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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ben
*Bender, Johannes,

geb. am
4. März 1865 in Siegburg-Müldorf
bei Bonn als der Sohn eines Land-
wirts, besuchte die Schule seines Hei-
matsortes, dann das Progymnasium
in Siegburg und erwarb sich Ostern
1885 am Kaiser Wilhelm-Gymnasium
in Bonn das Zeugnis der Reife. Er
studierte in Bonn, Freiburg i. B. und
Münster i. W. klassische Philologie,
deutsche Literatur und Geschichte und
bestand 1891 in Münster sein Staats-
examen. Er erledigte darauf das
Seminarjahr in Bonn, das Probe-
jahr in Köln, wirkte kurze Zeit in
Düren und ging für den Winter
1893-94 zu seiner weiteren Fortbil-
dung nach Berlin. Nach kurzer Tätig-
keit an den Schulen in Merzig und
Grevenbroich, wurde er 1895 Hilfs-
lehrer am Gymnasium in Düsseldorf,
1899 Oberlehrer am Gymnasium in
Neuß und trat am 1. Mai 1905 als
Kreisschulinspektor in Mayen (Rhein-
land) in den preuß. Schulaufsichts-
dienst. Als solcher wirkte er seit 1907
in Heinsberg (Rheinland); aber schon
1908 mußte er infolge von Geistes-
krankheit aus dem Amte scheiden.

S:


Perlen deutscher Dichtkunst, erläutert
und gewürdigt für Volk und Schule,
1904. - Der letzte Medix (Tr.), 1904.
Jan von Werth, der Reitergeneral
(Volkstrag.), 1905. - Die Rose von
Capri (Sgsp.), 1906. - Jsola di Garda
(Ein dramat. Sang), 1907. - Gedicht-
sammlung, 2 Hefte, 1908 (Jnhalt:
I. Balladen. - II. Hochzeitsgabe).

Bender, Johann Philipp,

geb. am
5. April 1811 zu Darmstadt, gest. am
24. September 1841 als Heilgehilfe
zu Schafheim.

S:

Dichtungen, 1830.
- Geistliche Harfe (Lr.), o. J.

Bender, Ludwig,

* am 1. Nov.
1801 zu Elberfeld, studierte Theologie
u. wurde 1828 Rektor d. höher. Schule
in Langenberg, an der er 45 Jahre
tätig war. Er trat 1873 in d. Ruhestand
u. starb zu Langenberg am 8. Februar
1884.

S:

Lutherbuch (Ge.), 1850.

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Ben
*Bendiner, Oskar,

* am 6. März
1870 zu Brünn in Mähren als der
einzige Sohn eines Kaufmanns, kam
schon als kleines Kind nach Wien und
erhielt hier in der Volksschule u. im
Gymnasium seine Vorbildung für die
dortige Universität, an welcher er die
Rechte studierte u. sich auch die Würde
eines Dr. jur. erwarb. Er praktizierte
danach ein Jahr beim Gericht u. zwei
Jahre in Advokaturskanzleien, gab
dann aber die Richterlaufbahn auf u.
trat, um so bald wie möglich materiell
gesichert zu sein und in seinen Muße-
stunden der Kunst (Literatur u. Musik)
leben zu können, in den Dienst der
K. F. Nordbahn ein, bei der juristisch
gebildete Beamte gute Aussichten
haben. Jnnerhalb eines Jahres hatte
er die Fachprüfungen absolviert, und
nachdem er alle Zweige des Dienstes
praktisch kennen gelernt, wurde er dem
Bureau der Zentrale in Wien über-
wiesen. Schriftstellerisch war er sehr
frühe tätig; einen größeren Erfolg
erzielte er mit seinem Drama "Die
Strecke", wofür er 1906 den Raimund-
Preis erhielt.

S:

Der Richter (Schsp.),
1902. - Schattenrisse (Skizzenbuch),
1905. - Die Strecke (Ein Eisenbahn-
drama), 1905.

Bendler, Georg,

Pseudon. für
Georg Mayer; s. d.!

*Beneckendorff und von Hin-
denburg,
Bernhard von,

pseudon.
Bernhard von Burgdorff,
wurde am 17. Januar 1859 zu Glogau
(Schlesien) als Sohn eines Offiziers
geboren, erhielt seine Erziehung vor-
wiegend im Kadettenkorps und trat
1878 in das preußische Heer ein. Jm
Jahre 1890 verheiratete er sich, und
zwei Jahre später nahm er als Ober-
leutnant den Abschied. Er lebt jetzt
in Dresden.

S:

Wir alten Familien
(R.), 1904. 2. A. 1907. - Der Hüter
des Tals (R.), 1907.

Benedix, Julius Roderich,


einer der fruchtbarsten deutschen Lust-
spieldichter, wurde am 21. Jan. 1811

* 12*

[Spaltenumbruch]
Ben
*Bender, Johannes,

geb. am
4. März 1865 in Siegburg-Müldorf
bei Bonn als der Sohn eines Land-
wirts, beſuchte die Schule ſeines Hei-
matsortes, dann das Progymnaſium
in Siegburg und erwarb ſich Oſtern
1885 am Kaiſer Wilhelm-Gymnaſium
in Bonn das Zeugnis der Reife. Er
ſtudierte in Bonn, Freiburg i. B. und
Münſter i. W. klaſſiſche Philologie,
deutſche Literatur und Geſchichte und
beſtand 1891 in Münſter ſein Staats-
examen. Er erledigte darauf das
Seminarjahr in Bonn, das Probe-
jahr in Köln, wirkte kurze Zeit in
Düren und ging für den Winter
1893–94 zu ſeiner weiteren Fortbil-
dung nach Berlin. Nach kurzer Tätig-
keit an den Schulen in Merzig und
Grevenbroich, wurde er 1895 Hilfs-
lehrer am Gymnaſium in Düſſeldorf,
1899 Oberlehrer am Gymnaſium in
Neuß und trat am 1. Mai 1905 als
Kreisſchulinſpektor in Mayen (Rhein-
land) in den preuß. Schulaufſichts-
dienſt. Als ſolcher wirkte er ſeit 1907
in Heinsberg (Rheinland); aber ſchon
1908 mußte er infolge von Geiſtes-
krankheit aus dem Amte ſcheiden.

S:


Perlen deutſcher Dichtkunſt, erläutert
und gewürdigt für Volk und Schule,
1904. – Der letzte Medix (Tr.), 1904.
Jan von Werth, der Reitergeneral
(Volkstrag.), 1905. – Die Roſe von
Capri (Sgſp.), 1906. – Jſola di Garda
(Ein dramat. Sang), 1907. – Gedicht-
ſammlung, 2 Hefte, 1908 (Jnhalt:
I. Balladen. – II. Hochzeitsgabe).

Bender, Johann Philipp,

geb. am
5. April 1811 zu Darmſtadt, geſt. am
24. September 1841 als Heilgehilfe
zu Schafheim.

S:

Dichtungen, 1830.
– Geiſtliche Harfe (Lr.), o. J.

Bender, Ludwig,

* am 1. Nov.
1801 zu Elberfeld, ſtudierte Theologie
u. wurde 1828 Rektor d. höher. Schule
in Langenberg, an der er 45 Jahre
tätig war. Er trat 1873 in d. Ruheſtand
u. ſtarb zu Langenberg am 8. Februar
1884.

S:

Lutherbuch (Ge.), 1850.

[Spaltenumbruch]
Ben
*Bendiner, Oskar,

* am 6. März
1870 zu Brünn in Mähren als der
einzige Sohn eines Kaufmanns, kam
ſchon als kleines Kind nach Wien und
erhielt hier in der Volksſchule u. im
Gymnaſium ſeine Vorbildung für die
dortige Univerſität, an welcher er die
Rechte ſtudierte u. ſich auch die Würde
eines Dr. jur. erwarb. Er praktizierte
danach ein Jahr beim Gericht u. zwei
Jahre in Advokaturskanzleien, gab
dann aber die Richterlaufbahn auf u.
trat, um ſo bald wie möglich materiell
geſichert zu ſein und in ſeinen Muße-
ſtunden der Kunſt (Literatur u. Muſik)
leben zu können, in den Dienſt der
K. F. Nordbahn ein, bei der juriſtiſch
gebildete Beamte gute Ausſichten
haben. Jnnerhalb eines Jahres hatte
er die Fachprüfungen abſolviert, und
nachdem er alle Zweige des Dienſtes
praktiſch kennen gelernt, wurde er dem
Bureau der Zentrale in Wien über-
wieſen. Schriftſtelleriſch war er ſehr
frühe tätig; einen größeren Erfolg
erzielte er mit ſeinem Drama „Die
Strecke“, wofür er 1906 den Raimund-
Preis erhielt.

S:

Der Richter (Schſp.),
1902. – Schattenriſſe (Skizzenbuch),
1905. – Die Strecke (Ein Eiſenbahn-
drama), 1905.

Bendler, Georg,

Pſeudon. für
Georg Mayer; ſ. d.!

*Beneckendorff und von Hin-
denburg,
Bernhard von,

pſeudon.
Bernhard von Burgdorff,
wurde am 17. Januar 1859 zu Glogau
(Schleſien) als Sohn eines Offiziers
geboren, erhielt ſeine Erziehung vor-
wiegend im Kadettenkorps und trat
1878 in das preußiſche Heer ein. Jm
Jahre 1890 verheiratete er ſich, und
zwei Jahre ſpäter nahm er als Ober-
leutnant den Abſchied. Er lebt jetzt
in Dresden.

S:

Wir alten Familien
(R.), 1904. 2. A. 1907. – Der Hüter
des Tals (R.), 1907.

Benedix, Julius Roderich,


einer der fruchtbarſten deutſchen Luſt-
ſpieldichter, wurde am 21. Jan. 1811

* 12*
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[179/0183] Ben Ben *Bender, Johannes, geb. am 4. März 1865 in Siegburg-Müldorf bei Bonn als der Sohn eines Land- wirts, beſuchte die Schule ſeines Hei- matsortes, dann das Progymnaſium in Siegburg und erwarb ſich Oſtern 1885 am Kaiſer Wilhelm-Gymnaſium in Bonn das Zeugnis der Reife. Er ſtudierte in Bonn, Freiburg i. B. und Münſter i. W. klaſſiſche Philologie, deutſche Literatur und Geſchichte und beſtand 1891 in Münſter ſein Staats- examen. Er erledigte darauf das Seminarjahr in Bonn, das Probe- jahr in Köln, wirkte kurze Zeit in Düren und ging für den Winter 1893–94 zu ſeiner weiteren Fortbil- dung nach Berlin. Nach kurzer Tätig- keit an den Schulen in Merzig und Grevenbroich, wurde er 1895 Hilfs- lehrer am Gymnaſium in Düſſeldorf, 1899 Oberlehrer am Gymnaſium in Neuß und trat am 1. Mai 1905 als Kreisſchulinſpektor in Mayen (Rhein- land) in den preuß. Schulaufſichts- dienſt. Als ſolcher wirkte er ſeit 1907 in Heinsberg (Rheinland); aber ſchon 1908 mußte er infolge von Geiſtes- krankheit aus dem Amte ſcheiden. S: Perlen deutſcher Dichtkunſt, erläutert und gewürdigt für Volk und Schule, 1904. – Der letzte Medix (Tr.), 1904. Jan von Werth, der Reitergeneral (Volkstrag.), 1905. – Die Roſe von Capri (Sgſp.), 1906. – Jſola di Garda (Ein dramat. Sang), 1907. – Gedicht- ſammlung, 2 Hefte, 1908 (Jnhalt: I. Balladen. – II. Hochzeitsgabe). Bender, Johann Philipp, geb. am 5. April 1811 zu Darmſtadt, geſt. am 24. September 1841 als Heilgehilfe zu Schafheim. S: Dichtungen, 1830. – Geiſtliche Harfe (Lr.), o. J. Bender, Ludwig, * am 1. Nov. 1801 zu Elberfeld, ſtudierte Theologie u. wurde 1828 Rektor d. höher. Schule in Langenberg, an der er 45 Jahre tätig war. Er trat 1873 in d. Ruheſtand u. ſtarb zu Langenberg am 8. Februar 1884. S: Lutherbuch (Ge.), 1850. *Bendiner, Oskar, * am 6. März 1870 zu Brünn in Mähren als der einzige Sohn eines Kaufmanns, kam ſchon als kleines Kind nach Wien und erhielt hier in der Volksſchule u. im Gymnaſium ſeine Vorbildung für die dortige Univerſität, an welcher er die Rechte ſtudierte u. ſich auch die Würde eines Dr. jur. erwarb. Er praktizierte danach ein Jahr beim Gericht u. zwei Jahre in Advokaturskanzleien, gab dann aber die Richterlaufbahn auf u. trat, um ſo bald wie möglich materiell geſichert zu ſein und in ſeinen Muße- ſtunden der Kunſt (Literatur u. Muſik) leben zu können, in den Dienſt der K. F. Nordbahn ein, bei der juriſtiſch gebildete Beamte gute Ausſichten haben. Jnnerhalb eines Jahres hatte er die Fachprüfungen abſolviert, und nachdem er alle Zweige des Dienſtes praktiſch kennen gelernt, wurde er dem Bureau der Zentrale in Wien über- wieſen. Schriftſtelleriſch war er ſehr frühe tätig; einen größeren Erfolg erzielte er mit ſeinem Drama „Die Strecke“, wofür er 1906 den Raimund- Preis erhielt. S: Der Richter (Schſp.), 1902. – Schattenriſſe (Skizzenbuch), 1905. – Die Strecke (Ein Eiſenbahn- drama), 1905. Bendler, Georg, Pſeudon. für Georg Mayer; ſ. d.! *Beneckendorff und von Hin- denburg, Bernhard von, pſeudon. Bernhard von Burgdorff, wurde am 17. Januar 1859 zu Glogau (Schleſien) als Sohn eines Offiziers geboren, erhielt ſeine Erziehung vor- wiegend im Kadettenkorps und trat 1878 in das preußiſche Heer ein. Jm Jahre 1890 verheiratete er ſich, und zwei Jahre ſpäter nahm er als Ober- leutnant den Abſchied. Er lebt jetzt in Dresden. S: Wir alten Familien (R.), 1904. 2. A. 1907. – Der Hüter des Tals (R.), 1907. Benedix, Julius Roderich, einer der fruchtbarſten deutſchen Luſt- ſpieldichter, wurde am 21. Jan. 1811 * 12*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 179. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/183>, abgerufen am 19.03.2019.