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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Bil
er sein Lehramt auf und siedelte nach
Berlin über, um sich germanistischen
Studien behufs Vorbereitung auf ein
akademisches Lehramt zu widmen, pro-
movierte 1864 in Jena und trat noch
in demselben Jahre in die Redaktion
der "Norddeutschen Allgemeinen Zei-
tung" ein, der er bis 1870 angehörte.
Seitdem lebte er als unabhängiger
Schriftsteller in Berlin, lieferte aber
seit 1879 für obengenannte Zeitung
die Berichte über das königliche Hof-
theater. Er starb am 16. Dezember
1901 in Groß-Lichterfelde bei Berlin.

S:

Coriolan (Tr.), 1860. - Drama-
tische Studien; 3 Hefte, 1863. - Der
alte Barbarossa (P.), 1866. - Die
Duenna von R. B. Sheridan, übers.
und eingeleitet, 1872. - Anno Zwei-
tausend (Zukunftsposse), 1877. - Ge-
dichte, 1884. - Zur deutschen Sprache
und Literatur (Vortr. u. Aufs.), 1888.
- Neue Beiträge zur Gesch. d. deutschen
Sprache und Literatur, 1891. - Der
Jntendant in tausend Nöten (P. mit
Ges.), 1890. - Gomorrhas Ende (Sat.-
dramat. Fragment), 1893. - Drama-
tische Humoresken, 1894. - Ein toller
Tag (Literar. P. m. Ges. u. Tanz), 1896.
- Der Dorfschulze (Komödie), 1899.

*Bilz, F. E.,

wurde am 12. Juni
1842 in Arnsdorf bei Penig (Königr.
Sachsen) als der jüngste Sohn eines
kleinen Landmanns geboren und er-
lernte nach Besuch der Dorfschule und
seiner Konfirmation ein Handwerk, in
welchem er sich daheim und in der
Fremde viele schätzenswerte praktische
und theoretische Kenntnisse erwarb.
Heimgekehrt, gründete er in Meerane
ein kleineres Fabrikationsgeschäft für
Manufakturwaren, besuchte von hier
aus die Leipziger Messen und besorgte
selbst die Geschäftsreisen. Später
schritt er dann zur Errichtung eines
Kolonialwarengeschäfts an demselben
Orte, und nun fand er auch Zeit und
Muße, seinem schon sehr lange ge-
hegten inneren Drange nach schrift-
stellerischer Betätigung folgen zu kön-
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Bin
nen. Letztere hatte sich die Erlösung
der Menschheit aus den traurigen
sozialen und namentlich hygienischen
Verhältnissen zum Ziele gesetzt, und
ihr entsprangen dann seine Werke
"Das menschliche Lebensglück" (Neue
Ausg. u. d. T.: "Wie schafft man
bessere Zeiten") u. "Das neue Natur-
heilverfahren". Das letztere ist in
mehr als einer Million Exemplaren
verbreitet und schon in sechs fremde
Sprachen übersetzt worden. Diese
Naturheilmethode, deren Vorzüge B.
an seinem eigenen Leibe erprobt hatte,
veranlaßte ihn, in derselben sich immer
weiter auszubilden u. schließlich in der
schönen Lößnitz bei Dresden eine große
Naturheilanstalt zu errichten, die sich
noch heute trotz mancherlei Anfechtun-
gen großen Zuspruchs zu erfreuen hat.

S:

Jn hundert Jahren (R.), 1907.

Bimstein, Emanuel,

Pseud. für
Hermann Jsecke; s. d.!

Binder, Heinrich,

geb. 1827 in
Stockerau bei Wien und gest. in Neu-
york am 12. Jan. 1901. Er beteiligte
sich als Studiosus an der Revolution,
nach deren Niederwerfung er 1849 in
die Schweiz flüchtete, dann nach Jta-
lien u. Frankreich u. 1852 nach Amerika
ging, wo er seitdem als Schriftsteller
u. Redakteur tätig war. 1854 redi-
gierte er in Albany die "Freien Blät-
ter", trat 1855 in die Redaktion der
"Jllinois-Staatszeitung" ein, der er
bis 1861 angehörte, war dann in
St. Louis Mitredakteur der "West-
lichen Post" und 1867 Redakteur der
"St. Louis-Abendzeitung", gründete
hier auch 1869 mit Joseph Keppler
die illustrierte Wochenschrift "Die
Vehme". Später wurde er Redakteur
der "Detroiter Abendpost" und 1888
Chefredakteur des "Puck" in Neuyork.

S:

Liederklänge aus vier Jahrzehnten
(Dn.), 1896.

Binder, Heinrich,

geb. am 5. Juli
1878 in Kaiserslautern in der Pfalz,
lebte 1904 als Redakteur der "Pro-
vinzial-Zeitung" in Geestemünde,

*


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Bil
er ſein Lehramt auf und ſiedelte nach
Berlin über, um ſich germaniſtiſchen
Studien behufs Vorbereitung auf ein
akademiſches Lehramt zu widmen, pro-
movierte 1864 in Jena und trat noch
in demſelben Jahre in die Redaktion
der „Norddeutſchen Allgemeinen Zei-
tung“ ein, der er bis 1870 angehörte.
Seitdem lebte er als unabhängiger
Schriftſteller in Berlin, lieferte aber
ſeit 1879 für obengenannte Zeitung
die Berichte über das königliche Hof-
theater. Er ſtarb am 16. Dezember
1901 in Groß-Lichterfelde bei Berlin.

S:

Coriolan (Tr.), 1860. – Drama-
tiſche Studien; 3 Hefte, 1863. – Der
alte Barbaroſſa (P.), 1866. – Die
Duenna von R. B. Sheridan, überſ.
und eingeleitet, 1872. – Anno Zwei-
tauſend (Zukunftspoſſe), 1877. – Ge-
dichte, 1884. – Zur deutſchen Sprache
und Literatur (Vortr. u. Aufſ.), 1888.
– Neue Beiträge zur Geſch. d. deutſchen
Sprache und Literatur, 1891. – Der
Jntendant in tauſend Nöten (P. mit
Geſ.), 1890. – Gomorrhas Ende (Sat.-
dramat. Fragment), 1893. – Drama-
tiſche Humoresken, 1894. – Ein toller
Tag (Literar. P. m. Geſ. u. Tanz), 1896.
– Der Dorfſchulze (Komödie), 1899.

*Bilz, F. E.,

wurde am 12. Juni
1842 in Arnsdorf bei Penig (Königr.
Sachſen) als der jüngſte Sohn eines
kleinen Landmanns geboren und er-
lernte nach Beſuch der Dorfſchule und
ſeiner Konfirmation ein Handwerk, in
welchem er ſich daheim und in der
Fremde viele ſchätzenswerte praktiſche
und theoretiſche Kenntniſſe erwarb.
Heimgekehrt, gründete er in Meerane
ein kleineres Fabrikationsgeſchäft für
Manufakturwaren, beſuchte von hier
aus die Leipziger Meſſen und beſorgte
ſelbſt die Geſchäftsreiſen. Später
ſchritt er dann zur Errichtung eines
Kolonialwarengeſchäfts an demſelben
Orte, und nun fand er auch Zeit und
Muße, ſeinem ſchon ſehr lange ge-
hegten inneren Drange nach ſchrift-
ſtelleriſcher Betätigung folgen zu kön-
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Bin
nen. Letztere hatte ſich die Erlöſung
der Menſchheit aus den traurigen
ſozialen und namentlich hygieniſchen
Verhältniſſen zum Ziele geſetzt, und
ihr entſprangen dann ſeine Werke
„Das menſchliche Lebensglück“ (Neue
Ausg. u. d. T.: „Wie ſchafft man
beſſere Zeiten“) u. „Das neue Natur-
heilverfahren“. Das letztere iſt in
mehr als einer Million Exemplaren
verbreitet und ſchon in ſechs fremde
Sprachen überſetzt worden. Dieſe
Naturheilmethode, deren Vorzüge B.
an ſeinem eigenen Leibe erprobt hatte,
veranlaßte ihn, in derſelben ſich immer
weiter auszubilden u. ſchließlich in der
ſchönen Lößnitz bei Dresden eine große
Naturheilanſtalt zu errichten, die ſich
noch heute trotz mancherlei Anfechtun-
gen großen Zuſpruchs zu erfreuen hat.

S:

Jn hundert Jahren (R.), 1907.

Bimſtein, Emanuel,

Pſeud. für
Hermann Jſecke; ſ. d.!

Binder, Heinrich,

geb. 1827 in
Stockerau bei Wien und geſt. in Neu-
york am 12. Jan. 1901. Er beteiligte
ſich als Studioſus an der Revolution,
nach deren Niederwerfung er 1849 in
die Schweiz flüchtete, dann nach Jta-
lien u. Frankreich u. 1852 nach Amerika
ging, wo er ſeitdem als Schriftſteller
u. Redakteur tätig war. 1854 redi-
gierte er in Albany die „Freien Blät-
ter“, trat 1855 in die Redaktion der
„Jllinois-Staatszeitung“ ein, der er
bis 1861 angehörte, war dann in
St. Louis Mitredakteur der „Weſt-
lichen Poſt“ und 1867 Redakteur der
„St. Louis-Abendzeitung“, gründete
hier auch 1869 mit Joſeph Keppler
die illuſtrierte Wochenſchrift „Die
Vehme“. Später wurde er Redakteur
der „Detroiter Abendpoſt“ und 1888
Chefredakteur des „Puck“ in Neuyork.

S:

Liederklänge aus vier Jahrzehnten
(Dn.), 1896.

Binder, Heinrich,

geb. am 5. Juli
1878 in Kaiſerslautern in der Pfalz,
lebte 1904 als Redakteur der „Pro-
vinzial-Zeitung“ in Geeſtemünde,

*
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[239/0243] Bil Bin er ſein Lehramt auf und ſiedelte nach Berlin über, um ſich germaniſtiſchen Studien behufs Vorbereitung auf ein akademiſches Lehramt zu widmen, pro- movierte 1864 in Jena und trat noch in demſelben Jahre in die Redaktion der „Norddeutſchen Allgemeinen Zei- tung“ ein, der er bis 1870 angehörte. Seitdem lebte er als unabhängiger Schriftſteller in Berlin, lieferte aber ſeit 1879 für obengenannte Zeitung die Berichte über das königliche Hof- theater. Er ſtarb am 16. Dezember 1901 in Groß-Lichterfelde bei Berlin. S: Coriolan (Tr.), 1860. – Drama- tiſche Studien; 3 Hefte, 1863. – Der alte Barbaroſſa (P.), 1866. – Die Duenna von R. B. Sheridan, überſ. und eingeleitet, 1872. – Anno Zwei- tauſend (Zukunftspoſſe), 1877. – Ge- dichte, 1884. – Zur deutſchen Sprache und Literatur (Vortr. u. Aufſ.), 1888. – Neue Beiträge zur Geſch. d. deutſchen Sprache und Literatur, 1891. – Der Jntendant in tauſend Nöten (P. mit Geſ.), 1890. – Gomorrhas Ende (Sat.- dramat. Fragment), 1893. – Drama- tiſche Humoresken, 1894. – Ein toller Tag (Literar. P. m. Geſ. u. Tanz), 1896. – Der Dorfſchulze (Komödie), 1899. *Bilz, F. E., wurde am 12. Juni 1842 in Arnsdorf bei Penig (Königr. Sachſen) als der jüngſte Sohn eines kleinen Landmanns geboren und er- lernte nach Beſuch der Dorfſchule und ſeiner Konfirmation ein Handwerk, in welchem er ſich daheim und in der Fremde viele ſchätzenswerte praktiſche und theoretiſche Kenntniſſe erwarb. Heimgekehrt, gründete er in Meerane ein kleineres Fabrikationsgeſchäft für Manufakturwaren, beſuchte von hier aus die Leipziger Meſſen und beſorgte ſelbſt die Geſchäftsreiſen. Später ſchritt er dann zur Errichtung eines Kolonialwarengeſchäfts an demſelben Orte, und nun fand er auch Zeit und Muße, ſeinem ſchon ſehr lange ge- hegten inneren Drange nach ſchrift- ſtelleriſcher Betätigung folgen zu kön- nen. Letztere hatte ſich die Erlöſung der Menſchheit aus den traurigen ſozialen und namentlich hygieniſchen Verhältniſſen zum Ziele geſetzt, und ihr entſprangen dann ſeine Werke „Das menſchliche Lebensglück“ (Neue Ausg. u. d. T.: „Wie ſchafft man beſſere Zeiten“) u. „Das neue Natur- heilverfahren“. Das letztere iſt in mehr als einer Million Exemplaren verbreitet und ſchon in ſechs fremde Sprachen überſetzt worden. Dieſe Naturheilmethode, deren Vorzüge B. an ſeinem eigenen Leibe erprobt hatte, veranlaßte ihn, in derſelben ſich immer weiter auszubilden u. ſchließlich in der ſchönen Lößnitz bei Dresden eine große Naturheilanſtalt zu errichten, die ſich noch heute trotz mancherlei Anfechtun- gen großen Zuſpruchs zu erfreuen hat. S: Jn hundert Jahren (R.), 1907. Bimſtein, Emanuel, Pſeud. für Hermann Jſecke; ſ. d.! Binder, Heinrich, geb. 1827 in Stockerau bei Wien und geſt. in Neu- york am 12. Jan. 1901. Er beteiligte ſich als Studioſus an der Revolution, nach deren Niederwerfung er 1849 in die Schweiz flüchtete, dann nach Jta- lien u. Frankreich u. 1852 nach Amerika ging, wo er ſeitdem als Schriftſteller u. Redakteur tätig war. 1854 redi- gierte er in Albany die „Freien Blät- ter“, trat 1855 in die Redaktion der „Jllinois-Staatszeitung“ ein, der er bis 1861 angehörte, war dann in St. Louis Mitredakteur der „Weſt- lichen Poſt“ und 1867 Redakteur der „St. Louis-Abendzeitung“, gründete hier auch 1869 mit Joſeph Keppler die illuſtrierte Wochenſchrift „Die Vehme“. Später wurde er Redakteur der „Detroiter Abendpoſt“ und 1888 Chefredakteur des „Puck“ in Neuyork. S: Liederklänge aus vier Jahrzehnten (Dn.), 1896. Binder, Heinrich, geb. am 5. Juli 1878 in Kaiſerslautern in der Pfalz, lebte 1904 als Redakteur der „Pro- vinzial-Zeitung“ in Geeſtemünde, *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 239. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/243>, abgerufen am 21.03.2019.