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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bick
Vorsteherin der Höheren Mädchen-
schule in ihrer Vaterstadt.

S:

Rege un
Sunneschoi (Ge. u. Geschn. a. d. Oden-
wald), 1906. - Aus em Oudewald (Ge-
schn. u. Ge. in Odenwäld. Mdt.), 1908.

Bicking, Franz Anton,

pseudon.
Ludw. Rüben, wurde am 31. März
1809 zu Erfurt geboren, wo sein Vater
von 1806-13 als Generalchef ver-
schiedener Hospitäler in französischen
Diensten stand. Seine Erziehung er-
hielt er unter den Augen seines
Oheims, des Domherrn Franz Anton
Schmelzer am Gymnasium seiner Va-
terstadt, später in dem Seminarium
Theodorianum,
dem bekannten Je-
suitenkollegium, in Paderborn, wor-
auf er zum Studium der Medizin die
Universität Berlin bezog, an welcher
er nach mehrjährigen Studien u. nicht
geringem Kampf ums Dasein promo-
vierte. Von hier aus kehrte er nach
Thüringen zurück und wirkte als Arzt
in Erfurt und dessen Umgegend. Jm
Jahre 1842 siedelte B. nach Berlin
über und wurde Leibarzt des Prinzen
Albrecht (Vater) von Preußen, in wel-
cher Stellung er als Geh. Sanitätsrat
bis zu dem Tode des Prinzen verblieb
(14. Oktbr. 1872), stets gleich geliebt u.
gleich geehrt von seinem allerhöchsten
Gebieter. B. begleitete den Prinzen
auf den verschiedensten Reisen, nach
dem Orient, nach Mehadja, nach dem
Kaukasus, machte auch die Feldzüge in
Schleswig, gegen Österreich u. Frank-
reich als tätiger Arzt im Gefolge des
Prinzen mit. Gegen Ende 1872 er-
krankte B. an einem Nierenleiden, dem
er am 14. Januar 1873 erlag. Als
Arzt bekannte sich B. zur Homöopathie,
und schrieb er nach dieser Seite hin
mehrere wertvolle Werke.

S:

Jphi-
genie in Aulis (Tr.), 1862. - Jphi-
genie in Tauris (Tr.), 1863. - Cato
von Utika (Dr.), 1865. - Cromwell
(Dr.), 1867. - Junius Brutus (Dr.),
1868. - Mohammed (Ep.), 1868. -
Jakob Molay (D.), 1869. - Nach-
gelassene Werke; hersg. von Emilie
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Bic
Schröder; IV, 1873. [Jnhalt: Hiort
(Ep.). - Zug des Jason nach Kolchis
(G.). - Gedichte. - Kaiser Karl V.
(Dr.). - Sein und Nichtsein (Dr.) -
Napoleon I. (Dr.). - Friedrich I., Kur-
fürst von Brandenburg (Dr.). - Jphi-
genia in Argos (Tr.). - Fingal (Dr.
G.). - Bragal (Dr. G.). - Antonius u.
Kleopatra (Dr.) - Pharnabazus (Dr.)]

*Bickmann, P. Evarist,

geb.
am 18. Januar 1860 in Grunstein-
heim bei Paderborn, widmete sich früh
klassischen Studien und folgte, nach-
dem er mehrere Jahre bei einem Geist-
lichen Privatunterricht genommen,
den Franziskanern in die Verbannung
nach Holland, wo er 1877 das Ordens-
kleid erhielt. Nach dem Probejahre
setzte er dort vier Jahre lang die
klassischen Studien fort, hörte dann
zwei Jahre scholastische Philosophie
und wurde darauf von seinen Obern
mit der Heranbildung seiner jüngern
Ordensbrüder in den humanistischen
Studien betraut, besonders in der
Poetik und deutschen Literatur. Nach
Verlauf eines Jahres konnte er seinem
Wunsche gemäß die theologischen Stu-
dien beginnen, denen er drei Jahre
oblag. Jm Jahre 1887 wurde er in
Holland zum Priester geweiht, kehrte
bald darauf in die Heimat zurück und
beendete seine Studien an der Ordens-
schule in Paderborn, worauf er seine
Lehrtätigkeit wieder aufnahm. Nach
Verlauf von zwei Jahren mußte er
dieselbe einer schweren Krankheit we-
gen aufgeben, u. weilt er seitdem, fort-
während kränkelnd, auf dem schönen
Kreuzberge bei Bonn.

S:

Schlichte
Weisen (Ge.), 1894. 2. A. 1907.

*Biczo, Alexander Edler von,

geb.
am 10. Febr. 1868 in Wien, ist seit
seinem 17. Lebensjahre schriftstelle-
risch, besonders als Feuilletonist,
tätig. Er lebt noch jetzt in Wien.

S:

Der neue Zimmerherr (O.), 1899.
- Braches Feld (R.), 1902. - Die
schöne Müllerin (O.), 1907. - Von
der heiteren Seite (Sk.), 1909.

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Bick
Vorſteherin der Höheren Mädchen-
ſchule in ihrer Vaterſtadt.

S:

Rege un
Sunneſchoi (Ge. u. Geſchn. a. d. Oden-
wald), 1906. – Aus em Oudewald (Ge-
ſchn. u. Ge. in Odenwäld. Mdt.), 1908.

Bicking, Franz Anton,

pſeudon.
Ludw. Rüben, wurde am 31. März
1809 zu Erfurt geboren, wo ſein Vater
von 1806–13 als Generalchef ver-
ſchiedener Hoſpitäler in franzöſiſchen
Dienſten ſtand. Seine Erziehung er-
hielt er unter den Augen ſeines
Oheims, des Domherrn Franz Anton
Schmelzer am Gymnaſium ſeiner Va-
terſtadt, ſpäter in dem Seminarium
Theodorianum,
dem bekannten Je-
ſuitenkollegium, in Paderborn, wor-
auf er zum Studium der Medizin die
Univerſität Berlin bezog, an welcher
er nach mehrjährigen Studien u. nicht
geringem Kampf ums Daſein promo-
vierte. Von hier aus kehrte er nach
Thüringen zurück und wirkte als Arzt
in Erfurt und deſſen Umgegend. Jm
Jahre 1842 ſiedelte B. nach Berlin
über und wurde Leibarzt des Prinzen
Albrecht (Vater) von Preußen, in wel-
cher Stellung er als Geh. Sanitätsrat
bis zu dem Tode des Prinzen verblieb
(14. Oktbr. 1872), ſtets gleich geliebt u.
gleich geehrt von ſeinem allerhöchſten
Gebieter. B. begleitete den Prinzen
auf den verſchiedenſten Reiſen, nach
dem Orient, nach Mehadja, nach dem
Kaukaſus, machte auch die Feldzüge in
Schleswig, gegen Öſterreich u. Frank-
reich als tätiger Arzt im Gefolge des
Prinzen mit. Gegen Ende 1872 er-
krankte B. an einem Nierenleiden, dem
er am 14. Januar 1873 erlag. Als
Arzt bekannte ſich B. zur Homöopathie,
und ſchrieb er nach dieſer Seite hin
mehrere wertvolle Werke.

S:

Jphi-
genie in Aulis (Tr.), 1862. – Jphi-
genie in Tauris (Tr.), 1863. – Cato
von Utika (Dr.), 1865. – Cromwell
(Dr.), 1867. – Junius Brutus (Dr.),
1868. – Mohammed (Ep.), 1868. –
Jakob Molay (D.), 1869. – Nach-
gelaſſene Werke; hersg. von Emilie
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Bic
Schröder; IV, 1873. [Jnhalt: Hiort
(Ep.). – Zug des Jaſon nach Kolchis
(G.). – Gedichte. – Kaiſer Karl V.
(Dr.). – Sein und Nichtſein (Dr.) –
Napoleon I. (Dr.). – Friedrich I., Kur-
fürſt von Brandenburg (Dr.). – Jphi-
genia in Argos (Tr.). – Fingal (Dr.
G.). – Bragal (Dr. G.). – Antonius u.
Kleopatra (Dr.) – Pharnabazus (Dr.)]

*Bickmann, P. Evariſt,

geb.
am 18. Januar 1860 in Grunſtein-
heim bei Paderborn, widmete ſich früh
klaſſiſchen Studien und folgte, nach-
dem er mehrere Jahre bei einem Geiſt-
lichen Privatunterricht genommen,
den Franziskanern in die Verbannung
nach Holland, wo er 1877 das Ordens-
kleid erhielt. Nach dem Probejahre
ſetzte er dort vier Jahre lang die
klaſſiſchen Studien fort, hörte dann
zwei Jahre ſcholaſtiſche Philoſophie
und wurde darauf von ſeinen Obern
mit der Heranbildung ſeiner jüngern
Ordensbrüder in den humaniſtiſchen
Studien betraut, beſonders in der
Poetik und deutſchen Literatur. Nach
Verlauf eines Jahres konnte er ſeinem
Wunſche gemäß die theologiſchen Stu-
dien beginnen, denen er drei Jahre
oblag. Jm Jahre 1887 wurde er in
Holland zum Prieſter geweiht, kehrte
bald darauf in die Heimat zurück und
beendete ſeine Studien an der Ordens-
ſchule in Paderborn, worauf er ſeine
Lehrtätigkeit wieder aufnahm. Nach
Verlauf von zwei Jahren mußte er
dieſelbe einer ſchweren Krankheit we-
gen aufgeben, u. weilt er ſeitdem, fort-
während kränkelnd, auf dem ſchönen
Kreuzberge bei Bonn.

S:

Schlichte
Weiſen (Ge.), 1894. 2. A. 1907.

*Biczó, Alexander Edler von,

geb.
am 10. Febr. 1868 in Wien, iſt ſeit
ſeinem 17. Lebensjahre ſchriftſtelle-
riſch, beſonders als Feuilletoniſt,
tätig. Er lebt noch jetzt in Wien.

S:

Der neue Zimmerherr (O.), 1899.
– Braches Feld (R.), 1902. – Die
ſchöne Müllerin (O.), 1907. – Von
der heiteren Seite (Sk.), 1909.

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[229/0233] Bick Bic Vorſteherin der Höheren Mädchen- ſchule in ihrer Vaterſtadt. S: Rege un Sunneſchoi (Ge. u. Geſchn. a. d. Oden- wald), 1906. – Aus em Oudewald (Ge- ſchn. u. Ge. in Odenwäld. Mdt.), 1908. Bicking, Franz Anton, pſeudon. Ludw. Rüben, wurde am 31. März 1809 zu Erfurt geboren, wo ſein Vater von 1806–13 als Generalchef ver- ſchiedener Hoſpitäler in franzöſiſchen Dienſten ſtand. Seine Erziehung er- hielt er unter den Augen ſeines Oheims, des Domherrn Franz Anton Schmelzer am Gymnaſium ſeiner Va- terſtadt, ſpäter in dem Seminarium Theodorianum, dem bekannten Je- ſuitenkollegium, in Paderborn, wor- auf er zum Studium der Medizin die Univerſität Berlin bezog, an welcher er nach mehrjährigen Studien u. nicht geringem Kampf ums Daſein promo- vierte. Von hier aus kehrte er nach Thüringen zurück und wirkte als Arzt in Erfurt und deſſen Umgegend. Jm Jahre 1842 ſiedelte B. nach Berlin über und wurde Leibarzt des Prinzen Albrecht (Vater) von Preußen, in wel- cher Stellung er als Geh. Sanitätsrat bis zu dem Tode des Prinzen verblieb (14. Oktbr. 1872), ſtets gleich geliebt u. gleich geehrt von ſeinem allerhöchſten Gebieter. B. begleitete den Prinzen auf den verſchiedenſten Reiſen, nach dem Orient, nach Mehadja, nach dem Kaukaſus, machte auch die Feldzüge in Schleswig, gegen Öſterreich u. Frank- reich als tätiger Arzt im Gefolge des Prinzen mit. Gegen Ende 1872 er- krankte B. an einem Nierenleiden, dem er am 14. Januar 1873 erlag. Als Arzt bekannte ſich B. zur Homöopathie, und ſchrieb er nach dieſer Seite hin mehrere wertvolle Werke. S: Jphi- genie in Aulis (Tr.), 1862. – Jphi- genie in Tauris (Tr.), 1863. – Cato von Utika (Dr.), 1865. – Cromwell (Dr.), 1867. – Junius Brutus (Dr.), 1868. – Mohammed (Ep.), 1868. – Jakob Molay (D.), 1869. – Nach- gelaſſene Werke; hersg. von Emilie Schröder; IV, 1873. [Jnhalt: Hiort (Ep.). – Zug des Jaſon nach Kolchis (G.). – Gedichte. – Kaiſer Karl V. (Dr.). – Sein und Nichtſein (Dr.) – Napoleon I. (Dr.). – Friedrich I., Kur- fürſt von Brandenburg (Dr.). – Jphi- genia in Argos (Tr.). – Fingal (Dr. G.). – Bragal (Dr. G.). – Antonius u. Kleopatra (Dr.) – Pharnabazus (Dr.)] *Bickmann, P. Evariſt, geb. am 18. Januar 1860 in Grunſtein- heim bei Paderborn, widmete ſich früh klaſſiſchen Studien und folgte, nach- dem er mehrere Jahre bei einem Geiſt- lichen Privatunterricht genommen, den Franziskanern in die Verbannung nach Holland, wo er 1877 das Ordens- kleid erhielt. Nach dem Probejahre ſetzte er dort vier Jahre lang die klaſſiſchen Studien fort, hörte dann zwei Jahre ſcholaſtiſche Philoſophie und wurde darauf von ſeinen Obern mit der Heranbildung ſeiner jüngern Ordensbrüder in den humaniſtiſchen Studien betraut, beſonders in der Poetik und deutſchen Literatur. Nach Verlauf eines Jahres konnte er ſeinem Wunſche gemäß die theologiſchen Stu- dien beginnen, denen er drei Jahre oblag. Jm Jahre 1887 wurde er in Holland zum Prieſter geweiht, kehrte bald darauf in die Heimat zurück und beendete ſeine Studien an der Ordens- ſchule in Paderborn, worauf er ſeine Lehrtätigkeit wieder aufnahm. Nach Verlauf von zwei Jahren mußte er dieſelbe einer ſchweren Krankheit we- gen aufgeben, u. weilt er ſeitdem, fort- während kränkelnd, auf dem ſchönen Kreuzberge bei Bonn. S: Schlichte Weiſen (Ge.), 1894. 2. A. 1907. *Biczó, Alexander Edler von, geb. am 10. Febr. 1868 in Wien, iſt ſeit ſeinem 17. Lebensjahre ſchriftſtelle- riſch, beſonders als Feuilletoniſt, tätig. Er lebt noch jetzt in Wien. S: Der neue Zimmerherr (O.), 1899. – Braches Feld (R.), 1902. – Die ſchöne Müllerin (O.), 1907. – Von der heiteren Seite (Sk.), 1909. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 229. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/233>, abgerufen am 20.03.2019.