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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bie
*Biebendt, Anna,

pseud. M. A.
Enders, wurde am 26. November
1848 als die Tochter eines städtischen
Steuerkassen-Rendanten zu Mühl-
hausen in Thüringen geboren, erhielt
daselbst durch vortreffliche und für-
sorgende Eltern eine sehr gute Er-
ziehung u. in der Schule eine gründ-
liche Ausbildung. Die reiche Phantasie
des Mädchens fand in der alten freien
Reichsstadt mit ihren historischen Er-
innerungen und in der herrlichen
Umgebung stete Nahrung und sehr
bald den richtigen Ausdruck in ihren
Arbeiten für die Schule. Mit 16 Jah-
ren bezog sie das Lehrerinnenseminar
zu Droyßig in der Provinz Sachsen
und trat dann nach zwei Jahren ihren
Beruf als Lehrerin an, den sie bis zu
ihrer Verheiratung (1870) ausübte.
Sie folgte ihrem Gatten nach Schöne-
beck a. d. Elbe und verlebte hier an
seiner Seite eine Reihe von glücklichen
Jahren, die vorwiegend den Pflichten
der Gattin und Mutter, dann und
wann auch schriftstellerischer Tätigkeit
gewidmet waren. Jm Jahre 1886
wurde Anna B. Witwe; als solche
behielt sie noch bis zum Herbst 1892
ihren Wohnsitz in Schönebeck bei, um
ihn dann nach Halle, dem Wohnort
ihrer nächsten Verwandten, zu ver-
legen.

S:

Novellen (Trautenheim. -
Die Turmschwalbe. - Stervenbord. -
Das Drachenhaus), 1881. - Falken-
ried (Aufzeichnungen aus der Feder
einer alten Tante), 1886.

*Biebinger, Friedrich,

pseudon.
Fritz von Mutterstadt, wurde
am 19. Mai 1810 zu Mutterstadt in
der Rheinpfalz als der Sohn eines
Chirurgen, späteren Bürgermeisters,
geboren, besuchte die Dorfschule seines
Heimatsortes, seit 1825 das Gymna-
sium in Speier, seit 1829 das dortige
Lyzeum u. studierte von 1830-34 erst
in Erlangen, dann in Utrecht Theo-
logie. Nachdem er von 1834 ab als
Vikar in Mutterstadt, Freinsheim,
Rechtenbach und Hirschberg gewirkt,
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Bie
wurde er 1841 Pfarrer in Gunders-
weiler u. 1846 in Meckenheim bei Neu-
stadt a. H. Hier hatte er das Unglück,
durch einen Schuß jemand, wenn auch
nur leicht, zu verwunden, und seine
Gegner betrieben nun seine Amtsent-
setzung. B. zog sich nach Mutterstadt
zurück, fand zwar von 1855-61 noch
Verwendung als Hilfsprediger im
geistlichen Amte; da aber die Aus-
sichten auf definitive Wiederanstellung
infolge der liberalen Strömung im
pfälzisch. Konsistorium hinfällig wur-
den, so siedelte B. nach Speyer über,
wo er als Privatmann sich mit der
Poesie und den Studien beschäftigte
u. am 11. Aug. 1882 starb.

S:

Töne
der Gegenwart(Ge.), 1851. - Der Herr,
leidend und verklärt (Bibl. Ep.), 1879.

Biedenkapp, Georg,

geb. am
17. Mai 1868, Dr. phil., lebt in
Steglitz bei Berlin.

S:

Kleine Ge-
schichten und Plaudereien philosoph.,
pädagog. u. satir. Jnhalts, 1902. -
Philosoph. Satiren, 1905. - Schätze
im Alltag. Für kleine u. große Leute,
1907. - Schultaugenichtse u. Muster-
schüler, 1907.

Biedenweg, Johann Peter Fried-
rich,

geb. 22. Novbr. 1812 in Nesse,
Amt Lehe (Hannover), studierte in
Göttingen die Rechte, gehörte 1867
dem preußischen Abgeordnetenhause
an, starb als Obergerichts-Anwalt u.
Notar am 19. Dezbr. 1874 in Stade.

S:

Harten, Smarten un Begeben-
heiten (Bunte Biller ut mine Lebens-
tid), 1873.

Biedermaier, Gottlieb, Pseudon.


für Franz Graf; s. d.!

Biedermann, Berthold Freiherr
von,

geb. am 3. Febr. 1851 in Chem-
nitz (Sachsen), lebte (1900) als Major
z. D. in Berlin-Friedenau, (1904) in
Detmold.

S:

Erzählungen. 1. Bd.:
Schach dem König, 1897.

Biedermann, Detlev Wilibald
Freiherr von,

pseud. Detlev Wili-
bald,
wurde am 22. Oktober 1823
(n. a. 1833) zu Nieder-Forchheim im

*

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Bie
*Biebendt, Anna,

pſeud. M. A.
Enders, wurde am 26. November
1848 als die Tochter eines ſtädtiſchen
Steuerkaſſen-Rendanten zu Mühl-
hauſen in Thüringen geboren, erhielt
daſelbſt durch vortreffliche und für-
ſorgende Eltern eine ſehr gute Er-
ziehung u. in der Schule eine gründ-
liche Ausbildung. Die reiche Phantaſie
des Mädchens fand in der alten freien
Reichsſtadt mit ihren hiſtoriſchen Er-
innerungen und in der herrlichen
Umgebung ſtete Nahrung und ſehr
bald den richtigen Ausdruck in ihren
Arbeiten für die Schule. Mit 16 Jah-
ren bezog ſie das Lehrerinnenſeminar
zu Droyßig in der Provinz Sachſen
und trat dann nach zwei Jahren ihren
Beruf als Lehrerin an, den ſie bis zu
ihrer Verheiratung (1870) ausübte.
Sie folgte ihrem Gatten nach Schöne-
beck a. d. Elbe und verlebte hier an
ſeiner Seite eine Reihe von glücklichen
Jahren, die vorwiegend den Pflichten
der Gattin und Mutter, dann und
wann auch ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit
gewidmet waren. Jm Jahre 1886
wurde Anna B. Witwe; als ſolche
behielt ſie noch bis zum Herbſt 1892
ihren Wohnſitz in Schönebeck bei, um
ihn dann nach Halle, dem Wohnort
ihrer nächſten Verwandten, zu ver-
legen.

S:

Novellen (Trautenheim. –
Die Turmſchwalbe. – Stervenbord. –
Das Drachenhaus), 1881. – Falken-
ried (Aufzeichnungen aus der Feder
einer alten Tante), 1886.

*Biebinger, Friedrich,

pſeudon.
Fritz von Mutterſtadt, wurde
am 19. Mai 1810 zu Mutterſtadt in
der Rheinpfalz als der Sohn eines
Chirurgen, ſpäteren Bürgermeiſters,
geboren, beſuchte die Dorfſchule ſeines
Heimatsortes, ſeit 1825 das Gymna-
ſium in Speier, ſeit 1829 das dortige
Lyzeum u. ſtudierte von 1830–34 erſt
in Erlangen, dann in Utrecht Theo-
logie. Nachdem er von 1834 ab als
Vikar in Mutterſtadt, Freinsheim,
Rechtenbach und Hirſchberg gewirkt,
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Bie
wurde er 1841 Pfarrer in Gunders-
weiler u. 1846 in Meckenheim bei Neu-
ſtadt a. H. Hier hatte er das Unglück,
durch einen Schuß jemand, wenn auch
nur leicht, zu verwunden, und ſeine
Gegner betrieben nun ſeine Amtsent-
ſetzung. B. zog ſich nach Mutterſtadt
zurück, fand zwar von 1855–61 noch
Verwendung als Hilfsprediger im
geiſtlichen Amte; da aber die Aus-
ſichten auf definitive Wiederanſtellung
infolge der liberalen Strömung im
pfälziſch. Konſiſtorium hinfällig wur-
den, ſo ſiedelte B. nach Speyer über,
wo er als Privatmann ſich mit der
Poeſie und den Studien beſchäftigte
u. am 11. Aug. 1882 ſtarb.

S:

Töne
der Gegenwart(Ge.), 1851. – Der Herr,
leidend und verklärt (Bibl. Ep.), 1879.

Biedenkapp, Georg,

geb. am
17. Mai 1868, Dr. phil., lebt in
Steglitz bei Berlin.

S:

Kleine Ge-
ſchichten und Plaudereien philoſoph.,
pädagog. u. ſatir. Jnhalts, 1902. –
Philoſoph. Satiren, 1905. – Schätze
im Alltag. Für kleine u. große Leute,
1907. – Schultaugenichtſe u. Muſter-
ſchüler, 1907.

Biedenweg, Johann Peter Fried-
rich,

geb. 22. Novbr. 1812 in Neſſe,
Amt Lehe (Hannover), ſtudierte in
Göttingen die Rechte, gehörte 1867
dem preußiſchen Abgeordnetenhauſe
an, ſtarb als Obergerichts-Anwalt u.
Notar am 19. Dezbr. 1874 in Stade.

S:

Harten, Smarten un Begeben-
heiten (Bunte Biller ut mine Lebens-
tid), 1873.

Biedermaier, Gottlieb, Pſeudon.


für Franz Graf; ſ. d.!

Biedermann, Berthold Freiherr
von,

geb. am 3. Febr. 1851 in Chem-
nitz (Sachſen), lebte (1900) als Major
z. D. in Berlin-Friedenau, (1904) in
Detmold.

S:

Erzählungen. 1. Bd.:
Schach dem König, 1897.

Biedermann, Detlev Wilibald
Freiherr von,

pſeud. Detlev Wili-
bald,
wurde am 22. Oktober 1823
(n. a. 1833) zu Nieder-Forchheim im

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[230/0234] Bie Bie *Biebendt, Anna, pſeud. M. A. Enders, wurde am 26. November 1848 als die Tochter eines ſtädtiſchen Steuerkaſſen-Rendanten zu Mühl- hauſen in Thüringen geboren, erhielt daſelbſt durch vortreffliche und für- ſorgende Eltern eine ſehr gute Er- ziehung u. in der Schule eine gründ- liche Ausbildung. Die reiche Phantaſie des Mädchens fand in der alten freien Reichsſtadt mit ihren hiſtoriſchen Er- innerungen und in der herrlichen Umgebung ſtete Nahrung und ſehr bald den richtigen Ausdruck in ihren Arbeiten für die Schule. Mit 16 Jah- ren bezog ſie das Lehrerinnenſeminar zu Droyßig in der Provinz Sachſen und trat dann nach zwei Jahren ihren Beruf als Lehrerin an, den ſie bis zu ihrer Verheiratung (1870) ausübte. Sie folgte ihrem Gatten nach Schöne- beck a. d. Elbe und verlebte hier an ſeiner Seite eine Reihe von glücklichen Jahren, die vorwiegend den Pflichten der Gattin und Mutter, dann und wann auch ſchriftſtelleriſcher Tätigkeit gewidmet waren. Jm Jahre 1886 wurde Anna B. Witwe; als ſolche behielt ſie noch bis zum Herbſt 1892 ihren Wohnſitz in Schönebeck bei, um ihn dann nach Halle, dem Wohnort ihrer nächſten Verwandten, zu ver- legen. S: Novellen (Trautenheim. – Die Turmſchwalbe. – Stervenbord. – Das Drachenhaus), 1881. – Falken- ried (Aufzeichnungen aus der Feder einer alten Tante), 1886. *Biebinger, Friedrich, pſeudon. Fritz von Mutterſtadt, wurde am 19. Mai 1810 zu Mutterſtadt in der Rheinpfalz als der Sohn eines Chirurgen, ſpäteren Bürgermeiſters, geboren, beſuchte die Dorfſchule ſeines Heimatsortes, ſeit 1825 das Gymna- ſium in Speier, ſeit 1829 das dortige Lyzeum u. ſtudierte von 1830–34 erſt in Erlangen, dann in Utrecht Theo- logie. Nachdem er von 1834 ab als Vikar in Mutterſtadt, Freinsheim, Rechtenbach und Hirſchberg gewirkt, wurde er 1841 Pfarrer in Gunders- weiler u. 1846 in Meckenheim bei Neu- ſtadt a. H. Hier hatte er das Unglück, durch einen Schuß jemand, wenn auch nur leicht, zu verwunden, und ſeine Gegner betrieben nun ſeine Amtsent- ſetzung. B. zog ſich nach Mutterſtadt zurück, fand zwar von 1855–61 noch Verwendung als Hilfsprediger im geiſtlichen Amte; da aber die Aus- ſichten auf definitive Wiederanſtellung infolge der liberalen Strömung im pfälziſch. Konſiſtorium hinfällig wur- den, ſo ſiedelte B. nach Speyer über, wo er als Privatmann ſich mit der Poeſie und den Studien beſchäftigte u. am 11. Aug. 1882 ſtarb. S: Töne der Gegenwart(Ge.), 1851. – Der Herr, leidend und verklärt (Bibl. Ep.), 1879. Biedenkapp, Georg, geb. am 17. Mai 1868, Dr. phil., lebt in Steglitz bei Berlin. S: Kleine Ge- ſchichten und Plaudereien philoſoph., pädagog. u. ſatir. Jnhalts, 1902. – Philoſoph. Satiren, 1905. – Schätze im Alltag. Für kleine u. große Leute, 1907. – Schultaugenichtſe u. Muſter- ſchüler, 1907. Biedenweg, Johann Peter Fried- rich, geb. 22. Novbr. 1812 in Neſſe, Amt Lehe (Hannover), ſtudierte in Göttingen die Rechte, gehörte 1867 dem preußiſchen Abgeordnetenhauſe an, ſtarb als Obergerichts-Anwalt u. Notar am 19. Dezbr. 1874 in Stade. S: Harten, Smarten un Begeben- heiten (Bunte Biller ut mine Lebens- tid), 1873. Biedermaier, Gottlieb, Pſeudon. für Franz Graf; ſ. d.! Biedermann, Berthold Freiherr von, geb. am 3. Febr. 1851 in Chem- nitz (Sachſen), lebte (1900) als Major z. D. in Berlin-Friedenau, (1904) in Detmold. S: Erzählungen. 1. Bd.: Schach dem König, 1897. Biedermann, Detlev Wilibald Freiherr von, pſeud. Detlev Wili- bald, wurde am 22. Oktober 1823 (n. a. 1833) zu Nieder-Forchheim im *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 230. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/234>, abgerufen am 23.03.2019.