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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Beck
kürzester Zeit, ohne daß indes eine je
wirklich populär geworden wäre. B.
verfolgte den höheren Justizdienst
nicht, sondern trat beim Friedens-
gerichte in Köln als Aktuar ein. Ein
schwerer Blutsturz (Februar 1845)
brachte in ihm die Lungenschwind-
sucht zur raschen Entwicklung. Er
starb zu Hunshoven bei seiner Stief-
schwester am 28. August 1845.

S:

Der
deutsche Rhein (Mit Randzeichnungen
von Neureuther), 1841. - Gedichte,
1841.

Becker, Theodor,

pseudon. Th.
Bergfreund, geb. am 21. Oktbr.
1865 in Dillingen a. d. Donau, lebt
daselbst als Kaufmann.

S:

Der
Bärenhäuter (Dram. M.), 1905.

Becker, Wilhelm,

geb. am 17. Nov.
1853 in Warschau von deutschen
Eltern, kam infolge der Ausweisung
seiner Familie aus Rußland 1855
nach Hamburg u. blieb dort bis 1873.
Als Schüler des Altonaer Gymna-
siums begleitete er im Frühjahr 1871
einen Lazarettzug, welcher kranke u.
verwundete Krieger aus Frankreich
nach Deutschland brachte. Nachdem
er 1873-76 in Halle und Tübingen
Theologie studiert und in Stuttgart
seiner Militärpflicht genügt hatte, trat
er im Oktober 1877 in den württem-
bergischen Kirchendienst, wurde 1879
Pfarrer zu Dachtel bei Calw, über-
nahm im Oktober 1884 ein von der
Londoner Judenmissionsgesellschaft
gegründetes Missionsamt in Breslau
und wirkte seit 1891 im Dienst der-
selben Gesellschaft als Nachfolger von
Paulus Cassel in Berlin, bis er 1901
nach Wien übersiedelte. Seit 1885
redigiert er das Monatsblatt "Dibre
Emeth" und seit 1893 das Viertel-
jahrsblatt "Timotheus". Außer vie-
len theologischen Schriften veröffent-
lichte er

S:

Der Himmelsschlüssel
(Ge.), 1891.

Becker(-Altenbruch), Wilhelm,


geb. am 31. Juli 1870 in Altenbruch
a. d. Elbe (Provinz Hannover), kam
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Beck
in seinem 16. Jahre in ein großes
Exporthaus nach Berlin, um hier die
Handlung zu erlernen. Ein reger Ver-
kehr in literarischen Kreisen führte ihn
der Schriftstellerei zu, u. war er bald
für verschiedene Zeitschriften tätig.
Jm Oktober 1895 gründete er die
Zeitschrift "Deutsche Vereins- und
Familienwelt", die bald so gut ein-
schlug, daß er seinen kaufmännischen
Beruf aufgab u. sich ganz der Schrift-
stellerei widmete.

S:

Psychodrama-
tische Vortrags-Dichtungen, 1895. -
Gedichte, 1899.

Beckh, Wilhelm,

geb. am 17. Aug.
1836 in Nürnberg, Dr. med., Hofrat
und Oberarzt am städtischen Kranken-
hause daselbst, ist seit 1886 auch Vor-
sitzender des dortigen pegnesischen
Blumenordens.

S:

Jn ernster Zeit
(Ge.), 1886. - Gedichte (mit e. Vorw.
von Heinrich Oertel), 1906.

Beckmann, Friedrich Heinrich
Wilhelm,

geb. am 12. August 1820 in
Hamburg, besuchte die dortige St.
Katharinen-Kirchenschule u. widmete
sich dann dem Handelsstande. Seit
1839 lebt er als Assekuranzbeamter
in Hamburg.

S:

Spaziergänge auf
dem Felde der Reimkunst (Ge.), 1861.
Neue Ausgabe 1884.

*Beckmann, Johanna,

wurde am
3. Mai 1868 zu Brüssow in der Uker-
mark (Brandenburg) als die Tochter
eines Gutsbesitzers geboren und ver-
lebte später einen Teil ihrer Kindheit
in Stargard (Mecklenburg). Mit
einem großen Talent für Zeichnen u.
Malen ausgestattet, besuchte sie vom
1. April 1886 ab das königl. Kunst-
gewerbe-Museum in Berlin, vom Ok-
tober 1886 bis Juli 1887 die königl.
Kunstschule, von 1887-89 die Zeichen-
schule des Lettevereins unter Prof.
Hoffacker und legte hier auch das
Examen als Zeichenlehrerin ab. Dann
unterrichtete sie vertretungsweise ein
Jahr lang an der Kunstgewerbeschule
in Stettin, arbeitete vom Herbst 1890
bis Juli 1891 unter Prof. Döpler im

* 11*


[Spaltenumbruch]

Beck
kürzeſter Zeit, ohne daß indes eine je
wirklich populär geworden wäre. B.
verfolgte den höheren Juſtizdienſt
nicht, ſondern trat beim Friedens-
gerichte in Köln als Aktuar ein. Ein
ſchwerer Blutſturz (Februar 1845)
brachte in ihm die Lungenſchwind-
ſucht zur raſchen Entwicklung. Er
ſtarb zu Hunshoven bei ſeiner Stief-
ſchweſter am 28. Auguſt 1845.

S:

Der
deutſche Rhein (Mit Randzeichnungen
von Neureuther), 1841. – Gedichte,
1841.

Becker, Theodor,

pſeudon. Th.
Bergfreund, geb. am 21. Oktbr.
1865 in Dillingen a. d. Donau, lebt
daſelbſt als Kaufmann.

S:

Der
Bärenhäuter (Dram. M.), 1905.

Becker, Wilhelm,

geb. am 17. Nov.
1853 in Warſchau von deutſchen
Eltern, kam infolge der Ausweiſung
ſeiner Familie aus Rußland 1855
nach Hamburg u. blieb dort bis 1873.
Als Schüler des Altonaer Gymna-
ſiums begleitete er im Frühjahr 1871
einen Lazarettzug, welcher kranke u.
verwundete Krieger aus Frankreich
nach Deutſchland brachte. Nachdem
er 1873–76 in Halle und Tübingen
Theologie ſtudiert und in Stuttgart
ſeiner Militärpflicht genügt hatte, trat
er im Oktober 1877 in den württem-
bergiſchen Kirchendienſt, wurde 1879
Pfarrer zu Dachtel bei Calw, über-
nahm im Oktober 1884 ein von der
Londoner Judenmiſſionsgeſellſchaft
gegründetes Miſſionsamt in Breslau
und wirkte ſeit 1891 im Dienſt der-
ſelben Geſellſchaft als Nachfolger von
Paulus Caſſel in Berlin, bis er 1901
nach Wien überſiedelte. Seit 1885
redigiert er das Monatsblatt „Dibre
Emeth“ und ſeit 1893 das Viertel-
jahrsblatt „Timotheus“. Außer vie-
len theologiſchen Schriften veröffent-
lichte er

S:

Der Himmelsſchlüſſel
(Ge.), 1891.

Becker(-Altenbruch), Wilhelm,


geb. am 31. Juli 1870 in Altenbruch
a. d. Elbe (Provinz Hannover), kam
[Spaltenumbruch]

Beck
in ſeinem 16. Jahre in ein großes
Exporthaus nach Berlin, um hier die
Handlung zu erlernen. Ein reger Ver-
kehr in literariſchen Kreiſen führte ihn
der Schriftſtellerei zu, u. war er bald
für verſchiedene Zeitſchriften tätig.
Jm Oktober 1895 gründete er die
Zeitſchrift „Deutſche Vereins- und
Familienwelt“, die bald ſo gut ein-
ſchlug, daß er ſeinen kaufmänniſchen
Beruf aufgab u. ſich ganz der Schrift-
ſtellerei widmete.

S:

Pſychodrama-
tiſche Vortrags-Dichtungen, 1895. –
Gedichte, 1899.

Beckh, Wilhelm,

geb. am 17. Aug.
1836 in Nürnberg, Dr. med., Hofrat
und Oberarzt am ſtädtiſchen Kranken-
hauſe daſelbſt, iſt ſeit 1886 auch Vor-
ſitzender des dortigen pegneſiſchen
Blumenordens.

S:

Jn ernſter Zeit
(Ge.), 1886. – Gedichte (mit e. Vorw.
von Heinrich Oertel), 1906.

Beckmann, Friedrich Heinrich
Wilhelm,

geb. am 12. Auguſt 1820 in
Hamburg, beſuchte die dortige St.
Katharinen-Kirchenſchule u. widmete
ſich dann dem Handelsſtande. Seit
1839 lebt er als Aſſekuranzbeamter
in Hamburg.

S:

Spaziergänge auf
dem Felde der Reimkunſt (Ge.), 1861.
Neue Ausgabe 1884.

*Beckmann, Johanna,

wurde am
3. Mai 1868 zu Brüſſow in der Uker-
mark (Brandenburg) als die Tochter
eines Gutsbeſitzers geboren und ver-
lebte ſpäter einen Teil ihrer Kindheit
in Stargard (Mecklenburg). Mit
einem großen Talent für Zeichnen u.
Malen ausgeſtattet, beſuchte ſie vom
1. April 1886 ab das königl. Kunſt-
gewerbe-Muſeum in Berlin, vom Ok-
tober 1886 bis Juli 1887 die königl.
Kunſtſchule, von 1887–89 die Zeichen-
ſchule des Lettevereins unter Prof.
Hoffacker und legte hier auch das
Examen als Zeichenlehrerin ab. Dann
unterrichtete ſie vertretungsweiſe ein
Jahr lang an der Kunſtgewerbeſchule
in Stettin, arbeitete vom Herbſt 1890
bis Juli 1891 unter Prof. Döpler im

* 11*
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[163/0167] Beck Beck kürzeſter Zeit, ohne daß indes eine je wirklich populär geworden wäre. B. verfolgte den höheren Juſtizdienſt nicht, ſondern trat beim Friedens- gerichte in Köln als Aktuar ein. Ein ſchwerer Blutſturz (Februar 1845) brachte in ihm die Lungenſchwind- ſucht zur raſchen Entwicklung. Er ſtarb zu Hunshoven bei ſeiner Stief- ſchweſter am 28. Auguſt 1845. S: Der deutſche Rhein (Mit Randzeichnungen von Neureuther), 1841. – Gedichte, 1841. Becker, Theodor, pſeudon. Th. Bergfreund, geb. am 21. Oktbr. 1865 in Dillingen a. d. Donau, lebt daſelbſt als Kaufmann. S: Der Bärenhäuter (Dram. M.), 1905. Becker, Wilhelm, geb. am 17. Nov. 1853 in Warſchau von deutſchen Eltern, kam infolge der Ausweiſung ſeiner Familie aus Rußland 1855 nach Hamburg u. blieb dort bis 1873. Als Schüler des Altonaer Gymna- ſiums begleitete er im Frühjahr 1871 einen Lazarettzug, welcher kranke u. verwundete Krieger aus Frankreich nach Deutſchland brachte. Nachdem er 1873–76 in Halle und Tübingen Theologie ſtudiert und in Stuttgart ſeiner Militärpflicht genügt hatte, trat er im Oktober 1877 in den württem- bergiſchen Kirchendienſt, wurde 1879 Pfarrer zu Dachtel bei Calw, über- nahm im Oktober 1884 ein von der Londoner Judenmiſſionsgeſellſchaft gegründetes Miſſionsamt in Breslau und wirkte ſeit 1891 im Dienſt der- ſelben Geſellſchaft als Nachfolger von Paulus Caſſel in Berlin, bis er 1901 nach Wien überſiedelte. Seit 1885 redigiert er das Monatsblatt „Dibre Emeth“ und ſeit 1893 das Viertel- jahrsblatt „Timotheus“. Außer vie- len theologiſchen Schriften veröffent- lichte er S: Der Himmelsſchlüſſel (Ge.), 1891. Becker(-Altenbruch), Wilhelm, geb. am 31. Juli 1870 in Altenbruch a. d. Elbe (Provinz Hannover), kam in ſeinem 16. Jahre in ein großes Exporthaus nach Berlin, um hier die Handlung zu erlernen. Ein reger Ver- kehr in literariſchen Kreiſen führte ihn der Schriftſtellerei zu, u. war er bald für verſchiedene Zeitſchriften tätig. Jm Oktober 1895 gründete er die Zeitſchrift „Deutſche Vereins- und Familienwelt“, die bald ſo gut ein- ſchlug, daß er ſeinen kaufmänniſchen Beruf aufgab u. ſich ganz der Schrift- ſtellerei widmete. S: Pſychodrama- tiſche Vortrags-Dichtungen, 1895. – Gedichte, 1899. Beckh, Wilhelm, geb. am 17. Aug. 1836 in Nürnberg, Dr. med., Hofrat und Oberarzt am ſtädtiſchen Kranken- hauſe daſelbſt, iſt ſeit 1886 auch Vor- ſitzender des dortigen pegneſiſchen Blumenordens. S: Jn ernſter Zeit (Ge.), 1886. – Gedichte (mit e. Vorw. von Heinrich Oertel), 1906. Beckmann, Friedrich Heinrich Wilhelm, geb. am 12. Auguſt 1820 in Hamburg, beſuchte die dortige St. Katharinen-Kirchenſchule u. widmete ſich dann dem Handelsſtande. Seit 1839 lebt er als Aſſekuranzbeamter in Hamburg. S: Spaziergänge auf dem Felde der Reimkunſt (Ge.), 1861. Neue Ausgabe 1884. *Beckmann, Johanna, wurde am 3. Mai 1868 zu Brüſſow in der Uker- mark (Brandenburg) als die Tochter eines Gutsbeſitzers geboren und ver- lebte ſpäter einen Teil ihrer Kindheit in Stargard (Mecklenburg). Mit einem großen Talent für Zeichnen u. Malen ausgeſtattet, beſuchte ſie vom 1. April 1886 ab das königl. Kunſt- gewerbe-Muſeum in Berlin, vom Ok- tober 1886 bis Juli 1887 die königl. Kunſtſchule, von 1887–89 die Zeichen- ſchule des Lettevereins unter Prof. Hoffacker und legte hier auch das Examen als Zeichenlehrerin ab. Dann unterrichtete ſie vertretungsweiſe ein Jahr lang an der Kunſtgewerbeſchule in Stettin, arbeitete vom Herbſt 1890 bis Juli 1891 unter Prof. Döpler im * 11*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 163. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/167>, abgerufen am 22.03.2019.