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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bau
senschaften und privatisiert seitdem
als Lehrer. Jetzt lebt er seit längerer
Zeit zu Schlock bei Riga in Livland.

S:

Gedichte, 1849. - Gedichte, 1854,
1870. - Neue Gedichte, 1876.

*Baumbach, Nicolai,

Bruder
des vorigen, wurde am 27. Juli 1831
zu Schrunden in Kurland geboren,
besuchte die Gymnasien zu Mitau u.
Libau u. studierte seit 1852 in Dor-
pat Medizin. Nachdem er 1858 zum
Doktor promoviert, praktizierte er
als Arzt in Kurland und in den
Bergwerken des Ural, besuchte von
1860-62 verschiedene Universitäten
Deutschlands, war dann wieder Pri-
vatarzt in Kurland u. trat 1865 als
Marinearzt in die russische Flotte.
Als solcher bereiste er das Amurge-
biet, China, Japan, Südamerika, die
Küstenländer u. Jnseln Afrikas, be-
suchte von 1873-75 abermals ver-
schiedene Universitäten Deutschlands
und Österreichs, wurde 1877 Arzt am
Marinespital in Kronstadt und 1881
Marinearzt und Wirkl. Staatsrat in
Petersburg. Gegenwärtig (1895) lebt
er als Wirkl. Staatsrat und Ordi-
nator am Militär-Marine-Hospital
in Kronstadt.

S:

Gedichte, 1859. -
Nordische Melodien (Ge.), 1883.

Baumbach, Felix,

geb. am 6. März
1876 in Duisburg (Rheinland), lebt
(1903) als badischer Hofschauspieler
in Karlsruhe.

S:

Siegende Kraft (3
Einakter), 1902. - Pantalones alte
Leiden (Kom. Operndichtung), 1903.
- Neue Wege (Dr. a. d. Ärztestand),
1908.

Baumbach, Klara,

Pseudon. für
Klara Behrend; s. d.!

Baumbach, Rudolf,

pseudon.
Paul Bach, wurde (nach seiner
eigenen Angabe) am 28. Septbr. 1840
zu Kranichfeld a. d. Jlm im Herzog-
tum Sachsen-Meiningen als der Sohn
eines angesehenen Arztes geboren,
der bald darauf nach Meiningen zog
u. hier als herzogl. Hofmedikus 1846
ein Opfer seines Berufes ward. Der
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Bau
Sohn besuchte 1850-60 das Gymna-
sium in Meiningen, studierte darauf
in Leipzig, Würzburg und Heidelberg
Naturwissenschaften, erwarb sich 1864
in der letztgenannten Stadt die Würde
eines Dr. phil. und setzte dann noch
seine Studien in Freiburg i. Br. und
in Wien fort. Sein Plan, sich an
einer Universität zu habilitieren,
scheiterte an dem Verlust seines klei-
nen Vermögens, und so wirkte er als
Hauslehrer und Lehrer an verschie-
denen Lehranstalten in Graz und
Brünn, bis er 1868 als Erzieher in
die Familie des reichen Kaufmanns
Afendulis nach Görz kam, mit der er
nach kurzem Aufenthalte in Pisa 1870
nach Triest übersiedelte, wo er noch
mehrere Jahre (bis 1878) als Pri-
vatlehrer wirkte und zuletzt als un-
abhängiger Schriftsteller lebte. Jm
J. 1885 kehrte er nach Meiningen zu-
rück, wo ihm sein Herzog 1888 den
Titel eines Hofrats verlieh. Seit
1900 gelähmt und an den Fahrstuhl
gefesselt, starb er in Meiningen am
21. Septbr. 1905. Eine bescheidene,
liebenswürdige Natur, wäre er viel-
leicht nie in die Öffentlichkeit getre-
ten, wenn er nicht als Mitglied der
Sektion "Küstenland" des deutsch-
österreichischen Alpenvereins von sei-
nen Freunden gedrängt worden wäre,
zu einer von der Sektion veranstal-
teten Sammlung humoristischer Ge-
dichte usw. unter dem Titel "Enzian,
ein Gaudeamus für Bergsteiger" (3
Bdchn.) Beiträge zu liefern.

S:

Zla-
torog (Eine Alpensage), 1877. 70. T.
1903. - Lieder eines fahrenden Ge-
sellen, 1878, und: Neue Lieder eines
fahrenden Gesellen, 1880; beide ver-
einigt, 42. T. 1903. - Horand und
Hilde (G.), 1879. 13. T. 1902. - Frau
Holde (G.), 1880. 44. T. 1904. -
Sommermärchen, 1881. 37. T. 1904.
- Spielmannslieder, 1882. 26. T.
1902. - Mein Frühjahr (Gesamm.
Ge. aus "Enzian"), 1882. 17. T. 1901.
- Von der Landstraße (Lr.), 1882.

*


[Spaltenumbruch]

Bau
ſenſchaften und privatiſiert ſeitdem
als Lehrer. Jetzt lebt er ſeit längerer
Zeit zu Schlock bei Riga in Livland.

S:

Gedichte, 1849. – Gedichte, 1854,
1870. – Neue Gedichte, 1876.

*Baumbach, Nicolai,

Bruder
des vorigen, wurde am 27. Juli 1831
zu Schrunden in Kurland geboren,
beſuchte die Gymnaſien zu Mitau u.
Libau u. ſtudierte ſeit 1852 in Dor-
pat Medizin. Nachdem er 1858 zum
Doktor promoviert, praktizierte er
als Arzt in Kurland und in den
Bergwerken des Ural, beſuchte von
1860–62 verſchiedene Univerſitäten
Deutſchlands, war dann wieder Pri-
vatarzt in Kurland u. trat 1865 als
Marinearzt in die ruſſiſche Flotte.
Als ſolcher bereiſte er das Amurge-
biet, China, Japan, Südamerika, die
Küſtenländer u. Jnſeln Afrikas, be-
ſuchte von 1873–75 abermals ver-
ſchiedene Univerſitäten Deutſchlands
und Öſterreichs, wurde 1877 Arzt am
Marineſpital in Kronſtadt und 1881
Marinearzt und Wirkl. Staatsrat in
Petersburg. Gegenwärtig (1895) lebt
er als Wirkl. Staatsrat und Ordi-
nator am Militär-Marine-Hoſpital
in Kronſtadt.

S:

Gedichte, 1859. –
Nordiſche Melodien (Ge.), 1883.

Baumbach, Felix,

geb. am 6. März
1876 in Duisburg (Rheinland), lebt
(1903) als badiſcher Hofſchauſpieler
in Karlsruhe.

S:

Siegende Kraft (3
Einakter), 1902. – Pantalones alte
Leiden (Kom. Operndichtung), 1903.
– Neue Wege (Dr. a. d. Ärzteſtand),
1908.

Baumbach, Klara,

Pſeudon. für
Klara Behrend; ſ. d.!

Baumbach, Rudolf,

pſeudon.
Paul Bach, wurde (nach ſeiner
eigenen Angabe) am 28. Septbr. 1840
zu Kranichfeld a. d. Jlm im Herzog-
tum Sachſen-Meiningen als der Sohn
eines angeſehenen Arztes geboren,
der bald darauf nach Meiningen zog
u. hier als herzogl. Hofmedikus 1846
ein Opfer ſeines Berufes ward. Der
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Bau
Sohn beſuchte 1850–60 das Gymna-
ſium in Meiningen, ſtudierte darauf
in Leipzig, Würzburg und Heidelberg
Naturwiſſenſchaften, erwarb ſich 1864
in der letztgenannten Stadt die Würde
eines Dr. phil. und ſetzte dann noch
ſeine Studien in Freiburg i. Br. und
in Wien fort. Sein Plan, ſich an
einer Univerſität zu habilitieren,
ſcheiterte an dem Verluſt ſeines klei-
nen Vermögens, und ſo wirkte er als
Hauslehrer und Lehrer an verſchie-
denen Lehranſtalten in Graz und
Brünn, bis er 1868 als Erzieher in
die Familie des reichen Kaufmanns
Afendulis nach Görz kam, mit der er
nach kurzem Aufenthalte in Piſa 1870
nach Trieſt überſiedelte, wo er noch
mehrere Jahre (bis 1878) als Pri-
vatlehrer wirkte und zuletzt als un-
abhängiger Schriftſteller lebte. Jm
J. 1885 kehrte er nach Meiningen zu-
rück, wo ihm ſein Herzog 1888 den
Titel eines Hofrats verlieh. Seit
1900 gelähmt und an den Fahrſtuhl
gefeſſelt, ſtarb er in Meiningen am
21. Septbr. 1905. Eine beſcheidene,
liebenswürdige Natur, wäre er viel-
leicht nie in die Öffentlichkeit getre-
ten, wenn er nicht als Mitglied der
Sektion „Küſtenland“ des deutſch-
öſterreichiſchen Alpenvereins von ſei-
nen Freunden gedrängt worden wäre,
zu einer von der Sektion veranſtal-
teten Sammlung humoriſtiſcher Ge-
dichte uſw. unter dem Titel „Enzian,
ein Gaudeamus für Bergſteiger“ (3
Bdchn.) Beiträge zu liefern.

S:

Zla-
torog (Eine Alpenſage), 1877. 70. T.
1903. – Lieder eines fahrenden Ge-
ſellen, 1878, und: Neue Lieder eines
fahrenden Geſellen, 1880; beide ver-
einigt, 42. T. 1903. – Horand und
Hilde (G.), 1879. 13. T. 1902. – Frau
Holde (G.), 1880. 44. T. 1904. –
Sommermärchen, 1881. 37. T. 1904.
– Spielmannslieder, 1882. 26. T.
1902. – Mein Frühjahr (Geſamm.
Ge. aus „Enzian“), 1882. 17. T. 1901.
– Von der Landſtraße (Lr.), 1882.

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[146/0150] Bau Bau ſenſchaften und privatiſiert ſeitdem als Lehrer. Jetzt lebt er ſeit längerer Zeit zu Schlock bei Riga in Livland. S: Gedichte, 1849. – Gedichte, 1854, 1870. – Neue Gedichte, 1876. *Baumbach, Nicolai, Bruder des vorigen, wurde am 27. Juli 1831 zu Schrunden in Kurland geboren, beſuchte die Gymnaſien zu Mitau u. Libau u. ſtudierte ſeit 1852 in Dor- pat Medizin. Nachdem er 1858 zum Doktor promoviert, praktizierte er als Arzt in Kurland und in den Bergwerken des Ural, beſuchte von 1860–62 verſchiedene Univerſitäten Deutſchlands, war dann wieder Pri- vatarzt in Kurland u. trat 1865 als Marinearzt in die ruſſiſche Flotte. Als ſolcher bereiſte er das Amurge- biet, China, Japan, Südamerika, die Küſtenländer u. Jnſeln Afrikas, be- ſuchte von 1873–75 abermals ver- ſchiedene Univerſitäten Deutſchlands und Öſterreichs, wurde 1877 Arzt am Marineſpital in Kronſtadt und 1881 Marinearzt und Wirkl. Staatsrat in Petersburg. Gegenwärtig (1895) lebt er als Wirkl. Staatsrat und Ordi- nator am Militär-Marine-Hoſpital in Kronſtadt. S: Gedichte, 1859. – Nordiſche Melodien (Ge.), 1883. Baumbach, Felix, geb. am 6. März 1876 in Duisburg (Rheinland), lebt (1903) als badiſcher Hofſchauſpieler in Karlsruhe. S: Siegende Kraft (3 Einakter), 1902. – Pantalones alte Leiden (Kom. Operndichtung), 1903. – Neue Wege (Dr. a. d. Ärzteſtand), 1908. Baumbach, Klara, Pſeudon. für Klara Behrend; ſ. d.! Baumbach, Rudolf, pſeudon. Paul Bach, wurde (nach ſeiner eigenen Angabe) am 28. Septbr. 1840 zu Kranichfeld a. d. Jlm im Herzog- tum Sachſen-Meiningen als der Sohn eines angeſehenen Arztes geboren, der bald darauf nach Meiningen zog u. hier als herzogl. Hofmedikus 1846 ein Opfer ſeines Berufes ward. Der Sohn beſuchte 1850–60 das Gymna- ſium in Meiningen, ſtudierte darauf in Leipzig, Würzburg und Heidelberg Naturwiſſenſchaften, erwarb ſich 1864 in der letztgenannten Stadt die Würde eines Dr. phil. und ſetzte dann noch ſeine Studien in Freiburg i. Br. und in Wien fort. Sein Plan, ſich an einer Univerſität zu habilitieren, ſcheiterte an dem Verluſt ſeines klei- nen Vermögens, und ſo wirkte er als Hauslehrer und Lehrer an verſchie- denen Lehranſtalten in Graz und Brünn, bis er 1868 als Erzieher in die Familie des reichen Kaufmanns Afendulis nach Görz kam, mit der er nach kurzem Aufenthalte in Piſa 1870 nach Trieſt überſiedelte, wo er noch mehrere Jahre (bis 1878) als Pri- vatlehrer wirkte und zuletzt als un- abhängiger Schriftſteller lebte. Jm J. 1885 kehrte er nach Meiningen zu- rück, wo ihm ſein Herzog 1888 den Titel eines Hofrats verlieh. Seit 1900 gelähmt und an den Fahrſtuhl gefeſſelt, ſtarb er in Meiningen am 21. Septbr. 1905. Eine beſcheidene, liebenswürdige Natur, wäre er viel- leicht nie in die Öffentlichkeit getre- ten, wenn er nicht als Mitglied der Sektion „Küſtenland“ des deutſch- öſterreichiſchen Alpenvereins von ſei- nen Freunden gedrängt worden wäre, zu einer von der Sektion veranſtal- teten Sammlung humoriſtiſcher Ge- dichte uſw. unter dem Titel „Enzian, ein Gaudeamus für Bergſteiger“ (3 Bdchn.) Beiträge zu liefern. S: Zla- torog (Eine Alpenſage), 1877. 70. T. 1903. – Lieder eines fahrenden Ge- ſellen, 1878, und: Neue Lieder eines fahrenden Geſellen, 1880; beide ver- einigt, 42. T. 1903. – Horand und Hilde (G.), 1879. 13. T. 1902. – Frau Holde (G.), 1880. 44. T. 1904. – Sommermärchen, 1881. 37. T. 1904. – Spielmannslieder, 1882. 26. T. 1902. – Mein Frühjahr (Geſamm. Ge. aus „Enzian“), 1882. 17. T. 1901. – Von der Landſtraße (Lr.), 1882. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 146. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/150>, abgerufen am 13.11.2018.