiener Tagblatt",
seit 1902 an der "Wiener Sonn- und
Montagszeitung" und dem Witzblatt
"Wiener Karikaturen" und seit 1908
ist er Herausgeber und Redakteur der
Wochenschrift "Der Fremdenverkehr".

S:

Angiolina (R.), Wien o. J. - Rosl
(O.), 1888. - Der letzte Bombardier
(Lsp.), 1889. - Aus dem Pensionat
(Lsp.), 1889. - Die Hochzeitreise (O.),
1890. - Die Sphinx (O.), 1903. - Die
Eisjungfrau (O.), 1903. - Draga (R.),
1905.

*Band, Viktor,

geb. am 1. März
1861 in Rödgen bei Eilenburg (Pro-
vinz Sachsen), Sohn eines Lehrers,
der später nach Leipzig zog, besuchte
hier das Gymnasium u. die Univer-
sität und wurde dann Schriftsteller.
Seit 1884 lebt er als Schriftsteller
und Redakteur in Berlin.

S:

Ein
süßes Geheimnis (Lsp.), 1896. - Und
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Ban
sie erfährt es doch und andere Humo-
resken, 1899. - Der kritische Tag (Eine
lustige Gesch.), 1903. - Jhr erster Er-
folg und andere Geschichten, 1904. -
Jhr Paradies (Eine lustige Flitter-
wochen-Gesch.), 1907.

Bandlin, Johann Baptist,

* am
6. Mai 1801 zu Untervatz im Kanton
Graubünden, machte seine ersten
Studien unter Troxler in Luzern und
widmete sich hernach in Heidelberg
der Rechtswissenschaft. Danach war
er eine Zeitlang Advokat in Chur,
trat hierauf, nach Neigung u. Talent
offenbar fürs Schulfach bestimmt, als
Hilfslehrer in das nach Pestalozzis
System eingerichtete Jnstitut des Dr.
Niederer in Yverdon ein, dessen Nichte
er heiratete. Nach Niederers Tode
errichtete er ein eigenes Jnstitut in
Schoren bei Langenthal, das er spä-
ter nach dem Kloster Wettingen im
Aargau verlegte. Älter geworden,
kaufte er das Gütchen Sonnenberg
bei Zürich, wo er kurz aufeinander
seine Frau, zwei geistreiche Töchter
und zwei Söhne verlor. Vereinsamt
lebte er noch einige Zeit in Glarus,
dann in Grindelwald, wo er im Jahre
1871 starb.

S:

Fabeln (Zürich o. J.).
- Das Walten Gottes, in Parabeln
nachgewiesen, 1840. - Trennung und
Wiedersehen (Schsp. Ebd.). - Mimo-
sen (En. Schaffhausen o. J.). - Schön-
heiten und Schrecknisse der schweize-
rischen Alpenwelt (mit Jakob Vogel),
1868.

*Bandlow, Heinrich,

* am 14.
April 1855 zu Tribsees in Pomm., be-
suchte die dortige Bürgerschule, dann
das Seminar zu Franzburg, wurde
1875 Lehrer in Richtenberg, und 1877
in seiner Vaterstadt Tribsees u. 1908
Zeichenlehrer in Greifswald. Sein
Talent zum Schriftsteller wurde be-
sonders durch das Studium deutscher
u. englischer Meisterwerke, sowie durch
viele Reisen gefördert, die er für Be-
rufsgenossen arrangierte.

S:

Stra-
tenfegels (Humor. Geschn.), V, 1896

*


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Ban
1863. – Alpenbilder (Schildergn. aus
Natur und Leben der Alpenwelt); II,
1863. 2. A. 1868. – Kritiſche Wan-
derungen in drei Kunſtgebieten; II,
1865–66. (Jnhalt: Aus der deutſchen
Bühnenwelt. – Dramatiſche Studien.
– Vom Literaturgeiſt unſerer Tage.)
– Literariſches Bilderbuch (Populäre
Darſtellung für alle Kreiſe); III, 1866.

*Band, Moriz,

geb. am 6. Oktbr.
1864 in Wien, abſolvierte das Gym-
naſium daſelbſt und trat 1882 als
Sekretär in A. Hartlebens Verlag in
Wien ein, worin er bis 1888 verblieb
und ſich literariſch zu betätigen be-
gann. Jn dieſer Zeit ſchrieb er die
„Enzyklopädie des buchhändleriſchen
Wiſſens“ (1887) und den „Semme-
ring-Führer“ (1888). Jm Jahre
1889 gab er, von nun ab freier Schrift-
ſteller, „Unſere Kunſt in Wort und
Bild“, 1890 das „Wiener Künſtler-
Dekamerone“ heraus und redigierte
eine Zeitlang das illuſtrierte Fami-
lienblatt „Die Reſidenz“. Seit Grün-
dung von V. Chiavaccis illuſtrierten
„Wiener Bildern“ war er leitender
Redakteur derſelben, 1900 und 1901
Mitarbeiter am „Wiener Tagblatt“,
ſeit 1902 an der „Wiener Sonn- und
Montagszeitung“ und dem Witzblatt
„Wiener Karikaturen“ und ſeit 1908
iſt er Herausgeber und Redakteur der
Wochenſchrift „Der Fremdenverkehr“.

S:

Angiolina (R.), Wien o. J. – Roſl
(O.), 1888. – Der letzte Bombardier
(Lſp.), 1889. – Aus dem Penſionat
(Lſp.), 1889. – Die Hochzeitreiſe (O.),
1890. – Die Sphinx (O.), 1903. – Die
Eisjungfrau (O.), 1903. – Draga (R.),
1905.

*Band, Viktor,

geb. am 1. März
1861 in Rödgen bei Eilenburg (Pro-
vinz Sachſen), Sohn eines Lehrers,
der ſpäter nach Leipzig zog, beſuchte
hier das Gymnaſium u. die Univer-
ſität und wurde dann Schriftſteller.
Seit 1884 lebt er als Schriftſteller
und Redakteur in Berlin.

S:

Ein
ſüßes Geheimnis (Lſp.), 1896. – Und
[Spaltenumbruch]

Ban
ſie erfährt es doch und andere Humo-
resken, 1899. – Der kritiſche Tag (Eine
luſtige Geſch.), 1903. – Jhr erſter Er-
folg und andere Geſchichten, 1904. –
Jhr Paradies (Eine luſtige Flitter-
wochen-Geſch.), 1907.

Bandlin, Johann Baptiſt,

* am
6. Mai 1801 zu Untervatz im Kanton
Graubünden, machte ſeine erſten
Studien unter Troxler in Luzern und
widmete ſich hernach in Heidelberg
der Rechtswiſſenſchaft. Danach war
er eine Zeitlang Advokat in Chur,
trat hierauf, nach Neigung u. Talent
offenbar fürs Schulfach beſtimmt, als
Hilfslehrer in das nach Peſtalozzis
Syſtem eingerichtete Jnſtitut des Dr.
Niederer in Yverdon ein, deſſen Nichte
er heiratete. Nach Niederers Tode
errichtete er ein eigenes Jnſtitut in
Schoren bei Langenthal, das er ſpä-
ter nach dem Kloſter Wettingen im
Aargau verlegte. Älter geworden,
kaufte er das Gütchen Sonnenberg
bei Zürich, wo er kurz aufeinander
ſeine Frau, zwei geiſtreiche Töchter
und zwei Söhne verlor. Vereinſamt
lebte er noch einige Zeit in Glarus,
dann in Grindelwald, wo er im Jahre
1871 ſtarb.

S:

Fabeln (Zürich o. J.).
– Das Walten Gottes, in Parabeln
nachgewieſen, 1840. – Trennung und
Wiederſehen (Schſp. Ebd.). – Mimo-
ſen (En. Schaffhauſen o. J.). – Schön-
heiten und Schreckniſſe der ſchweize-
riſchen Alpenwelt (mit Jakob Vogel),
1868.

*Bandlow, Heinrich,

* am 14.
April 1855 zu Tribſees in Pomm., be-
ſuchte die dortige Bürgerſchule, dann
das Seminar zu Franzburg, wurde
1875 Lehrer in Richtenberg, und 1877
in ſeiner Vaterſtadt Tribſees u. 1908
Zeichenlehrer in Greifswald. Sein
Talent zum Schriftſteller wurde be-
ſonders durch das Studium deutſcher
u. engliſcher Meiſterwerke, ſowie durch
viele Reiſen gefördert, die er für Be-
rufsgenoſſen arrangierte.

S:

Stra-
tenfegels (Humor. Geſchn.), V, 1896

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[114/0118] Ban Ban 1863. – Alpenbilder (Schildergn. aus Natur und Leben der Alpenwelt); II, 1863. 2. A. 1868. – Kritiſche Wan- derungen in drei Kunſtgebieten; II, 1865–66. (Jnhalt: Aus der deutſchen Bühnenwelt. – Dramatiſche Studien. – Vom Literaturgeiſt unſerer Tage.) – Literariſches Bilderbuch (Populäre Darſtellung für alle Kreiſe); III, 1866. *Band, Moriz, geb. am 6. Oktbr. 1864 in Wien, abſolvierte das Gym- naſium daſelbſt und trat 1882 als Sekretär in A. Hartlebens Verlag in Wien ein, worin er bis 1888 verblieb und ſich literariſch zu betätigen be- gann. Jn dieſer Zeit ſchrieb er die „Enzyklopädie des buchhändleriſchen Wiſſens“ (1887) und den „Semme- ring-Führer“ (1888). Jm Jahre 1889 gab er, von nun ab freier Schrift- ſteller, „Unſere Kunſt in Wort und Bild“, 1890 das „Wiener Künſtler- Dekamerone“ heraus und redigierte eine Zeitlang das illuſtrierte Fami- lienblatt „Die Reſidenz“. Seit Grün- dung von V. Chiavaccis illuſtrierten „Wiener Bildern“ war er leitender Redakteur derſelben, 1900 und 1901 Mitarbeiter am „Wiener Tagblatt“, ſeit 1902 an der „Wiener Sonn- und Montagszeitung“ und dem Witzblatt „Wiener Karikaturen“ und ſeit 1908 iſt er Herausgeber und Redakteur der Wochenſchrift „Der Fremdenverkehr“. S: Angiolina (R.), Wien o. J. – Roſl (O.), 1888. – Der letzte Bombardier (Lſp.), 1889. – Aus dem Penſionat (Lſp.), 1889. – Die Hochzeitreiſe (O.), 1890. – Die Sphinx (O.), 1903. – Die Eisjungfrau (O.), 1903. – Draga (R.), 1905. *Band, Viktor, geb. am 1. März 1861 in Rödgen bei Eilenburg (Pro- vinz Sachſen), Sohn eines Lehrers, der ſpäter nach Leipzig zog, beſuchte hier das Gymnaſium u. die Univer- ſität und wurde dann Schriftſteller. Seit 1884 lebt er als Schriftſteller und Redakteur in Berlin. S: Ein ſüßes Geheimnis (Lſp.), 1896. – Und ſie erfährt es doch und andere Humo- resken, 1899. – Der kritiſche Tag (Eine luſtige Geſch.), 1903. – Jhr erſter Er- folg und andere Geſchichten, 1904. – Jhr Paradies (Eine luſtige Flitter- wochen-Geſch.), 1907. Bandlin, Johann Baptiſt, * am 6. Mai 1801 zu Untervatz im Kanton Graubünden, machte ſeine erſten Studien unter Troxler in Luzern und widmete ſich hernach in Heidelberg der Rechtswiſſenſchaft. Danach war er eine Zeitlang Advokat in Chur, trat hierauf, nach Neigung u. Talent offenbar fürs Schulfach beſtimmt, als Hilfslehrer in das nach Peſtalozzis Syſtem eingerichtete Jnſtitut des Dr. Niederer in Yverdon ein, deſſen Nichte er heiratete. Nach Niederers Tode errichtete er ein eigenes Jnſtitut in Schoren bei Langenthal, das er ſpä- ter nach dem Kloſter Wettingen im Aargau verlegte. Älter geworden, kaufte er das Gütchen Sonnenberg bei Zürich, wo er kurz aufeinander ſeine Frau, zwei geiſtreiche Töchter und zwei Söhne verlor. Vereinſamt lebte er noch einige Zeit in Glarus, dann in Grindelwald, wo er im Jahre 1871 ſtarb. S: Fabeln (Zürich o. J.). – Das Walten Gottes, in Parabeln nachgewieſen, 1840. – Trennung und Wiederſehen (Schſp. Ebd.). – Mimo- ſen (En. Schaffhauſen o. J.). – Schön- heiten und Schreckniſſe der ſchweize- riſchen Alpenwelt (mit Jakob Vogel), 1868. *Bandlow, Heinrich, * am 14. April 1855 zu Tribſees in Pomm., be- ſuchte die dortige Bürgerſchule, dann das Seminar zu Franzburg, wurde 1875 Lehrer in Richtenberg, und 1877 in ſeiner Vaterſtadt Tribſees u. 1908 Zeichenlehrer in Greifswald. Sein Talent zum Schriftſteller wurde be- ſonders durch das Studium deutſcher u. engliſcher Meiſterwerke, ſowie durch viele Reiſen gefördert, die er für Be- rufsgenoſſen arrangierte. S: Stra- tenfegels (Humor. Geſchn.), V, 1896 *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 114. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/118>, abgerufen am 20.03.2019.