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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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der vermehrten Anstrengung sein altes
Herzleiden wieder einstellte, dem wie-
derholte Schlaganfälle folgten. Am
9. Febr. 1873 starb er.

S:

Johannis-
blumen (Ge.), 1858.

Biron, Ludwig,

Pseud. für Georg
Siegert
; s. d.!

Birt, Alexander,

pseud. Hans
Hohenfeld
, geb. am 1. Mai 1848
in Wandsbeck, lebte als Architekt
(1890) in Hagenau, (1891) in Saar-
burg in Lothringen, (1896) in Königs-
berg i. Pr.

S:

Hamburger Skizzen,
1881. - Reichslands Lieder, 1889. -
Elisabeth von Ungarn (Tr.), 1891. -
Wilhelm der Große. Patrioten- und
Heroldgespräche (Volksfestsp.), 1900. -
Simon Dach (Dram. Zeitbild), 1905.

*Birt, Theodor,

pseud. Beatus
Rhenanus
, wurde am 22. März
1852 zu Wandsbeck bei Hamburg ge-
boren u. entstammt einer alten Ham-
burger Kaufmannsfamilie. Den Tra-
ditionen derselben gemäß wurde auch
Theodor für den kaufmännischen Be-
ruf bestimmt, doch wandte er sich mit
17 Jahren den gelehrten Studien zu,
frequentierte seitdem das Hamburger
Gymnasium und studierte seit 1872,
hauptsächlich in Bonn, klassische Philo-
logie. Nachdem er 1876 in Bonn auf
Grund seiner Schrift "Zur Geschichte
des lateinischen Hexameters" die
Würde eines Dr. phil. erlangt hatte,
habilitierte er sich 1878 als Privat-
dozent für klassische Sprachen an der
Universität Marburg, wurde hier bald
außerordentl. Professor und vertritt
sein Fach seit 1886 als ordentl. Pro-
fessor. Wiederholte Berufungen an
andere Universitäten hat er bisher
abgelehnt. Außer einigen fachwissen-
schaftlichen Arbeiten, die sich durch
schöne Darstellung auszeichnen (El-
pides, Studien zur Geschichte der
griechischen Poesie, 1881 - Das antike
Buchwesen, 1882 - Zwei politische
Satiren des alten Rom, 1888 - Eine
römische Literaturgeschichte in fünf
Stunden, 1894 - Unterhaltungen in
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Bis
Rom; fünf Gespräche deutscher Reisen-
den. 1895 - Deutsche Wissenschaft im
19. Jahrhundert, 1900 - Griechische
Erinnerungen eines Reisenden, 1902
u. a.) veröffentlichte er

S:

Attarachus
u. Valeria (Lyr. E.), 1886. - Philipp
der Großmütige (Prologßene), 1886.
- Meister Martin und seine Gesellen
(Reimspiel), 1893. - König Agis (Tr.),
1894. - Das Jdyll von Capri (Aus
der Bildermappe des B. Rh. hrsg.),
1898. - Die Silvesternacht (2. Reim-
spiel des B. Rh.), 1900. - Magnifizenz
in Sorgen (Akadem. Schw.), 1903. -
Gedichte, 1904. - Der Musikdirektor
(Lsp.), 1903. - Anna von Hessen (Ein
tragisches Spiel), 1904. - Schiller u.
Bismarck (2 Ansprachen), 1905. -
Artiges und Unartiges (Ge.), 1908. -
Ernste Gedichte, 1908.

Bischoff, Charitas,

* am 7. März
1848 in Siebenlehn (Sachsen), lebt
(1905) als Witwe eines Pastoren in
Altona.

S:

Augenblicksbilder aus
einem Jugendleben, 1905.

Bischoff, Johann Hermann Chri-
stian
,

pseudon. Karl Bischoff,
wurde am 12. Juli 1851 in Hamburg
als der Sohn eines Tischlermeisters
geboren, besuchte die Volksschule zu
Hamm, einem Vorort von Hamburg,
und ging mit 15 Jahren zur Bühne.
Eiserner Fleiß u. redliches Studium
brachten ihn trotz alles Schauspieler-
elends langsam, aber sicher vorwärts,
so daß er in den Jahren 1880-85 selbst
als Direktor einer Truppe in mehreren
mittleren Provinzialstädten fungieren
konnte. Dann gab er das Bühnen-
leben auf und widmete sich hinfort in
seiner Vaterstadt der Schriftstellerei.
Eine Zeitlang war er hier auch Her-
ausgeber u. Redakteur der "Wacht",
einer Zeitung für Zoll- und Steuer-
beamten.

S:

Jrrfahrten eines Debü-
tanten (Kom. Theatergesch.), 1873. -
Diener Gottes (R.), 1874. - Sonnen-
stäubchen und Sturmwolken (Ge.),
1880. - Liebes-Steuer (Lsp.), 1880. -
Der Fleetenkieker und seine Familie

*


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Bir
der vermehrten Anſtrengung ſein altes
Herzleiden wieder einſtellte, dem wie-
derholte Schlaganfälle folgten. Am
9. Febr. 1873 ſtarb er.

S:

Johannis-
blumen (Ge.), 1858.

Biron, Ludwig,

Pſeud. für Georg
Siegert
; ſ. d.!

Birt, Alexander,

pſeud. Hans
Hohenfeld
, geb. am 1. Mai 1848
in Wandsbeck, lebte als Architekt
(1890) in Hagenau, (1891) in Saar-
burg in Lothringen, (1896) in Königs-
berg i. Pr.

S:

Hamburger Skizzen,
1881. – Reichslands Lieder, 1889. –
Eliſabeth von Ungarn (Tr.), 1891. –
Wilhelm der Große. Patrioten- und
Heroldgeſpräche (Volksfeſtſp.), 1900. –
Simon Dach (Dram. Zeitbild), 1905.

*Birt, Theodor,

pſeud. Beatus
Rhenanus
, wurde am 22. März
1852 zu Wandsbeck bei Hamburg ge-
boren u. entſtammt einer alten Ham-
burger Kaufmannsfamilie. Den Tra-
ditionen derſelben gemäß wurde auch
Theodor für den kaufmänniſchen Be-
ruf beſtimmt, doch wandte er ſich mit
17 Jahren den gelehrten Studien zu,
frequentierte ſeitdem das Hamburger
Gymnaſium und ſtudierte ſeit 1872,
hauptſächlich in Bonn, klaſſiſche Philo-
logie. Nachdem er 1876 in Bonn auf
Grund ſeiner Schrift „Zur Geſchichte
des lateiniſchen Hexameters“ die
Würde eines Dr. phil. erlangt hatte,
habilitierte er ſich 1878 als Privat-
dozent für klaſſiſche Sprachen an der
Univerſität Marburg, wurde hier bald
außerordentl. Profeſſor und vertritt
ſein Fach ſeit 1886 als ordentl. Pro-
feſſor. Wiederholte Berufungen an
andere Univerſitäten hat er bisher
abgelehnt. Außer einigen fachwiſſen-
ſchaftlichen Arbeiten, die ſich durch
ſchöne Darſtellung auszeichnen (El-
pides, Studien zur Geſchichte der
griechiſchen Poeſie, 1881 – Das antike
Buchweſen, 1882 – Zwei politiſche
Satiren des alten Rom, 1888 – Eine
römiſche Literaturgeſchichte in fünf
Stunden, 1894 – Unterhaltungen in
[Spaltenumbruch]

Biſ
Rom; fünf Geſpräche deutſcher Reiſen-
den. 1895 – Deutſche Wiſſenſchaft im
19. Jahrhundert, 1900 – Griechiſche
Erinnerungen eines Reiſenden, 1902
u. a.) veröffentlichte er

S:

Attarachus
u. Valeria (Lyr. E.), 1886. – Philipp
der Großmütige (Prologſzene), 1886.
– Meiſter Martin und ſeine Geſellen
(Reimſpiel), 1893. – König Agis (Tr.),
1894. – Das Jdyll von Capri (Aus
der Bildermappe des B. Rh. hrsg.),
1898. – Die Silveſternacht (2. Reim-
ſpiel des B. Rh.), 1900. – Magnifizenz
in Sorgen (Akadem. Schw.), 1903. –
Gedichte, 1904. – Der Muſikdirektor
(Lſp.), 1903. – Anna von Heſſen (Ein
tragiſches Spiel), 1904. – Schiller u.
Bismarck (2 Anſprachen), 1905. –
Artiges und Unartiges (Ge.), 1908. –
Ernſte Gedichte, 1908.

Biſchoff, Charitas,

* am 7. März
1848 in Siebenlehn (Sachſen), lebt
(1905) als Witwe eines Paſtoren in
Altona.

S:

Augenblicksbilder aus
einem Jugendleben, 1905.

Biſchoff, Johann Hermann Chri-
ſtian
,

pſeudon. Karl Biſchoff,
wurde am 12. Juli 1851 in Hamburg
als der Sohn eines Tiſchlermeiſters
geboren, beſuchte die Volksſchule zu
Hamm, einem Vorort von Hamburg,
und ging mit 15 Jahren zur Bühne.
Eiſerner Fleiß u. redliches Studium
brachten ihn trotz alles Schauſpieler-
elends langſam, aber ſicher vorwärts,
ſo daß er in den Jahren 1880–85 ſelbſt
als Direktor einer Truppe in mehreren
mittleren Provinzialſtädten fungieren
konnte. Dann gab er das Bühnen-
leben auf und widmete ſich hinfort in
ſeiner Vaterſtadt der Schriftſtellerei.
Eine Zeitlang war er hier auch Her-
ausgeber u. Redakteur der „Wacht“,
einer Zeitung für Zoll- und Steuer-
beamten.

S:

Jrrfahrten eines Debü-
tanten (Kom. Theatergeſch.), 1873. –
Diener Gottes (R.), 1874. – Sonnen-
ſtäubchen und Sturmwolken (Ge.),
1880. – Liebes-Steuer (Lſp.), 1880. –
Der Fleetenkieker und ſeine Familie

*
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[245/0249] Bir Biſ der vermehrten Anſtrengung ſein altes Herzleiden wieder einſtellte, dem wie- derholte Schlaganfälle folgten. Am 9. Febr. 1873 ſtarb er. S: Johannis- blumen (Ge.), 1858. Biron, Ludwig, Pſeud. für Georg Siegert; ſ. d.! Birt, Alexander, pſeud. Hans Hohenfeld, geb. am 1. Mai 1848 in Wandsbeck, lebte als Architekt (1890) in Hagenau, (1891) in Saar- burg in Lothringen, (1896) in Königs- berg i. Pr. S: Hamburger Skizzen, 1881. – Reichslands Lieder, 1889. – Eliſabeth von Ungarn (Tr.), 1891. – Wilhelm der Große. Patrioten- und Heroldgeſpräche (Volksfeſtſp.), 1900. – Simon Dach (Dram. Zeitbild), 1905. *Birt, Theodor, pſeud. Beatus Rhenanus, wurde am 22. März 1852 zu Wandsbeck bei Hamburg ge- boren u. entſtammt einer alten Ham- burger Kaufmannsfamilie. Den Tra- ditionen derſelben gemäß wurde auch Theodor für den kaufmänniſchen Be- ruf beſtimmt, doch wandte er ſich mit 17 Jahren den gelehrten Studien zu, frequentierte ſeitdem das Hamburger Gymnaſium und ſtudierte ſeit 1872, hauptſächlich in Bonn, klaſſiſche Philo- logie. Nachdem er 1876 in Bonn auf Grund ſeiner Schrift „Zur Geſchichte des lateiniſchen Hexameters“ die Würde eines Dr. phil. erlangt hatte, habilitierte er ſich 1878 als Privat- dozent für klaſſiſche Sprachen an der Univerſität Marburg, wurde hier bald außerordentl. Profeſſor und vertritt ſein Fach ſeit 1886 als ordentl. Pro- feſſor. Wiederholte Berufungen an andere Univerſitäten hat er bisher abgelehnt. Außer einigen fachwiſſen- ſchaftlichen Arbeiten, die ſich durch ſchöne Darſtellung auszeichnen (El- pides, Studien zur Geſchichte der griechiſchen Poeſie, 1881 – Das antike Buchweſen, 1882 – Zwei politiſche Satiren des alten Rom, 1888 – Eine römiſche Literaturgeſchichte in fünf Stunden, 1894 – Unterhaltungen in Rom; fünf Geſpräche deutſcher Reiſen- den. 1895 – Deutſche Wiſſenſchaft im 19. Jahrhundert, 1900 – Griechiſche Erinnerungen eines Reiſenden, 1902 u. a.) veröffentlichte er S: Attarachus u. Valeria (Lyr. E.), 1886. – Philipp der Großmütige (Prologſzene), 1886. – Meiſter Martin und ſeine Geſellen (Reimſpiel), 1893. – König Agis (Tr.), 1894. – Das Jdyll von Capri (Aus der Bildermappe des B. Rh. hrsg.), 1898. – Die Silveſternacht (2. Reim- ſpiel des B. Rh.), 1900. – Magnifizenz in Sorgen (Akadem. Schw.), 1903. – Gedichte, 1904. – Der Muſikdirektor (Lſp.), 1903. – Anna von Heſſen (Ein tragiſches Spiel), 1904. – Schiller u. Bismarck (2 Anſprachen), 1905. – Artiges und Unartiges (Ge.), 1908. – Ernſte Gedichte, 1908. Biſchoff, Charitas, * am 7. März 1848 in Siebenlehn (Sachſen), lebt (1905) als Witwe eines Paſtoren in Altona. S: Augenblicksbilder aus einem Jugendleben, 1905. Biſchoff, Johann Hermann Chri- ſtian, pſeudon. Karl Biſchoff, wurde am 12. Juli 1851 in Hamburg als der Sohn eines Tiſchlermeiſters geboren, beſuchte die Volksſchule zu Hamm, einem Vorort von Hamburg, und ging mit 15 Jahren zur Bühne. Eiſerner Fleiß u. redliches Studium brachten ihn trotz alles Schauſpieler- elends langſam, aber ſicher vorwärts, ſo daß er in den Jahren 1880–85 ſelbſt als Direktor einer Truppe in mehreren mittleren Provinzialſtädten fungieren konnte. Dann gab er das Bühnen- leben auf und widmete ſich hinfort in ſeiner Vaterſtadt der Schriftſtellerei. Eine Zeitlang war er hier auch Her- ausgeber u. Redakteur der „Wacht“, einer Zeitung für Zoll- und Steuer- beamten. S: Jrrfahrten eines Debü- tanten (Kom. Theatergeſch.), 1873. – Diener Gottes (R.), 1874. – Sonnen- ſtäubchen und Sturmwolken (Ge.), 1880. – Liebes-Steuer (Lſp.), 1880. – Der Fleetenkieker und ſeine Familie *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 1. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 245. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon01_1913/249>, abgerufen am 25.03.2019.