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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ber
(Nn.), 1894 (Jnhalt: Die Handschuh-
braut. - Die schöne Suse. - Der Spion.
- Der Steckbrief. - Der Tramp.) -
Undine (E.), 1897. - Schuld (R.),
1898. - Schmelings Erben (R.); II,
1898. - Von Glück und Leid (Nn.),
1898 (Jnhalt: Zukunftsmusik. - Des
Sängers Fluch. - Besuch aus Argen-
tinien. - Jap. - Echt im Feuer. - Die
tolle Franzeska.) - Phantasus (R.),
1899. - Das Jungfernstift (R.); II,
1902. - Elementare Gewalten (R.),
1905.

Berges, Philipp,

wurde am 16.
Februar 1863 in Lübeck geboren. Sein
Vater war Besitzer einer großen Leih-
bibliothek, u. das heimliche Studieren
ihrer Schätze legte wohl den Grund-
stein zur Reise- und Schreiblust, zur
heiteren Lebensauffassung u. Gefallen
an der Phantasie des späteren Autors.
Bis zu seinem 13. Jahre besuchte B.
die Schule in Lübeck; dann erhielt er
seine weitere Erziehung in Frankfurt
a. M. Als in seinem 17. Jahre die
"Neuyorker Staatszeitung" eine No-
velle von B. erwarb und honorierte,
begann er sich für den journalistischen
Beruf vorzubereiten. Nach längerem
Studienaufenthalt in den Vereinigten
Staaten folgte 1888 ein wechselvolles
Wanderleben als Zeitungskorrespon-
dent und unabhängiger Schriftsteller,
bis er sich nach einigen Jahren in
Hamburg dauernd niederließ, wo er
seit 1893 als Redakteur am "Ham-
burger Fremdenblatt" tätig ist.

S:


Die Auswanderer (R.), 1888. Neue
Ausg. 1905. - Amerikana (Hum. Bil-
der aus dem amerikanischen Leben);
V, 1889-97. - Bunte Bilder aus dem
Neuyorker Leben (Sk.), 1892. - Jim
Blaubart, der Posträuber (Hum.),
1891. - Jm wilden Westen (Ausstat-
tungsst., mit E. Dorn), 1891. - Mo-
derne Wege zum Wohlstand (Sk. aus
dem amerikanischen Leben), 1892. -
Humbugland (Hum. Sk.), 1892. -
Nordlandfahrt der Augusta Viktoria
(Sk.), 1895. - Verliebt -- von Polizei-
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Ber
wegen (Amerik. Detektivgesch.), 1896.
- Die Halleluja-Jungfrau (E. a. d.
amerik. Leben), 1897. 2. A. u. d. T.:
Die Gesundbeterin, 1902. - Der Post-
räuber. Hans Walters Brautfahrt
(2 Geschn.), 1903. - Der Einbruch im
Bankhause (Amerik. Detektivgesch.),
1904. - Aquarelle (Bunte Sk. und
Studien), 1904. - Das letzte Mittel
(Schw.), 1905. - Der Mann mit dem
weißen Zylinder (Burleske, m. Zeska),
1900.

Bergfreund, Th.,

Pseudon. für
Theodor Becker; s. d.!

Berghold, Alexander,

geb. am
14. Oktbr. 1838 zu St. Margarethen
in Steiermark, studierte in Graz ka-
tholische Theologie u. ging 1864 mit
einem Jndianer-Missionar nach den
Vereinigten Staaten, vollendete in
St. Paul, Minnesota, seine theolo-
gischen Studien, war dann Pfarrer in
Belle Plaine bis 1868 und gründete,
nach Rückkehr von einer Reise nach
Europa 1869 in New Ulm, Minnesota,
eine katholische Gemeinde, welche er
viele Jahre bediente. Nebenbei leitete
er auch eine von ihm gegründete Aka-
demie. Gegenwärtig hält er sich in
St. Paul auf.

S:

Prärie-Rosen (Ge.
u. Prosa), 1880. - Jndianer-Rache,
od. die Schreckenstage von New Ulm,
2. A. 1892.

*Bergler, Hans,

pseud. Otto-
kar Tann-Bergler,
wurde am
15. Juni 1859 zu Wien als der Sohn
eines Kleinbürgers geboren, erhielt
dort seine Gymnasialbildung und lag
dann an der Universität daselbst philo-
sophischen Studien ob. Einige über-
mütige Kneipzeitungs-Skizzen mach-
ten die Redakteure F. Mamroth und
Ed. Hügel auf B. aufmerksam, und sie
ermunterten ihn, sich der Journalistik
zu widmen. Zuerst war B. Redakteur
der "Wiener Allgemeinen Zeitung"
bis Ende 1888, von 1890-93 Redak-
teur der "Deutschen Zeitung", u. seit
Oktober 1893 gehört er der Redaktion
des "Neuen Wiener Journal" an.

*


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Ber
(Nn.), 1894 (Jnhalt: Die Handſchuh-
braut. – Die ſchöne Suſe. – Der Spion.
– Der Steckbrief. – Der Tramp.) –
Undine (E.), 1897. – Schuld (R.),
1898. – Schmelings Erben (R.); II,
1898. – Von Glück und Leid (Nn.),
1898 (Jnhalt: Zukunftsmuſik. – Des
Sängers Fluch. – Beſuch aus Argen-
tinien. – Jap. – Echt im Feuer. – Die
tolle Franzeska.) – Phantaſus (R.),
1899. – Das Jungfernſtift (R.); II,
1902. – Elementare Gewalten (R.),
1905.

Berges, Philipp,

wurde am 16.
Februar 1863 in Lübeck geboren. Sein
Vater war Beſitzer einer großen Leih-
bibliothek, u. das heimliche Studieren
ihrer Schätze legte wohl den Grund-
ſtein zur Reiſe- und Schreibluſt, zur
heiteren Lebensauffaſſung u. Gefallen
an der Phantaſie des ſpäteren Autors.
Bis zu ſeinem 13. Jahre beſuchte B.
die Schule in Lübeck; dann erhielt er
ſeine weitere Erziehung in Frankfurt
a. M. Als in ſeinem 17. Jahre die
„Neuyorker Staatszeitung“ eine No-
velle von B. erwarb und honorierte,
begann er ſich für den journaliſtiſchen
Beruf vorzubereiten. Nach längerem
Studienaufenthalt in den Vereinigten
Staaten folgte 1888 ein wechſelvolles
Wanderleben als Zeitungskorreſpon-
dent und unabhängiger Schriftſteller,
bis er ſich nach einigen Jahren in
Hamburg dauernd niederließ, wo er
ſeit 1893 als Redakteur am „Ham-
burger Fremdenblatt“ tätig iſt.

S:


Die Auswanderer (R.), 1888. Neue
Ausg. 1905. – Amerikana (Hum. Bil-
der aus dem amerikaniſchen Leben);
V, 1889–97. – Bunte Bilder aus dem
Neuyorker Leben (Sk.), 1892. – Jim
Blaubart, der Poſträuber (Hum.),
1891. – Jm wilden Weſten (Ausſtat-
tungsſt., mit E. Dorn), 1891. – Mo-
derne Wege zum Wohlſtand (Sk. aus
dem amerikaniſchen Leben), 1892. –
Humbugland (Hum. Sk.), 1892. –
Nordlandfahrt der Auguſta Viktoria
(Sk.), 1895. – Verliebt — von Polizei-
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Ber
wegen (Amerik. Detektivgeſch.), 1896.
– Die Halleluja-Jungfrau (E. a. d.
amerik. Leben), 1897. 2. A. u. d. T.:
Die Geſundbeterin, 1902. – Der Poſt-
räuber. Hans Walters Brautfahrt
(2 Geſchn.), 1903. – Der Einbruch im
Bankhauſe (Amerik. Detektivgeſch.),
1904. – Aquarelle (Bunte Sk. und
Studien), 1904. – Das letzte Mittel
(Schw.), 1905. – Der Mann mit dem
weißen Zylinder (Burleske, m. Zeska),
1900.

Bergfreund, Th.,

Pſeudon. für
Theodor Becker; ſ. d.!

Berghold, Alexander,

geb. am
14. Oktbr. 1838 zu St. Margarethen
in Steiermark, ſtudierte in Graz ka-
tholiſche Theologie u. ging 1864 mit
einem Jndianer-Miſſionar nach den
Vereinigten Staaten, vollendete in
St. Paul, Minneſota, ſeine theolo-
giſchen Studien, war dann Pfarrer in
Belle Plaine bis 1868 und gründete,
nach Rückkehr von einer Reiſe nach
Europa 1869 in New Ulm, Minneſota,
eine katholiſche Gemeinde, welche er
viele Jahre bediente. Nebenbei leitete
er auch eine von ihm gegründete Aka-
demie. Gegenwärtig hält er ſich in
St. Paul auf.

S:

Prärie-Roſen (Ge.
u. Proſa), 1880. – Jndianer-Rache,
od. die Schreckenstage von New Ulm,
2. A. 1892.

*Bergler, Hans,

pſeud. Otto-
kar Tann-Bergler,
wurde am
15. Juni 1859 zu Wien als der Sohn
eines Kleinbürgers geboren, erhielt
dort ſeine Gymnaſialbildung und lag
dann an der Univerſität daſelbſt philo-
ſophiſchen Studien ob. Einige über-
mütige Kneipzeitungs-Skizzen mach-
ten die Redakteure F. Mamroth und
Ed. Hügel auf B. aufmerkſam, und ſie
ermunterten ihn, ſich der Journaliſtik
zu widmen. Zuerſt war B. Redakteur
der „Wiener Allgemeinen Zeitung“
bis Ende 1888, von 1890–93 Redak-
teur der „Deutſchen Zeitung“, u. ſeit
Oktober 1893 gehört er der Redaktion
des „Neuen Wiener Journal“ an.

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[194/0198] Ber Ber (Nn.), 1894 (Jnhalt: Die Handſchuh- braut. – Die ſchöne Suſe. – Der Spion. – Der Steckbrief. – Der Tramp.) – Undine (E.), 1897. – Schuld (R.), 1898. – Schmelings Erben (R.); II, 1898. – Von Glück und Leid (Nn.), 1898 (Jnhalt: Zukunftsmuſik. – Des Sängers Fluch. – Beſuch aus Argen- tinien. – Jap. – Echt im Feuer. – Die tolle Franzeska.) – Phantaſus (R.), 1899. – Das Jungfernſtift (R.); II, 1902. – Elementare Gewalten (R.), 1905. Berges, Philipp, wurde am 16. Februar 1863 in Lübeck geboren. Sein Vater war Beſitzer einer großen Leih- bibliothek, u. das heimliche Studieren ihrer Schätze legte wohl den Grund- ſtein zur Reiſe- und Schreibluſt, zur heiteren Lebensauffaſſung u. Gefallen an der Phantaſie des ſpäteren Autors. Bis zu ſeinem 13. Jahre beſuchte B. die Schule in Lübeck; dann erhielt er ſeine weitere Erziehung in Frankfurt a. M. Als in ſeinem 17. Jahre die „Neuyorker Staatszeitung“ eine No- velle von B. erwarb und honorierte, begann er ſich für den journaliſtiſchen Beruf vorzubereiten. Nach längerem Studienaufenthalt in den Vereinigten Staaten folgte 1888 ein wechſelvolles Wanderleben als Zeitungskorreſpon- dent und unabhängiger Schriftſteller, bis er ſich nach einigen Jahren in Hamburg dauernd niederließ, wo er ſeit 1893 als Redakteur am „Ham- burger Fremdenblatt“ tätig iſt. S: Die Auswanderer (R.), 1888. Neue Ausg. 1905. – Amerikana (Hum. Bil- der aus dem amerikaniſchen Leben); V, 1889–97. – Bunte Bilder aus dem Neuyorker Leben (Sk.), 1892. – Jim Blaubart, der Poſträuber (Hum.), 1891. – Jm wilden Weſten (Ausſtat- tungsſt., mit E. Dorn), 1891. – Mo- derne Wege zum Wohlſtand (Sk. aus dem amerikaniſchen Leben), 1892. – Humbugland (Hum. Sk.), 1892. – Nordlandfahrt der Auguſta Viktoria (Sk.), 1895. – Verliebt — von Polizei- wegen (Amerik. Detektivgeſch.), 1896. – Die Halleluja-Jungfrau (E. a. d. amerik. Leben), 1897. 2. A. u. d. T.: Die Geſundbeterin, 1902. – Der Poſt- räuber. Hans Walters Brautfahrt (2 Geſchn.), 1903. – Der Einbruch im Bankhauſe (Amerik. Detektivgeſch.), 1904. – Aquarelle (Bunte Sk. und Studien), 1904. – Das letzte Mittel (Schw.), 1905. – Der Mann mit dem weißen Zylinder (Burleske, m. Zeska), 1900. Bergfreund, Th., Pſeudon. für Theodor Becker; ſ. d.! Berghold, Alexander, geb. am 14. Oktbr. 1838 zu St. Margarethen in Steiermark, ſtudierte in Graz ka- tholiſche Theologie u. ging 1864 mit einem Jndianer-Miſſionar nach den Vereinigten Staaten, vollendete in St. Paul, Minneſota, ſeine theolo- giſchen Studien, war dann Pfarrer in Belle Plaine bis 1868 und gründete, nach Rückkehr von einer Reiſe nach Europa 1869 in New Ulm, Minneſota, eine katholiſche Gemeinde, welche er viele Jahre bediente. Nebenbei leitete er auch eine von ihm gegründete Aka- demie. Gegenwärtig hält er ſich in St. Paul auf. S: Prärie-Roſen (Ge. u. Proſa), 1880. – Jndianer-Rache, od. die Schreckenstage von New Ulm, 2. A. 1892. *Bergler, Hans, pſeud. Otto- kar Tann-Bergler, wurde am 15. Juni 1859 zu Wien als der Sohn eines Kleinbürgers geboren, erhielt dort ſeine Gymnaſialbildung und lag dann an der Univerſität daſelbſt philo- ſophiſchen Studien ob. Einige über- mütige Kneipzeitungs-Skizzen mach- ten die Redakteure F. Mamroth und Ed. Hügel auf B. aufmerkſam, und ſie ermunterten ihn, ſich der Journaliſtik zu widmen. Zuerſt war B. Redakteur der „Wiener Allgemeinen Zeitung“ bis Ende 1888, von 1890–93 Redak- teur der „Deutſchen Zeitung“, u. ſeit Oktober 1893 gehört er der Redaktion des „Neuen Wiener Journal“ an. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 194. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/198>, abgerufen am 24.03.2019.