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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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(Jnhalt: Alte Liebe. - Großmutters
Kathrin. - Karl Lorensen. - Originale.
- Maiblumen. - Hilgendorf. - Jn
Erinnerung.) - Gesammelte Romane
und Novellen; illustr. Ausg. Zweite
Folge; V, 1900-01. Dritte Folge; V,
1904-06. - Wie auch wir vergeben ...
(R.), 1. u. 2. A. 1907. - Über steinige
Wege (R.), 1.-3. A. 1908. - Der
Stärkere (R.) 1909.

Behrens, Hugo,

pseud. B. Renz,
wurde am 21. Juli 1820 in Hamburg
geboren und widmete sich seit 1841
in Leipzig und Halle dem Studium
der Medizin. Nachdem er 1846 in
Halle zum Dr. med. promoviert wor-
den war, ließ er sich in Thale am Harz
als Arzt nieder. Da ihm aber die
Jahre 1848-49 seine Stellung als
Zivilarzt verleidet hatten, so siedelte
er 1852 nach Quedlinburg über, um
als Militärarzt in das dort garniso-
nierende Regiment einzutreten u. kam
1868 nach Glogau, 1873 nach Salz-
wedel und 1880 nach Frankfurt a. M.
Bald darauf (1881) nahm er als Ober-
stabsarzt seinen Abschied u. ließ sich
zuerst zu Arnstadt in Thüringen und
nach kurzer Zeit zu Kötzschenbroda bei
Dresden nieder, wo er anfing, seine
Mußestunden durch schriftstellerische
Tätigkeit auszufüllen. Er lebt noch
jetzt daselbst, und war es ihm ver-
gönnt, 1907 seine diamantene Hoch-
zeitsfeier begehen zu können. Seine
Tochter ist die unter dem Pseud. Wil-
helmine Heimburg bekannte Schrift-
stellerin Bertha Behrens (s. d.).

S:


Feurige Kohlen (R.), 1885. - Nach
dem Sturme (R.), 1887. - Hamburger
Geschichten, 1896. - Am Jbenstein
(E.), 1898. - Nach vierzig Jahren.
Pyramus und Thisbe (2 Nn.), 1898.
- Jm Gertraudenhof (R.), 1903. -
Die polnische Gefahr und andere
Novellen, 1905.

Behrens, Emmi,

geb. am 28. Okt.
1887 in Gießen, besuchte vom 6. bis 15.
Jahre eine höhere Lehranstalt daselbst
und erwählte, da sie mit 10 Jahren
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schon ihren Vater verloren hatte und
sich gern auf eigene Füße stellen wollte,
den Beruf einer Erzieherin. Jn Kassel
legte sie im März 1906 ihr Examen
ab und ist seit 1908 in Hamm in West-
salen als Erzieherin tätig.

S:

Muße-
stunden (Ge.), 1908.

*Behringer,

Edmund, geb. am
22. Mai 1828 in Babenhausen im
bayerischen Schwaben, wo sein Vater
fürstl. Fuggerscher Herrschaftsrichter
war, besuchte die Gymnasien in Augs-
burg u. Kempten und bezog 1847 die
Universität München, wo er sich zu-
nächst der Rechtswissenschaft widmete,
aber bald zum Studium der Philoso-
phie u. Philologie überging. Nachdem
er 1851 in München die Staatsprü-
fung für das Lehramt abgelegt, ging
er zur Fortsetzung u. Vertiefung sei-
ner Studien nach Bonn, wo er Dahl-
mann, Arndt, Abel, Ritschl, Aschbach,
besonders aber Simrock hörte, der in
ihm die Liebe zu germanistischen Stu-
dien wie auch zu poetischem Schaffen
anregte. Hier entstand denn auch seine
Dichtung "Das Felsenkreuz", ein Sei-
tenstück zu Redwitz' Dichtung "Ama-
ranth". Das Studienjahr 1853-54
verbrachte B. auf der Hochschule in
Würzburg, und nachdem er danach
kurze Zeit an den Studienanstalten
in Bamberg und Eichstätt tätig ge-
wesen war, erhielt er 1855 seine erste
staatliche Anstellung als Studien-
lehrer in Würzburg und rückte hier
1865 zum Gymnasialprofessor auf.
Jm Jahre 1871 wurde er zum Rektor
des königl. Gymnasiums in Aschaffen-
burg berufen, in welcher Stellung er
bis 1898 verblieb, wo er mit dem
Titel und Range eines Oberstudien-
rats in den Ruhestand trat. Jm
Jahre 1887 wurde ihm der ehrenvolle
Auftrag zuteil, die Jnschriften und
Gedichte des Papstes Leo XIII. in die
deutsche Sprache zu übertragen, eine
Aufgabe, deren Schwierigkeit darin
gipfelte, daß die Gedichte des Papstes
von epigrammatischer Kürze sind. Was

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Beh
(Jnhalt: Alte Liebe. – Großmutters
Kathrin. – Karl Lorenſen. – Originale.
– Maiblumen. – Hilgendorf. – Jn
Erinnerung.) – Geſammelte Romane
und Novellen; illuſtr. Ausg. Zweite
Folge; V, 1900–01. Dritte Folge; V,
1904–06. – Wie auch wir vergeben ...
(R.), 1. u. 2. A. 1907. – Über ſteinige
Wege (R.), 1.–3. A. 1908. – Der
Stärkere (R.) 1909.

Behrens, Hugo,

pſeud. B. Renz,
wurde am 21. Juli 1820 in Hamburg
geboren und widmete ſich ſeit 1841
in Leipzig und Halle dem Studium
der Medizin. Nachdem er 1846 in
Halle zum Dr. med. promoviert wor-
den war, ließ er ſich in Thale am Harz
als Arzt nieder. Da ihm aber die
Jahre 1848–49 ſeine Stellung als
Zivilarzt verleidet hatten, ſo ſiedelte
er 1852 nach Quedlinburg über, um
als Militärarzt in das dort garniſo-
nierende Regiment einzutreten u. kam
1868 nach Glogau, 1873 nach Salz-
wedel und 1880 nach Frankfurt a. M.
Bald darauf (1881) nahm er als Ober-
ſtabsarzt ſeinen Abſchied u. ließ ſich
zuerſt zu Arnſtadt in Thüringen und
nach kurzer Zeit zu Kötzſchenbroda bei
Dresden nieder, wo er anfing, ſeine
Mußeſtunden durch ſchriftſtelleriſche
Tätigkeit auszufüllen. Er lebt noch
jetzt daſelbſt, und war es ihm ver-
gönnt, 1907 ſeine diamantene Hoch-
zeitsfeier begehen zu können. Seine
Tochter iſt die unter dem Pſeud. Wil-
helmine Heimburg bekannte Schrift-
ſtellerin Bertha Behrens (ſ. d.).

S:


Feurige Kohlen (R.), 1885. – Nach
dem Sturme (R.), 1887. – Hamburger
Geſchichten, 1896. – Am Jbenſtein
(E.), 1898. – Nach vierzig Jahren.
Pyramus und Thisbe (2 Nn.), 1898.
– Jm Gertraudenhof (R.), 1903. –
Die polniſche Gefahr und andere
Novellen, 1905.

Behrens, Emmi,

geb. am 28. Okt.
1887 in Gießen, beſuchte vom 6. bis 15.
Jahre eine höhere Lehranſtalt daſelbſt
und erwählte, da ſie mit 10 Jahren
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Beh
ſchon ihren Vater verloren hatte und
ſich gern auf eigene Füße ſtellen wollte,
den Beruf einer Erzieherin. Jn Kaſſel
legte ſie im März 1906 ihr Examen
ab und iſt ſeit 1908 in Hamm in Weſt-
ſalen als Erzieherin tätig.

S:

Muße-
ſtunden (Ge.), 1908.

*Behringer,

Edmund, geb. am
22. Mai 1828 in Babenhauſen im
bayeriſchen Schwaben, wo ſein Vater
fürſtl. Fuggerſcher Herrſchaftsrichter
war, beſuchte die Gymnaſien in Augs-
burg u. Kempten und bezog 1847 die
Univerſität München, wo er ſich zu-
nächſt der Rechtswiſſenſchaft widmete,
aber bald zum Studium der Philoſo-
phie u. Philologie überging. Nachdem
er 1851 in München die Staatsprü-
fung für das Lehramt abgelegt, ging
er zur Fortſetzung u. Vertiefung ſei-
ner Studien nach Bonn, wo er Dahl-
mann, Arndt, Abel, Ritſchl, Aſchbach,
beſonders aber Simrock hörte, der in
ihm die Liebe zu germaniſtiſchen Stu-
dien wie auch zu poetiſchem Schaffen
anregte. Hier entſtand denn auch ſeine
Dichtung „Das Felſenkreuz“, ein Sei-
tenſtück zu Redwitz’ Dichtung „Ama-
ranth“. Das Studienjahr 1853–54
verbrachte B. auf der Hochſchule in
Würzburg, und nachdem er danach
kurze Zeit an den Studienanſtalten
in Bamberg und Eichſtätt tätig ge-
weſen war, erhielt er 1855 ſeine erſte
ſtaatliche Anſtellung als Studien-
lehrer in Würzburg und rückte hier
1865 zum Gymnaſialprofeſſor auf.
Jm Jahre 1871 wurde er zum Rektor
des königl. Gymnaſiums in Aſchaffen-
burg berufen, in welcher Stellung er
bis 1898 verblieb, wo er mit dem
Titel und Range eines Oberſtudien-
rats in den Ruheſtand trat. Jm
Jahre 1887 wurde ihm der ehrenvolle
Auftrag zuteil, die Jnſchriften und
Gedichte des Papſtes Leo XIII. in die
deutſche Sprache zu übertragen, eine
Aufgabe, deren Schwierigkeit darin
gipfelte, daß die Gedichte des Papſtes
von epigrammatiſcher Kürze ſind. Was

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[171/0175] Beh Beh (Jnhalt: Alte Liebe. – Großmutters Kathrin. – Karl Lorenſen. – Originale. – Maiblumen. – Hilgendorf. – Jn Erinnerung.) – Geſammelte Romane und Novellen; illuſtr. Ausg. Zweite Folge; V, 1900–01. Dritte Folge; V, 1904–06. – Wie auch wir vergeben ... (R.), 1. u. 2. A. 1907. – Über ſteinige Wege (R.), 1.–3. A. 1908. – Der Stärkere (R.) 1909. Behrens, Hugo, pſeud. B. Renz, wurde am 21. Juli 1820 in Hamburg geboren und widmete ſich ſeit 1841 in Leipzig und Halle dem Studium der Medizin. Nachdem er 1846 in Halle zum Dr. med. promoviert wor- den war, ließ er ſich in Thale am Harz als Arzt nieder. Da ihm aber die Jahre 1848–49 ſeine Stellung als Zivilarzt verleidet hatten, ſo ſiedelte er 1852 nach Quedlinburg über, um als Militärarzt in das dort garniſo- nierende Regiment einzutreten u. kam 1868 nach Glogau, 1873 nach Salz- wedel und 1880 nach Frankfurt a. M. Bald darauf (1881) nahm er als Ober- ſtabsarzt ſeinen Abſchied u. ließ ſich zuerſt zu Arnſtadt in Thüringen und nach kurzer Zeit zu Kötzſchenbroda bei Dresden nieder, wo er anfing, ſeine Mußeſtunden durch ſchriftſtelleriſche Tätigkeit auszufüllen. Er lebt noch jetzt daſelbſt, und war es ihm ver- gönnt, 1907 ſeine diamantene Hoch- zeitsfeier begehen zu können. Seine Tochter iſt die unter dem Pſeud. Wil- helmine Heimburg bekannte Schrift- ſtellerin Bertha Behrens (ſ. d.). S: Feurige Kohlen (R.), 1885. – Nach dem Sturme (R.), 1887. – Hamburger Geſchichten, 1896. – Am Jbenſtein (E.), 1898. – Nach vierzig Jahren. Pyramus und Thisbe (2 Nn.), 1898. – Jm Gertraudenhof (R.), 1903. – Die polniſche Gefahr und andere Novellen, 1905. Behrens, Emmi, geb. am 28. Okt. 1887 in Gießen, beſuchte vom 6. bis 15. Jahre eine höhere Lehranſtalt daſelbſt und erwählte, da ſie mit 10 Jahren ſchon ihren Vater verloren hatte und ſich gern auf eigene Füße ſtellen wollte, den Beruf einer Erzieherin. Jn Kaſſel legte ſie im März 1906 ihr Examen ab und iſt ſeit 1908 in Hamm in Weſt- ſalen als Erzieherin tätig. S: Muße- ſtunden (Ge.), 1908. *Behringer, Edmund, geb. am 22. Mai 1828 in Babenhauſen im bayeriſchen Schwaben, wo ſein Vater fürſtl. Fuggerſcher Herrſchaftsrichter war, beſuchte die Gymnaſien in Augs- burg u. Kempten und bezog 1847 die Univerſität München, wo er ſich zu- nächſt der Rechtswiſſenſchaft widmete, aber bald zum Studium der Philoſo- phie u. Philologie überging. Nachdem er 1851 in München die Staatsprü- fung für das Lehramt abgelegt, ging er zur Fortſetzung u. Vertiefung ſei- ner Studien nach Bonn, wo er Dahl- mann, Arndt, Abel, Ritſchl, Aſchbach, beſonders aber Simrock hörte, der in ihm die Liebe zu germaniſtiſchen Stu- dien wie auch zu poetiſchem Schaffen anregte. Hier entſtand denn auch ſeine Dichtung „Das Felſenkreuz“, ein Sei- tenſtück zu Redwitz’ Dichtung „Ama- ranth“. Das Studienjahr 1853–54 verbrachte B. auf der Hochſchule in Würzburg, und nachdem er danach kurze Zeit an den Studienanſtalten in Bamberg und Eichſtätt tätig ge- weſen war, erhielt er 1855 ſeine erſte ſtaatliche Anſtellung als Studien- lehrer in Würzburg und rückte hier 1865 zum Gymnaſialprofeſſor auf. Jm Jahre 1871 wurde er zum Rektor des königl. Gymnaſiums in Aſchaffen- burg berufen, in welcher Stellung er bis 1898 verblieb, wo er mit dem Titel und Range eines Oberſtudien- rats in den Ruheſtand trat. Jm Jahre 1887 wurde ihm der ehrenvolle Auftrag zuteil, die Jnſchriften und Gedichte des Papſtes Leo XIII. in die deutſche Sprache zu übertragen, eine Aufgabe, deren Schwierigkeit darin gipfelte, daß die Gedichte des Papſtes von epigrammatiſcher Kürze ſind. Was *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 171. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/175>, abgerufen am 21.03.2019.