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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Ber
1907. - Gottes Gerechtigkeit (E.),
1900.

Berthold, Karl Adam,

wurde
am 6. Juli 1835 zu Münster in West-
falen geboren, studierte daselbst Philo-
logie, hielt nach bestandenem Examen
dort sein Probejahr ab und trat im
Oktober 1861 als Lehrer am Gym-
nasium in Brilon in amtliche Tätig-
keit. Seit dem Jahre 1868 war er
Lehrer am Real-Progymnasium in
Bocholt u. führte seit 1874 die Redak-
tion der Zeitschrift "Natur u. Offen-
barung". Er starb 1885.

S:

Die
heilige Elisabeth (Ep. D.), 1866. - Jm
Freien! (Naturbilder), 1876. - An
frischen Quellen (Ge), 1879. - Von
der Nordsee bis zu den Alpen (Reise-
bilder u. Naturstudien), 1878.

Berthold, Konrad,

Pseud. für
Konrad Cosack; s. d.!

Berthold(-Filhes),

L., Pseud. für
Berta Lehmann-Filhes; s. d.!

Berthold, Paul,

wurde am
19. Oktbr. 1860 in Breslau geboren,
wo sein Vater Robert B. Kaufmann
und schwedischer Konsul war, absol-
vierte daselbst das Gymnasium und
studierte dann an den Universitäten
Berlin, Heidelberg u. Breslau klassische
Philologie mit solchem Eifer und Er-
solg, daß er z. B. in Heidelberg drei-
mal prämiiert wurde. Nach beendeten
Studien wandte er sich der Bühne zu;
seinen ersten dramatischen Unterricht
genoß er bei Herrn von Fischer, da-
maligem Regisseur des Breslauer
Stadttheaters, während ihn der kgl.
Ballettmeister Ebel in der Plastik
unterrichtete. Nach mehrfachen En-
gagements widmete sich B. der Gast-
spiellaufbahn und errang sowohl als
Schauspieler wie auch als Rezitator
ansehnliche Erfolge. Er lebt seit eini-
gen Jahren in Berlin.

S:

Frauen-
recht (Schsp.), 1899.

Berthold, Theodor Gottfried


Joh., pseud. Theodor Carus, wurde
am 4. Dezbr. 1841 zu Münster in West-
falen geboren, absolvierte 1860 das
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Ber
dorlige Gymnasium und widmete sich
seit 1862 an d. Akademie seiner Vater-
stadt dem Studium der klassischen
Philologie sowie der französ. Sprache
und Literatur. 1864 machte er den
dänischen Krieg u. 1866 den Feldzug
der Mainarmee mit. Jm Sommer
1868 bestand er sein Staatsexamen,
trat im Oktober d. J. als Probekandi-
dat beim Gymnasium zu Münster ein,
wurde aber bald zur Verwaltung einer
Lehrerstelle an das Matthias-Gym-
nasium nach Breslau berufen u. 1869
als ordentl. Lehrer am Gymnasium
in Glogau angestellt. Aber ein Hals-
leiden nötigte ihn schon im folgenden
Herbste einen längeren Urlaub zu neh-
men, und Neujahr 1875 erfolgte sein
Übertritt in den Ruhestand. Seitdem
lebte er in Bocholt vorwiegend schön-
wissenschaftl. Studien u. starb am 15.
März 1909.

S:

Lose Blätter aus dem
Münsterlande und von der Nordsee,
1885. - Jugend-Erinnerungen einer
alten Frau, 1885. - Soldatenleben
im Felde, 1885. - Bewegte Tage, 1885.
- Dona nobis pacem! (4 En.), 1888. -
Jn Sand und Moor (3 En.), 1898. -
Lustige Gymnasialgeschichten, 1900.

Berti, Otto,

s. Norbert Falk!

*Bertin, Paul Robert Adalb.,


wurde am 23. Januar 1849 zu Peitz
in der Mark Brandenburg als der
Sohn eines Kaufmanns geboren und
verlebte seine Jugend in dem Hause
seines Großvaters, eines Predigers in
Dobrilugk, der ihn auch für das Gym-
nasium vorbereitete. Nachdem er die
Gymnasien zu Luckau u. Magdeburg
besucht, studierte er von 1872-76 in
Halle Philologie, promovierte daselbst
1876, absolvierte 1877 sein Staats-
examen und wurde 1878 als Lehrer
am Realprogymnasium in Langenberg
(Rheinland) angestellt, wo er noch
jetzt seit 1892 als Oberlehrer tätig
ist. Jm Jahre 1902 wurde er zum
Professor ernannt.

S:

Aias (Dr. D.
n. Sophokles), 1881. - Altklassische
Mythen u. Sagen (12 poet. Gemälde

*


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Ber
1907. – Gottes Gerechtigkeit (E.),
1900.

Berthold, Karl Adam,

wurde
am 6. Juli 1835 zu Münſter in Weſt-
falen geboren, ſtudierte daſelbſt Philo-
logie, hielt nach beſtandenem Examen
dort ſein Probejahr ab und trat im
Oktober 1861 als Lehrer am Gym-
naſium in Brilon in amtliche Tätig-
keit. Seit dem Jahre 1868 war er
Lehrer am Real-Progymnaſium in
Bocholt u. führte ſeit 1874 die Redak-
tion der Zeitſchrift „Natur u. Offen-
barung“. Er ſtarb 1885.

S:

Die
heilige Eliſabeth (Ep. D.), 1866. – Jm
Freien! (Naturbilder), 1876. – An
friſchen Quellen (Ge), 1879. – Von
der Nordſee bis zu den Alpen (Reiſe-
bilder u. Naturſtudien), 1878.

Berthold, Konrad,

Pſeud. für
Konrad Coſack; ſ. d.!

Berthold(-Filhés),

L., Pſeud. für
Berta Lehmann-Filhés; ſ. d.!

Berthold, Paul,

wurde am
19. Oktbr. 1860 in Breslau geboren,
wo ſein Vater Robert B. Kaufmann
und ſchwediſcher Konſul war, abſol-
vierte daſelbſt das Gymnaſium und
ſtudierte dann an den Univerſitäten
Berlin, Heidelberg u. Breslau klaſſiſche
Philologie mit ſolchem Eifer und Er-
ſolg, daß er z. B. in Heidelberg drei-
mal prämiiert wurde. Nach beendeten
Studien wandte er ſich der Bühne zu;
ſeinen erſten dramatiſchen Unterricht
genoß er bei Herrn von Fiſcher, da-
maligem Regiſſeur des Breslauer
Stadttheaters, während ihn der kgl.
Ballettmeiſter Ebel in der Plaſtik
unterrichtete. Nach mehrfachen En-
gagements widmete ſich B. der Gaſt-
ſpiellaufbahn und errang ſowohl als
Schauſpieler wie auch als Rezitator
anſehnliche Erfolge. Er lebt ſeit eini-
gen Jahren in Berlin.

S:

Frauen-
recht (Schſp.), 1899.

Berthold, Theodor Gottfried


Joh., pſeud. Theodor Carus, wurde
am 4. Dezbr. 1841 zu Münſter in Weſt-
falen geboren, abſolvierte 1860 das
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Ber
dorlige Gymnaſium und widmete ſich
ſeit 1862 an d. Akademie ſeiner Vater-
ſtadt dem Studium der klaſſiſchen
Philologie ſowie der franzöſ. Sprache
und Literatur. 1864 machte er den
däniſchen Krieg u. 1866 den Feldzug
der Mainarmee mit. Jm Sommer
1868 beſtand er ſein Staatsexamen,
trat im Oktober d. J. als Probekandi-
dat beim Gymnaſium zu Münſter ein,
wurde aber bald zur Verwaltung einer
Lehrerſtelle an das Matthias-Gym-
naſium nach Breslau berufen u. 1869
als ordentl. Lehrer am Gymnaſium
in Glogau angeſtellt. Aber ein Hals-
leiden nötigte ihn ſchon im folgenden
Herbſte einen längeren Urlaub zu neh-
men, und Neujahr 1875 erfolgte ſein
Übertritt in den Ruheſtand. Seitdem
lebte er in Bocholt vorwiegend ſchön-
wiſſenſchaftl. Studien u. ſtarb am 15.
März 1909.

S:

Loſe Blätter aus dem
Münſterlande und von der Nordſee,
1885. – Jugend-Erinnerungen einer
alten Frau, 1885. – Soldatenleben
im Felde, 1885. – Bewegte Tage, 1885.
Dona nobis pacem! (4 En.), 1888. –
Jn Sand und Moor (3 En.), 1898. –
Luſtige Gymnaſialgeſchichten, 1900.

Berti, Otto,

ſ. Norbert Falk!

*Bertin, Paul Robert Adalb.,


wurde am 23. Januar 1849 zu Peitz
in der Mark Brandenburg als der
Sohn eines Kaufmanns geboren und
verlebte ſeine Jugend in dem Hauſe
ſeines Großvaters, eines Predigers in
Dobrilugk, der ihn auch für das Gym-
naſium vorbereitete. Nachdem er die
Gymnaſien zu Luckau u. Magdeburg
beſucht, ſtudierte er von 1872–76 in
Halle Philologie, promovierte daſelbſt
1876, abſolvierte 1877 ſein Staats-
examen und wurde 1878 als Lehrer
am Realprogymnaſium in Langenberg
(Rheinland) angeſtellt, wo er noch
jetzt ſeit 1892 als Oberlehrer tätig
iſt. Jm Jahre 1902 wurde er zum
Profeſſor ernannt.

S:

Aias (Dr. D.
n. Sophokles), 1881. – Altklaſſiſche
Mythen u. Sagen (12 poet. Gemälde

*
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[212/0216] Ber Ber 1907. – Gottes Gerechtigkeit (E.), 1900. Berthold, Karl Adam, wurde am 6. Juli 1835 zu Münſter in Weſt- falen geboren, ſtudierte daſelbſt Philo- logie, hielt nach beſtandenem Examen dort ſein Probejahr ab und trat im Oktober 1861 als Lehrer am Gym- naſium in Brilon in amtliche Tätig- keit. Seit dem Jahre 1868 war er Lehrer am Real-Progymnaſium in Bocholt u. führte ſeit 1874 die Redak- tion der Zeitſchrift „Natur u. Offen- barung“. Er ſtarb 1885. S: Die heilige Eliſabeth (Ep. D.), 1866. – Jm Freien! (Naturbilder), 1876. – An friſchen Quellen (Ge), 1879. – Von der Nordſee bis zu den Alpen (Reiſe- bilder u. Naturſtudien), 1878. Berthold, Konrad, Pſeud. für Konrad Coſack; ſ. d.! Berthold(-Filhés), L., Pſeud. für Berta Lehmann-Filhés; ſ. d.! Berthold, Paul, wurde am 19. Oktbr. 1860 in Breslau geboren, wo ſein Vater Robert B. Kaufmann und ſchwediſcher Konſul war, abſol- vierte daſelbſt das Gymnaſium und ſtudierte dann an den Univerſitäten Berlin, Heidelberg u. Breslau klaſſiſche Philologie mit ſolchem Eifer und Er- ſolg, daß er z. B. in Heidelberg drei- mal prämiiert wurde. Nach beendeten Studien wandte er ſich der Bühne zu; ſeinen erſten dramatiſchen Unterricht genoß er bei Herrn von Fiſcher, da- maligem Regiſſeur des Breslauer Stadttheaters, während ihn der kgl. Ballettmeiſter Ebel in der Plaſtik unterrichtete. Nach mehrfachen En- gagements widmete ſich B. der Gaſt- ſpiellaufbahn und errang ſowohl als Schauſpieler wie auch als Rezitator anſehnliche Erfolge. Er lebt ſeit eini- gen Jahren in Berlin. S: Frauen- recht (Schſp.), 1899. Berthold, Theodor Gottfried Joh., pſeud. Theodor Carus, wurde am 4. Dezbr. 1841 zu Münſter in Weſt- falen geboren, abſolvierte 1860 das dorlige Gymnaſium und widmete ſich ſeit 1862 an d. Akademie ſeiner Vater- ſtadt dem Studium der klaſſiſchen Philologie ſowie der franzöſ. Sprache und Literatur. 1864 machte er den däniſchen Krieg u. 1866 den Feldzug der Mainarmee mit. Jm Sommer 1868 beſtand er ſein Staatsexamen, trat im Oktober d. J. als Probekandi- dat beim Gymnaſium zu Münſter ein, wurde aber bald zur Verwaltung einer Lehrerſtelle an das Matthias-Gym- naſium nach Breslau berufen u. 1869 als ordentl. Lehrer am Gymnaſium in Glogau angeſtellt. Aber ein Hals- leiden nötigte ihn ſchon im folgenden Herbſte einen längeren Urlaub zu neh- men, und Neujahr 1875 erfolgte ſein Übertritt in den Ruheſtand. Seitdem lebte er in Bocholt vorwiegend ſchön- wiſſenſchaftl. Studien u. ſtarb am 15. März 1909. S: Loſe Blätter aus dem Münſterlande und von der Nordſee, 1885. – Jugend-Erinnerungen einer alten Frau, 1885. – Soldatenleben im Felde, 1885. – Bewegte Tage, 1885. – Dona nobis pacem! (4 En.), 1888. – Jn Sand und Moor (3 En.), 1898. – Luſtige Gymnaſialgeſchichten, 1900. Berti, Otto, ſ. Norbert Falk! *Bertin, Paul Robert Adalb., wurde am 23. Januar 1849 zu Peitz in der Mark Brandenburg als der Sohn eines Kaufmanns geboren und verlebte ſeine Jugend in dem Hauſe ſeines Großvaters, eines Predigers in Dobrilugk, der ihn auch für das Gym- naſium vorbereitete. Nachdem er die Gymnaſien zu Luckau u. Magdeburg beſucht, ſtudierte er von 1872–76 in Halle Philologie, promovierte daſelbſt 1876, abſolvierte 1877 ſein Staats- examen und wurde 1878 als Lehrer am Realprogymnaſium in Langenberg (Rheinland) angeſtellt, wo er noch jetzt ſeit 1892 als Oberlehrer tätig iſt. Jm Jahre 1902 wurde er zum Profeſſor ernannt. S: Aias (Dr. D. n. Sophokles), 1881. – Altklaſſiſche Mythen u. Sagen (12 poet. Gemälde *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 212. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/216>, abgerufen am 18.03.2019.