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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ben
Erzieherin in Brasilien (Humor. R.
in Br.), 1887. - Zigeuner der Groß-
stadt (Berliner R.), 1894. - Tante
Cordulas Nichten (Eine harmlose
Nationalitäten-Gesch.), 1897.

*Bentlage, C.,

pseud. Walter
West
und Karl von Lenhard,
wurde am 11. Juni 1849 in Neuß a.
Rhein als die Tochter des Kaufmanns
u. Stadtrats Max Heinrich Schmitz
geboren u. erhielt ihre Schulbildung
und Erziehung zuerst in der von den
Schwestern vom armen Kinde Jesu
geleiteten höheren Töchterschule und
dann in dem Franziskanerkloster zu
Nonnenwerth bei Rolandseck. Trotz
ihrer Vorbildung zur Lehrerin hat sie
auf Wunsch des Vaters einige Jahre
in Geschäften als Korrespondentin u.
Verkäuferin fungiert. Jm Jahre 1875
verheiratete sie sich mit dem Schrift-
steller Dr. Karl Bentlage, den sie aber
bereits 1878 durch den Tod verlor.
Jetzt begann sie ihre schriftstellerische
Tätigkeit als Mitarbeiterin der
"Aachener Zeitung" und dehnte die-
selbe später auf die "Germania" in
Berlin, die "Kölnische Volkszeitung"
und die "Neuß-Grevenbroicher Zei-
tung" aus. Die Schriftstellerin lebt
noch jetzt in Neuß a. Rh.

S:

Voltaires
Jugendliebe (Origin.-Dr.), 1875. -
Durch eigene Kraft (R. n. d. Niederl.
frei bearb.); III, 1876-77. - Der
Teufelstriller (Kulturgesch. N.), 1886.
- Meister Müller und sein Geselle
(Eine Gesch. a. alter Zeit), 1888.

*Benz, Friedrich,

geb. am 9. Juli
1878 zu Heißen im Allgäu als der
Sohn eines Schullehrers, unternahm
nach Schluß der Gymnasialstudien
große Reisen durch Frankreich, Nord-
amerika, Marokko, Algerien, Tripolis
und die Türkei, die er auf dem Fest-
lande ausschließlich zu Fuße machte,
u. ließ sich dann in Zürich nieder, wo
er 11/2 Jahre hindurch die Redaktion
der "Allgemeinen Frauenzeitung" lei-
tete u. seine philosophisch-ästhetischen
Arbeiten "Ausbeutende Männer"
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Ben
(1898) u. "Ewig oder zeitlich" (1898)
schrieb. Seit 1899 lebte er in Mün-
chen, wo er erst das demokratische
Tagblatt "Der freie Landesbote" u.
dann für kurze Zeit (1900) die lite-
rarische Zeitschrift "Poesie u. Kritik"
redigierte. Die feige Denunziation
des Schriftstellers Hartmann brachte
ihn wegen "Majestätsbeleidigung" für
einige Zeit ins Gefängnis. B. starb
im August 1904.

S:

Gepeitschte Lei-
ber (Lyr. Ge.), 1900. - Maria. Blätter
von der Rose des Glücks (Lyr. N.),
1900. - Jrre Wege eines Welten-
müden, 1900. - Schicksal (Dr.), 1900.
Melodien (Ge.), 1900. - Huris, die
Ewig-Schöne, 1900. - Blätter und
Blüten (Dn.), 1901. - Aus der Däm-
merung (Ge.), 1901. - Erinnerungen
(Ge.), 1901. - Jrrendes Glück (Ge.),
1901. - Holofernes (Lg.), 1901. -
Schimmernde Tage (Dn. u. Sym-
phonisches), 1901. - Traumesklänge
(Dn.), 1901. - Dunkle Wege (Tragische
Liebesgedichte), 1901. - Das Evan-
gelium der gestorbenen Frauen, 1901.
- Ausgewählte Gedichte, 1901. - Blut
der Nächte (Ge.), 1901.

*Benziger, P. Augustin,

geb. am
15. September 1870 in Einsiedeln
(Schweiz), besuchte die Primarschule
und das Gymnasium des dortigen
Benediktinerstiftes und trat nach Be-
herrschung der französischen und ita-
lienischen Sprache in das Benedik-
tinerstift Engelberg, Obwalden, wo
er nach Absolvierung der theologischen
Fachstudien 1895 die Priesterweihe
empfing. Als Berufsarbeit lag ihm
fortan der Unterricht am dortigen
Klostergymnasium ob; die Mußestun-
den füllten literarische Studien und
poetische Arbeiten aus.

S:

Marien-
Lob (Ge.), 1902. - Zwei Weihnachts-
spiele (Salvator Mundi. - Herodes),
1901. - Saul (Bibl. Dr.), 1903. -
Johannes Parricida (Dram. Schsp.),
1904. - Abt Salomo III. v. St. Gallen
(Hist. Schsp.), 1905. - Tobias (Bibl.
Dr.), 1906. - Bruder Klaus (D.), 1907.

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Ben
Erzieherin in Braſilien (Humor. R.
in Br.), 1887. – Zigeuner der Groß-
ſtadt (Berliner R.), 1894. – Tante
Cordulas Nichten (Eine harmloſe
Nationalitäten-Geſch.), 1897.

*Bentlage, C.,

pſeud. Walter
Weſt
und Karl von Lenhard,
wurde am 11. Juni 1849 in Neuß a.
Rhein als die Tochter des Kaufmanns
u. Stadtrats Max Heinrich Schmitz
geboren u. erhielt ihre Schulbildung
und Erziehung zuerſt in der von den
Schweſtern vom armen Kinde Jeſu
geleiteten höheren Töchterſchule und
dann in dem Franziskanerkloſter zu
Nonnenwerth bei Rolandseck. Trotz
ihrer Vorbildung zur Lehrerin hat ſie
auf Wunſch des Vaters einige Jahre
in Geſchäften als Korreſpondentin u.
Verkäuferin fungiert. Jm Jahre 1875
verheiratete ſie ſich mit dem Schrift-
ſteller Dr. Karl Bentlage, den ſie aber
bereits 1878 durch den Tod verlor.
Jetzt begann ſie ihre ſchriftſtelleriſche
Tätigkeit als Mitarbeiterin der
„Aachener Zeitung“ und dehnte die-
ſelbe ſpäter auf die „Germania“ in
Berlin, die „Kölniſche Volkszeitung“
und die „Neuß-Grevenbroicher Zei-
tung“ aus. Die Schriftſtellerin lebt
noch jetzt in Neuß a. Rh.

S:

Voltaires
Jugendliebe (Origin.-Dr.), 1875. –
Durch eigene Kraft (R. n. d. Niederl.
frei bearb.); III, 1876–77. – Der
Teufelstriller (Kulturgeſch. N.), 1886.
– Meiſter Müller und ſein Geſelle
(Eine Geſch. a. alter Zeit), 1888.

*Benz, Friedrich,

geb. am 9. Juli
1878 zu Heißen im Allgäu als der
Sohn eines Schullehrers, unternahm
nach Schluß der Gymnaſialſtudien
große Reiſen durch Frankreich, Nord-
amerika, Marokko, Algerien, Tripolis
und die Türkei, die er auf dem Feſt-
lande ausſchließlich zu Fuße machte,
u. ließ ſich dann in Zürich nieder, wo
er 1½ Jahre hindurch die Redaktion
der „Allgemeinen Frauenzeitung“ lei-
tete u. ſeine philoſophiſch-äſthetiſchen
Arbeiten „Ausbeutende Männer“
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Ben
(1898) u. „Ewig oder zeitlich“ (1898)
ſchrieb. Seit 1899 lebte er in Mün-
chen, wo er erſt das demokratiſche
Tagblatt „Der freie Landesbote“ u.
dann für kurze Zeit (1900) die lite-
rariſche Zeitſchrift „Poeſie u. Kritik“
redigierte. Die feige Denunziation
des Schriftſtellers Hartmann brachte
ihn wegen „Majeſtätsbeleidigung“ für
einige Zeit ins Gefängnis. B. ſtarb
im Auguſt 1904.

S:

Gepeitſchte Lei-
ber (Lyr. Ge.), 1900. – Maria. Blätter
von der Roſe des Glücks (Lyr. N.),
1900. – Jrre Wege eines Welten-
müden, 1900. – Schickſal (Dr.), 1900.
Melodien (Ge.), 1900. – Huris, die
Ewig-Schöne, 1900. – Blätter und
Blüten (Dn.), 1901. – Aus der Däm-
merung (Ge.), 1901. – Erinnerungen
(Ge.), 1901. – Jrrendes Glück (Ge.),
1901. – Holofernes (Lg.), 1901. –
Schimmernde Tage (Dn. u. Sym-
phoniſches), 1901. – Traumesklänge
(Dn.), 1901. – Dunkle Wege (Tragiſche
Liebesgedichte), 1901. – Das Evan-
gelium der geſtorbenen Frauen, 1901.
– Ausgewählte Gedichte, 1901. – Blut
der Nächte (Ge.), 1901.

*Benziger, P. Auguſtin,

geb. am
15. September 1870 in Einſiedeln
(Schweiz), beſuchte die Primarſchule
und das Gymnaſium des dortigen
Benediktinerſtiftes und trat nach Be-
herrſchung der franzöſiſchen und ita-
lieniſchen Sprache in das Benedik-
tinerſtift Engelberg, Obwalden, wo
er nach Abſolvierung der theologiſchen
Fachſtudien 1895 die Prieſterweihe
empfing. Als Berufsarbeit lag ihm
fortan der Unterricht am dortigen
Kloſtergymnaſium ob; die Mußeſtun-
den füllten literariſche Studien und
poetiſche Arbeiten aus.

S:

Marien-
Lob (Ge.), 1902. – Zwei Weihnachts-
ſpiele (Salvator Mundi. – Herodes),
1901. – Saul (Bibl. Dr.), 1903. –
Johannes Parricida (Dram. Schſp.),
1904. – Abt Salomo III. v. St. Gallen
(Hiſt. Schſp.), 1905. – Tobias (Bibl.
Dr.), 1906. – Bruder Klaus (D.), 1907.

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[186/0190] Ben Ben Erzieherin in Braſilien (Humor. R. in Br.), 1887. – Zigeuner der Groß- ſtadt (Berliner R.), 1894. – Tante Cordulas Nichten (Eine harmloſe Nationalitäten-Geſch.), 1897. *Bentlage, C., pſeud. Walter Weſt und Karl von Lenhard, wurde am 11. Juni 1849 in Neuß a. Rhein als die Tochter des Kaufmanns u. Stadtrats Max Heinrich Schmitz geboren u. erhielt ihre Schulbildung und Erziehung zuerſt in der von den Schweſtern vom armen Kinde Jeſu geleiteten höheren Töchterſchule und dann in dem Franziskanerkloſter zu Nonnenwerth bei Rolandseck. Trotz ihrer Vorbildung zur Lehrerin hat ſie auf Wunſch des Vaters einige Jahre in Geſchäften als Korreſpondentin u. Verkäuferin fungiert. Jm Jahre 1875 verheiratete ſie ſich mit dem Schrift- ſteller Dr. Karl Bentlage, den ſie aber bereits 1878 durch den Tod verlor. Jetzt begann ſie ihre ſchriftſtelleriſche Tätigkeit als Mitarbeiterin der „Aachener Zeitung“ und dehnte die- ſelbe ſpäter auf die „Germania“ in Berlin, die „Kölniſche Volkszeitung“ und die „Neuß-Grevenbroicher Zei- tung“ aus. Die Schriftſtellerin lebt noch jetzt in Neuß a. Rh. S: Voltaires Jugendliebe (Origin.-Dr.), 1875. – Durch eigene Kraft (R. n. d. Niederl. frei bearb.); III, 1876–77. – Der Teufelstriller (Kulturgeſch. N.), 1886. – Meiſter Müller und ſein Geſelle (Eine Geſch. a. alter Zeit), 1888. *Benz, Friedrich, geb. am 9. Juli 1878 zu Heißen im Allgäu als der Sohn eines Schullehrers, unternahm nach Schluß der Gymnaſialſtudien große Reiſen durch Frankreich, Nord- amerika, Marokko, Algerien, Tripolis und die Türkei, die er auf dem Feſt- lande ausſchließlich zu Fuße machte, u. ließ ſich dann in Zürich nieder, wo er 1½ Jahre hindurch die Redaktion der „Allgemeinen Frauenzeitung“ lei- tete u. ſeine philoſophiſch-äſthetiſchen Arbeiten „Ausbeutende Männer“ (1898) u. „Ewig oder zeitlich“ (1898) ſchrieb. Seit 1899 lebte er in Mün- chen, wo er erſt das demokratiſche Tagblatt „Der freie Landesbote“ u. dann für kurze Zeit (1900) die lite- rariſche Zeitſchrift „Poeſie u. Kritik“ redigierte. Die feige Denunziation des Schriftſtellers Hartmann brachte ihn wegen „Majeſtätsbeleidigung“ für einige Zeit ins Gefängnis. B. ſtarb im Auguſt 1904. S: Gepeitſchte Lei- ber (Lyr. Ge.), 1900. – Maria. Blätter von der Roſe des Glücks (Lyr. N.), 1900. – Jrre Wege eines Welten- müden, 1900. – Schickſal (Dr.), 1900. Melodien (Ge.), 1900. – Huris, die Ewig-Schöne, 1900. – Blätter und Blüten (Dn.), 1901. – Aus der Däm- merung (Ge.), 1901. – Erinnerungen (Ge.), 1901. – Jrrendes Glück (Ge.), 1901. – Holofernes (Lg.), 1901. – Schimmernde Tage (Dn. u. Sym- phoniſches), 1901. – Traumesklänge (Dn.), 1901. – Dunkle Wege (Tragiſche Liebesgedichte), 1901. – Das Evan- gelium der geſtorbenen Frauen, 1901. – Ausgewählte Gedichte, 1901. – Blut der Nächte (Ge.), 1901. *Benziger, P. Auguſtin, geb. am 15. September 1870 in Einſiedeln (Schweiz), beſuchte die Primarſchule und das Gymnaſium des dortigen Benediktinerſtiftes und trat nach Be- herrſchung der franzöſiſchen und ita- lieniſchen Sprache in das Benedik- tinerſtift Engelberg, Obwalden, wo er nach Abſolvierung der theologiſchen Fachſtudien 1895 die Prieſterweihe empfing. Als Berufsarbeit lag ihm fortan der Unterricht am dortigen Kloſtergymnaſium ob; die Mußeſtun- den füllten literariſche Studien und poetiſche Arbeiten aus. S: Marien- Lob (Ge.), 1902. – Zwei Weihnachts- ſpiele (Salvator Mundi. – Herodes), 1901. – Saul (Bibl. Dr.), 1903. – Johannes Parricida (Dram. Schſp.), 1904. – Abt Salomo III. v. St. Gallen (Hiſt. Schſp.), 1905. – Tobias (Bibl. Dr.), 1906. – Bruder Klaus (D.), 1907. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 186. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/190>, abgerufen am 21.03.2019.